Traumhaftes Dezember-Bad König    –  Dreamy December Bad König

(Copyright: Reinhold Veit, Bad König

Auch heutzutage kann ein lyrisches Stimmungsbild eines der  größten deutschen Dichter *aus längst vergangenen Zeiten eine gewisse Stimmung zur Advents-,
Weihnachtszeit- ja an Heiligabend- noch ausdrücken, wenn dieses in Beziehung zu einem Foto/Bild aus der Gegenwart gebracht wird.
Und mit einiger Phantasie kann ein jeder sich etwas hineinempfinden in die damalige Zeit, die auch wahrlich nicht immer rosig aussah!

Schöpfen wir daraus Hoffnung und Zuversicht!

 

                                                                                                  Markt und Straßen ….

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend‘ geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit

Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) *

 

 

Wie immer ergreifend schön mutet der Schlösserbereich in Bad Königs historischem Zentrum mit dem leuchtenden Weihnachtsbaum auch in diesen Dezembertagen – an Heiligabend, über die Weihnachtstage hin und auch noch im zu Ende gehenden Jahr an. Möge das nunmehr bald nahende Jahr 2023 doch endlich mehr Frieden in jeglicher Hinsicht und mehr Hoffnungen wie Zuversicht für alle auf Erden bringen.

 

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

Besonderer Hinweis: Diese Seite ist noch unvollständig!

 

(01.Dezember 2022- textverantwortlich: reinhold nisch-hgv bad koenig  e.v.)

 

Schild „Historische Rentmeisterei“ als Information für Bürgerschaft und Touristen

Bad König im Odenwald.  Noch vor Jahresschluss 2022 konnte ein neues Schild „Museumsstraße Odenwald-Bergstraße“-Historische Rentmeisterei Bad König“ (Foto: R.Veit) in wie immer eingeforderter textkomprimierter Form angebracht werden, was nicht immer leicht ist und vom HGV vorbereitet wurde. Der Dank für diese zügige Umsetzung/Anbringung geht an Bürgermeister Axel Muhn und den Magistrat sowie an die Herren Tilly (Bauhofleiter) und Körner vom städtischen Bauhof. Der HGV würde weiterhin hier gerne Unterstützung geben, auch für historisch erhaltenswerte Objekte in den Stadtteilen. Voraussetzung: Die Daten müssen jedoch abgesichert sein. Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Spätherbstliches Stimmungsbild: Historische Rentmeisterei am Schlossplatz Bad König im Odenwald (Fotos: Reinhold Veit)

 

 

 

 

 

 

(27.11.2022-rn-hgv-badkoenig e.v.)

 

Bad Königs einstige „Polizei-Wache“ in der Friedrichstraße

Bad König im Odenwald. In den 1950er zu den 1960er Jahren gab es im noch jungen Bad König- 1948 wurde erst der Titel „Bad“ erworben- etwas, was heute schon längst nicht mehr vorhanden ist.

