(Scan: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.: Die Aufnahme hier zeigt allerdings den Erbprinzen Georg Ludwig von Erbach-Schönberg in einem doch deutlich später gemachten Bild mit einem “tollen  Hanomag”/Siehe auch: Bad König im Odenwald in alten Ansichten, Bad König 1983/ 1. Auflage, S. 29)

 

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. bittet angesichts eines Forschungsvorhabens von Dr. Heinz Kumpf (Berlin) die Bevölkerung um Mithilfe: Wer ist noch im Besitz von Fotos der wenigen ersten Kraftfahrzeugbesitzer des Jahres 1909 im damaligen König im Odenwald, die diese zusammen mit ihren Autos zeigen? So hat es in einem Verzeichnis aus dem Jahr 1909 in (Bad) König- also noch im Deutschen Kaiserreich und vor dem Ersten Weltkrieg- insgesamt nur 6 Kraftfahrzeuge gegeben. Es handelt sich um folgende Personen: Fürst Alexander zu Erbach-Schönberg (Wohnsitz in König/ 2 Fahrzeuge), Fabrikant Georg Lien und die beiden Ärzte Dr. med. Oskar (“Remo”) Zimper sowie Dr. med. Hans Berg. Während die ersten drei “Königer” ja biografisch noch bekannt sind, tappt man bei dem damaligen (Bad) Königer Kfz- Besitzer Dr. med. Hans Berg überhaupt noch im Dunklen. Wer also mit Fotos bzw. mit weiteren Daten dazu helfen kann, kann sich bitte direkt an Dr. Kumpf (heinzkumpf@t-online.de) oder an  Bad Königs HGV-Vorstandsmitglieder “vor Ort” Reinhold Veit, Alexander Körner, Renate März, Heidi Hoffmann, Reinhold Ehrhardt, Andrea Hofmann und Reinhold Nisch wenden. Ihr HGV Bad König e.V.

(Stand: 07.Juni 2019)

Bad König. 2018 – vor 100 Jahren: In diesen Novembertagen im Jahre 1918 endete der Erste Weltkrieg (1914-1918). Eine fast unüberschaubare Anzahl von Printpublikationen, TV-Dokumentationen etc. beleuchten und analysieren in diesen Tagen und Wochen die epochalen Umbrüche, sichten und bewerten diese ergänzend, im quasi  ersten Jahrhundertdrittel des letzten 20. Jahrhunderts.
Dass das damals überschaubare König im Odenwald (im Kirchspiel schon damals vereint mit Fürstengrund: Dort gibt es aber ein eigenes Gefallenen-Denkmal auf dem dortigen Friedhof wie auch jeweils in den anderen heutigen Stadtteilen) einen hohen menschlichen Tribut entrichten musste, zeigt allein dieser Ausschnitt der Gefallenen/Vermissten an der Gedenktafel für beide Weltkriege in der Friedhofshalle Bad König.

Es ist zutiefst bemerkenswert, dass Frankreichs Staatspräsident Macron in dieser  Woche (5.-9. November 2018) die Schlachtfelder und Orte des Ersten Weltkrieges im Norden des Landes aufsucht, gleichzeitig aber für das kommende Wochenende die “Staatslenker”  auf der Basis des Kriegsendes vor 100 Jahren eingeladen hat, um dem gegenwärtigen Europa neue Impulse zu geben.

(HGV Bad König e.V./Fotos: Bilddatenbank/Stand: 06. November 2018)

 

Literaturhinweis /ausgezeichneter Schnellüberblick zum Übergang “Deutsches Kaiserreich – Geburt der Weimarer Republik”:

ZEIT Geschichte- Epochen, Menschen, Ideen   1918/19 Die deutsche Revolution Sturz der Monarchie- Geburt der Weimarer Republik  Nr. 6,  Preis: 7,50 Euro (ISBN 978-3-946456-45-2) 2018

Weiterer aktueller Artikel:

“Hundert Jahre und kein Vergessen” Von Rudolf Balmer aus Paris/Von Daniel Zylbersztajn aus London (Quelle: taz vom donnerstag, 8. November 2018/S. 11)- Fast 10 Millionen Soldaten starben im Ersten Weltkrieg 1914-1918, für die Siegernationen Frankreich und Großbritannien war es der blutigste Krieg ihrer Geschichte. Das Gedenken an die 1,4 Millionen französischen und 900 000 britischen Gefallenen prägt bis heute die Erinnerungskultur beider Länder. Am Sonntag (11.November 2018) begehen die Regierungen in Paris und London den 100. Jahrestag des Kriegsendes

 

Fakten zum Massensterben:

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg

Kapitulation- Nach über vier Jahren Krieg ging der Erste Weltkrieg am 11.11.1918 mit der Kapitulation des Deutschen Kaiserreiches zu Ende. Seine Verbündeten Österreich-Ungarn und Osmanisches Reich hatten schon die Waffen gestreckt und waren als Staaten zerfallen. Die alliierten Siegermächte um Frankreich, Großbritannien, die USA und Italien errichteten mit dem Versailler Vertrag und dem Völkerbund eine Nachkriegsordnung, die aber nicht lange Bestand hatte.

 

70 Millionen Soldaten kämpften weltweit, davon fielen 10 Millionen im Gefecht, 2 Millionen starben an Krankheiten und 6 Millionen wurden vermisst. Dazu kommen 8 Millionen tote Zivilisten, zumeist von Hunger und Seuchen.

