Charles Bendire (Karl Emil Eduard Bender), geb. 27. April 1836 in König im Odenwald, gestorben am 4. Februar 1897 in Jacksonville/US-Bundesstaat Florida (Scan: R. Veit, HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

Die Bendire`s Thrasher, auch Kaktusspottdrossel genannt, nach dem in König im Odenwald am 27. April 1836 geborenen Karl Emil Bender (Charles Bendire); Scan: R. Veit/HGV Bad König e.V.

 

 

John James Audubons Drosseln in Nordamerika

Das Aquarellmaler- Genie in punkto Vogel-Fauna unter anderem.  John J. Audubon (* 26. April 1785, + 27. Januar 1851)- hier im Portätbild mit Jagdwaffe- hält auch malerisch für die Nachwelt zwei Drossel-Arten künstlerisch fest: Es handelt sich abei um die Halsbanddrossel (Varied Thrush/Ixoreus naevius) im oberen Teil des Gemäldes und um die Bergspottdrossel (zweifach;; Sage Trasher/ Mountain Mocking Bird/Toxastana montanum)) darunter. “In Eurasien und Nordamerika leben viele Drosselarten. Sie ähneln einander in Aussehen, Brutverhalten, Nahrungswahl und Wahl des Lebensraumes. Die meisten Arten sind hell- bis mittelbraun und mehr oder weniger stark gepunktet, etwa amselgroß, und sie halten sich vorwiegend am Boden auf. Die Bergspottdrossel ist ein typischer Vertreter ihrer Familie. Nicht so die Halsbanddrossel: Sie ist die bunteste der in Amerika heimischen Drosseln.” (Text bzw. unten gezeigte Bilder/ Quellennachweis: “John J. Audubon. Vögel Amerikas  mit einemText von Helgard Reichholf- Riehm, Benedikt-Taschen Verlag GmbH (ISBN 3-8228-9618-7), Köln 1993, S.2 und S. 77, “Sägekauz mit Maus” (Saw-whet Owl/Aegolius acadicus), s. 59 ders.) Audobon hat auch viele andere wundervolle Fauna-Porträts gemalt, wie das des Sägekauzes beweist, der nach vollendetem Sturzflug nach einer Maus greift.

 

 

Die nach dem aus König im Odenwald stammenden Karl Emil Bender (Charles Bendire) erst viele Jahre später danach benannte Drossel (Bendire`s Thrasher bzw. Kaktusspottdrossel, siehe Bild oben) weist hingegen auch ein gänzlich anderes Aussehen auf.

 

Vergleichen Sie  bitte auch auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de zu diesem thematischen Bereich die Seite

“Bad König-Historie: Ein großer Sohn Bad Königs im Odenwald: Als Karl Emil Eduard Bender in König im Odenwald das Licht der Welt erblickt- als großer Ornithologe Charles Bendire in Amerika in der internationalen Fachwelt zu Ruhm gelangt”

Link:

Bad König im Odenwald/Germany- Amerika-Historie: Ein großer Sohn Bad Königs im Odenwald: Als Karl Emil Eduard Bender in König im Odenwald das Licht der Welt erblickt- als großer Ornithologe Charles Bendire in Amerika in der Fachwelt zu internationalem Ruhm gelangt

 

 

 

Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

Deutschlands Fußballtrainer-Legende Sepp Herberger Mitte der 1960er Jahren in Bad König im Odenwald

(Sämtliche Bild-Quellen auf dieser Themen-Seite: Archiv Georg Blumenschein, Bad König/Scans: HGV Bad König e.V.)

 

Bad König im Odenwald. Der Einzelhandelskaufmann Karl Rebscher, der hauptberuflich einst das “Textilhaus Rebscher” in der Bahnhofstraße der in den 1960er Jahren an Kurgästezahlen stark prosperierenden Odenwälder Kurmetropole Bad König im Odenwald (im damaligen Kreis Erbach) gelegen, besaß, engagierte sich außergewöhnlich stark als Jugendleiter besonders im Jugendfußballbereich bei der traditonsreichen TSG Bad König.

Karl Rebscher war es auch, der die Kontakte zu Sepp Herberger (* 28.März 1897 in Mannheim-Waldhof , + 28. April in Mannheim) initiierte, die letztendlich Mitte der 1960er Jahre von Erfolg gekrönt waren, so dass das Ehepaar Herberger Bad König vor nunmehr  55 Jahren besuchte,von der Kurgemeinde sehr angetan war und selbst begeistert von Jung wie Alt- besonders auch von den Sportaktiven- empfangen wurde. Keine Frage: Selbstverständlich machten auch Bürgermeister Walter Pröhl wie der TSG-Vorsitzende und Konrektor Karl Rettig wie viele, viele unzählige andere ihre Aufwartung zum Besuch des prominenten Gastes, der-aus welchen Gründen auch immer- mit dreistündiger Verspätung hier im Mümingtal eintraf.

Primärer Anlass des Kommens des Alt-Bundestrainers im einzigen Heilbad Südhessens war ja das “A-Jugend-Turnier”, ausgerichtet von der hiesigen TSG Bad König e.V. Harald Schäfer, der  Benjamin unter den damaligen TSG-Jungfußballern, durfte ein eigens (von Karl Rebscher?) kreiertes Gedicht mit dem Duo-Versbeginn “Ich bin der Bub vom Mümlingtal/und heiße Sie willkommen …” gekonnt vortragen.