Die Zeiten damals waren nicht so verkehrsintensiv, will heißen, dass längst nicht so viel Motorisiertes und Größeres an fahrbaren Untersätzen vorhanden war, obwohl in der Bahnhofstraße noch die B45 (!) hindurchführte, Kurbetrieb und Fremdenverkehr allmählich sehr intensiv „in die Gänge“ kamen, die einsetzenden Wintermonate sogar hier in den Straßen und Gassen üppig schneereich waren. Unterhalb dieses Gebäudes öffnete morgens um 10 Uhr ein nettes, mit hölzernen Stühlen und Tischen bestücktes Café mit kleiner Torten- und Kuchenauswahl, und an Rosenmontagen und Fußballweltmeisterschaften, eingeengt besetzt, schaute man den Schwarz-Weiß-TV-Übertragungen zu, da ja privat kaum dies mangels TV-Geräten in den Haushalten vorhanden war. Im Frühjahr zum Sommer hin kam in den 1950ern die Hula-Hoop- Welle auf. Versorgungsprobleme: Überhaupt nicht! Denn im zwei Häuser vom besagten Café entfernten Traditions- Kaufhaus -der Gebrüder Joseph- gab es die gewünschten Ringe in prächtiger Farbauswahl! Ganze „Kinder-Scharen“- nun eben als „Hula-Hoop-Kinder“ altbundesrepublikanisch im Wortgebrauch erkoren- bewegten bzw. schlängelten sich mit ihren Reifen auf dieser Straße- kaum befahren- die heute noch Friedrichstraße heißt. Vor dem Haus (oben geschindelt) befand sich im Erdgeschoss die „Polizeiwache“, besetzt mit zwei Polizeibeamten (hier noch grün uniformiert), und ein grüner „Polizei-VW-Käfer“ (im Jargon „Grüne Minna“ genannt) parkte vor dem für heutige Verhältnisse beschaulichen polizeilichen Dienstbüro: Diese Polizisten- der eine sehr hager, der andere mittelgroß (mit Rundbrille), dazu gesellte sich etwas später noch ein dritter Beamter- auch nicht so groß von Gestalt, waren nun da und „nachkriegspräsent“ im Bad König jener Zeit im Kreis Erbach. Aber sie alle taten gewissenhaft ihren jeweiligen Dienst- ohne High Tech, Internet etc. Die „Dienst-Maschine“ zum Notieren war die gute alte Olympia-Schreibmaschine, die-aus welchen Gründen auch immer-etwas später zur Markenbezeichnung „Monika“ mutierte. (Der Ohrwurm von Schlagersänger Peter Orloff „Monika“ kam auch paar Jährchen später „im Äther“ und in den Hitparaden groß heraus, wurde auch live von den Kapellen oder Einzelunterhaltern in den Tanzlokalen dargebracht oder in den Wirtshäusern durch eine Münze in den Musikboxen oft angewählt.)

Wie schon gesagt, der VW-Käfer in Grün parkte oft davor vor jenem schnuckeligen Haus, wenn Schreib-, Protokollarbeiten, Telefondienst und weitere dienstliche Arbeiten zu verrichten , keine Einsätze oder Streifenfahrten dienstgemäß zu absolvieren waren in diesen Wirtschafswunderjahren, wo der „Alte von Rhöndorf“ (Bundeskanzler Konrad Adenauer)- wir schreiben noch die alte Bundesrepublik Deutschland, die viel später nach der Deutschen Einheit 1990 erst „Bonner Republik“ von den Historikern genannt werden wird,  und „der Dicke“ (der populäre Wirtschaftsminister Prof. Ludwig Erhard, späterer intonierter Wahlkampfslogan „Lasst doch mal den Dicken ran, lasst ihn zeigen, was er kann“, was ihn dann auch etwas half- historisch stark verkürzt- auch Bundeskanzler zu werden- unser Leben begleiteten. Zurück zu unserer „Friedrichstraßen-Polizeiwache“ (wohlgemerkt, wir befinden uns nicht im damaligen West-Berlin, wo die dortige Friedrichstraße auch heute noch in vielen gedruckten Werken populärer ist, als es unsere kleine bescheidene „Kinnicher Friedrichstraße “  je sein wird. Aber sie wird  gleichfalls ihren unumstößlichen  Charakter mit unzähligen Biografien, Geschichten und Anekdoten haben: Wieder zurück zu unserer „Wache“. Man war auch oft- polizeilich betrachtet- per Pedes unterwegs. Viel, viel Weiteres würde es „von dieser Lebensecke“ noch zu erzählen geben…von der Arbeit in den umliegenden Geschäften, Fabriken, Manufakturen, aber auch viel Lustiges und Erfreuliches. Aber es war eine andere Zeit- längst verblichen, wie paar Sandkörner, die weggespült etwas weiterziehen, an manchen Uferbänken der nahen Mümling, wo nur noch in Erinnerungen der damals schon Lebenden etwas bleibt, eine Zeit, die immer wieder anders sein wird, auch dann später für die vielen, vielen  neuen Jahrgänge mit dann deren Rückerinnerungen, ob in einer Straße, auch  in einer Straßen-Triade zwischen Bahnhofstraße (deren Abzweiger Gartenweg alias „Babbagässje“), der mittig kleineren Friedrichstraße und der Jahnstraße in Bad König im Odenwald.