(Quelle: dito, taz v. 8.11.2108, S. 11)

 

 

 

 

Bad König: Die Frankfurter kommen! Diesen neuen Trend konnte man in diesem Jahr verstärkt beobachten: Seien es einzelne Gäste oder Paare, die aus der Mainmetropole Frankfurt- Hessens größter Stadt- paar Tage in Bad König verweilen- auch das Heimatmuseum aufsuchen oder schon in telefonischer Vorabfrage sich nach der Historischen Kapelle erkundigen. Oder wie jetzt am vergangenen Samstag, 25. August 2018: Der Kneippverein Frankfurt/Main, schon über 120 Jahre alt, kam mit etwa zwanzig Personen frühmorgens per Zug unter Leitung seines stellvertretenden Vorsitzenden, Diplom-Kaufmann Dirk Mommertz, und Vorstandsmitglied Inge Ollmann zu einem Tagesausflug nach Bad König und besichtigte das zentral gelegene Heimatmuseum, überraschend begrüßt von Bürgermeister Veith, der auch etwas zur Geschichte der Kur zu berichten wusste. Die Vorstandsmitglieder Reinhold Veit und Reinhold Nisch (Heimat- und Geschichtsverein Bad König) stellten in jeweils kleinen Referaten an Hand der Ausstellungsexponate die Bezüge zur Geschichte Bad Königs her. Auch der erwähnte touristische “Nachfrageboom” zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges- sozusagen im historischen Anfang der Kur – die “Frankfurter Anämie-Mädchen” durften nicht vergessen werden- erzeugte für die Gäste aus Frankfurt am Main doch einen nachhaltig positiven Eindruck und auch damals schon ermöglicht durch die noch relativ junge “Odenwaldbahn”. So war es ein kurzweiliger Museumsaufenthalt, der durch weitere “Haltestationen” im Städtchen (Besuch der Odenwald-Therme, des Georg-Vetter-Museums, dem Mittagessen, der Kurpark-Anlagen mit Kneipp-Becken und wohl anschließender “Kaffee-Runde”) komplettiert wurde, ehe die Gruppe mit der Bahn am späten Nachmittag gut gelaunt die Heimreise Richtung -Frankfurt/Main (Hbf) antrat. (Zu diesem Frankfurter Traditionsverein vergleichen Sie bitte auch dessen Homepage: www. kneippverein-ffm.de) Unsere historische Aufnahme (Scan R. Veit/Stich: Privatbesitz) zeigt das Frankfurt am Main um 1840, das Frankfurt eben fast Mitte des 19. Jahrhunderts, wie es auch einige Jahre später die beiden Polarforscher Carl Weyprecht und besonders Julius Payer kennen lernen werden, gerade Payer, der dort ein “Frankfurter Mädchen” ehelichen wird- seine Fanny, aber später mit “schicksalhaftem” Ausgang.  Ihr HGV Bad König e.V.

Argentat sur Dordogne- Bad König im Odenwald. Beim Gang über dem Friedhof in Argentat sur Dordogne fand anlässlich der Jumelage in diesem Sommer 2018 ein dortiges Grab mit folgender Inschrift Beachtung: “Fischer Franz, verstorben den 7. April 1961”. Es ist die Ruhestätte eines ehemaligen deutschen Soldaten, der nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 nicht mehr in seine deutsche Heimat zurückkehrte. Er blieb hier in Bad Königs dann späterer französischer Partnerschaftsstadt, arbeitete längere Zeit in einem dortigen Geschäft, wie Nicole Farges– die dortige Partnerschaftskomitee-Vorsitzende- die sich um dieses “deutsche Grab” seit einigen Jahren kümmert, vor Ort erzählte.

Gut zwei Jahre später nach Franz Fischers Tod werden Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 in Paris den deutsch-französischen Vertrag, der auch als Freundschaftsvertrag gilt, feierlich unterzeichnen, der die beiden großen europäischen Nationen eng verbindet.

 

 

Scan: Reinhold Veit/Foto und Text: Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

 

 

 


(Repros der historischen Karten bzw. der aktuellen “Verdun-Karte mit den Erinnerungs-Monumenten”: R. Veit, HGV Bad König e.V./Karten in Privatbesitz)

Hinweis: Die beiden kleineren historischen Bilder stammen aus den früheren Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges und präsentieren das Vereinslazarett in König im Odenwald (links) mit einer schon stattlichen Anzahl von verwundeten Soldaten (Ausnahme am Torbogen zwischen dem Neuen und Alten Schloss) und einer Aufnahme “im Grünen” einer kleineren Anzahl von verwundeten Soldaten (rechts; heute befindet sich an dieser Stelle der Kinderspielplatz des evangelischen Kindergartens  Bad König, und es ist im Hintergrund ein Teil der Buntsandsteinmauer zu sehen, die heutzutage das Areal hin zur Martin-Luther-Straße und der Grundschule abgrenzt. (Fotos: HGV Bad König e.V.-Datenbank) /Gedenktafel in der Trauerhalle auf dem Friedhof Bad König für die im Ersten Weltkrieg -1914/1918- gefallenen Königer Frontsoldaten (Foto: Reinhold Veit)

 

Das Titelfoto (Großformat) stammt vom Mai 1918* – Europa, aber auch der Welt stehen nach wie vor turbulente Zeiten bevor. (Vergleichen Sie bitte untenstehend den größeren historischen Zusammenhang des Jahres 1918 in faktischer Kurzform.* Kleine Schiefertafelinschrift in der unteren Bildmitte.)