 

(Hinweis: Mehr als ein halbes Jahrhundert gingen “ins Land”. Deshalb befindet sich diese Seite noch im Aufbau. Wir wissen schon einiges vom Aufenthalt von Sepp Herberger im damaligen Bad König im Odenwald. Helfen Sie uns bitte weiter: Historische Hinweise bitte ausschließlich aus zeitlichen Gründen per Mail an   reinhold@nisch.info . Vielen Dank im Voraus! )

 

Karl Rebscher besuchte auch mit einer Jugendfußballer-Delegation das Ehepaar Annemarie und Sepp Herberger in deren Domizil an der vorderen Bergstraße und brachte – liebevoll in der Bad Königer Heimat in vielen Proben eingeübt- als Dirigent mit dem jugendlichen “TSG Bad König- Chor” den Herberger`schen Liedliebling “Hoch auf dem gelben Wagen” auf der Terrasse bei schönem Sonnenschein  zur Uraufführung, welcher ein paar Jahre später, gesungen vom Bundespräsidenten Walter Scheel ein wahrer Hit in der Bundesrepublik Deutschland der 1970er Jahre werden sollte.

(Anmerkung: Zu diesem “Bad Königer Bergstraßen-Besuch bei den Herbergers” müssen auch noch filmische Szenen vorhanden sein, die im Rahmen einer größeren Fußball-Film-Doku über “den Sepp” eingebettet sind. Karl Rebscher höchstpersönlich dirigiert in dieser filmischen Szene den “Chor der Kinnicher Fußball-Jungen”.)

 

 

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

Auf dem Foto zum Artikel ” `Sepp` soll Kurgast in Bad König  werden” (Juli 1965) sind neben Sepp Herberger- damals etwa 68 Jahre alt-  erkennbar Ernst- Ludwig Wassum (von links), Hans Krug, Heinrich Hofferbert (“Dalge”) und Hans Jörg Hofmann (“Adler-Wirt”/ daneben ein Herr Vetter, nicht aus Bad König stammend,) zu sehen. Neben Sepp Herberger sitzend (Gattin Annemarie links von ihm, aber nicht mehr zu sehen, war wohl vermutlich ein Fußballtrainer von SV Waldhof Mannheim 07 * dabei. Beide Aufnahmen- auch das obere Bild mit dem Ehepaar Herberger allein- wurden im Saal des ehrwürdigen Gasthauses “Zum Ross” an der Alexanderstraße, dem Vereinslokal aller Bad Königer Vereine, aufgenommen.  (Recherchen von HGV-Mitglied Katharina Haase)

 

* Der SV Waldhof Mannheim spielte auch vor zig Jahren auf dem Sportplatz anlässlich des Eulbacher Marktes/Erbacher Wiesenmarktes in Erbach/Odenwald gegen eine andere Mannschaft von versiertenFußballern. Man sollte wissen, dass es in früheren Wiesenmarkt-Zeiten üblich war, dass dort alljährich große Mannschaften präsent waren wie z.B. Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt … aber eben auch SV Waldhof Mannheim 07!

 

Sehen Sie bitte auch den weiteren Link:

Bad König- Momart- Foto-Historie im Literatur-, Kultur-, Musik- und Sportbereich: “Die Post” in Momart hat/te stets auch prominente Gäste

 

 

 

 

(Erwerb aus “Sammlung Bocksberger “/ HGV Bad König e.V.- Bilddatenbank -Scan: R. Veit)

 

Bad Königer Foto-Historie: Obstbäume prägten dereinst das Landschaftsbild um König mit

Bad König. Die historische Postkarte aus dem Kriegsjahr 1940 (Erwerb “Sammlung Bocksberger”, Neuwied, Scan: R. Veit/Fotoanalyse: R. Nisch) zeigt teilweise das damalige Stahlbad König. Der Blick schweift aus quasi südlicher Richtung an der 1928 erbauten katholischen Kirche vorbei talwärts der gekrümmten Bahntrasse entlang, welche zunächst an Etzen-Gesäß vorbeiführt. Die “neue” Bundesstrasse, wie wir sie heute kennen, ist noch nicht existent. Und auffallend ist im Hintergrund: Es bestehen in den Talauen des mittleren/nördlichen Mümlingtales- wie andere Bildaufnahmen (z.B. Mümling-Grumbach, Höchst) des benachbarten “Vereins für Heimatgeschichte Höchst i.Odw. e.V.” beweisen, noch sehr große Bestände an Obstbäumen auch dann noch in den 1950er Jahren, auch 1960er Jahren.  Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Bad Königer HGV-Flyer für das Heimatmuseum und historische Stätten

Bad König. Ein Flyer wurde in Bad König erstmals seit sehr langer Zeit- dieses Mal in Color-Print- für das Heimatmuseum und für die Historische Kapelle u.a. erstellt. Vor paar Jahrzehnten gab es einmal ein schwarz-weiß gehaltenes Faltblatt vom HGV Bad König e.V. Hinweisen sollte man noch, dass der  Heimat- und Geschichtsverein Bad König dies alles in Eigenregie finanziell noch gestemmt hat, was oft nicht mehr selbstverständlich und auch nicht leicht in der ehrenamtlichen Vereinstätigkeit ist.

 

(Die Scans zum Geschichts-Flyer stammen von Reinhold Veit, HGV Bad König e.V., welcher auch die fotografischen Aufnahmen  für diesen herstellte. Die “Historische Kapellen-Motivik” und das “Carl Weyprecht-Porträt” basieren auf den Original-Werken von Künstlerin/Kunsthistorikerin Heidi Hoffmann aus Bad König, zugleich HGV Bad König e.V. Das Layout wurde von Künstlerin Corinna Panayi-Konrad (Michelstadt/Weiten-Gesäß entworfen, konzipiert und gedruckt.)

