Bad König. Der unvergessene, aus dem damaligen König im Odenwald stammende Maler Georg Vetter malte dereinst mit Stift und Zeichenblock seine Sichtweise der Momarter Eiche– hier in einer Teilperspektive auf den damals schon gewaltigen Baum (Scan von Reinhold Veit). Der meisterhafte Blick des Künstlers weist- am Naturdenkmal vorbei- talabwärts weit in den Saum zu den nächsten Wäldern, teilummantelt von vielleicht Nebeldunst, hin zur bayerischen Nachbarregion. Die nur von einem trällernden Singvogel aufgesuchte, hölzerne Ruhebank offenbart die Schönheit der Natur des Odenwaldes-symbolisiert auch das üppige Blatt- und Astwerk des einzigartigen Baumes.

Georg Vetter- König gibt mit dem Untertitel seine Zuneigung, ja Liebe zu dieser einzigartigen Landschaft wieder:

“Im Odenwald bin ich daheim!”

 

Vermutlich- das aber ohne eine letzte Sicherheit- war die Entstehungszeit dieses Kunstwerkes- vor mehr als 100 Jahren. Da hatte die Momarter Eiche ein Alter von 300 Jahren in etwa gehabt, am Ende des vierten Monats 2018 brach sie – etwa vierhundertjährig- auseinander.

 

Und was gab es Historisches vor ca. 400 Jahren:

1618-1648 : Dreißigjähriger Krieg, verursacht durch konfessionelle und machtpolitische Gegensätze. Deutschland(Mitteleuropa) wird Kriegsschauplatz durch die europäischen Mächte.

 

Sehen Sie bitte auch dazu auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de die folgenden beiden Artikel:

“Momarter Eiche” (02.05.2018)

“Der ganz große Malersohn Bad Königs: Georg Vetter (1891-1969) vom 30.10.2017 (mit Literaturliste zur Malerpersönlichkeit von Georg Vetter)

 

 

 

(Foto: Bilddatenbank HGV Bad König e.V.)

Bad König. Über eine gute Besucherzahl konnte sich am vergangenen Sonntag (13. Mai 2018) der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. im Heimatmuseum freuen, war doch an diesem Sonntag der Internationale Museumstag 2018 und Muttertag zugleich, zudem noch in Bad König Konfirmationstag. So war es auch nicht verwunderlich, dass so mancher Festgottesdienstbesucher danach noch die Gelegenheit nutzte, dem Museum einen Besuch abzustatten und je nach Interesse zu bestimmten Ausstellungsstücken fachkundige Auskünfte zu erhalten.

Daneben interessierte sich zum Beispiel ein Damenteam aus dem Rhein-Sieg-Gebiet besonders für durchaus in der Kurstadt vorhandene Anzeichen von Gebäuden im Jugendstil, wohnte doch vor Jahrzehnten eine Verwandte hier in der vom Jugendstil geprägten “Villa Tramontana”.

 

Sehen Sie bitte auch hierzu auf dieser HGV-Homepage den Artikel “Villa Tramontana- einst und jetzt (in künstlerischer Gestaltung)” vom 02.04.2018

 

 

Bad König-Fürstengrund-Kimbach:  Lassen Sie sich in die Welt der Sagen entführen. Die folgenden haben wir dem schon sehr lange vergriffenen Bändchen entnommen: “Heimat-Sagen aus dem Kreise Erbach- Gesammelt und bearbeitet von Wilhelm Glenz -Buchschmuck von Georg Vetter-König (Druck von Wittich), Darmstadt 1929, S.33-36.

(Unser historisches Titelfoto- aus der Bilddatenbank des HGV Bad König e.V.- zeigt ein so nicht mehr existierendes Haus in der Kimbacher Straße.  In der “Fantasie der Sagenwelt des Odenwaldes” könnten so die beiden Mädchen in einem solchen Haus zur Spinnstube gegangen sein. Siehe die folgende Sage “Die Braut in König als Katze”.)