Und was sagt dieses historische Foto vom Maifrühling 1918 in (Bad) König im Odenwald aus? Nach wie vor müssen auch hier verwundete Soldaten der deutschen kaiserlichen Armeen im Vereinslazarett König versorgt werden, und die Zahlen sind überall in Deutschland und Europa noch angestiegen.

 

 

 

 

 

 

Aus der Weltliteratur ist zu empfehlen: Namhafte, damals zeitgenössische deutsche wie internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller schufen aus verschiedenen Blickwinkeln die Situationen zum Ersten Weltkrieg (1914-1918) aus der Sicht der Literatur.

ÜBER DEN FELDERN-DER ERSTE WELTKRIEG IN GROSSEN ERZÄHLUNGEN DER WELTLITERATUR (Herausgegeben von Horst Lauinger), Manesse Verlag Zürich 2014 (ISBN 978-3-7175-2340-6)

So sind u.a. vertreten:

Ernest Hemingway, Stefan Zweig, Tania Blixen, Marcel Proust, Boris Pasternak, Heimito von Doderer, Virginia Woolf, Guillaume Apollinaire, Joseph Conrad, Jorge Luis Borges, Isaak Babel, Bertolt Brecht, William Faulkner, Luigi Pirandello, Robert Musil, Rudyard Kipling, Louis-Ferdinand Celine, Gabriele d`Annunzio, Katherine Mansfield, Ivo Andric, Alfred Döblin, Ford Madox Ford, Claire Goll, Akutagawa Ryunosuke, Alexei Tolstoi, Franz Kafka, Irene Nemirovsky, Sherwood Anderson, Jaroslav Hasek …

 

Wie sahen in Kürze die wesentlichen Ereignisse im Jahre 1918 (im letzten Jahr des Ersten Weltkrieges) aus?

1918 (US-Präsident) Wilson verkündet “14 Punkte” als Friedensgrundlage, u.a. Selbstbestimmungsrecht der Völker.-Deutscher Sonderfriede mit Ukraine.-Proklamation der Unabhängigkeit Estlands.-Friede zu Brest-Litowsk mit Rußland, das auf baltische Länder, Finnland und die Ukraine (bis 1920) verzichten muß. Vertreibung der Bolschewisten aus Finnland mit deutscher Hilfe.-Beginn deutscher Offensiven an der Westfront. Friede zu Bukarest zwischen Mittelmächten und Rumänien.

Ermordung des abgesetzten Zaren und seiner Familie. Alliierte Gegenoffensive unter Foch führt nach der Schlacht von Amiens zur Rückverlegung der deutschen Westfront. Mazedonische Front bricht zusammen. Deutsche Oberste Heeresleitung verlangt Waffenstillstandsangebot. Waffenstillstand zwischen Bulgarien und Entente. Prinz Max von Baden (wird) Reichskanzler.  Deutsches, österreichisch-ungarisches und türkisches Waffenstillstandsangebot.

Österreichisch-ungarisches Heer an der Italienfront bricht zusammen, die Donaumonarchie löst sich auf. Revolution in Wien. Sonderwaffenstillstandsangebot Österreich-Ungarns. Proklamation der Tschechoslowakei; südslawische Völker lösen sich aus österreichisch-ungarischem Staatsverband. Meutereien auf der deutschen Hochseeflotte leiten Revolution in Deutschland ein. Waffenstillstand zwischen Türkei und Entente. Bildung einer selbständigen ungarischen Regierung.

Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und den Alliierten. Revolution in München, Absetzung der Wittelsbacher. Beginn von Waffenstillstandsverhandlungen der deutschen Kommission unter Vorsitz Erzbergers mit Foch in Compiegne. 9.11.1918 Revolution in Berlin. Prinz Max von Baden gibt Thronverzicht Kaiser Wilhelms II. und des Kronprinzen bekannt.

Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann; Reichskanzler wird (der Heidelberger) Friedrich Ebert. Kaiser Wilhelm II. geht nach Holland ins Exil. Alle deutschen Fürsten danken ab. Kaiser Karl I. von Österreich verzichtet auf Anteil an den Regierungsgeschäften. Als neue deutsche Regierung wird (der) Rat der Volksbeauftragten gebildet.

Waffenstillstand zwischen Deutschland und der Entente; Blockade bleibt vorerst aufrechterhalten. Straßenkämpfe in Berlin. Sozialdemokratie, unterstützt von der Obersten Heeresleitung, wehrt Radikalisierungstendenzen ab und bewahrt das Deutsche Reich vor Umsturz nach bolschewistischem Vorbild.-

Deutsch-österreichische provisorische Nationalversammlung erklärt “Deutsch-Österreich ist ein Bestandteil der  deutschen Republik”, die Deutschen in Böhmen und Mähren erklären gleichfalls den Anschluß. Polen wird Republik unter Pilsudski; Litauen wird Freistaat; Unabhängigkeit Lettlands wird proklamiert; Island wird Königreich in Personalunion mit Dänemark.” (Quelle: “Pelikan/Schnelles Wissen-Wichtige Daten und Ereignisse, Pelikan AG Hannover 1980)

 

 

 

 

Aus der autobiografischen Literatur:

Käthe Kollwitz: Die Tagebücher 1908-1943 (Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Jutta Bohnke-Kollwitz), btb Verlag in der Gruppe Random House GmbH, München 1989 (Copyright by Wolf Jobst Siedler Verlag GmbH, Berlin/ISBN 978-3-442-74408-4), 2012-1.Auflage; hier zum Ersten Weltkrieg die persönlichen Schicksalsbeschreibungen der großen ostpreußischen Künstlerin, insbesondere S. 141 ff.