(Titelseite des Buches von Marius Beichtmann-Ulrich Kirschnik: “Familienbuch Schönberg 1551-1939 mit Wilmshausen”/Foto: R. Veit, HGV Bad König e.V.)

Unsere  obige Aufnahme (v. R. Veit/HGV Bad König e.V.) zeigt das einstige Neue Schloss des Adelshauses Erbach-Schönberg nach einem Gemälde vom renommierten Künstler und Fotografen/Grafikdesigner Wolfgang Spannaus, Bad König (hier: Druck- im Original Federzeichnung mit Scribtol).

Das farbene (R. Veit) ist ein Gemälde mit östlichem Blick auf den historischen Schlösser-, Kirchen- und Rentamtbereich vom damaligen König im Odenwald um 1800 des Baseler Künstlers Johann Rudolf Follenweider aus der berühmten”Peter Birmann-Schule” Basel (Schweiz). Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. hat dazu auch eine wunderschöne Postkarte in begrenzter Auzflage vom Original-Gemälde J.R. Follenweiders anfertigen lassen. (Siehe auch die weiteren Seiten auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de zu dem Baseler Künstler und dessen Sohn Adolf Follenweider wie der weiteren Familie.)

 

Bad König- Schönberg/Lautertal-Reichenbach/Odenwald.  Zum Jahreswechsel 2019/2020 erschien von der “Interessengemeinschaft Schönberger Vereine” das für die spezielle Forschung interessante Buch der beiden Autoren

 

Marius Beichtmann/ Ulrich Kirschnik: “Familienbuch Schönberg 1551-1939 mit Wilhelmshausen”

 

Das Werk von ca 570 Seiten (Druck bei Strauss GmbH Mörlenbach- im Selbstverlag der ISV, Bangertstraße 12, D-64686 Lautertal-Reichenbach/Odenwald, herausgegeben, ist ein Kaleidoskop von 700 Jahren Familiengeschichte und gibt einen Überblick über die soziologische Struktur der Dorfbevölkerung und die klerikalen Verhältnisse in Schönberg und Wilhelmshausen.

Im Hauptteil umfasst das Schönberg-Buch “Einwohner und Familien in Schönberg”, “Die jüdischen Familien in Schönberg”, “Die Einwohner und Familien in Wilmshausen”; dazu kommmt ein Literatur- und Quellenverzeichnis wie auch in den Anhängen die Listen “Orstregister Schönberg”, Ortsregister Wilmshausen”, “Liste der Auswanderer aus Schönberg”, “Liste der Auswanderer aus Wilmshausen, “Liste der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege in Schönberg”, Liste der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege in Wilmshausen” sowie die “Liste der besonderen Personen der Zeitgeschichte”.

 

Über das Adelshaus “Erbach-Schönberg” (Bensheim- Schönberg/(Bad) König im Odenwald) erfahren wir auch sehr interessante familiengeschichtliche Daten und Hinweise hinsichtlich der Geburtsorte und Sterbeorte, partiell auch mit Fotos in Schwarz-Weiß- ein Schlüsselwerk für die bestimmte Ahnenforschung schlechthin.

 

Für Freunde der Namens- und Ahnenforschung wie für sonstige Interessierte: Das Werk ist nun auch auf Vermittlung von Prinz Maynolf zu Erbach- Schönberg in Bad König zurzeit bei Buchhandlung Paperback verfüg- und erwerbbar.

 

 

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

(Michael Lang: “Der Seelensammler vom Odenwald” – Fotos- Titelseite/Rückseite: R. Nisch, HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

Bild-Impressionen aus Bad Königs früheren Zeiten von den Gleisen her: Das Bahnhofs-Areal mit dem hohen Güterbahnhof- Gebäude im Hintergrund/Alle Fotos hier : Reinhold Veit, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.): Dort im finsteren Kellerbereich lässt Autor Michael Lang in seinem ersten Kriminal-Roman “Der Seelensammler vom Odenwald” lokal die erste (Mädchen-) Leiche platzieren. Das ist der fast anfängliche Ausgangspunkt von starken literarischen Handlungssträngen, unterbrochen von zahlreichen Rückblenden im Kursivsatz- aber auch angereichert mit vielen Verdächtigungen, Vorurteilen und Intoleranzen- doch stets mit permanenten Spannungswirkungen, und der Protagonist Karl Kunkelmann- reaktivierter Kriminalhauptkommissar- ist mittendrin dabei!

 

 

Lokale Bad König- und Odenwald-Bereiche im Krimi  “Der Seelensammler vom Odenwald”

Dabei werden lokale Motivik-Bereiche im “Raum Bad König direkt” (Bahnhofsareal, Lustgarten, Bleichstraße, der “Kaffeeschorsch” als Entree durch die Waldtrasse nach Momart angeführt, viele weitere, zu erahnende örtliche Standorte für die Handlungsebenen etc.), auch speziell Fürstengrund wie  Zell (wo es eine Bäckerei mit den besten Granatsplittern für den lukullischen Fan Karl Kunkelmann gibt), Michelstadt (Gaststätte “mit Hertha”), Erbach mit dem Kommissiariat und der Wohnadresse u.a. für Lena und Karl Kunkelmann, die B 45,  Groß-Umstadt (mit zu erahnendem Fastfood-Restaurant) und auch Darmstadt mit seiner legendären Dieburger Straße- den Bierlokalitäten nicht zu vergessen. So auch von dieser Seite aus gesehen können sich Leserinnen und Leser auf “Spurensuche” begeben. Und auch gerade Momart im Odenwald* (heute ein Stadtteil von Bad König) spielt mit dem Gasthaus (der “Linde”) eine mehr als zentrale Rolle im knisternden Kriminalroman-Geschehen. Eindruck: Man will permanent- also ohne Unterbrechung- “durchlesen.”