Textverantwortlich: Reinhold Nisch

Anmerkung: Diese Story ist noch im Aufbau, ist zu überarbeiten.

 

Das Gebäude, in dem es im „jungen“ Bad König die Polizei-Wache (im Erdgeschoss und Wohnung im ersten Stock) gab.

 

 

 

 

 

 

HGV Bad König e.V.-30.11.2022

 

 

Albrecht Hegny-

vielseitig über Jahrzehnte ehrenamtlch tätig für das Gemeinwesen  Bad König im Odenwald

 

Apotheker Albrecht Hegny (14.März 1940 – 05.Oktober 2022)                      (Foto: Reinhold Veit)

als Pedell „Schelle-Fritz“, stets gegenwärtig auf den alljährlichen Bad Königer Nikolausmärkten

 

 

Der „Apo“- wie viele ihn in Bad König unter seinem Kosenamen in hoher Wertschätzung kannten, ist nun nicht mehr da. Albrecht Hegny, studierter Pharmazeut und approbierter Apotheker, ist am 05. Oktober 2022 verstorben.

Für den Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. war er nicht nur lange Jahre Mitglied, sondern auch Ideengeber zur Koordinaten-Platte (die am Eingang zur Historischen Rentmeisterei) im historischen Stadtkern am Schlossplatz den Weg in alle Himmelrichtungen weist. Aber auch mit vielen Anregungen und Hilfen unterstützte er den Verein, denkt man zuletzt an Recherchen zum Maler der „Hollerbacher Maler-Kolonie“ Wilhelm Guntermann, der im jungen Bad König ganz in Albrechts Elternhaus-Nähe („Fillgrube“) in einem Atelier neben der Villa „Tramontana“ wirkte.

Aber Albrecht Hegny war zudem überaus vielseitig in „in seinem König“ tätig und engagiert, alles ehrenamtlich! Das muss man sich einmal vorstellen.

Mitarbeit, sogar Vorsitz im Film- und Fotoklub Bad König, wo wunderbare Ausstellungen immer wieder großes Aufsehen erregten- Tätigsein im Partnerschaftskomitee Bad König-Argentat sur Dordogne- Verfassen von thematisch ausgerichteten Artikeln in der evangelischen Kirchengemeindezeitung „Nah dran!“- schon dauerabonnierter Conferencier bei allen möglichen Kulturveranstaltungen in Bad König- Engagement im Cultinarium-Mitarbeit beim damaligen Kurverein- Mitglied bei der damaligen kommunalpolitischen Wählervereinigung ÜWG in der Kurstadt- Mitglied von zahlreichen Vereinen und dort hilfsbereites Engagiertsein in vielen Situationen.

Viele kennen/kannten Albrecht Hegny auch als Pedell „Schelle-Fritz“ (unsere Aufnahme von R. Veit, siehe oben) bei zahlreichen Bad Königer Nikolausmärkten.

Auch initiierte Albrecht einmal mit Gattin Udine und anderen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt das „Diner en blanc“, eine besonderes größeres Picknick und selten im Odenwald.

Aber wer weiß denn noch von den jetzt jüngeren Generationen Bad Königs, dass Albrecht Hegny auch Vorträge in Lichtbilderformat über das Wetter/Wetterkunde in der damaligen Wandelhalle am kleinen Kurgarten hielt, auch in einer Zeit, wo es noch viele Kurende hier gab.

Und man muss weit, sehr weit an Jahren zurückgreifen, wo diese Passion, man kann es auch Leidenschaft nenen, begann:

Der Verfasser erinnert sich noch, wo er als Sieben-, Achtjähriger einen etwa elf Jahre Älteren mit dem Fernglas herumlaufend erblickte, vielleicht gerade Abiturient oder Anfangsstudent geworden. Das war die Zeit der frühen 1960er Jahre, wo des jungen Albrecht Hegny Leidenschaft/Vorliebe der Beobachtung des Himmels, der Wolken etc. sich offenbarte und er vieles damals schon (ohne Wettersatelliten und moderne Meteorolgie wie Hightech-Zeitalter) vorhersehen und vorhersagen konnte.