“1914 fiel ihr Sohn Peter in der Ersten Flandernschlacht. Dieser Verlust brachte sie in Kontakt mit dem Pazifismus und mit Sozialisten. Die im Zeitraum 1914–1932 geschaffene Skulptur “Trauerndes Elternpaar” ist dem gefallenen Sohn gewidmet und steht auf der Kriegsgräberstätte Vladslo, wo er beigesetzt ist.”(Quelle: Käthe Kollwitz/Wikipedia)

 

Aus der Odenwald-Literatur /Feldpostbriefe Hainstädter Frontsoldaten:

Ann-Kathrin Weber: Ein Dorf, ein Krieg, ein Lehrer-Im Krieg Mensch bleiben/Feldpostbriefe in Hainstädter Schulchronik (Herausgegeben vom Stadtarchiv Breuberg/Odenwaldkreis), Reinheim(Berg-Druck) 2016 (1. Auflage)

Wir erfahren im von (Bad) König nicht so weit entfernten Hainstadt, mittels der Chroniken von Lehrer Hassenfratz, wie die Lebenslinien, Sorgen, Hoffnungen und Nöte der (vorwiegend jungen) Hainstädter Soldaten im Ersten Weltkrieg waren- trotz der Zensur, die ja bei den Feldpostbriefen herrschte.

Klappentext des Buches/Rückseite:

“Die Bände II bis IV der Schulchronik Hainstadt stehen im Vordergrund: Lehrer Heinrich Hassenfratz fertigte diese während der Kriegsjahre von 1914 bis 1918 an. In Band III und IV schrieb er Briefe von Hainstädter Soldaten und einige seiner engeren Bekannten nieder und fügte persönliche Angeben wie familiäre Verhältnisse, Dienstgrad oder Einheit hinzu. Die aufgezeichneten Briefe gehen weit über die übliche standardisierte Post hinaus und lassen sich heute auf vielfältige Weise von der Geschichtsforschung als Quellen von Zeitzeugen auswerten. Lehrer Hassenfratz ließ es nicht damit bewenden. Im Band II der Schulchronik beschrieb er die Situation der Bewohner in Hainstadt während der Zeit des Krieges und dies tat er in folgendem Bewusstsein:

`Solange es wohl Menschen auf der Erde geben wird, wird das Jahr 1914 als eines der bedeutungsvollsten gesehen werden, denn einen Weltkrieg, wie ihn das Jahr brachte, sah die Menschheit nie. In den Geschichtsbüchern wird man ja jederzeit nachlesen können, wie der Verlauf des Krieges war, hier soll bloß aufgezeichnet sein, wie unser Dorf Hainstadt von demselben in Mitleidenschaft gezogen wurde.`”

 

Siehe auch auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de :

“Bad Königer Dokumente des Ersten Weltkrieges auf Europeana  erstmals eingestellt” (Artikel vom 20.10.2014)

 

 

Aus der Literatur Badens/ Feldpostbriefe  eines badischen Grenadiers:

Susanne Asoronye (Hg.): Hermann FöllerFeldpost eines Badischen Leib-Grenadiers/1914-1917, VIANOVA digitale Medien-Verlag (ISBN  978-3-9807467-2-4), D-75203 Königsbach-Stein 2012 (www.feldpostbuch.de)

“Persönlich, wahr, dramatisch: Ein junger Mann, draußen auf dem mörderischen Schlachtfeld, hält Verbindung zu seiner Familie. Am Ende holt ihn der Tod. Das Schicksal des Grenadiers Föller in unzähligen authentischen Bildern und emotionalen Eindrücken dokumentiert und in den historischen Zusammenhang gebracht. Ein bemerkenswert tiefer und außergewöhnlicher Einblick in die Verhältnisse und Geschehnisse des Ersten Weltkrieges- wie Menschen ums Überleben kämpfen, daheim und an der Front”.

“Die Feldpostbriefe des badischen Leib-Grenadiers Föller, die Susanne Asoronye in hervorragender Weise zu einem übersichtlichen und klar strukturierten Buch zusammengefaßt hat, sind ein wichtiger Beitrag zum tieferen Verständnis des Ersten Weltkrieges. Denn diese Briefe an Eltern und Verwandte bieten dem heutigen Leser einen Einblick in den persönlichen Erfahrungshorizont eines Frontsoldaten jenes jahrelangen grauenvollen Stellungskrieges mit seinem Trommelfeuer, den Giftgas-Attacken und der allgegenwärtigen Angst vor dem Tod und Verstümmelung. Föllers Berichte lassen erahnen, was sich hinter den von der herkömmlichen Geschichtsschreibung überlieferten Statistiken mit ihren Verlustziffern, Schlachtennamen und Gefechtsverläufen wirklich verbirgt.”