 

*  Zu Momart in der Zeitebene des Kriminalroman-Erstlings von Michael Lang gehört “schlummernd atmosphärisch”- neben der “Linde” ( dem fiktionalen Gasthaus  im Roman selbst) die symbolträchtige “Momarter Eiche”, die leider, leider nicht mehr existent ist:

Momarter Eiche – Odenwald- Deutschland/Allemagne/Germany

 

 

 

 

 

Diese beide oberen historischen Aufnahmen (Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.) zeigen die hölzernen Hallen, die oberhalb des großen Güterbahnhofes einst angesiedelt waren, nahezu beidseitig an einer kleinen Straße (eher Schotterweg) gelegen, die vom breiteren Bahnhofsbereich zum oberen Bahnübergang führte, der noch von einem Bahnwärter- in einem kleinen Häuschen sitzend- schrankenmäßig manuell (per Telefonmeldungen) bedient wurde. So dürfte Michael Lang (Jahrgang 1962) noch selbst etwas als “Kinnicher Bub” die richtige geheimnisvolle Atmosphäre zu seinem Krimi “Der Seelenwandler vom Odenwald” im Umfeld des auch im nördlichen Nahbereich angesiedelten Güterbahnhofes dereinst “eingeatmet” haben, die ihn wohl dieses Areal als “Ausgangspunkt” der Handlungsstränge “um den Ersttatort “Keller” als geeignet erscheinen ließ, verlegt aber in die Zeit zu Beginn des 21. Jahrhunderts, was der (seit 1999) aufkommende Flachbildschirm  im Krimi  motivisch so beiläufig verrät.

(Foto: Das Bad König der 1950er/1960er Jahre/Teilansicht Frankfurter Straße mit Blick zur Bahnhofstraße mit damaligen Fafnirbrunnen etc., als zeitgleich es oberhalb des Bahnhofsgeländes mit der Phalamx von hölzernen Lagerschuppend so aussah.   Krimi-Autor Michael Langs fiktionaler Protagonist, der Kriminalhauptkommissar Karl Kunkelmann, findet aber das Bad König um die letzte Millennium- Wende vor. (Bilddatenbank: Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

 

 

Am 7. März 2020 ab 19.30 Uhr ist Vorstellungs-Premiere in der Historischen Rentmeisterei Bad König im Odenwald:

Auf Initiative der Stadt Bad König, der Kurgesellschaft Bad König und der Literaturhandlung Paperback Bad König wird Michael Lang seinen Kriminalroman-Erstling mit dem beziehungsreichen Titel

 

“Der Seelensammler vom Odenwald”

 

vorstellen.

 

Michael (“Michel”) Lang (geboren 1962) ist ein “echt Kinnicher Bub”, der seine Kind- und Jugendzeit hier verbrachte- ein Kind der 1960er Jahre, immer noch dem Städtchen verbunden ist und im Odenwald wohnt. In einer Zeit des Umbruchs- bevor er wohl Ende der 1970er Jahre sein Abitur im benachbarten Michelstadt “baute”, später studierter Germanist und gelernter Deutschlehrer wurde, journalistisch für diverse Zeitungen schreibt und die Öffentlichkeitsarbeit auch des Deutschen Roten Kreuzes macht- durchstreifte der junge Michel dereinst- anderen Bad Königer Kindern und Jugendlichen gleich- auch die Gegend/Umgebung  von “Kinnich” im Nah- wie im Fernbereich, was ihn auch mit zu seinem Erstling der Krimininalliteratur mit seiner fiktiven Figur Kriminalkommissar Karl Kunkelmann vermutlich intensiv inspirierte.

 

Bad König-Orte wie beim “Kaffeeschorsch” (ehemaliges “Cafe´Waldesruh”– das einstige “Must have” für Einheimische und Kurgäste gerade an  Sonntagnachmittagen) oder das leicht abgewandelte “Möbelhaus Rempf” sind nur einige literarisch implantierte Orte- ebenso wie Wortzusammenspiele von  lokalen “Odenwälder Echo-Journalisten im Austausch bzw. Kombination der Vor- und Nachnamen (“Elmar Spohrnagel”) wie die veränderte “Arztpraxis Dr. Berger” oder die “Atmosphäre im Pfarramt”sowie das “durchläufige Nennen” von Jahnstraße, Lustgarten und dem Weiler “Momart im Schockzustand” laut der Michelstädter Wirtin Hertha etc., etc.

 

 

Und fast anfänglich geht darin gleich richtig loseben in den Kellern des Bad Königer Güterbahnhofs… (Dieser “gigantische erhabene” Gebäudetrakt steht heute noch dort in seiner baulich unveränderten Größe und zeugte noch von einstiger Größe als “Umschlags-, Speicherort des einstigen lokalen und örtlichen Handels” in den sogenannten “Wirtschaftswunderjahren” und noch `ne Zeit danach!) … Aber nunmehr temporär später, so um 2000 :” Kriminalhauptkommissar Karl Kunkelmann von der Erbacher Polizei hat vorzeitig gekündigt. Seine Lust am Beruf ist versiegt. Da liest er nach einem Kurzurlaub die Zeitungsmeldung über den Tod eines Teenagers. Das Mädchen wurde in den fast vergessenen Kellern des Bad Königer Güterbahnhofes ritualmäßig an ein christliches Kreuz genagelt und tot aufgefunden. Kunkelmann lässt dies natürlich keine Ruhe. Ein Formfehler erlaubt ihm die Rückkkehr in den Dienst… “ (Ankündigungsflyer zur Premieren-Lesung).  Lassen Sie sich bitte überraschen.