 

 

 

 

 

Die Braut in (Bad) König als Katze

Zwei Mädchen gingen zur Spinnstube. Das eine, ein an sich sonderbares Wesen, sage plötzlich: “Bleib hier stehen, ich habe was zu tun! Gehe aber nicht von den Spinnrädern weg!” Doch die andere war neugierig und wollte sehen, was geschah. Da bemerkte sie, wie ihre Freundin zum Hause ihres Liebsten ging, mit dem sie eben böse war. Nachdem das erste Mädchen sich geschüttelt hatte, fielen ihr die Kleider ab, und eine Katze sprang am Weinstock in die Höhe. Von Schrecken ergriffen, lief das zusehende Mädchen nach Hause. Am anderen Tag erzählte der Bursche, daß er die Nacht von einer Katze gedrückt worden wäre wie noch nie.

 

 

Der gebannte Fuhrmann in (Bad) König

Moin Groußvadde hot verzäihlt, daß in Kinnig ins “Schembäisches” (Schönberger Hof) emoil Musik wur. Do Issen Ma`nn  g`foan kumme, der hot do a emol  hurdisch  noigeguckt. Wieje äwwe wirre furt foan  hot welle, do isses nit ga`nge. Die Gail un de Wache wur`n  geba`nnt. Do isse noi und hot g`soat: “Ihr liwei Brire, loßt mich foan, äwwe eß bassiert e Ouglick!”- Wije wirre rauskumme iß, isses als noch nit  g`ange. Do horre e Bail genumme un hot e Spaaje vum Road ezwaa gehaawe. Da`nn iß im Saal oane img`falle, dem wur eß Boa ezwaa.

 

 

Der umgehende Hund in Fürstengrund

Moin Brure  iß  emol  owends  niwwe uff die Kinnische Wiese, um ze wessen. Wieje niwwe iß, do horre  unnes Päiremichels a`n de Grenze zwische Kinnig und Firschtegrund sou en grouße Hund rimlaafe sähe. Zwische elfe un zwelfe isse wirre vum Wessen hoam. Do wur de Hund wirre do. Deßmol issem äwwe noochgelaafe. Er horren goanit lous wäan kenne. Do horre g`soat: “Gäischde hoam !”- Wieje deß g`soat hadde hot, issem de Hund uff de Buggel g`sprunge un nit mäih runne ga`nge. Er iß g`sprunge mirrem, bisse nit mäih gekennt hot. Do horre g`soat: “Ach, du liwe Gott, helf me!” – Un de Hund wur verschwunne. Es wur Sa`mschdoags owends zum irschte Advent.

 

 

Der Teufel weiß, wo Kimbach liegt

Einem armen Bauer in Kimbach i. O. träumte drei Nächte hintereinander, er sollte in Frankfurt auf die Brücke gehen, dort könnte er sein Glück machen. Eines Tages ging er auch hin. Suchend schritt er die Brücke ab; doch er konnte nichts finden. Da traf er einen Soldaten, der auf Posten stand, der fragte ihn, was er hier suchen wolle. Der Bauer erzählte nun seinen Traum. Als er auserzählt hatte, sagte der Soldat, auch ihm hätte dreimal hintereinander geträumt, er sollte nur nach Kimbach gehen, wo hinter einer alten Scheune ein großer “Hollerbusch” stände, unter dem viel Geld läge. “Aber “, so fügte der Soldat hinzu, “der Teufel weiß, wo Kimbach liegt!” Unser Bauer aber stellte sich dumm , sagte kein Wort und ging noch eine Weile auf der Brück hin und her. Endlich entfernte er sich und eilte rasch nach Hause, um die alte Scheune zu suchen. Dort fand er auch wirklich so viel Gold und Silber, daß er Äcker und Wiesen kaufen konnte, worüber die Leute seines Dorfes sehr erstaunt waren.

Noch heute aber ist im östlichen Odenwald die Redensart gebräuchlich: “Der Teufel weiß, wo Kimbach liegt!”

 

Das Bubenkreuz zwischen Kimbach und Vielbrunn

Zwischen Kimbach und Vielbrunn im Waldbezirk Oberhaspel steht ein mit drei Reliefkreuzen bezeichneter Denkstein urkundlich “Bobencrutze”, im Volksmund “Bubenkreuz” (Buwekreiz) genannt. Der Stein soll errichtet worden sein zur Erinnerung an den jähen Tod eines jungen Hirten.

