(Titelbild: Das historische Foto zeigt die evangelische Kirche Bad König mit Blick vom idyllischen Lustgarten.)

 

Bad König. Das Heimatmuseum ist auch am kommenden Ostersonntag

(01.04.2018) von 10.30 bis 12 Uhr geöffnet und wartet mit einer kleinen Frühlings-und Osterbücherecke auf,die auch noch an den folgenden Sonntagen erhalten bleibt.

 

Weiterhin teilt der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. mit,

dass die diesjährige Jahreshauptversammlung am Mittwoch,11.April

2018, ab 19 Uhr in der historischen Rentmeisterei (Saal „Argentat-Klause“) stattfindet.

Alle Mitglieder wie auch Gäste sind dazu recht herzlich eingeladen.

Odenwaldbahnstrecke bei Bad König mit dem Höhenrücken des „Eichels“ im Hintergrund

 

Der Kurgarten mit noch neuer Wandelhalle -Mitte der 1950er Jahre

 

Blick über Hangwiesen auf das Bad König der 1950er Jahre

 

(Fotos: Marina Peters; Berlin/Scans: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

Die nun schon als historisch bezeichnenden Fotografien im damaligen Schwarz-Weiß-Format und zackig umrandet kamen quasi als postalische Überraschungssendung am 17.März 2018 beim Vorstand des Heimat-und Geschichtsvereins Bad König e.V. an. Verschickt hatte diese Frau Marina Peters aus der Hauptstadt Berlin-Spandau, die  in einer beigelegten Begleitkarte mitteilte:

“ Sehr geehrter Herr Nisch, bei der Auflösung der Wohnung meiner Mutter habe ich anliegende Bilder gefunden. Sie war in Bad König zur Kur, … in den 1950er Jahren. Ich habe keine Verwendung, dachte,  Sie könnten sie haben. … Nach den Bildern zu urteilen, muss es ein schöner Ort, Landschaft sein und noch heute. Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit.  Herzliche Grüße  Marina Peters“

In der Tat sind die Fotos aus den 1950ern- neben den beigelegten Aufnahmen aus dem benachbarten Miltenberg- schon ein Zeitdokument, denkt man alleine an das erste „Titelfoto“, welches damals noch junge Häuser der hinteren Oskar-Zimper-Straße Bad Königs abbildet. Dieser architektonische Baustil mit Satteldächern wurde oft vorrangig im jungen Westdeutschland symptomatisch in den Klein- und Mittelstädten- auch in den sogenannten Reihenhaus-Siedlungen- gepflegt.

In heutiger Zeit haben sich an dieser Straße in Bad König prolongiert in östlicher Richtung  weitere neuere Hausbauten angeschlossen.

(Stand: 26.03.2018)

 

Zu den aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammenden „Denkmal-Bauwerken“ (Odenwaldhalle in Michelstadt und Landwirtschaftsamt in Reichelsheim) des damaligen Kreises Erbach i. O. und heutigen Odenwaldkreises gibt es folgenden analytischen Bericht:

Charme der FünfzigerAuch im Odenwald finden sich repräsentative Bauten aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Ob es sich lohnt, sie zu erhalten, ist umstritten. (Titelseite) – Hin oder weg? Häuser aus den Fünfzigern wie die Odenwaldhalle und das Landwirtschaftsamt warten noch auf Wertschätzung (Von Sabine Richter), Quelle: Odenwälder Echo vom 15. September 2018 (Rubrik Odenwald- mit Fotos von Dirk Zengel und Guido Schiek), S. 13 / Dazu kommt der Kommentar der Autorin „Häuser ihrer Zeit“ , ebenda.