Und schon im ersten Drittel des Odenwald-Krimis lässt KHK Karl Kunkelmann spannungssteigernd wissen: ” Haben sie dein Gehalt gepfändet oder bist du bei den Schnüfflern rausgeschmissen worden, Papa? “Weder noch, mein Sohn. Aber die Sache mit dem toten Mädchen (fiktionale Figur Annemarie Richter) vom Güterbahnhof in Bad König nimmt mich ganz schön mit. Wir kommen kaum einen Schritt weiter, alles dreht sich auf der Stelle. Keiner hat was gesehen, keiner kann was sagen. Als Verdächtiger wird ein geistig behinderter Bub gehandelt, der zu so was gar nicht in der Lage ist. Aber wir müssen den Sachverhalt überprüfen …” (Zitat: Michael Lang: ” Der Seelensammler aus dem Odenwald”, S.68)

Knisternde Spannung in Potenz! Prädikat: Sehr zu empfehlen!

 

 

 

Michael Lang: “Der Seelensammler vom Odenwald”  Verlag Mainbook (ISBN  978-3-947612-598 /Best.-Nr. 96000874) 260 Seiten/12,00 Euro

Erscheinungstermin:  Der Krimi ist Anfang Februar 2020 erschienen!

 

Literaturhandlung Paperback Bad König (www.literaturhandlung-paperback.de): Kartenvorverkauf für diese Autorenlesung vom 7. März 2020 in Bad König (siehe oben). Beginn: Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr- Historische Rentmeisterei am Schlossplatz Bad König

 

Weitere Lesungen von Michael Lang

am Mittwoch, 11. März 2020, um 19 Uhr im “Buchkabinett” Erbach im Odenwald,

am Donnerstag, 12. März 2020, um 19.30 Uhr  bei der Nachbarschaftshilfe im AwO-Mehrgenerationenhaus, Michelstadt im Odenwald

 

 

Presse:

“Die dunkle Seite des Odenwaldes- Michael Lang bringt seinen ersten Krimi mit dem Titel “Seelensammler” heraus, der an Orten seiner Kindheit spielt”  Von Manfred Giebenhain (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 7. 2.2020/ Rubrik ” Odenwald” S. 9)

 

“Mit Ironie und Spannung -Michael Lang debütiert als Krimiautor/”Der Seelensammler vom Odenwald” (red/stü)  Quelle: Anzeigen-Sonderveröffentlichung “Einkaufen & Erleben im Odenwald” vom 7.2.2020/Einlage in Odenwälder Echo vom Freitag, 7. Februar 2020, S. 12

 

 

 

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.  (Text: Reinhold Nisch)

 

 

Bendire`s Thrasher– die Charles Bendire (Karl Emil Eduard Bender, geb. in Bad König im Odenwald) gewidmete Drossel-Art (“Kaktus-Spottdrossel”)  (Scan: R.Veit/Quelle: R.T. Peterson: A Field Guide to Western Birds 1961, Seite 47f.

 

(Foto: Reinhold Nisch, HGV Bad König e.V.- Bad Königer Abendmotiv von 2016)

Abendhimmel westlich von (Bad) König im Odenwald- So könnte dieser auch ausgesehen haben, als Karl Emil Eduard Bender am 27. April 1836 hier zur Welt kam und aufwuchs.

(Evening Sky in the West from (Bad) König in Odenwald Forest– it could be these are the same natural emotions Charles Bendire (Karl Emil Eduard Bender)- one of U.S.A. greatest Ornithologists-  was born here in the year 1836.)

 

(Hinweis: Die Seite befindet sich im weiteren Aufbau. Die Recherchen dazu benötigen einen größeren Zeitraum.) Die entscheidenden Anregungen zu Charles Bendire kamen in der vorweihnachtlichten Zeit im Dezember 2019 von Herrn Hans-Friedrich Kopp aus dem hessischen Lollar, welcher fachkompetenter Ornithologe und Mitglied der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON)/AK Gießen ist. Herr Kopp wies darauf hin, dass (Bad) König im Odenwald in Karl Emil Bender/Charles Bendire “einen weiteren bedeutenden (historischen) Sohn neben Weyprecht  u.a. habe”, der in der amerikanischen wie internationalen Ornithologie schon im 19. Jahrhundert einen bedeutenden Namen errang, “also auch nicht vergessen werden sollte.”

So wird beispielsweise bei der Würdigung (Nachruf) zum Tode von Karl Emil Bender (Charles Bendire) in den USA 1897 Major Charles Bendire indirekt posthum in den “German-(Austrian-) Origins” – ob der mitteleuropäischen Herkunft- “so nebenbei” gewürdigt: “He was related to Weyprecht and Payer, the Austrain Explorers who discovered Franz Josef Land.” (THE NIDOLOGIST, page 84, aa0./auf dieser Seite)

 

Einfach ist es nicht, wird es nicht sein, intensiven “biographischen Spuren” gerade des jungen Karl Emil Eduard Bender– wie dem gesamten (“übrigen”) Leben des Charles Bendire nachzugehen, der im Alter von 60 Jahren im ausgehenden 19. Jahrhundert verstarb- auch wenn es letztendlich etwas fragmentarisch nur werden könnte.

