Bad König. Über die letzten Jahrzehnte hinweg wandelte sich oft Bad Königs historischer Kern- damit sind nicht die historischen Gebäude gemeint, sondern es waren eher die kleinen Veränderungen im Wechsel der Geschichte.

Eine neuezeitliche Konstante ist ein kleines Gebäude, welches Besucher erstmals entdecken, kommen sie von der Elisabethenstraße zu Fuß oder mit dem Gefährt: Sie werden quasi per Augenblick zu einem Gebäude geleitet, welches nunmehr gut sechzig Jahre etwas beinhaltet: Bad Königs einzigartiges Eiscafé! (Foto aktuell/Juni 2019: Reinhold Veit)

 

(Hinweis: Der Text wird fortgeführt.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bad König im Odenwald/Heimatmuseum Bad König: Neue Stiftungen gingen dieser Tage für die “Historische Foto-Ecke” innerhalb des Heimatmuseums ein. Die “Ecke” mit historischen Foto-Apparaten vergrößerte sich binnen kurzer Zeit so sehr, dass eine Veränderung innerhalb des Museums vorgenommen und quasi “im rechten Winkel” zusätzlicher Platz geschaffen werden musste.

Ihr HGV Bad König e.V.

 

Wenn Sie bitte auf den uneren Link klicken, dann bekommen Sie Einsicht in die letzten Neuzugänge:

HGV Bad König e.V. erweiterte Teilliste von neuen Stiftungen für die Historische Foto-Ecke Stand 18.06.2019

 

(Scan: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.: Die Aufnahme hier zeigt allerdings den Erbprinzen Georg Ludwig von Erbach-Schönberg in einem doch deutlich später gemachten Bild mit einem “tollen  Hanomag”/Siehe auch: Bad König im Odenwald in alten Ansichten, Bad König 1983/ 1. Auflage, S. 29)

 

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. bittet angesichts eines Forschungsvorhabens von Dr. Heinz Kumpf (Berlin) die Bevölkerung um Mithilfe: Wer ist noch im Besitz von Fotos der wenigen ersten Kraftfahrzeugbesitzer des Jahres 1909 im damaligen König im Odenwald, die diese zusammen mit ihren Autos zeigen? So hat es in einem Verzeichnis aus dem Jahr 1909 in (Bad) König- also noch im Deutschen Kaiserreich und vor dem Ersten Weltkrieg- insgesamt nur 6 Kraftfahrzeuge gegeben. Es handelt sich um folgende Personen: Fürst Alexander zu Erbach-Schönberg (Wohnsitz in König/ 2 Fahrzeuge), Fabrikant Georg Lien und die beiden Ärzte Dr. med. Oskar (“Remo”) Zimper sowie Dr. med. Hans Berg. Während die ersten drei “Königer” ja biografisch noch bekannt sind, tappt man bei dem damaligen (Bad) Königer Kfz- Besitzer Dr. med. Hans Berg überhaupt noch im Dunklen. Wer also mit Fotos bzw. mit weiteren Daten dazu helfen kann, kann sich bitte direkt an Dr. Kumpf (heinzkumpf@t-online.de) oder an  Bad Königs HGV-Vorstandsmitglieder “vor Ort” Reinhold Veit, Alexander Körner, Renate März, Heidi Hoffmann, Reinhold Ehrhardt, Andrea Hofmann und Reinhold Nisch wenden. Ihr HGV Bad König e.V.

(Stand: 07.Juni 2019)

(Alle Fotos: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

Werner Heil beeindruckt in einem fulminanten Referat das Auditorium über die Schweizer Einwanderung in den Odenwald, Bergstraße und Pfalz- Bad Königer HGV-Vortragsreihe erlebt weiteren Höhepunkt