Dr. David Th. Schiller        (Klappentext des Buches/Rückseite)

 

Weitere sozialhistorische Forschungsergebnisse zum Ersten Weltkrieg (quasi “Geschichte von unten”):

Thomas Schattner: “Homberg/Efze im Ersten Weltkrieg -Sozialgeschichtliche Betrachtungen im Kreis Homberg 1914 und in den folgenden Jahren” (ISBN: 978-1503332720)- Printed in Germany by Amazon Distribution GmbH Leipzig 2014 (1. Auflage)- Mit freundlicher Unterstützung des hessischen Schwalm-Eder-Kreises

 

 

 

Aus der zeitgenössischen Lyrik am Beginn des Ersten Weltkrieges:

GEORG TRAKL: In den Nachmittag geflüstert/Gedichte 1909-1914/Mit einer Einleitung von Katharina Maier, marixverlag GmbH (ISBN 978-3-86539-206-0), Wiesbaden 2009, hier S.220:

 

KLAGE 

Schlaf und Tod, die düstern Adler

Umrauschen nachtlang dieses Haupt:

Des Menschen goldnes Bildnis

Verschlänge die eisige Woge

Der Ewigkeit. An schaurigen Riffen

Zerschellt der purpurne Leib

Und es klagt die dunkle Stimme

Über dem Meer.

Schwester stürmischer Schwermut

Sieh ein ängstlicher Kahn versinkt

Unter Sternen,

Dem schweigenden Antlitz der Nacht.

Georg Trakl

 

(Anmerkung: Klage II entstanden September 1914 im Feld).  … 1914 war Trakl mit einer Sanitätskolonie nach Galizien in den Krieg gezogen, von wo er im Anschluss an die Schlacht bei Grodek zur Beobachtung seines Geisteszustandes  nach Krakau überwiesen wurde. Dort starb er am 3. November an einer Überdosis Kokain./Klappentext des Buches)

 

Matthias Steinbach (Hrsg.): Mobilmachung 1914 – Ein literarisches Echolot, Reclam Taschenbuch- Verlag Nr. 20287, Stuttgart (ISBN 978-3-15-020287-6) 2014

“Es geht in den Krieg wie die Ente ins Wasser …” So beschrieb eine deutsche Diplomatengattin in London, was sie im August 1914 sah und hörte: wie nicht nur in Deutschland die Begeisterung über einen Anlass zum Krieg und die Überzeugung, ein solcher Krieg sei von nationalem Vorteil  und gewinnbar, Überhand nahm- eine Kriegslüsternheit, die uns heute hier unbegreiflich ist. Diese vielstimmige Anthologie unternimmt es, den oft beschworenen `Geist von 1914` in seinen höchst unterschiedlichen Ausprägungsformen, die vielen verschiedenen `Augusterlebnisse` zu rekonstruieren, die seelische Atmosphäre zu Beginn des `Großen Krieges` und die brutale Ernüchterung, die folgte, aus autobiographischen Texten und literarischen Selbstzeugnissen (z.B. auswahlmäßig Hugo Ball, Ernst Barlach, Johannes R. Becher, Max Beckmann, Gottfried Benn, Rudolf Georg Binding, Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Matthias Erzberger, Walter Flex, Sebastian Haffner, Gerhart Hauptmann, Hermann Hesse, Georg Heym, Ernst Jünger, Erich Kästner, Victor Klemperer, Wolfgang Koeppen, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Karl Kraus, Franz Marc u.a.) zu charakterisieren.

 

Am “Vorabend” des Ersten Weltkrieges (Vorjahr 1913) aus der deutschen Gegenwartsliteratur:

Florian Illies  1913 – Der Sommer des Jahrhunderts, S. Fischer Verlag GmbH (ISBN 978-3-10-036801-0), Frankfurt/Main 2012- 12. Auflage

1913: ein Moment höchster Blüte, ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem geißenden Anfang das Ahnen des Verfalls inne. Literatur, Kunst und Musik wissen schon 1913, dass die Menschheit ihre Unschuld verloren hat…” (Textauszug)

 

 

 

 

Kunst und Erster Weltkrieg:

Aya Soika: WELTENBRUCH Die Künstler der Brücke im Ersten Weltkrieg. 1914-1918 (Publikation zur gleichnamigen Ausstellung im Brücke-Museum, Berlin 1. August bis 16. November 2014), München (Prestel Verlag/ ISBN 978-3-7913-5376-0) 2014

Besonderer Hinweis: “Krieg- Chirurgie- Kunst. 101 Jahre Erster Weltkrieg. Darauf weist auch Professor Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen über die Bedeutung des Ersten Weltkrieges für die Medizin und insbesondere für die Chirurgie sowie die darstellende Kunst  in Eltville/Rheingau hin, denn – so Professor Schmelzeisen (Direktor der Klinik für Mund, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und zugleich Präsident der Gottfried-Benn-Gesellschaft)- “kein anderer Krieg habe  Politik, Kunst und Naturwissenschaften wie etwa die Medizin in solch epochaler Weise verändert wie dieser”. Der Vortrag findet am Sonntag, 24. März 2019, ab 11 Uhr in der Gutenbergstraße 3 in Eltville statt. Anmeldungen: info@eltviller-vinothek.de oder Tel. 0172-6642019

 

Für die Schule geeignet/Literaturhinweis:

“Der Erste Weltkrieg”-Geschichte LERNEN 6967-Pädagogische Zeitschriften bei Friedrich in Velber in Zusammenarbeit mit Klett, Heft 108, November 2005/18. Jahrgang Best.-Nr. 17108