 

Reinhold Nisch, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. /Forschungsstand: 18.02.2020

 

 

 

( Scans: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

 

Familiendokumente (mit Quellenhinweisen) der Familie von Karl  (Carl) Emil Eduard Bender (Charles Bendire)

 

 

 

(Quellen: Gerhard Bauch/Recherche- obere Familientabelle der Benders- von Alexander Körner, stellvertretender Vorsitzender des HGV Bad König e.V.)

 

 

 

Zum Werdegang bzw. zur Biografie von Karl Emil Bender (alias Charles Bendire)

Karl Emil Bender erblickte am 27. April 1836 im damaligen König im Odenwald (Kreis Erbach) als Sohn von Forstrentmeister Georg Eduard Bender und Agnes Emilie Theresia Bender geborene Dietzel das Licht der Welt. Die Eheleute Bender heirateten am 1. 7. 1835 in der Residenz König. (Die Geburtsdaten der Eltern sind nicht exakt zu datieren: Vater, geb. 6/1799, Mutter: 5/1814. Karl war der Erstgeborene des Ehepaares, vier weitere Kinder folgten, gleichfalls mit der jweiligen Geburt in König: Wilhelm Ludwig Eduard (geb. 21.12.1838); Emilie Aline Maria (geb. 8.12.1840), Josepha Aline Maria (geb.21.7.1847/ gestorben um 1890 in Wertheim) und “Nesthäckchen” Anna Bender geb. 3.8.1857.

Da hatte der nunmehr 21 Jahre zählende “große” Bruder Karl schon einige Jahre (Bad) König, den Odenwald, Europa, den alten Konitinent verlassen, versuchte 1853 sein Glück in Übersee. Aber zuvor verspürte Karl – selbst oder auch natürlich mit finanzieller Unterstützung der Eltern, das ist zu vermuten, denn  der Vater war doch schon besser besoldet in der Position eines hier in Salär befindlichen Forstrentmeisters (das ist die füher übliche Bezeichnung für den Forstkassenbeamten) – den größeren “westeuropäischen Drang”: …..

 

 

Hinweis: Der Text wird fortgesetzt.

 

 

 

 

(Quelle: Foto nach Wikipedia): Als Karl Emil Eduard Bender in König im Odenwald am 27. April 1836 das “Licht der Welt” erblickt, als Charles Bendire am 4. Februar 1897 als berühmter Ornithologe in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida gestorben.

 

 

 

 

 

Nachruf/Würdigung von Charles Bendire /Karl Emil Bender in den Vereinigten Staaten von Amerika

Würdigung bzw. Ehrung zum Leben von Charles Bendire (Karl Emil Bender) in Nordamerika, gleichzeitig wohl auch ein “gewisser würdigender Nachruf” zum Tode Major Benders im Jahre 1897. Darin geht hervor, dass der berühmte Ornithologe in der Gegenwart seines Freundes und  Ornithologie-Kollegen Dr. William L. Ralph verstarb.

 

 

Charles Bendires/Karl Benders Bestattung auf dem amerikanischen Nationalfriedhof in Arlington

Major Charles Bendires wurde auf dem “Arlington National Cemetry” (Nationalfriedhof der Vereinigten Staaten von Amerika) bestattet, dem Friedhof, wo u.a. Präsident John F. Kennedy beigesetzt worden war. Lokale Lage-Bezeichnung von Charles Bendires/Karl Benders Grab: Section 1/Site 650-1

Auf Bendires/Benders Grabanlage befindet sich ein höherer Granitstein, König im Odenwald als Geburtsort ist jedoch nicht eingemeißelt, sondern nur geboren in Hessen-Darmstadt.

Link:

http://www.arlingtoncemetery.net/charles-bendire.htm (Origin-Quellennachweis)

 

 

 

 

 

 

 

Quellennachweis/Link:

https://archive.org/stream/nid344918951897coop#page/84/mode/1up     (Quelle: THE NIDOLOGIST- 1897, Seite 84)

 

 

 

 

Quelle: R.T. Peterson: A Field Guide to Western Birds 1961, Seite 47f. (Recherche bzw. zur Verfügungstellung von Hans-Friedrich Kopp, Hessische Gesellschaft für Ornithologie – AK Lollar)

 

 

 

Nach Charles Bendire (vormals Karl Emil Eduard Bender) wurde  in den Vereinigten Staaten von Amerika “THE BENDIRE`S THRASHER”*, eine Drosselart  (vgl. oben R.T. Peterson, aaO .) benannt, die den berühmten Ornithologen ein wenig  “unsterblich” machte.

*Anmerkung: Die Bendire`s Thrasher (Toxostoma bendirei) ist ungefähr- ins Deutsche übersetzt- eine “Kaktus-Spottdrossel“.

Diese Drossel-Art hat eine Länge von ca. 23 bis 28 cm, gehört zu den mittelgroßen Arten von Drosseln, wobei ein Schnabel von mittlerer Größe und ein langer Schwanz zu den weiteren unverwechselbaren Merkmalen gehören. Die Bendire`s Trasher ist im oberen Bereich eher graubraun und hat eine eher leicht dunkel gestreifte untere Brustseite. Gewicht ca. 60 g.

Vorkommen: Mexiko im Nordwesten, Südwesten der Vereinigten Staaten von Amerika- Ihr Bestand geht leider im 21. Jahrhundert zurück.