Bad König. Am Donnerstag (2. Mai 2019) war der in der Schweiz lebende Werner Heil zu Gast beim Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. in der Historischen Rentmeisterei  am Schlossplatz. Im voll besetzten großen Saal zog der Referent “alle Register” seines über zwei Dekaden an Jahren währenden Forschungsdranges zur Auswanderung der Schweizer “nach Norden” hin zum Odenwald, Bergstraße und zur Pfalz- dies seit dem Dreißigjährigen Krieg, sogar auch noch Jahrzehnte früher. An diesem Abend wurde auch völlig überraschend und quasi druckfrisch Werner Heils umfangreiches wie stark erweitertes Buch “Schweizer im Odenwald und an der Bergstraße” /Gendi-Verlag Otzberg 2019 (ISBN: 978-3-946295-41-9/28,50 Euro) in zweiter Auflage (mit zahlreichen Karten- und Statistikmaterial versehen) vom Verlag (www.gendi.shop.de) selbst präsentiert.

Werner Heil- ein “Bad Königer Bub”, der in Michelstadt sein Abitur machte, lebte und arbeitete ab dem 25. Lebensjahr in der Schweiz- machte plausibel, dass gerade nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) viele neue Einwanderer aus der Schweiz in das stark durch die Kriegsgräuel bevölkerungsmäßig dezimierte Mitteleuropa kamen- und gerade auch in den Odenwald und die gleichfalls entvölkerte Bergstraße. So spielten exemplarisch sowohl die konfessionelle Zugehörigkeit ebenso eine Rolle wie die Vertreibung Andersgläubiger, wobei noch eine Art Mixed aus politischer Verfolgung, purer ökonomischer Not und auch das Trachten nach wirtschaftlichem Erfolg sich hinzugesellte. So konnte man im Odenwald dennoch einen Hof mit ca. 25 ha Fläche erwerben- das Äquivalent eines halben Jahreslohnes eines Handwerkers. Auch wurde zunächst unter sich geheiratet. “In den 20 Jahren seiner Recherchen in schweizerischen Archiven fand Heil viele Familien, die teilweise über mehrere Stationen in den Odenwald kamen. Deshalb wurden auch Listen aus dem Kraichgau und der Kurpfalz verarbeitet. Zu vielen sammelte er entscheidende Hinweise über deren Herkunft und zu den Heimatorten der Familien in der Schweiz.” (Zitat/Klappentext des Buches)

Die Schweizer ließen sich in den engen Regionen des Elsass, in den links- und rechtsrheinischen Gebieten des Rheines gerade im Kraichgau nieder. Die Grafschaft Erbach im Sekundärareal dieser Gebiete nutzte die politischen und regionalen Verflechtungen der Kurpfalz zum Anwerben von Aussiedlern. Die Schweizer Auswanderer wurden- wenn überhaupt- sehr lückenhaft erfasst, und auch in den letzten Jahren und heute noch gibt es fast kaum wissenschaftliches Forschungsinteresse in der eidgenössischen Geschichtswissenschaft daselbst, diese Forschungslücken zu schließen. Ausnahme ist da schon Werner Heil, der sich da verdienstvoll herangewagt hat.

Wo waren die Leute der Schweizer Migration denn tätig? Landwirtschaft/Forstwirtschaft, Handwerkswesen, Bergbau und Eisenschmiede, aber auch Pfarrer und Lehrer wie den Soldatendienst machende Schweizer sind hier zuvörderst zu nennen.

Wie waren die Wanderrouten der Schweizer Auswanderer “nach dem mitteleuropäischen Norden?” Basel und Schaffhausen/Bodensee waren innerschweizerisch die beiden kardinalen Ausgangsrouten, um auch über die Schiene “Freiburg im Breisgau- Karlsruhe- nach Mannheim/Ludwigshafen und Heidelberg” letztendlich  auch in den Odenwald zu gelangen. (Die Rheinfahrt entfiel weitestgehend pekuniär.)

Hierbei folgten die Auswanderer bei der Selektion der Zielgebiete den “vorgefertigten Trampelpfaden” (so Heil), die von Kaufleuten, Handwerkern, Bauleuten, Pfarrern und Täufern quasi “vorgespurt” wurden.