Wir ihm nur Nachfolgenden werden Albrecht Hegny in bleibender Erinnerung behalten!

 

 

(Anmerkung: Diese Würdigung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

 

 

 

Trauerkarte Albrecht Hegny- Bad König im Odenwald, im Oktober 2022

 

 

 

 

 

 


Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. -rn-14.10.2022)

 

 

 

Die Reihe der historischer Schilder für Bad König wird fortgesetzt- kultureller „Zugewinn“ für die Kurstadt

Der HGV Bad König e.V. hat inhaltlich zwei weitere historische Schilder für die Historische Rentmeisterei  Bad König und für die Alte Schule Bad König entwickelt.

Die Museumsstraße Odenwald-Bergstraße (Abteilung/Büro im Landratsamt des Odenwaldkreises Erbach/Management: Frau Naas) hat historischen Textvorlagen dann zu einem Odenwälder Fachbetrieb in Auftrag gegeben. Jetzt konnten sie dann in Empfang genommen werden und werden an Ort und Stelle befestigt.

So ist es wieder „eine kleine Bereicherung“ für Bad König- für Einheimische, Fremde und Touristen.

HGV Bad König e.V.

 

 

 

(23.9.2022-rn)

Am kommenden Montag vor 150 Jahren: Die Weyprecht-Polarexpedition startet vor 150 Jahren ins Nordmeer

 

Bad König im Odenwald. Carl Weyprecht wurde 1838 in Darmstadt geboren, verbrachte aber Kindheit und Jugendjahre in der Residenz König im Odenwald (verfolgen Sie bitte dazu die diversen Weyprecht-Artikel auf unserer Homepage www.hgv-badkoenig.de), da sein Vater hier Gräflich Erbach-Schönbergischer Kammerdirektor wurde. Der sehr junge Weyprecht ging nach Triest, wo bei der Marine seine Offizierskarriere im Habsburger Reich begann… (Zeitliche Sprungfolge)…1872 gründete er mit Julius Payer einen Verein zur „Förderung der österreichischen Nordpolarexpedition“ … Am 13. Juni 1872 startete die „Tegethoff“  (kommenden Montag also vor 150 Jahren), die speziell für dieses Forschungsvorhaben gebaut wurde, mit Weyprecht und Payer u.a. an Bord zum Nordmeer (Foto: Buch von Julius Payer, Die österreichisch-ungarische Nordpol-Expedition Wien 1876, LXXXVIII). Start war Bremerhaven. In Österreich kennt heutzutage jedes Schulkind die Namen Weyprecht und Payer, und man kann ziemlich sicher sein, dass das historische Ereignis dieser Tage im dortigen Unterricht Erwähnung findet. Sonderausstellungen werden in der Alpenrepublik an verschiedenen Orten (Universitäten, Instituten) dazu sein.   Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

(Foto: Buch von Julius Payer, Die österreichisch-ungarische Nordpol-Expedition Wien 1876, LXXXVIII*/ Screenshot: HGV Bad König e.V.)

 

 

Die atmosphärische Beschreibung des Startes in Bremerhaven nach Julius Payer *

(Julius Payer, dito S.2 )

 

 

(Julius Payer, dito S. 3 )

 

 

 

Weitere Themenseiten  zu Weyprecht auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de

Es gibt mannigfache Fachliteratur zu Carl Weyprecht-

 

Zuletzt:

 

Enrico Mazolli, Carl Weyprecht  Darmstadt-König-Triest  Lebensstationen eines Polarforschers (Deutsch von Annette Budzinski)   Hessische  Historische Kommission Darmstadt) 2018        Bezug: Im Buchhandel des Odenwaldes dirrekt verfügbar.

Dr. Enrico Mazolli  (Triest) war selbst im Nordmeer auf Weyprechts Spuren.

 

Literaturlektüre:

Der Schulklassiker- in manchen Ländern in der gymnasialen Oberstufe gelesen- vom  Österreicher Christoph Ransmeyer  „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“  beschreibt die Weyprecht-Mission sehr spannend, also kurzweilig.