Dazu gibt es weitere Drosselarten in Nordamerika, die sogar der noch Jahre vor Charles Bender wirkende John James Audubon (1785-1851) künstlerisch exzellent für die Nachwelt festhielt und dessen ehrgeiziges Ziel es war, die Vögel Amerikas in einem zoologischen Bildatlas zu dokumentieren, aber nicht nur dies, sondern auch viele andere Lebewesen der Fauna Nordamerikas.  (Vergleichen Sie bitte auch auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de die Seite Bad König im Odenwald/Germany-Amerika-Historie: Jahrzehnte vor dem (Bad) Königer Ornithologen Karl Emil Bender (Charles Bendire) hält John James Audubon die Vogelwelt Amerikas u.a. fest

Auswahlliteratur:

1.  John J. Audubon: Vögel Amerikas (mit einem Text von Helgard Reichholf-Riehm), Benedikt Taschen Verlag GmbH (ISBN 3-8228-9618-7), Köln 1993

2. John J. Audubon: Die Säugetiere Nordamerika. Berlin 2019 (Beizitat: Berühmt ist Audubon vor allem für sein Werk The Birds of America. Weniger bekannt ist dieses      Projekt einer Dokumentation der Säugetiere Noramerikas in ihren Lebensräumen.)

 

 

Quelle: Kurzfilm über die nach Charles Bendire benannte “Bendire`s Trasher” von Timothy Barksdale/Macauly Library at the Cornell Lab of Ornithology, zur Verbreitung/Speichern/Dokumentation genehmigt, mehr aus der Vogel-Fauna-Welt auch bei www.abcbirds.org:

genehmigter Link

(Hier sehen Sie im Kurzfilm die “Kaktusspottdrossel live”- auf einem Zweig wartend, die dem in Bad König geborenen Karl Emil Bender wegen seiner großen ornithologischen Verdienste gewidmet wurde: “THE BENDIRE`S THRASHER”.)

 

Die anderen “Bendire-Vogelformen”

Weitere nach dem in (Bad) König im Odenwald geborenen Karl Emil Bender und in den USA sich nennenden Charles Bendire benannte Vogelformen u.a.:

Harporhynchus bendirei Coues 1873 = Toxostoma bendirei Coues,

Scops asio bendirei Brewster 1882= Otus asio bendirei Brewster,

L0xia curvirostra bendirei Ridgway 1884 = Loxia curvirotra bendirei Ridgway

(Nach Ludwig Gebhard, aa0/Literaturliste 3.)

 

 

 

 

 

 

Literatur/Literature:

1.)

* SMITHSONIAN INSTITUTION: UNITED STATES NATIONAL MUSEUM. SPECIAL BULLETIN.

LIFE HISTORIES of NORTH AMERICAN BIRDS.

From the Parrots to the Cracklers with special reference to

THEIR BREEDING HABITS AND EGGS

by

Charles Bendire, Captain and Brevet Major, U. S. A. (Retired)

Honorary Curator of the Department of Oöloggy, U. S. National Museum,

Member of the American Ornithologists`Union.

with

SEVEN LITHOGRAPHIC PLATES.

 

WASHINGTON:

Government Printing Office

1895

 

(* Privatbesitz: Ausgabe von 1895 – 18.01.2020)

 

 

2.)

Charles Bendire: Life Histories of North American Birds with Special Reference to their Breeding Habits and Eggs, with Twelve Lithographic Plates (ISBN/EAN: 978-3-74475-073-8)  www.hansebooks.com  (Basis: Reprint einer Original-Ausgabe von 1892 der “Library of University of California”)

 

3.)

Journal für Ornithologie (Herausgegeben von Günther Niethammer/Bonn – 111. Band  Sonderheft  1970- Verlag der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft/Gedruckt bei Deutsche Zentraldruckerei AG Berlin 61, Dessauer Str. 6/7, hier: Ludwig Gebhard, Die Ornithologen Mitteleuropas- EIN NACHSCHLAGEWERK Band 2 , S19f.

 

 

 

 

 

 

 

Der Baseler Künstler Peter Birmann aus der gleichnamigen renommierten Maler-Schule schenkt seinem hochtalentierten und erst 12 Jahre alten Schüler Adolf Follenweider (dem Sohn von Johann Rudolf Follenweider, der das älteste Bad König-Gemälde schuf) den “Wohleingerichteten Schreib-Calender auf das Jahr 1814”

 

Mit kalligrafischer Widmung eingetragen und auf den Vorderdeckel (links unten) geklebt: “Diesen Preis erhält der hoffnungsvolle Schüler Ad. Follenweider als der erste seiner Klasse im Frühlingsmonat 1835 von seinem Lehrer P. Birmann.”

Peter Birmann (1758-1844) – dessen Werk von der “Teufelsbrücke” u.a. Berühmtheit erlangt/Museum Winterthur- unterrichtet offenbar den noch sehr jungen Sohn seines Künstlerkollegen Johann Rudolf Follenweider (1774-1847), Adolf Follenweider (1823-1895) und schenkt dem Zwölfjährigen dieses Büchlein, vor allem dessen noch unbenutzten Durchschüssen (Leerseiten) wegen, die der hochtalentierte Junge für Zeichnungsübungen nutzen kann, und der nutzt sie intensiv, wie wir hier schnell feststellen können!