Heil wies z. B. überzeugend zudem noch nach, dass auch heute im Odenwald(kreis) exemplarisch noch geläufige Nachnamen wie Bitsch (ursprünglich in der Schweiz/CH Pitsch/i), Neff (Näf) , Kredel (Grädel),Schanz (Tschanz) , Glenz ( Kläntschi), Schenkel (Schenkel), Schönberger (Schönenberger), Egli (Egli) oder Dascher (Täscher) u.a. schweizerischen Ursprunges sind- partiell leicht abgeändert (auch durch Hör- und Übertragungsfehler hiesiger Behörden). Alles in allem war es ein gelungener Frühlingsabend der besonderen Historie, der mit einem zahlreichen Fragekatalog aus dem Auditorium gegenüber dem Referenten, der alles zufrieden beantworten konnte, endete. HGV-Vorsitzender Reinhold Nisch dankte abschließend dem Referenten für die fundierte Analyse zum alle interessierenden Thema, dem HGV-Vorstand mit Heidi Hoffmann, Renate März, Reinhold Veit und Alexander Körner für die Vorbereitungen und Durchführung der Veranstaltung, wünschte zuletzt den zahlreichen Besuchern der Verantaltung ein gute Heimkehr.

 

 

Weitere Literatur (Schweizer Auswanderung im 19. Jahrhundert u.a):

Dominik Sauerländer/School of Education FHNW, Windisch: Die Schweiz als Auswanderungsland- Wirtschaftliche Not führte im 19. Jahrhundert zu drei grossen (großen) Auswanderungswellen/Liestal vom 6. April 2016 /Literatur: Die vollständige Literaturliste ist zu finden in der Online-Version unter www.sanp.ch (Stand: 05.05.2019)

 

Auch sehr empfehlenswert:

Daniel Defoe: Kurze Geschichte der pfälzischen Flüchtlinge /Mit einem Vorwort von John Robert Moore- Aus dem Englischen von Heide Lipecky, Frankfurt am Main (Büchergilde Gutenberg- ISBN  978-3-7632-7086-6 / www. buechergilde.de) 1. Auflage 2019          Daniel Defoes Bericht “A Brief History of the Poor Palatine Refugees” erschien erstmals im Original schon im Jahre 1709.

 

 

 

 

 

 

(Fotorechte bzw. Scans: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

Foto-Serie von oben nach unten:

1 Das Foto zeigt den historischen Schlossplatz vom damaligen König im Odenwald: Es ist eine Kundgebung im Gefolge der “Machtergreifung” vom  30.Januar 1933. Im Mittelpunkt sind zumindest Uniformierte in SA-Uniform zu erkennen, partiell auch mit Musikinstrumenten. Darum herum gruppiert sich eine größere Anzahl von Menschen, nicht nur erwachsene Männer, auch Frauen wie Kinder und Jugendliche sind dabei.

 

2 Das  Foto mit azurblauem Winterhimmel und Baumbestand (vom Februar 2019) zeigt den Platz, wo einst der “Adolf-Hitler-Turm” stand, später “Siegfrieds-Anlage” genannt. Aktuelle Standortbestimmung: direkt östlich neben der Buszufahrt zur Carl-Weyprecht-Schule Bad König.

3 In der Vortrags-Ankündigung zum Referat von Dr. Strohmenger sehen Sie ganz oben diesen “Adolf-Hitler-Turm”. Nicht feststellbar ist, wann dieser Turm in den 1930er Jahren errichtet worden ist.

 

 

  • Bad König. „Krach, Kur, König. Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 1930er Jahre. Ein Blick hinter die Fassade des Kurstädtchens in der Zeit des `Führerstaates`”, so hatte der fachkompetente Referent Dr. Dirk Strohmenger seinen Vortrag tituliert, den er am Mittwoch, 20. Februar 2019, ab 19 Uhr in Bad Königs Rentmeisterei im Rahmen der Vortragsreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Bad König e.V. vor sehr großer und höchst interessierter Zuhörerschaft hielt.