Ein alter Mann wußte darüber folgendes zu erzählen:

Zwische Kimboch un Vielbrunn do lairen Stoa. Uff dem sinn drei Kraize oigemaaselt. Me säigt nurn dezu`s Buwekraiz. A`n sellem Blatz hewwe emol drei Buwe gehit`t. Weil se äwwe La`ngeweile kriegt hewwe, do hewwe se hoalt  oug`fange minanne ze spiele. Oane wur de Reiwe, die zwäi a`nnen  hewwen  g`fa`nge un hewwen a`nnem Strick uffgehengt. Sie hweeen glei wirre runne doun welle; äwwe do Issen Hoas gelaafe kumme, der hot nur drei Boa kadde. Dem sinn se hoalt noochgelaafe . Wiese äwwe wirre a`n  ijen Hittblatz kumme soin, do wur de oam Bu dout. Jetzt iß dort e Gespenst; wa`nn oans in de Noacht dort vebei  gäiht, hebbt em äbbes uff de Buggel, un iascht a`n de Krimm wärres wirre lous.

 

 

 

 

 

 

 

 

(Bildrechte an sämtlichen Fotografien: Dr. Ulrich Herrmann)

 

Bad König. Am Donnerstag (3. Mai 2018) stattete schon am frühen Vormittag eine Gruppe dem historischen Areal des Friedhofes Bad König einen Besuch ab: Es war eine Gruppe von ehemaligen Abiturienten-meist gekommen mit ehelicher Begleitung- die einst am Gymnasium Michelstadt im Odenwald zusammen  (damals noch) im Klassenverbund “die Schulbank drückte”.

Die beiden Vorstandsmitglieder Reinhold Veit und Reinhold Nisch vom hiesigen Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. zeigten den Besuchern die Historische Kapelle, die ja bekanntlich im Mittelteil (Langhaus) aus dem frühen 8. Jahrhundert stammt und referierten über die “historischen Schlüsseldaten” auf Grundlage der seitherigen Forschungsergebnisse.

Danach wurde noch das Ehrengrab des Polarforschers Carl-Weyprecht aufgesucht, wobei auch dessen biografische Kardinaldaten aufgeführt wurden. Schulleiter a.D. Ernst Ruppert (Gymnasium Michelstadt)interssierte dabei besonders die “Mexiko-Mission Weyprechts am Hofe Kaiser Maximilians” in diesem Land des amerikanischen Kontinents. Ein fachkompetenter Besucher, jetzt aus Bad Hersfeld angereist, zeigte zudem selbst auch Aspekte von Julius Payer auf, der ja mit Weyprecht der Polar-Expedition vorstand.

Den Abschluss des frühen Vormitttags auf dem hiesigen Friedhof wurde von der Gruppe am Urnengrab eines jüngst verstorbenen Jahrgangskameraden durch Herrn Vogel (heute Trebur, früher Bad König ) vorgenommen, wobei auch  der weiteren verstorbenen “Mit-Abiturienten von einst” ehrenvoll und namensmäßig vorgetragen, gedacht wurde.

Das Programm setzte sich dann gut zweitägig mit einem Besuch des Georg-Vetter-Museums, historischen Vorträgen  (Thomas Seifert) bzw. sprachlich-literarischen Lesungen (Dr. Ulrich Herrmann) fort, ehe man wieder auseinander ging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Sämtliche Fotos auf dieser Seite: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

Beachten Sie bitte auch folgende Artikel auf dieser Homepage des HGV Bad König e.V. (www.hgv-badkoenig.de):

“Historie Bad König: Literatur zum Polarforscher Carl Weyprecht”  (26.02.2018)

“Bad König-Historie: Aspekte der Carl Weyprecht-Forschung” (11.04.2018)

 

Dazu die schon bei maßgeblichen Universitäten und Staatsarchiven Deutschlands und Österreichs archivierte “Fotodokumentation zur Einweihung der Erinnerungstafeln zum Gedenken an den Polarforscher Carl Weyprecht (1838-1881) im Rahmen des Carl Weyprecht- Rundwanderweges (Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald) am 2. September 2016 in Bad König (Deutschland) “

Von Reinhold Veit/Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.    

 

 

 

(Hinweis: Der Begleittext hierzu erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.)

 

Momarter Eiche

Du warst immer für uns da.
du, als der Baum des Odenwaldes*,
du hattest sehr viel wahrgenommen,
Glück, Freude, Liebe, viel, vieles noch mehr,
aber auch Leid, Zerstörungen, Not und Elend
in deinen Lebensjahrhunderten.
Menschen kamen, schufen und gingen.
Du hattest vieles überdauert.
Hättest du sprechen können,
wir wären an Erkenntnissen reicher.
Nun, nach vorheriger, vorjähriger Stabilisierung,
fielest du altersgeschwächt geknickt um.
Wir müssen es akzeptieren,
aber es tut weh,
schmerzhaft weh!