 

Im Buchhandel verfügbar.

 

Presse:

„Alle Anstrengungen vergeblich gewesen-Als die Polarexpedition zu scheitern drohte, hinterließ Carl Weyprecht mehrere Nachrichten im Eis. Die erste wurde vor 100 Jahren gefunden“ Von Katja Hink (Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 11. Juni 2022, Rubrik Odenwald, S. 12)

12. Juni 1872: Carl Weyprecht startet vor 150 Jahren zum Nordmeer (Quelle: Mümling-Bote vom Freitag, 10. Juni 2022, S.6)

Historisches Jubiläum: Carl Weyprechts Polarexpedition beginnt vor 150 Jahren (Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 10. Juni 2022, S. 24)

 

(HGV Bad König e.V.: 11.Juni 2022)

Ein historischer Dachziegel aus König im Odenwald vom Jahr 1842

Bad König im Odenwald. Die Alte Schule im damaligen Königer Zentrum wurde um diesen zeitlichen Rahmen erbaut, ebenso wurde die Land-Metzgerei der Urich-Vorfahren da in zeitlicher Nähe (1832) am Schlossplatz errichtet.Der künftige große Porlarforscher Carl Weyprecht war damals 4 Jahre alt, Karl Emil Bender (Charles E. Bendire, Bad Königs berühmter späterer Ornithologe in den USA) schon 6 Jahre. Und diese handwerkliche Rarität (Eigentum von Walter Arndt, Bad König) zeigt einen handwerklich gebrannten wie 180 Jahre alten Dachziegel aus jener Zeit mit den Initialen von „Michel Laub von König 1842“. Was geschah u.a.noch im Jahr 1842? Zum Beispiel vom 5.5. bis zum 8.Mai 1842 wütete der Hamburger Brand, der große Teile der Altstadt vernichtete, aber auch Schriftsteller Karl May und Stahlbaron August Thyssen erblickten das Licht der Welt. (Foto-Text: R.Veit/R.Nisch) Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Ziegler/Ziegeleiwesen in König im Odenwald

Aus dem Heimatbuch Bad König von Lehrer Karlheinz Winter erfahren  wir (S.121):

„Die Ziegler bereiten das Rohmaterial- Lehm und Ton mit Sand und anderen Zusätzen vermengt- durch Kneten mit Wasser auf, formen es, trocknen die Formlinge und überwachen im Brennofen den Brennvorgang. In König lassen sich namhaft 13 Ziegler namhaft machen, als einer der ersten Johannes Hamm (1787-1860) mit einer Ziegelhütte. Den Betrieb übernahm Johann Philipp Schlößmann I. Sein Name taucht im Gewerbetagebuch neben seiner bereits vor 1860 patentierten Tätigkeit als Ziegler am 07.07.1874 in Verbindung der Anmeldung eines Handels mit Tuffsteinen auf. Um diese Zeit kaufte die Gemeinde König in der Lehmkaute und Peine zur Backstein- und Ziegelherstellung eine Lehmgrube mit einer  Fläche von 4.745 m2 mit einem Kapitalwert von 2.631 Gulden auf. Als letzter Ziegler erscheint im Gewerbetagebuch Heinrich Koch VII. Am 02.01.1936 eröffnete er in der Frankfurter Straße 70 einen Ziegeleibetrieb.“ (Recherche: Reinhold Veit)

Anmerkung: Stimmen die Hausnummern noch so, dann wäre heute an der „Hausadresse“ Frankfurter Str. 70 der „Drogeriemarkt Rossmann“. Ohne Gewähr.)