Bad Königs erste italienische Eisdiele am Schlossplatz

Bad König im Odenwald – der Schlossplatz in den anfänglichen 1960er Jahren. In nordöstlicher Richtung unterhalb der historischen Rentmeisterei (ganz links) befand sich schon damals die anfängliche italienische Eisdiele des Ehepaares de Zordo– was im Laufe der Jahrzehnte im historischen Zentrum eine Instanz wurde. Der Verkaufsschlager neben den schon vielfältigen Eissorten war das „Zitronen-Wasser“ (Glas Mineralwasser mit Original-Tütchen Zitronen-Extrakt aus Italien). Natürlich gab es dann später ab dem Jahre 1969 auch das von Dario Fontanella in Mannheim erfundene Spaghetti-Eis- siehe Literaturhinweis auf dieser Seite. (Bilder: HGV Bad König e.V.-Bilddatenbank)

 

Erste italienische Eisdiele in Bad König im Odenwald

Bad König. Es waren die anfänglichen 1960er Jahre, als an dem Scheitelpunkt zwischen der Elisabethenstraße und der Alexanderstraße am historischen Schlossplatz Lucia und Raphaele de Zordo ein schnuckeliges Flachgebäude mit einem kleinen Vorplatz anmieteten und dort eines der ersten Eiscafés dieser Odenwaldregion (früherer Landkreis Erbach/Odenwald/heute Odenwaldkreis) eröffneten.

 

So ungefähr muss das Schlösser-Ensemble im Bad König der 1960-er Jahre ausgesehen haben, als die erste italienische  Eisdiele in der boomenden Kurgemeinde des Odenwaldes ihre Pforten (unterhalb der Rentmeisterei/ links im Hintergrund des historischen Fotos von 1956, HGV-Bilddatenbank) öffnete. In der Rentmeisterei selbst war zu jener Zeit die Gemeindeverwaltung untergebracht.

 

Der Schlossplatz selbst wurde immer wieder allein im Verlauf der letzten 100 Jahre umgestaltet, was verschiedene Aufnahmen verschiedener Zeiten beweisen.

 

Folgende Literatur vermittelt uns als „Feeling“ der damaligen Zeit (1950er/1960er Jahre) in etwa die Atmosphäre aus dem Blickwinkel der nahe des Bad Königer Schlossplatzes gelegenen Bachgasse unter maßgeblicher Entwicklung von Traudel Urich  geb. Klinger:

 

Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. (Hg.): Die Schwalbenstraße- Gässjes-Geschichten, M&K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH, Michelstadt 1993 -1.Auflage

Zusammenstellung: Traudel Urich, Heide Hix, Renate März, Edith Meckbach, Otto Pichl, Karl Ludwig Kraft, Reinhold Nisch, Solvei Prinzessin zu Erbach-Schönberg

Zeichnungen: H.-P. Knapp, Urberach; Horst Wassum

Straßenplan: Peter Beckenhaub

Satz und Gestaltung: Kohlberg-‚Werbung, Brensbach

 

 

Weiterhin die kleine Bad König- Erzählung zum 1200 Jahre-Jubiläum der Stadt anno 2017 :

Reinhold Nisch: Der Odenwald in den frühen 1960ern- Eiskauf bei Lilo, in: Johann-Friedrich Huffmann (Hrsg.): DAMALS WAR`S – Zeitzeugen erzählen aus ihrem Leben, Band 19, Frieling- Verlag (ISBN 978-3-8280-3371-9) Berlin 2017- 1. Auflage

 

 

Zur historischen Migration italienischer Bürgerinnen und Bürger allgemein der akademisch gehaltene Literaturhinweis:

Claudia Martini, Italienische Migranten in Deutschland-Transnationale Diskurse, Dietrich Reimer Verlag Berlin o.J.

 

Weiterhin:

-Yvonne Rieker, „Ein Stück Heimat findet man ja immer“: Die italienische Einwanderung in die Bundesrepublik, Verlag Klartext, 2003

Zum Inhalt:

„Von den 6,5 Millionen Ausländern, die Ende 1992 im westlichen Teil Deutschlands lebten, besaßen 62 Prozent die Staatsbürgerschaft der Länder, mit denen die Bundesregierung seit 1955 Anwerbeverträge abgeschlossen hat. Schon diese Zahlen zeigen, dass die Historie der Arbeitsmigration als integraler Teil der Geschichte der Bundesrepublik anzusehen und die Arbeitsmigration selbst zur Einwanderung geworden ist. Der 1955 unterzeichnete deutsch-italienische Anwerbevertrag war dabei der früheste seiner Art. Ihm kam deshalb für die weitere Anwerbepolitik eine Schlüsselrolle zu. Die Italiener waren außerdem nicht nur die erste, sondern bis 1970 auch die größte Migrantengruppe in Deutschland. Sie prägten das anfängliche Bild vom „Gastarbeiter“. Deshalb bietet sich die Migration aus Italien für eine Fallstudie zur deutschen „Gastarbeiter“-Politik besonders an. Die italienischen Migranten waren aber nicht nur Objekte von Politik, Wirtschaft und Betreuungsorganisationen, sondern auch handelnde Subjekte. Deshalb wertet die Autorin neben umfangreichem Archivmaterial 30 lebensgeschichtliche Interviews mit Italienern und Italienerinnen aus, die heute in der Bundesrepublik leben.