 

Basiswissen zum Ersten Weltkrieg (Schnellüberblick):

Gerd Fesser: Deutschland und der Erste Weltkrieg, PapyRossa Verlags GmbH & Co KG (ISBN 978-3-89438-540-8) Köln 2014 

 

Die große Gesamtdarstellung zum Ersten Weltkrieg:

Herfried Münkler: DER GROSSE KRIEG  -DIE WELT 1914-1918, Rowohlt Berlin Verlag GmbH (ISBN 978-3-87134-720-7) Berlin 2013- 1. Auflage

 

Zur Endphase des Ersten Weltkrieges 1918:

Gerhard P. Groß: Das Ende des Ersten Weltkrieges und die Dolchstoßlegende, 156 S. mit 79 Abbildungen Paperback  11 168 (Reclam Stuttgart) 2018

Klappentext: “In der sogenannten `Dolchstoßlegende` wurde die Niederlage des Deutschen Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg auf die politische Unruhe im Land zurückgeführt, die schließlich zur Novemberrevolution führen sollte. Warum es sich dabei um einen Mythos handelt, erhellt dieses Buch”.

 

Aus dem Regionalbereich des Rhein-Main-Odenwaldgebietes:

  • Einsatz an der “Heimatfront”-Am 1. August 1914 war Mobilmachung. Was der Erste Weltkrieg für Frauen und Kinder bedeutetete, beschreibt eine Historkerin am Beispiel von Mainz (Von Hedwig Brüchert)
  • Kurzer Jubel, lange Zeit der Not-1914 ist die Welt in Darmstadt, Mainz und Wiesbaden noch in Ordnung. Mit Kriegsausbruch ändert sich alles, wie Zeitzeugnisse aus den drei Stadtarchiven zeigen. (Von Monika Nellessen)
  • Quellennachweis: Beide Untersuchungen sind im Darmstädter Echo/Odenwälder Echo (Rubrik Geschichte-Wissen 4) vom Samstag, 21. Juli 2018, publiziert worden.

Der Bericht von Monika Nellessen verweist auch auf  die zunehmende Versorgung von verwundeten Soldaten (mehr Lazarette auch in Darmstadt) im letzten Kriegsjahr 1918. So ist es naheliegend, dass auch das Lazarett in König im Odenwald- auch auf Grund der adeligen Beziehungen- mehr verwundete Frontsoldaten im Schloss- (Krankenkaus-) Bereich betreut. Vergleichen Sie auf dieser Seite bitte dazu die historischen Fotos vom damaligen König im Odenwald.

Kleiner Schnellüberlick zum Ersten Weltkrieg aus Frankreich:

Alexandre Lafon (Docteur en histoire  contemporaine): Lettres de Poilus 1914-1918, Nathan: ISBN 978-209-1885454-2; 25110 Baume-Les-Dames 2014 /France

 

Aus dem Odenwald:

Gedenken an 1918- Unterschiedlicher können Deutsche und Franzosen nach dem Ersten Weltkrieg nicht erinnern. Ein Brensbacher Heimatforscher hat ein Stück der gemeinsamen Geschichte ausgegraben (Odenwälder Echo vom Wochenende-Samstag, 10. November 2018, S. 11) : “Feindeskameraden-Wenn in Verdun an diesem Wochenende mit Pomp an 100 Jahre Kriegsende erinnert wird, sind auch Südhessen mit dabei. Denn der Brensbacher Horst Rapp hat einen Teil gemeinsamer Geschichte jetzt wieder entdeckt”  Von Janka Holitzka, dort auch von derselben “Auf den Punkt”: “Helden der Nation?

 

Kriegsende 11. November 1918/19  in Darmstadt – und was dann? –

100 Jahre Revolution 1918/19 –

Ausstellungen, Konzerte, Vorträge”

 

Veranstaltungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt an verschiedenen Orten des Stadtgebietes

Eine hochinteressante Ausstellung zur Thematik findet- wie die begleitende Veranstaltungsreihe insgesamt- im Foyer des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt /Haus der Geschichte, Karolinenplatz 3, D-64289 Darmstadt (Tel.: 06151-1621766/E-Mail: stadtarchiv@darmstadt.de im Zeitraum vom November 2018 bis Februar 2019 statt.

Veranstalter und Förderer:

DGB Südhessen/CGT Alsace/Regionalkantorat Darmstadt & Kirchenmusik an der Innenstadtkirche St. Ludwig/Darmstädter Kantorei/paulus musik-Paulusgemeinde Darmstadt

 

Heidi Banse: “Vor hundert Jahren” 1918  Der Krieg- Der Frieden-Die Revolution (Herausgeber: Heimat- und Geschichtsverein Lützelbach e.V./November 2018/Bezug: Tel.: 06162/9389809 bei shop.gendi.de, auch über dem Buchhandel im Odenwald)

Heidi Banse hat auch schon entsprechende Bändchen der Jahre 1914, 1915, 1916, 1917 auf der Grundlage des “Centralanzeiger(s) für den Odenwald-Erbacher Kreisblatt” verfasst. Die Reihe wird fortgesetzt

 

 

(Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. veranstaltet immer wieder zu bestimmten historischen

und heimatgeschichtlichen Anlässen kleine, aber doch effiziente Austellungen. Diese finden meistens im zu betreuen-

den Heimatmuseum Bad König statt und werden auch immer in den lokalen und übergeordneten Presseorganen

angekündigt und begleitet.