 

 

 

Von HGV-Mitglied Thomas Seifert- Zusammenfassung des HGV-Vortragsabends

Es wird den Lauf der Weltgeschichte nicht wesentlich beeinflusst haben, dass Adolf Hitler bereits bei den Reichspräsidentenwahlen des Jahres 1932 in König schon im ersten Wahlgang vor dem anderen aussichtsreichen Kandidaten Hindenburg lag und in der zweiten entscheidenden Runde sogar die absolute Mehrheit erringen konnte. Der Umstand gab Dr. Dirk Strohmenger aber die Gelegenheit, etwa aufkommende Spekulationen, der Odenwälder Kurort könnte  im Dritten Reich so etwas wie ein kleines gallisches Dorf voller widerständiger Zeitgenossen gewesen sein, schon von Anfang an das Wasser abzugraben. Der Referent des vom Bad Königer Heimat- und Geschichtsverein kürzlich ausgerichteten und unter das Motto „Krach, Kur, König – Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 30er Jahre“ gestellten Abends, der als Kenner der Materie durch seine vor wenigen Jahren erschienenen Publikation über den „Nationalsozialismus im Landkreis Erbach“ ausgewiesene Gymnasiallehrer, daneben auch als leitender Archivpädagoge am Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden tätig, hatte eine große Zahl interessierter Zuhörer den Weg in die Bad Königer Rentmeisterei finden lassen,  denen er einen Blick „hinter die Fassade des Kurstädtchens“ in den 30er und 40er Jahren des letzten 20. Jahrhunderts bot. In seinem Vortrag widmete er sich der Frage nach den Methoden, mit denen die örtlichen Nationalsozialisten es unternahmen, die nicht zum Nationalsozialismus Neigenden oder ihn gar Ablehnenden kalt zu stellen und einzuschüchtern.

Schon die Weigerung, den „Hitlergruß“ durch Erheben der rechten Hand zu zeigen, konnte Konsequenzen haben. Ein Königer aus der Mainstraße, von dem Dr. Strohmenger berichtete, hatte es gewagt, die am 30. Januar 1933 aus Anlass der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler übertragene Hitler-Rede  mit Zwischenrufen kritisch zu kommentieren; den „Hitlergruß“ wollte er nicht zeigen, und das trug dem KPD-Mitglied damals nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch eine Inhaftierung im KZ Osthofen ein. Andere, so ein nach dem Zweiten Weltkrieg als Bürgermeister von Bad König tätiger Sozialdemokrat, sahen sich wiederholten „Besuchen“ von SS-Männern ausgesetzt, die ihre „Belehrungen“ handgreiflich zu unterstreichen wussten. Kritische Bemerkungen, schnell als „Beleidigung der Reichsregierung“ gewertet, führten in diesem Falle zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen. Auch Einwohner, die es unterließen, die Hakenkreuzfahne aus dem Fenster zu hängen, hatten mit Repressalien zu rechnen, denn die angeordnete Beflaggung diente dazu, den Bestand einer hinter dem Regime stehenden „Volksgemeinschaft“ zu demonstrieren; nur Juden traf diese Verpflichtung nicht, denn sie zählten nach dem Verständnis der Nationalsozialisten gerade nicht zu dieser „Volksgemeinschaft“.

An die Grabenkämpfe in heute am rechten Rand des politischen Spektrums agierenden Parteien fühlten sich einige Zuhörer erinnert, als Dr. Strohmenger auf die Intrigenspiele innerhalb der nationalsozialistischen Organisationen einging. Selbst dem obersten Parteigericht der NSDAP erschienen die Vorwürfe nachgerade „gesucht“, die im Jahr 1935 zur Ablösung des bis dahin als Ortsgruppenleiter der Königer NSDAP amtierenden Mannes  führten. Ihm hatte man parteiintern vorgeworfen, im Stammtischkreis „Nacktbilder“ gezeigt und sich ein Fahrrad eines Juden ausgeliehen zu haben. Diese und weitere Vorwürfe erachteten die NS-Parteirichter nicht als geeignet, gegen den Ortsgruppenleiter eine Parteistrafe zu verhängen; sein Amt, das der Königer Lehrer Schäfer übernommen hatte, war er aber doch los.  Auch ein Kuraufenthalt von SA-Männern in König erregte in der Parteiorganisation Ärgernis: Der unmäßige Alkoholkonsum der braunen Kurgäste drohte das erhoffte Renommee der Nationalsozialisten anzugreifen, weshalb der örtliche SA-Obersturmführer die Königer Gastwirte aufforderte, den Gästen den Ausschank von Bier und von anderen Alkoholika abzuschlagen, hatten sie erst einmal einen Zustand erreicht, in dem sie den Königern nicht mehr als Vorbilder nationalsozialistischer Kultur dienen konnten.