 

Direkt zu den italienischen Eisdielen liegt eine Studie aus dem Ruhrgebiet vor:

Dietmar Osses/Anne Overbeck, Eiskalte Leidenschaft. Italiens Eismacher im Ruhrgebiet, LWL Verlag, 2009

 

Zur Migration allgemein:

Massimo Livi Bacci: Kurze Geschichte der Migration (Aus dem Italienischen von Marianne Schneider), Berlin (Verlag Klaus Wagenbach   2015 (2. Auflage)

“ Den Ort zu wechseln, anderswo zu leben, in einer anderen Gegend als der angestammten heimisch zu werden, sichert dem Menschen seit seinen frühesten Entwicklungsstufen das Überleben. Massimo Livi Bacci beginnt seine Geschichte der Migration in der Ur- und Frühzeit, beschreibt die Besiedlungsgeschichte des Mittelalters ebenso wie die großen transozeanischen Migrationsströme der Neuzeit und analysiert die Gegenwart mit einer Fülle aktueller Zahlen und Fakten. Aber der Autor denkt noch weiter und wagt einen Ausblick ins Jahr 2050: Wenn wir das hohe Lebensniveau in Europa halten wollen, müssen wir Einwanderung erleichtern und befördern.“ (Klappentext zum Buch)

 

Marcello Anselmo: Die hohe Kunst des Betrugs- In der Nachkriegszeit freuten sich die konsumhungrigen Deutschennoch über Migranten– selbst wenn sie ihnen, wie die meist aus Neapel stammenden „Magliari“, scheinbare Schnäppchen andrehten.* Ein italienischer Soziologe hat sich auf die Spurensuche begeben (Quelle: taz zwei vom 16. Juli 2018, Seite 11); dazu das Buch von Marcelo Anselmo/Pietro Marcello: „Storie di magliari, Mestieranti napoletani sulle strade d`Europe. L`arte del commercio e il genio dell`imbroglio. Donzelli, Rom 2018.

Den Film „I Magliari“ (aus dem Jahre 1959) des in Neapel geborenen Regisseurs Francesco Rosi findet man mit englischen Untertiteln zum Beispiel bei YouTube. (Quelle: taz dito,  siehe oben)

 

*

So wird aus dem Bad König der 1950er/frühen 1960er Jahre Folgendes berichtet: „Auf einmal klingelte es unten an der/den Haustür(en) im Straßenkernbereich- so zum Beispiel in der Bahnhofstraße des noch jungen Bad Königs der Nachkriegszeit („Adenauer-Ära“):  Ein Italiener mittleren Alters trat herein , der in doch gebrochenem, aber dennoch verständlichem Deutsch andeutete, dass er Lederjacken (sogar aus Wildleder) anzubieten habe- dies zu einem günstigen Preis. Viele freuten sich darüber ob des „Schnäppchens“.  Es wurde berichtet, dass mancher- in der Zeit des beginnenden „Wirtschaftswunders“ so doch kaufte und zufrieden damit war“.

Weiteres Erlebnis:“ In den frühen 1960er Jahren kamen auch die ersten „Haustürklingler“ persischer Provinienz in den Odenwald, auch nach Bad König: Sie boten Teppiche („Perserteppiche“) jeglicher überschaubarer Wohnflächendimension an- entsprechend den damaligen Größenverhältnissen der „Wohnstuben“, zündeten kurz mit dem Streichholz oder dem Feuerzeug einen Webfaden an, um die „Woll- oder Baumwollechtheit“ zu beweisen, aufkommende erste Synthetik auszuschließen: Warenverkäufe in Wohnungen oder Häusern  direkt vor Ort“ eben.  (Nach den Aufzeichnungen von Reinhold Nisch, Bad König)