Reinhold Nisch

 

(Anmerkung: Kurz vor dem 1. Mai 2018, als man immer wieder im Nahbereich am Sportlerheim Momart im Odenwald-einem herrlichen Stadtteil Bad Königs- die Erbsensuppe der TSG Momart e.V. und ein Bierchen oder für die Kids `ne Limo genießen kann/konnte.)

 

 

*  Die “Momarter Eiche “ ist untrennbar für alle Zeiten mit dem Lied des Odenwaldes Es steht ein Baum im  Odenwald” verbunden. (Ganz konkret brach diese etwa 400 Jahre alte Momart-Eiche am letzten April-Sonntag-es war der 29. April 2018– so gegen 20 Uhr auseinander.):

 

 

Es steht ein Baum im Odenwald

 

Es steht ein Baum im Odenwald,

der hat viel grüne Äst,

da bin ich schon viel tausendmal

mit meinem Schatz gewest.

 

Da sitzt ein kleiner Vogel drauf,

der pfeift so wunderschön.

Ich und mein Schätzlein horchen auf,

wenn wir mit`-ander ge`hn.

 

Der Baum, der steht im Odenwald

und ich bin in der Schweiz,

da liegt der Schnee und ist so kalt!

Mein Herz, es mir zerreißt!

 

(Diese sozusagen” Odenwald-Hymne” ziert auch die historische Ansichtskarte mit der Momarter Eiche, hat den Titel dort “Rieseneiche in Momart bei Bad König im Odenwald”. Sie war erschienen im renommierten Krapohl-Verlag 41516 Grevenbroich, Schloß Hülchrath.)

In älteren Dokumenten wird aber auch vermittelt, dies soll nicht verschwiegen werden, dass “Der Baum im Odenwald” oberhalb-eher westlich zum Waldeintritt hin- des heutigen Bad König-Stadtteiles Kimbach sich in voller Größe einst befand; es gab aber dort einmal auch einen Blitzeinschlag.

 

 

 

Berichterstattung zum tragischen Ereignis eines wertvollen Odenwälder Naturdenkmals:

Odenwälder Echo vom 2. Mai 2018: Ein Denkmal fällt- Momarter Eiche geht nach 400 Jahre währender Standfestigkeit in die Brüche (Titelseite mit Bild von Guido Schiek), darin: Die Momarter Eiche war einmal/Naturdenkmal 400 Jahre alter Baum fällt unvermittelt auseinander/Betroffenheit in der Bevölkerung” (Von Gerhard Grünewald), S. 9 (mit weiteren zwei Fotos von Guido Schiek).

 

Weiterhin:

Odenwälder Echo  vom 16. Juni  2018: “Baumriesen- Naturmonumente wie die Russeneiche bei Rehbach prägen den Odenwald. Vielen von ihnen geht es nicht gut. Was die Menschen tun, um sie zu erhalten”, S.1 und S.13/Rubrik “Odenwald”: “Stamm-Halter- Viele Baumveteranen sind in Gefahr. Künftig könnten deutlich mehr als bisher unter besonderen Schutz gestellt werden.” Von Gerhard Grünewald /Fotos von Guido Schiek

 

 

Sehen Sie bitte auch auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig den Artikel:

“Momarter Eiche: Auch Odenwaldmaler Georg Vetter zeichnete sie früher” (17.Mai 2018)

 

 

 

(Scan: Reinhold Veit)

Julius Payer-Carl Weyprecht

(Alle Scans: Reinhold Veit)

 

 

 

Große Carl Weyprecht- Buchvorstellung in Bad König im Jahre 2018:

Enrico Mazzoli: CARL WEYPRECHT Darmstadt-König-Triest/Lebensstationen eines Polarforschers (Deutsch von Annette Budzinski), Historische Kommission Darmstadt (hkd)/ISBN 978-3-88443-415-4/Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission -Neue Folge Band 38/351 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und umfassender Literaturliste, Darmstadt 2018

 

Dieses Weyprecht-Buch kann ab sofort z.B. in der Buchhandlung Paperback, Bad König,  erworben werden.