 

Ziegelhütte in Ober-Kinzig im Odenwald

Auch heute gibt es im jetzigen Stadtteil Ober-Kinzig eine Hütte, die den Namen Ziegelhütte trägt und auf eine ehemalige Ziegel-Manufaktur hinweist. Sie wurde später schon von verschiedenen Vereinen- wie der dortigen Feuerwehr- zu großen Festen- auch bei Jubiläumsfesten z.B. in den 1970ern – rege und begeistert ob des anmutenden Ambientes genutzt. Sogar Schülerinnen und Schülern von Abschlussklassen wussten dies sehr zu schätzen, um eine letzte Klassen-Party hier zu absolvieren, bevor der „Ernst des Lebens“ begann. Auch die Spielvereinigung Kinzigtal richtet(e)  u.a. in den vergangenen Jahren die Kerb- so 2017- dort aus. Es gibt sicherlich unzählige weitere Beispiele dazu, so Reinhold Nisch. Ein Dank geht nochmals an Walter Arndt, der durch seinen historischen 1842er- Dachziegel von Michel Laub wieder etwas Bemerkenswertes an das „historische Kinnicher/Kinzicher Licht“ brachte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. – 02.05.2022)

 

 


 

 

Das Kurhotel Lothammer in Bad König im Odenwald mit im Zentrum des Kurgartens in der Nachkriegszeit

 

Es könnte die „Belle Epoque“ gewesen sein, es ist aber viemehr der vornehme, räumlich großzügig bemessene und einladend ausgestattete Speisesaal aus den 1950ern von „Lothammers Kurhotel mit Gustav- und Marienquelle“, wie die rückseitige Postkarte aussagt und von der Kunstanstalt GmbH Rauenberg bei Heidelberg gedruckt worden ist. Das Kurhotel befand sich zurzeit der Aufnahme am Rande des damaligen (heute kleinen) Kurgartens nahe der Frankfurter Straße. Hotelier und Küchenchef Lothammer besaß auch im Außenbereich bei jahreszeitlich höherenTemperaturen einen großen Biergarten in weißfarbener Bestückung, wo man schmackhafte Speisen oder auch gute Torten bzw. Kuchen (z.B. Frankfurter Kranz neben Schwarzwälder Kirschtorte oder Zwetschgenkuchen) verzehren konnte. (Scan-Text:R.Veit,R.Nisch)

 

 

 

 

 

 

 


(HGV Bad König e.V.: 19.04.2022)

 

 

Stimmungsbild aus König im Odenwald der 1930er Jahre- am Großen Brunnen

(Scan: R. Veit)

Bad König. Dieser Tage vor den Ostertagen umgibt sich der Große Brunnen wieder in schöner Blumenzier, dazu noch für die Ostertage in zusätzlichem Schmuck. Schon vor Jahrzehnten- wir müssen gedanklich mehr als 80 Jahre zurückgehen- war dieser „Wahrzeichen-Brunnen“…

… auch schon mit Blumen verziert, wie unsere historische Postkarte (vom Franck-Verlag Stuttgart-Degerloch/Seriennr. 206 I 89338 hergestellt) zeigt. Auf der linken Bildseite befand sich hinter der mehrstufigen Treppe (heute moderner Zugang zur Metzgerei Schlößmann) eine Bäckerei und danach der nach wie vor vorhandene Torbogen (mit der damaligen Beschilderung „Garagenparkplätze“ und das Stammgebäude vom „Hotel Büchner“. Sehr interessant ist der schön anmutende Baumschuck in der Frankfurter Straße bei einem minimalen Autoverkehr. Das schmucke Kraftfahrzeug, parkend im Vordergrund, wurde eindeutig von Erich Süßner und Reinhold Veit als der P 4 aus der Produktion der Adam Opel Werke Rüsselsheim identifiziert. (Historischer Hinweis: Der P4 bot Platz für vier Personen (deshalb 4P, P4) , zwischen September 1935 und Dezember 1937 wurden 65.864 Stück im Opel-Stammwerk Rüsselsheim gebaut.)

Frohe Ostern wünscht der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.: 10.April 2022/Text: R.Nisch))

 

 

Es war einmal: Streicholzschachteln als Eigenwerbung für Bad Königs bzw. Odenwälder Gaststätten

 

(Hinweis: Diese Seite befindet sich noch im weiteren Aufbau.)

 

 

 

(Historische Streichholzschachteln von Werner Geidel/Fotos v. Reinhold Veit, beide Bad König im Odenwald)

 

 

 

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- Stand: 16.03.2022)