 

www.virtuelles-migrationsmuseum.org

Das Virtuelle Migrationsmuseum zur Geschichte der Einwanderung in Deutschland nach 1945

Canset Icpinar: „Fabrik, Amt, Deutschland -Im Virtuellen Migrationsmuseum wird die Geschichte von Einwanderung in Deutschland nach 1945 dokumentiert. Die Macherinnen bemühen sich seit vielen Jahren um die Eröffnung eines physischen Museums in Köln“ (Quelle: „taz zwei“ vom 11.Juli 1918, S.11)

 

Umgekehrt war auch schon in der Nachkriegszeit der späten 1950er und 1960er Jahre der Drang der (West-) Deutschen sehr groß, das Land ,“wo die Zitronen blühen“ (Italien) blühen, vorwiegend im Sommer einmal besuchen zu können.

Literaturhinweis: „Adria ti amo! -Die Deutschen und ihre Sommer in Italien- das ist eine Liebesbeziehung. Für die meisten begann sie schon sehr früh.“ (Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr. 170, Donnerstag, 26. Juli 2018 (Rubrik „Reise“).

 

Weitere Literatur:

„Eis aus der Spätzlepresse- In Italien weitgehend unbekannt, in Deutschland ein Klassiker: Vor 50 Jahren erfindet der 17-jährige Dario Fontanella in Mannheim das Spaghetti-Eis. Er könnte heute Millionär sein- hätte er damals nicht auf seinen Vater gehört.“ (Von Florian Gann), Quelle: Odenwälder Echo (Am Wochenende) vom Samstag, 22. Juni 2019 (Rubrik Leben), S. 2

„Pasta lieben, Pasta leben- Die Beziehung von Italienern zu ihrem Essen ist legendär. Dabei geht es nie um bloße Nahrungsaufnahme, sondern immer um eine Lebenseinstellung“ Von Laura Ebert (Quelle: taz/taz am wochenende vom sonnabend/sonntag 23./24.November 2019 (Rubrik „genuss“ 27)

 

 

 

„Zu Gast, zu Hause?- Vor 60 Jahren kamen die ersten Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland. Kinder von Zugewanderten erzählen, ob sie hier eine Heimat fanden“ (Titelseite)- „Lern du erschdamol richtig Deutsch“- 60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei: Dilek Güngor erzählt, wie es ist, ein Kind von `Gastarbeitern` zu sein“ (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Samstag/Sonntag, 30./31. Oktober 2021-Magazin S. 23-25)

Buchempfehlungen:

Dilek Güngör: „Vater und ich“ -Homepage: www.dilek-guengoer.de

Ida Todiscos: „Offenbach. Liebe auf den zweiten Blick“. -Homepage: www.ida-todisco.de

Jagoda Marinic: „Restaurant Dalamtia“ (Hoffmann & Campe) – Podcast: „Freiheit Deluxe“ des Hessischen Rundfunks

Bitte des HGV Bad König: Wer besitzt altes Bad Königer Krankenhaus-Kiosk-Foto?
Bad König. In Bad König gab es vor Jahrzehnten (bis in die späten 1960er) das Kreiskrankenhaus des damaligen Landkreises Erbach (später Odenwaldkreis) im Zentrum (Schlossbereich) der damaligen Gemeinde. Es befand sich
dort am Torbogen zwischen dem alten und neuen Schlossbereich (am heutigen Treppenaufgang/Personalzugang zur Stadtverwaltung) auch ein aus heutiger Sicht „nostalgischer“ Kiosk.
Ein Herr leitete dieses kleine Unternehmen, den die damaligen Einwohner „Kniggo, Knicko oder Kniggo“ mit seinem Kosenamen bezeichneten. Um den „Krankenhaus-Kiosk“ und das größere Areal herum rankten einige kleinere, meist amüsante Geschichten.

Auf Grund bisheriger Recherchen (siehe unser Foto) soll sich der Kiosk ganz rechts  befunden haben.

