(Scan: Reinhold Veit)

 

 

Feinkost-Tröster zeigt mit vielen anderen Lebensmittelgeschäften die breite Basis der Nahrungsmittelversorgung Bad Königs in den ersten Dekaden der Nachkriegszeit

 

Bad König imOdenwald. Die damalige Gemeinde hatte in den 1950er/1960er Jahren recht viele Lebensmittel- Fachgeschäfte (die Historiker bezeichnen sie oft liebevoll als “Tante-Emma-Läden”) vorzuweisen. Ein besonderes Geschäft war der “Feinkost-Tröster”, geführt von Franz Tröster in Bad Königs Zentrum (Ecke Elisabethen-/Alexanderstraße). Denn das Waren-Sortiment war sehr umfangreich, wie unser Verkaufs-Angebot im Original matrizenvervielfältigt offenbart (dem HGV Bad König e.V. aus dem Archivalien-Bestand der hiesigen Literaturhandlung Paperback vermacht/Scan: R. Veit). Bad Königs berühmter Heimatmaler Georg Vetter lieferte dazu zeichnerisch noch ein “sich des Lebens erfreuendes Männchen mit Blumenstrauß.” Optimismus-Werbung pur in dieser Zeit! Franz Tröster war innerörtlich da für seine hiesige Kundschaft, zu der auch immer Kurgäste im “Aufstrebend-Kur-Bad König” zählten und natürlich auch für die aus der Umgebung. Wir wissen aber auch noch, dass der Chef in weitere Entfernungsbereiche liefern, aber auch Waren von dort kommen ließ, was vor zig Jahren ein ehemaliger Lehrling aus Beerfelden uns erzählte, der später der Liebe wegen in die Nähe von Kaiserslautern einheiratete und dort heute seine letzte Ruhestätte fand. Bleibt noch zu erwähnen, dass es hier in Bad König weitere liebenswürdige, die Nahrungsversorgung- neben der Landwirtschaft und den Metzgereien- vor Ort sichernde Lebensmittelgeschäfte gab, dies alles ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Lebensmittel-Denker, Milch-Häusche, Krohe Fritz, Gemüse- Geidel, Seitze Käthel, Schäfers Elsbeth, Lebensmittel Fleckenstein, partiell auch Lekkerland-Willi wie Getränke Metzger. Es gab zudem noch fahrbare Lieferdienste wie “Wein-Lang” und “Wein-/Getränke-Armbruster.

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V./ Stand: 05.05.2021)

Bad König. Die Werbeanzeige von 1913 stellt das im damaligen sprachlichen Zeitgeist “Stahlbad” in König im Odenwald mit dem Fafnirbrunnen (Frankfurter Straße Richtung hin zum Großen Brunnen) in den Werbezenit. Möglich war dies nur durch die Entdeckung zuvor von eisen- und manganhaltigen Quellbereichen gleichbedeutend zweier Männer, den Kurpionieren Ludwig Schnauber und Karl Buchhold, deren Grabstätten sich auf dem Friedhof Bad König befinden (Scan: R. Veit).   Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Sehen Sie bitte weitere historische Seiten zu Kur, Fremdenverkehr, Gastronomie etc. auf dieser Homepage.

 

Das “Fremdenheim Schäfer” in Bad König im Odenwald im Jahre 1957

 

(Rechte der historischen Postkarte (Vorder-/Rückseite)- HGV Bad König e.V.-Bilddatenbank/Foto: Reinhold Veit)

Bad König im Odenwald: Unsere neue, dergestalt noch nicht vorhandene historische Postkarte vermittelt eine Impression in das Bad König der 1950er Jahre. Die damalige Gemeinde hatte schon da eine gute Infrastruktur für Kur und Fremdenverkehr vorzuweisen, dies zwölf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Das imposante Gebäude vom Fremdenheim Schäfer– quasi das Stammgebäude des Anwesens, dann auch erweitert um weitere Gebäudekomplexe- besticht durch eine für den Blick des Betrachtenden angenehme architektonische Struktur, eingebunden in eine herrliche Flora, die sich in Form von sehr hohen Bäumen, kleinerem Baumwerk, unterbrochen von Büschen, auch kleinen Obstbäumen und Blumensträuchern offenbart. Mittig zu erkennen: Auch Schäfers größeres Garten, Blumen-und Rasenareal konnte bestimmt für Erholungsuchende und Kurende, den zahlreichen Gäste gerade auch aus den größeren Städten neben der ausgezeichneten Küch zusätzlichen Erholungswert haben. Im weiteren Hintergrund erkennt/erahnt man- auch bei der von “Papierwaren und Zeitschriften- Fachgeschäft Georg Weichel” bei Wilhelm Gerling in Darmstadt gedruckten Postkarte- die Höhenzüge des Odenwaldes und den wolkenreichen wie blauen Himmel, den schon Professor Carl Ludwig Seeger (in Fachkreisen als  “Himmels-Seeger” bezeichnet) schuf, als er das vermutlich zweitälteste Gemälde von König im Odenwald um 1840 malte, ein paar hundert Schritte weiter östlich von hier mit Blick auf das Schlösser-Ensemble (und “Landwirts-Leute”mit Fuhrwerk und Kindern bei der Kartoffel-Ernte auf den Hängen hinzuzeichnend), wo heutzutage ja alles bebaut ist.

 

 

 

 

 

Auf der Rückseite dieser historischen Postkarte schreibt am 19. August 1957 eine Hedwig schreibt liebe Grüße an eine Frau Gehbauer, wohnhaft in der Jahnstraße 62 zu Darmstadt, abgestempelt mit “Stahlbad (16) Bad König (Odenwald) und dem Motiv des Brunnens”, versehen mit einer 10er Wert-Briefmarke (10 Pfennig, heute 5 Cent) der Deutschen Bundespost, dem Porträt von Professor Theodor Heuss (1884-1963), des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland.

 

Besichtigungs-Tipp zu Theodor Heuss:

Theodor-Heuss-Haus Stuttgart (Museum in Stuttgart, Baden Württemberg), Feuerbacher Weg 46, D- 70192 Stuttgart (Homepage: www.theodor-heuss-haus.de /Tel. 0711- 2 53 55 58)- ohne Gewähr

 

 

 

 

 

Presse:

Kur-Fremdenverkehr-Historie Bad König im Odenwald: “Fremdenheim Schäfer” -Am Hirtenberg  (Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 5. März 2021/Nr. 9/ 36. Jahrgang, S. 17)

 

 

 

 

 

 

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(Zusammenstellung: HGV Bad König e.V.- Stand: 08.Februar 2021)