 

Das Buch wird in Bad König am Samstag, 21. Juli 2018, 19.30 Uhr, in der Historischen Rentmeisterei/Schlossplatz  vorgestellt. Das Buch liegt nun in der deutschen Übersetzung vor. Annette Budzinski wird von ihrer Arbeit berichten und kardinale Stellen des Werkes vortragen.

 

Der Eintritt beträgt 5,00 Euro, Karten können schon jetzt bei der Literaturhandlung Paperback ( D-64732 Bad König, Bahnhofstraße 43) vorbestellt werden (Telefon: 06063-4115 oder www.literaturhandlung-paperback.de).

Reihe: Autoren in der Rentmeisterei – Eine Initiative der Stadt Bad König, der Kurgesellschaft und der Literaturhandlung Paperback.

 

(Der HGV Bad König e.V. empfiehlt den Besuch der Buchpräsentation über den städtischen Sohn Carl Weyprecht.

Gleichwohl ist man hier in Bad König sehr darüber erfreut, dass schon beim Buchtitel (siehe Bildcover oben)  auch die Carl WeyprechtLebensstation  “König” (im Odenwald) neben den Lebensstationen “Darmstadt” und “Triest”  erstmals lobend erwähnt wird. Diese Triade war eindeutig prägend für Carl Weyprechts Determination der Biografie gewesen- und (Bad) König setzt mit der Beisetzung in einem Ehrengrab eines ganz großen Entdeckers und Forschers auf dem Friedhof den irdischen Finalpunkt eines intensiv ruhmreichen Lebens wie auch die Anfänge der Kindheit und frühen Jugend , was insgesamt noch sehr lange nachwirken wird.

 

 

Zu dem Carl Weprecht-Buchautor Dr. Enrico Mazolli siehe auch auf dieser Homepage die folgenden Berichte:

“Historie Bad König-Literatur zum Polarforscher Carl Weyprecht ” (26.02.2018)

“Heimatmuseum am Nikolausmarkt: HGV zeigt großes Weyprecht-Poster” (05.12.2016)

 

 

Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 in Österreich auf einer Homepage:

www.oesterreich100.at : Mit dieser Homepage hat man in Österreich auf viel Ereignisse im “Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018″ aufmerksam gemacht, die für das Land historische Schlüsselereignisse beinhalten.

(Anmerkung/Quellennachweis: Der Textauszug wurde von der TU Darmstadt im Jahre 2016 an den HGV Bad König e.V. auf Anfrage übermittelt und für eigene Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.)

 

 

 

Biografisch-tabellarische Lebenssynopse von Carl Weyprecht (Schlüsseldaten)

 

1838  Am 8. September 1838 wird Carl Weyprecht in Darmstadt geboren.*

1842  Übersiedlung mit den Eltern nach König im Odenwald

1852  Schulbesuch in Darmstadt

1856  Eintritt in die österreichische Kriegsmarine/Ankunft in Triest

1858  Flottenreise im Mittelmeer

1862 Ernennung zum Schiffsfähnrich

1863 Educations- Offizier

1866 Teilnahme an der Seeschlacht von Lissa/Mittelmeer

1866/1867 Mission in Mexiko ***

1870 Mission im Dienste der Wissenschaften in Tunesien

1871  “Isbjörn-Expedition” in der nördlichen Barents-See

1872  Carl Weyprecht bekommt die österreichisch-ungarische Staatsbürgerschaft.

1872  13. Juni des Jahres: Abfahrt der “Admiral Tegetthoff” nach Bremen

1873  30. August des Jahres: Entdeckung und Benennung von “Kaiser-Franz-Josef-Land”

1874  24. August des Jahres: Rettung der Expedition durch russische Fischer

Carl Weyprecht lehnt den Adelstitel ab.

1881  Am 29. März des Jahres: Carl Weyprecht stirbt in Michelstadt im Odenwald.

Weyprecht wird in einem Ehrengrab auf dem Friedhof in (Bad) König im Odenwald bestattet.* *

 

 

Büchner-Weyprecht im Hintereinander  (Lyrik) *

Koordinatenpunkte beider dereinst
in Darmstadts Grafenstraße.
1837
Georg Büchner verlässt
die Irdisch-Weltbühne
in der Schweiz.
Jahre zuvor raus aus Darmstadt.
Straßburg mit vielseitig mehr Luft.
Die Provinzen davor und danach.
Im Vermächtnis die Zustände
literarisch festgehalten.
Basiswerte für die Ewigkeit.