Sozialer Druck, soziale Kontrolle, auch und vor allem gegenüber hartnäckigen Gegnern mit brachialen Methoden ausgeübt, damit versuchten die Nationalsozialisten auch auf der lokalen Ebene, ihre Gegner auszuschalten, den Eindruck einer hinter dem „Führer“ Adolf Hitler stehenden  „Volksgemeinschaft“ zu erwecken und den Eindruck zu vermitteln, den Gang der Dinge in die Hand zu haben. Dieses Resumee durften die Zuhörer am Ende eines interessanten Vortrags ziehen. Dass das nicht immer gelang, zeigte der Referent am Ende seiner Ausführungen auf, als er noch einmal kurz auf die Scheinerschießunegn von Juden im November 1938 einging, ein Ereignis, über das Dr. Strohmenger bereits im November des  vergangenen Jahres im Rahmen der Stadt Bad König, der hiesigen Kirchengemeinden und der “Stolperstein-Initiative” referiert hatte. Als damals eine große Zahl (Bad) Königer Juden von Ortsinneren zum alten Königer Wasserwerk geführt wurden, sollen einige Umstehende den verängstigten Menschen zugeraunt haben, die für die vermeintlichen Erschießungen genutzte Waffe sei nur mit Platzpatronen geladen. Das Schicksal, dem  die jüdische Bevölkerung von König entgegensah, hat dieser vielleicht freundlich gemeinte Hinweis  freilich nicht entscheidend erleichtert.

(Stand: 26.02.2018)

 

Presse:

Wie die Kurstadt die NS-Zeit erlebte/Historiker Dirk Strohmenger blickt bei gut besuchtem Vortrag auf “Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 30er Jahre” (Quelle: Odenwälder Echo/jös/ vom Freitag, 1. März 2019/Rubrik Odenwald, S. 10)

 

 

Grundlagenliteratur:

Mittlerweile als d a s Standardwerk für die Zeit von 1933 bis 1945 im früheren Landkreis Erbach im Odenwald (heute Odenwaldkreis) gilt das Buch:

Dirk Strohmenger: Nationalsozialismus im Erbacher Landkreis “dass überalls vollkommene Ruhe und Ordnung herrscht … (Herausgegeben vom Kreisarchiv des Odenwaldkreises/Redaktion und Bearbeitung: Anja Hering), Druck: M&K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH in Michelstadt /448 Seiten/ISBN: 978-3-9815625-4-5/Erbach 2016

 

Weiterhin zur politischen Situation im einstigen (Bad) König im Odenwald:

Wolfgang Stapp, Niemals wieder vergessen! Zum Gedenken Odenwälder Antifaschisten – Teil 5: Verfolgung und Widerstand in Bad König und Brombachtal, S.157-173, in: “gelurt” -Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2012 (ISBN: 978-3-9805891-9-6) , Michelstadt (M& K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH, Michelstadt 2011

Ausführlich akribisch untersucht wird das jeweils biografische Schicksal von Peter Kunkelmann, Philipp Jakob Hofmann, Johann(es) Hofferberth, Karl Jörg, Hans Hofmann, Wilhelm Ehrhardt, Peter Rebscher, Johann Grasmück, Wilhelm Schäfer, Peter Schneider und  Jakob Eidenmüller.

Odenwaldkreis. Einen wahren Fundus an historischen Begebenheiten zeigt auch der neue Band der odenwaldhistorisch kompetenten Expertin Heidi Banse (Michelstadt) auf. Gerade in diesem Werk finden sich auch die “Übergänge” an Hand von historischen Zeitungsquellen, Anzeigen und Bildern wieder, die in diesem Jahr 1918 die Kriegsmonate hin zum Kriegsende symbolisieren. Das Werk setzt Banses chronologische Reihe “vor hundert Jahren” systematisch fort, ist auch über den hiesigen Buchhandel zu beziehen.