 

(Privatbesitz /Sämtliche Scans von Reinhold Veit/Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Harmonie des Häuser-Ensembles inmitten der Markanz von Bäumen

 

Blätterzweig- und Objekt-Studie

 

Burg- bzw. schlossähnliches Anwesen auf Anhöhe mit naturellem Umfeld

 

Pferde-Studie mit zweitem Ansatz im Hintergrund und eigenem Namenszug

Floristische Studien

Gebäude-Ensemble

 

Studie eines Hauses

Truthahn und Schwan/eingeklebt)

 

 

Sehen Sie sich bitte auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de weitere Berichte zu den Follenweiders an.

Weiteres zu den Follenweiders in: Boerlin-Brodbeck, Yvonne und Gustav Coutelle: Johann Rudolf Follenweider und sein Sohn Adolf Follenweider. Die Schenkung Hermann und Maja Spiess-Schaad, Kunstmuseum Basel, 1983

 

 

 

Frohe Weihnachten 2019 und alles Gute für das neue Jahr 2020 aus Bad König im Odenwald hinaus in die Welt …

 

Bad König im Odenwald. Unser historisches Fotomotiv (Copyright: Hans-Peter Geidel/Repro: Reinhold Veit, beide HGV Bad König e.V.) zeigt vemutlich das damalige Bad König vor etwa einem halben Jahrhundert, vielleicht sogar noch etwas früher. Viele Menschen sind seitdem gegangen, andere sind hinzugekommen- durch Geburt, durch Zuzüge nah und fern. Vieles hat sich seither verändert, auch in der vom Menschen geformten Landschaft. Die aus der Sicht des damaligen (unbekannten) Fotografen eingefangenen vorderen “Spuren im Schnee” sind schon lange nicht mehr und auch “zugedeckt” dieserorts durch schon längst entstandene Wohngebiete und Straßen wie Wege am Nordhang. Der einzigartige Blick auf das “Schlossensemble des historischen Kerns” ist jedoch auch an Heiligabend/Weihnachten 2019 geblieben. Der Blick auf die schneeverhangene Häusersilhouette- eine Selbstverständlichkeit und durchgängig in den Wintermonaten dereinst- scheint Nostalgie für die noch etwas lebenden Älteren bzw. ein Nicht-mehr-erfahren-können für die Jüngeren bzw. Kinder zu werden. Aber alles ist dennoch nur vermutbar, macht unser Menschsein halt nur aus. Aber eines ist nach menschlichem Ermessen zurzeit noch etwas gewiss: Die Höhenzüge des Odenwaldes im Hintergrund, die das mittlere Mümlingtal umgrenzen, der jetzt schon historischen Fotografie aus dem 20. Jahrhundert sind noch dieselben, manches Mal durch Wetterunbilden ab und zu in Turbulenzen gebracht oder wieder durch Menschenzutun gerodet, aber wieder durch Carl Ludwig Seeger ungefähr 1843 malerisch von der gleichen Standort-Perspektive aus damals künstlerisch eingefangen- zu jener Zeit allerdings in einer September- Landschaft.

Frohe Weihnachten und alles erdenklich Gute 2020 für alle!                                                      Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

 

 

(Foto-Rechte: Hans-Peter Geidel/Repro: Reinhold Veit, beide HGV Bad König e.V.)

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Konfirmationszeit 1913/1914 mit Pfarrer vor dem Haupteingang der evangelischen Schlosskirche zu König im Odenwald

König im Odenwald. Ernst dreinblickend- Ausnahme ist die junge Dame ganz rechts in der zweiten Reihe- stellt sich die Konfirmanden der Geburtsjahrgänge 1898/1899 dem Photgraphen. Vielleicht nicht verwunderlich, denn in wenigen Wochen wird sich das Deutsche Kaiserreich in einem Krieg befinden, der als Erster Weltkrieg (1914-1918) in die Geschichte eingehen wird. Es werden entbehrungsreiche Jahre kommen. Mancher Vater wird nicht mehr aus dem Krieg zuzrückkehren, wovon heute noch die Denkmal-Tafeln auf den Friedhöfen in (Bad) König und in Fürstengrund Zeugnisse abgeben.

Und auch mancher junge Mann auf diesem historischen Foto wird noch- vier Jahre später- im letzten Kriegsjahr 1918 vielleicht selbst noch eingezogen werden und nicht mehr zurückkehren.

Anmerkung: Zur damaligen Zeit stellten König selbst und das zum Kirchspiel zugehörige Fürstengrund die Konfirmandinnen und Konfirmanden auch für den Konfirmations-Gottesdienst 1914 in der evangelischen Schlosskirche König.

 

Der aus Bad König stammende Journalist und Autor Michael Lang stellte uns dieses historische Foto aus dessen Familienbesitz zur Verfügung. Demnach sind aus seiner Sicht zu erkennen: Barbara (“Babette”) Schüler geborene Strauß (zweite Reihe ganz links), Marie Schum (“Schumbe Schorschs” spätere Ehefrau/erste Reihe links). Zudem sind auch noch auf dem Bild: Anna Schäfer (“Baschas Anna”), Marie Olt (“Krafte Marie”), die “Jordans Marie” sowie Anna Koch (“Wagners”). Inmitten der Konfirmandenschar steht der evangelische Pfarrer Köpp.

 

Wir schreiben nun  mehr als 100 Jahre später, können die meisten Schicksale dieser jungen Leute biografisch nicht mehr klären. Aber wir denken, dass wir diesen jungen Königer/Fürstengrunder  Leuten wenigstens im Nachhinein “ein bescheidenes fotografisches Denkmal” setzen konnten.

Bad König/Fürstengrund, im Dezember 2019

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

(Foto-Rechte/Copyright: Michael Lang, Michelstadt/ehemals Bad König im Odenwald)