Es ist eine zeitlich sehr späte Initiative: Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. ruft hiermit die Bürgerschaft auf, ob nicht jemand per Zufall noch ein Foto (oder ein Ansichtskarte, wenn es eine solche je gab) über den kleinen, romantischen „Bad Königer Krankenhaus-Kiosk“ hat. Dass immer noch Zeichen und Wunder geschehen, erfuhr der HGV Bad König gerade erst zu Wochenbeginn, als aus Berlin-Spandau eine Dame ein paar kleine Fotos überraschend schickte, und zwar aus dem Nachlass ihrer Mutter, die vor über 60 Jahren zur Kur mit ihrem Gatten in Bad König weilte (wie eine telefonische Nachfrage ergab).

Hinweise dazu werden auch gerne per Email über diese Homepage entgegen genommen.

(Stand: 25.März 2018)

(Foto: Reinhold Veit)

(„Kostbarkeiten-Vitrine“ mit Kunstwerken  in der Odenwaldtherme Bad König/Foto: Reinhold Veit)

 

Bad König-Kunstwerke in der Odenwald-Therme Bad König

Bad König. Wie der HGV Bad König e.V. mitteilt, befinden sich seit geraumer Zeit in einer schön gestalteten Ausstellungs-Vitrine in der Odenwald-Therme noch einige Kunstwerke, die im vergangenen Jubiläumsjahr (1200 Jahre Bad König )von den renommierten Künstlerinnen Corinna Panayi-Konrad und Heidi Hoffmann eigens geschaffen wurden: Gemälde mit Bad König-Motiven, Fußmatten (auch als Schreibtischunterlage oder als Wandschmuck verwendbar), immerwährende Kalender zum Eintragen von Geburtstagen und Drucke mit Bad Königs historischen Wahrzeichen oder Personen (z.B. Schloss, Kapelle, verträumte Winkel, Therme, Jugendstilbauten u.a., Carl Weyprecht, Georg Vetter) sind darunter und können beim Team der Odenwald-Therme am Schalter (Treppenaufgang/Elisabethenstraße) zu einem erschwinglichen Preis erworben werden. Nicht nur als Geschenk oder für einem selbst (Verschönerung der Wohnung) eignen sich diese fast letzten Raritäten, denn irgendwann erhalten diese auch in der Zukunft neben einem ideellen auch einen höheren Sammlerwert, damit eine Wertsteigerung, zumal die Auflagen nicht hoch waren.

Bad König. Wir schreiben das Jahr 1957, die junge Bundesrepublik Deutschland ist gerade acht Jahre alt. Jedenfalls sind es historisch turbulent umwälzende Zeiten.

Und trotzdem sucht sich der Künstler in kompositorischen Aquarellfarben aus knapp südwestlichem Standort die historische Friedhofskapelle als lohnenswertes Motiv aus, an der auch noch die sehr alten Grabsteine angelehnt sind, welche Jahre später eine Verankerung entlang der „neuen“ Trauerhalle erfahren werden.

 

Zu den Grabsteinen ergibt sich folgender Literaturhinweis:

Reinhold Veit, Alte Grabsteine auf dem Friedhof Bad König (Dokumentation der historischen Grabsteine auf dem Friedhof in Bad König – Bilder und Zusammenstellung durch den Autor), Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V./Bad König 2014

 

 

 

Bad König. Das in filigran sanften Farben gehaltene Aquarell zur Historischen Kapelle auf dem Friedhof Bad König entstammt dem Blick des weit über den Odenwald hinaus renommierten Malers, der früher zuvor über Jahrzehnte auch am Gymnasium in Michelstadt/Odenwald Kunstlehre unterrichtete: Dieter Klapproth aus (dem) Mossautal.

Sehr bedeutend sind auch Dieter Klapproths alljährlich, meist im späten Herbst erscheinende Kunst-Kalender mit immer wieder neu „entdeckten“ Motiven dieser weitflächigen Odenwald-Region, seien es historische Bauwerke, Denkmale dieser einzigartigen Kulturlandschaft oder einfach der Flora und Fauna- jahreszeitlich und monatlich adäquat passend erschaffen, immer wieder festgehalten aus subjektivem Blickwinkel.

Dieses Kunstwerk der historischen Friedhofskapelle Bad König befindet sich nunmehr in Privatbesitz.

(Reinhold Nisch, HGV Bad König e.V.)