 

Vorankündigung:

Heidi Banse hält auch beim benachbarten HGV-Lützelbach/Odenwaldkreis diesbezüglich einen Vortrag zur Thematik “1918 im Odenwald- Die Ereignisse überstürzen sich- und dann war der Weltkrieg zu Ende”

Das Referat findet im Rahmen des dortigen Odenwald-Forums am Donnerstag, 7. Februar 12019, ab 19 Uhr im Gasthaus “Odenwald” in Höchst- Hummetroth statt.

 

 

Unsere zeithistorischen Bilder (HGV Bad König e.V./Bilddatenbank) zeigen den Blick auf die idyllisch gelegene Kurgemeinde Bad König der 1970-er Jahre. Hier gibt es noch- zumindest in großen Abschnitten dieses Jahrzehntes- große Kurgäste- und Übernachtungszahlen, ehe das “Kostendämpfungs-Gesetz” erste Einschnitte erkennen lässt. Auch die Abende des Sommers wurden sehr genossen- in Tanzlokalen, Biergärten, Kneipen und Gaststätten, bei den abendlichen Spaziergängen…

 

Kaum zu glauben, dass da im Odenwaldkreis etwas weiter südlich in der Region Michelstadt (Flugplatz “Waldhorn”) – Erbach und Sensbachtal etc.  “Spuren der RAF im Odenwald” – wie Autor Thomas Seifert seinen Titel der Untersuchung* nennt- zu konstatieren sind.

 

Odenwaldkreis. Jetzt ist endlich wieder eine zeithistorische Lücke -was die Forschung betrifft-geschlossen worden: Thomas Seifert, seines Zeichens Oberstaatsanwalt i.R., ist es zu verdanken, dass die “Spuren  der RAF im Odenwald” nun auch wissenschaftlich erschlossen worden sind; zwar ist der Untersuchungsgegenstand einige Jahrzehnte her, ist er aber doch sehr relevant für diesen Part historischer Odenwald-Forschung.

 

*Quelle(n):

“Odenwald-Heimat”/Monatliche Beilage des Odenwälder Echo Nr. 10/2018 Aus Natur und Geschichte 93. Jahrgang” (Teil I), in : Odenwälder Echo vom Wochenende 15./16. Dezember 2018

“Odenwald-Heimat”/Monatliche Beilage des Odenwälder Echo Nr. 11/2018 Aus Natur und Geschichte 93. Jahrgang (Teil II/Schluss), in: Odenwälder Echo vom 04. Januar 2018

 

(Es ist  davon auszugehen, dass die Abhandlung auch im kommenden Dezember 2019 im neuen “gelurt”- dem Jahrbuch des Odenwaldkreises-  für das Jahr 2020 erscheinen wird.)

 

(Stand: 04. Januar 2019)

(Foto/Bilddatenbank: Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. – Alte Stadtmühle in “Königs Ewwerdorf”; zur Analyse von Norbert Allmann, “gelurt” 2019, dito.)

 

 

Wieder ist das Jahrbuch für den Odenwaldkreis “gelurt” 2019  erschienen:

“gelurt” Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2019 – Herausgegeben vom Kreisarchiv des Odenwaldkreises, Redaktion Anja Hering-  (ISSN:0947-4870/ISBN: 978-3-9815625-8-3  -Druck: M&K Satz-, Druck- und Verlags- GmbH,  Michelstadt)  Erbach 2018

 

In diesem Jahrbuch haben u.a. folgende Autoren Wertvolles zu Bad König oder für die Odenwälder Region zusammen mit den anderen Autorinnen und Autoren geleistet:

 

Thomas Seifert  (Bad König- Nieder-Kinzig)

Der Mensch ist ein unglaubliches Universum, das es zu entdecken gilt.  Der Regisseur und Drehbuchautor Peter Sehr (1951-2013) aus Bad König – eine biographische Skizze, S. 31- 43