1838
Carl Weyprecht kommt an.
In Darmstadt.
Entdeckt jung viel und vermittelt
in (Bad) König.
Darmstadt als Lerngrundlage
für die maritime Zukunft
mit Ausgangsbasis Triest.
Die Explorationen in der Arktis
mit anderen vollzogen.
Futur-Schübe für die Internationalen
Polarjahre.

Reinhold Nisch

 

* Quellenhinweis: Wolfgang Bader (Hrsg.): text cocktail mix 2017 -Sommer-Anthologie, Verlag  Novum  Publishing GmbH (ISBN 978-3-99064-041-8), A-Neckenmarkt/Österreich 2017, S. 299

 

 

 

* * Zu den Bestattungsfeierlichkeiten  für Carl Weyprecht im Jahr 1881 hier in König im Odenwald siehe auch die erst im Jahre 2017  vorgenommene Transkription von Frau Katharina Haase (langjährig engagiertes Mitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Bad König e.V.):

“Katharina Haase schließt erkennbar eine Forschungslücke zu Carl Weyprecht”  (Homepage: www.hgv-badkoenig.de /29.03.2017)

 

Anmerkung: Am 8. September 2018 wird auch in  Bad König des 180. Geburtstages von Carl Weyprecht gedacht werden.

 

 

*** Literaturhinweis zu Kaiser Maximilian I. von Mexiko: “Mexikos glückloser Kaiser- Romantisches Abenteuer und globaler Machtpoker: Warum vor 150 Jahren ein Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. in den Wirren des mexikanischen Bürgerkriegs sein Leben ließ “(von Gerd Fesser), Wochenzeitung DIE ZEIT/Geschichte Nr. 24 vom 8. Juni 2017, S. 17

 

 

Zum Mexiko-Aufenthalt (“Mexiko-Mission”) von Carl Weyprecht erfährt man mehr bei:

Enrico Mazzoli: CARL WEYPRECHT Darmstadt-König-Triest/ Lebensstationen eines Polarforschers (Deutsch von Annette Budzinski), Arbeiten der Historischen Kommission Neue Folge Band 38, Darmstadt (ISBN 978-3-88443-415-4) 2018; hier: Kapitel IV Von Lissa nach Mexiko (Abschnitte: In der Schlacht auf der Drache/Im mexikanischen Bürgerkrieg/Die Evakuierung der französischen Truppen/Zwischen Leben und Tod in Havanna), S. 49-58.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Patina ist eine spezielle Beschichtung, welche aus den Ergebnissen von einer allmählich über die Monate, meist Jahre und Jahrzehnten einsetzenden Verwitterung der Oberfläche sich bildet. In diesem Prozess gesellt sich namentlich die Sedimentation von schwebenden Partikeln der Luft (sogenannten Aerosolen/Staub) und der chemisch bedingte  Reproduktionsvorgang eben dieser Stoffe hinzu.

Und genau das ist jetzt schon auf der Koordinaten-Platte geschehen, die vom Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. geplant und finanziert auf dem Schlossplatz der Stadt vor dem Eingang zur historischen Rentmeisterei zu bestaunen ist.

 

( Hinweis: Vergleichen Sie bitte auch den Artikel vom  25.01.2016 “Die neue Koordinaten-Platte ist da!” auch auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de)

 

 

 

Ausstellung “Frühlingsbücher” (Foto: Reinhold Veit)

 

Heimatmuseum Bad König zeigt eine neue Sonderausstellung “Frühlingsbücher”

Bad König. Am vergangenen Ostersonntag eröffnete der Heimat- und
Geschichtsverein eine große Ausstellungsecke mit Frühlingsbüchern,
die auch neben interessanten Werken zu Ostern und Frühling für
Jugendliche und Erwachsene auch Hasen- und Mäusegeschichten für
Kinder beinhaltet. Dabei können Eltern und Erzieherinnen/Erziehern wertvolle
Anregungen gegeben werden, zumal auch hier partiell Autoren aus der Schweiz
ideenreich sind. Die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum ist noch
weiterhin an den kommenden Sonntagen jeweils von 10.30 Uhr bis 12 Uhr im
April und mindestens bis Anfang Mai 2018 – natürlich neben den anderen
ständigen Exponaten- zu besichtigen.             Ihr HGV Bad König