Unser Bild (Foto:HGV) zeigt eine Teilansicht der Buch- und Dokumente-Ausstellung mit dem Themenkomplex

“Kriegsende Zweiter Weltkrieg am 8.Mai 1945 und die Zeit danach”, die im Jahre 2015 erfolgte. Wenn man so will: 70

Jahre später, auch für die für die jetzige Generation und als Mahnung zugleich gedacht.

 

 

Weitere Sonderausstellungen bisher waren:

 

–  “Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 vor 100 Jahren” (Ausstellungsjahr 2014)

Hierzu hatte der HGV Bad König e.V. ergänzend auf das damalige (Bad) König bezogene Dokumente und Kriegspost-

karten dieser Jahre (ab 1914) eingestellt, die jedermann unter dem EU-Projekt www.europeana.de

einsehen kann. (Siehe dazu auch weiter Beiträge auf dieser Homepage.)

 

– ” Die Jahre des Wirtschaftwunders/Zeit der 1950er Jahre (Ausstellung 2015)

 

 

– Sonderausstellungen zu den Bad Königer Nikolausmärkten 2014/2015/2016:

“Weihnachten und Neujahr – anhand von Weihnachtsbüchern (auch Büchern zu Silvester/Neujahr) einst und jetzt”

 

 

– Sonderausstellung Oktober 2017- Dezember 2017:

“Johann Rudolf Follenweider-Carl Seeger- Carl Philipp Fohr – die Bad König-, Odenwald- , Heidelberg-

und Neckartalmaler (mittels der kunstmusealen Kataloge)”

 

Damit wurde arrondiert die von der Stadt Bad König (im 1200jährigen Jubiläumsjahr) initiierte einmalige

und dergestalt nicht mehr wiederkehrende Kunstausstellung “Bad König -einst und jetzt, gemalt und fotografiert von

Odenwälder Künstlern”, d.h. von 18 verstorbenen und lebenden Kunstschaffenden (Zeitraum vom 7.November 2017

bis 31.Dezember 2017/Rathausgalerie-Altes Schloss).

 

 

– Im Jubiläumsjahr 2017 selbst:

Zu Jahresbeginn im Januar 2017 war der Start mit einer Vernissage einer besonderen Kunstausstellung von Heidi

Hoffmann und Corinna Panayi-Konrad, die beide eigens zum Jubiläumsjahr Bad Königs neue Kunstwerke mit

wunderbaren Bad König-Motiven kreativ konzipierten, dies sehr zur Freude des Publikums, wobei die Resonanz auch

für den Erwerb sehr groß war.

Renate März vom HGV-Vorstand hatte dabei “durch das Jubiläumsjahr hindurch” die organisatorische und auch

verwaltungsmäßige Betreuung in hervorragender Weise übernommen.

 

(Vergleichen Sie bitte zur Thematik auch die anderen Artikel auf dieser Homepage.)

Bad König. Dass es neben den drei erwähnenswerten Zigarrenmanufakturen im damaligen König zumindest auch

ein innerörtliches Verkaufsgeschäft für Zigarren, Tabakwaren, anderen Produkten gab, zeigt die Fotografie des

Hauses Rug von der mittleren Bahnhofstraße (Nr. 29) aus dem Jahr 1930 (Weimarer Republik). Das Haus existiert

heute so nicht mehr und ist einem modernen Gebäude (Ecke Ausfahrt Gartenweg) in der Aufstockungsveränderung

gewichen, obwohl der fast unveränderte Erdgeschossbereich auch heute noch erkennbar ist.

(Ohne Gewähr)

Unser historisches Foto zeigt den Schlösserbereich in König im Odenwald des Jahres 1901, also dreizehn Jahre

vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges (1914).   (Quelle: Bilddatenbank HGV Bad König e.V.)

 

Bad König/Odenwaldkreis. Wie der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. mitteilt, ist soeben  in der

beginnenden Advents- und Weihnachtszeit 2017 der neue Band der renommierten Heimatforscherin Heidi Banse (Michelstadt) erschienen. Dieses “Büschelsche”, wie die Autorin es selbst bezeichnet,  wurde systematisch, akribisch

und selektiv aus dem historischen “Centralanzeiger für den Odenwald” aus dem Kriegsjahr 2017 erstellt- dem letzten

Kriegsjahr des Ersten Weltkrieges, der “Urkatastrophe” des 20. Jahrhunderts. Dass logischerweise kriegsbedingt,

die Presseberichterstattung bescheidener ausfiel, liegt auf der Hand.  Deshalb hat Historikerin Banse den Band (60 Seiten) mit interessanten historischen Zeitungsberichten des Jahres 1883 ergänzt- dem 400. Geburtstag des Reformators Dr. Martin Luthers.  In der “1917er-Presseschau”  werden auch Ereignisse aus dem damaligen König-

in den “Banse-Bänden”  aus den Jahren 1914,1915 und 1916 gleichfalls zuvor erschienen- erwähnt.

Das neue Buch kann in Bad König auch bei der Buchhandlung Paperback  zum Preis von 5 Euro erworben werden, selbstverständlich auch im weiteren Odenwälder Buchhandel.