 

Bad König. Sensationell war der im Jubiläumsjahr 2017 in Bad König gezeigte Film, damals im Jahre 1980 gedreht vom Bad Königer Ehepaar Ilse und Erich Süßner anlässlich der mehrtägigen Festivitäten zur Verleihung der Stadtrechte an die damalige Gemeinde Bad König.

Vergleichen Sie bitte hierzu auch auf dieser Homepage: „Die zeithistorische Dokumentation aus dem großen Festzelt-Filmabende zu der Stadtwerdung Bad Königs im Jahre 1980 (von Ilse und Erich Süßner)“, Bericht vom 30.10.2017

 

Nun hat man sich in Bad König seitens des hiesigen Heimat- und Geschichtsvereins dazu entschlossen, den stadthistorisch wertvollen Film für die „Nachwelt“ und zu späteren Forschungszwecken zu sichern. Dementsprechend wurde die DVD-Version für folgende übergeordnete Archivierungsstellen zur Dokumentation bereit gestellt:

 

-Deutsche Nationalbibliothek (DNB) in Frankfurt/Main und Leipzig

– Deutsche Digitale Bibliothek Berlin

-Deutsches Filmmuseum/Deutsches Filminstitut Frankfurt/Main

-Hessisches Staatsarchiv Darmstadt

-Universitäts-und Landesbibliothek Darmstadt (Signatur 2212)

-Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Main (Signatur AV 21/1505)

-Archiv des Odenwaldkreises in Erbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere historische Aufnahme (Bildrechte: Heinz Toldrian/Scan: Reinhold Veit) zeigt an der Mündung von Elisabethen- zur Alexanderstraße im historischen Zentrum Bad Königs das schon historisch zu bezeichnende frühere Textilhaus Glenz, und zwar perspektivisch zweidimensional.

Die Aufnahme scheint aus den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zu stammen. Man kann eine bestimmte textile Warenvielfalt- symbolisiert durch die Schaufensterauslagen erkennen. Im Hintergrund befindet sich sogar eine Art „metallener Hochschrank“ mit gläsernen Ziehfächern: Bei Einwurf eines bestimmten DM-Münzbetrages öffnete sich außerhalb der Geschäftszeiten für die Damenwelt das Fach mit den nach Größe gewünschten Nylon-Strümpfen als „letzter Schrei“ dieser Jahre.

Das einstige Haus mit Satteldach links neben dem Textilhaus „Glenz“ war das Anwesen Edelmann. Darin befand sich ein Geschäft mit Sämereien bzw. mit Saatgut. HGV-Mitglied Walter Löb, der hier in diesem Bad König-Bereich als Kind aufwuchs, erinnert sich noch daran, als er einst das beschauliche Ladengeschäft betrat, dass dort ein großer Schrank mit sehr vielen Schubläden sich darin befand und diverse Samensorten dort vorhanden waren, je nach Bedarf mit einer passenden Schaufel herausgeholt und zum Wiegen auf eine Schale gebracht wurden. (Gespräch: 25.03.2018)

 

 

Bad König. Das Otto-Erk-Gemälde aus den frühen 1970er Jahren offenbart den romantischen Blick-kommend vom Mühlbächlein- auf einen ergreifenden Blick auf einen Teil der Altstadt. Für den Betrachter öffnet sich die Sichtweise auf das historische Bad König aus östliche Richtung mit älterer Häusersilhouette-partiell fachwerkgarniert- und einem partiellen Teil der evangelischen Kirche mit dem Kirchturm, der ursprünglich als Wehrturm galt.

Zur Biografie des Bad Königer Architekten Otto Erk vergleichen Sie bitte auch den Artikel auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de „Bad König- Gemälde: Otto Erk erschafft eine herrliche Perspektive auf das historische Bad König.“ (Foto: Reinhold Veit)

 

Der Architekt Otto Erk- Literatur von Otto Erk daselbst:

Otto Erk/Architekt BDA  . „Vom Bauen“, Bad König 1957   Das Werk zeigt an zahlreichen Beispielen die architektonische Schaffenskraft des Bad Königer Architekten in den 1950er Jahren gerade in Bad König und der weiteren Odenwald-Region an Hand von zahlreichen Fotografien. Hinzu gesellt sich noch im Anhang ein „historischer“ Fundus von Werbeanzeigen damaliger, teilweiser noch heute existierender Firmen und Betriebe.