(27.11.2017)

 

Auszug aus dem Heidi Banse-Buch: Zell im Odenwald (30.Mai 1917)- “In letzter Zeit nehmen hier die Diebstähle in

erschreckender Weise zu. So wurden dem Gastwirt E. ein Stallhase und ein Hahn, dem Gastwirt K. Zigarren,

Zigaretten und sonstige Gegenstände, einem anderen Einwohner mehrere Hühner usw. entwendet, ohne daß man

der Täter bisher habhaft werden konnte. In der jetzigen schweren Zeit (vorletztes Kriegsjahr 1917 des Ersten

Weltkrieges/Anmerkung), in der ein jeder um sein Dasein und Fortkommen bemüht sein muß, ist es um so

verwerflicher, sich an dem sauer erworbenen Eigentum anderer zu bereichern. Hoffentlich werden die Täter der

wohlverdienten Strafe nicht entgehen und so ein abschreckendes Beispiel für ähnlich veranlagte Personen bilden.”

(S.30f.)

An anderer Stelle heißt es: König (im Odenwald), 26.Juni (1917): “Die Kinovorführungen waren beide Male, sowohl

abends wie nachmittags, über Erwarten gut besucht, abends waren alle Plätze ausverkauft. Die Bilder waren klar,

deutlich und flimmerfrei, auch die Zusammenstellung war eine gefällige, so daß vielseitig eine Wiederholung

gewünscht wurde. Wünschen wir den Kriegsbeschädigten auch ferner im Kreise gute Erholung.” (S. 33)

 

Hinweis: Im damaligen König im Odenwald war im Schloss ein Lazarett für Kriegsverwundete untergebracht.

So wurden auch Filmabende für diesen Personenkreis veranstaltet, aber auch Benefizkonzerte im Hotel Büchner

initiiert zur Unterstützung der Kriegshinterbliebenen im Ort selbst.

 

 

Vergleichen Sie bitte dazu auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de /Aktuelles unter dem Titel

“Historie- (Bad) König 1917 und im Jubiläumsjahr 2017” den Text mit dem Originalfoto “Vereinslazarett

König i/O ” vom 18.November 1917.

 

 

 

 

 

Bad König. König im Odenwald am 18.November 1917. Unsere historische Aufnahme zeigt das “Vereinslazarett König i/O
18. Nov. 1917” , wie die schieferne Tafel im Vordergrund offenbart. Die Fotografie wurde vor dem Torbogen an der Nahtstelle zwischen dem Neuen und Alten Schloss (hinterer Bereich) aufgenommen: Eine größere Anzahl von verwundeten
Lazarett-Soldaten zusammen mit Krankenschwestern- drei Hunde sind auch dabei- wird vom Fotografen festgehalten.
Die Fürstin Erbach-Schönberg (erste Reihe) ist auch zugegen.

König im November 1917: Das damalige König im Odenwald hatte damals überhaupt keine Zeit, das 1100jährige Jubiläum zu feiern,
denn der erste globale Krieg des 20.Jahrhunderts war noch in vollem Gange.
Aus heutiger Sicht wissen wir, dass dieser Erste Weltkrieg noch ins Jahr 1918 andauern wird.

Bad König im November 2017: Sind wir einen Augenblick dankbar, dass wir heute das 1200jährige Jubiläum unseres Städtchens angemessen und hier friedlich begehen können, dies trotz der massiven weltweiten Verwerfungen (Kriege, Katastrophen etc.)

(Bild: HGV-Datenbank)

Bad König. Ein ganz bedeutender Sohn Bad Königs und des Odenwaldes  ist der Heimatmaler Georg Vetter (* 4. November 1891 in König im Odenwald, + 21. Oktober 1969 in Bad König im Odenwald) , der schier

unzählige Bilder, Skizzen akribisch exakt zu diesem einzigartigen Landstrich malte, immer unterwegs, um den

Odenwald, Spessart – und nicht nur diesen- mit Skizzenbüchlein bzw. Malblock einzufangen. Georg Vetter

wer ihn noch zu Lebzeiten kannte- war ein sehr bescheidener, ruhig bedächtiger Mensch von hagerer Statue.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass sich das private Georg Vetter-Museum in der Alexanderstraße

befindet, das von Frau Traudel Urich liebevoll in dem Gedenken an den großen Maler und Freund unseres

einzigartigen Odenwaldes geleitet wird und dass zudem der rührige “Freundeskreis Georg Vetter” (mit Harald Krause

u.a.) dessen Vermächtnis engagiert in der Gegenwart vertritt.

(Repro: HGV-Bilddatei)

 

Literaturhinweis:

-Der Odenwald und sein Maler -Das Georg-Vetter-Buch von Roland Richter und Johann Vetter

Mit 330 Abbildungen, davon 19 in Farbe, (Seeger-Druck GmbH , D-64720 Michelstadt), Erbach 1998

Das Buch (von 551 Seiten Umfang) gilt als Standardwerk über Bad Königs Malersohn Georg Vetter.

 

-Daneben gibt es noch die in den Neunzigerjahren des 20. Jahrhunderts zuvor erschienenen beiden

Bände  “Wanderungen von Georg Vetter” (so auch durch Odenwald und Spessart) beider Herausgeber.

 

-Sehen Sie bitte auch den Artikel auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de: “Momarter Eiche: Auch Odenwaldmaler Georg Vetter zeichnete sie früher” (17.Mai 2018)

 

Weiteres erfahren Sie bitte primär unter: www.georg-vetter-museum.de

 

 

 

 

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(HGV Bad König e.V.)