 

Dr. Ulrich Herrmann (Bad König)

Mir Ourewäller – Der Tragödie dritter Teil, S.  269- 282

 

Norbert Allmann (Michelstadt-Vielbrunn)

Zur Geschichte der Stadtmühle in Bad König, S. 288- 299

 

Dr. Johann Heinrich Kumpf (Berlin, ehemals Bad König- Etzen-Gesäß)

Ein Mord in Seckmauern 1852 und die Hinrichtung von Anna Maria und Philipp Vogt in Darmstadt 1853, S.146-162

 

 

Stefan Toepfer (Erbach, Pressestelle des Landratsamtes)

Der Rote Freddy, viel Freiheit und das Fanal von Höchst- Wie vor 50 Jahren im Odenwald rebelliert wurde: Auf den Spuren der 68er Bewegung, S.243- 246

(Anmerkung: Der “Rote Freddy” wohnte nach unseren Recherchen dereinst damals in Bad König- Momart.)

Vgl. Sie bitte auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de  auch den Titel: Heimatmuseum Bad König: “Vor 50 Jahren- das Schlüsseljahr 1968 im Spiegel der Geschichte” (Recherchen/Erinnerungen auch vom Bad König des Jahres 1968: Reinhold Nisch, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

 

 

 

(Repros bzw. Fotos: R. Veit, HGV Bad König e.V.) : Drei Teilansichten zur “Bundeskanzler-Ausstellung 1949- 2019 im Heimatmuseum Bad König/Veranstalter: Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

Bad König: Diese  Sonderausstellung “Die deutschen Bundeskanzler von 1949 bis 2019” anhand einer überschaubaren Buchauswahl beginnt im Heimatmuseum Bad König am Nikolausmarkt 2018  (8./9. und 16. Dezember 2018) und endet am 3. Februar 2019.

 

Unsere Bundeskanzler von 1949 bis zu Gegenwart

Bonn-Berlin-Bad König im Odenwald:

Anlass der beschaulichen Sonderausstellung “Die Bundeskanzler von 1949 bis zur Gegenwart” anhand einer Buchauswahl und Zeitschriftendokumenten im Heimatmuseum Bad König im Odenwald (08./9. Dezember 2018 bis 03.Februar 2019) ist der 70jährige Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 2019.

 

Nicht nur, dass Bundeskanzler Helmut Schmidts 100. Geburtstag – seine Heimatstadt Hamburg feiert ihn in diesen Dezembertagen an zahlreichen Veranstaltungen- am 23. Dezember 2018 wäre, nicht nur, dass zum Beispiel Gründungskanzler Konrad Adenauer im Jahre 2017 seinen 50. Todestag hatte, nicht nur, dass Willy Brandts Kanzler-Amtsantritt im Jahr 2019 vor 50 Jahren gewesen ist … Es würden sich in diesen und den anderen  bisherigen Kanzler-Biografien weitere “Wiederkehrdaten” finden lassen:

Aber eines ist bis dato gewiss: Von Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl über Gerhard Schröder zur momentanen Bundeskanzlerin Angela Merkel – Diese Regierungszeiten haben diesem Land trotz der gewaltigen Veränderungen bisher den Frieden bewahrt. Nur so viel zu dieser Epoche.

Dass auch diese Bundesrepublik Deutschland “unfertig” ist, sie immer auch im Innern in stetigem Wandel auch sein wird, das gehört auch zur Wahrheit.

Dazu soll diese Sonderausstellung im Heimatmuseum Bad König dienen und um zu reflektieren und sich an manch Gewesene zu erinnern.

 

Die Bundeskanzler in unserer kleinen Gemeinde bzw. Stadt Bad König im Odenwald (ab 1980):

Wer weiß denn schon, dass der eine oder andere Bundeskanzler “Bad Königer Boden” in der Zeitgeschichte “gestreift” hatte.

Es ist klar, dass es ein schwieriges Unternehmen ist – denn die “Zeit läuft uns weg”, aber wir fragen trotzdem noch danach:

Besitzt jemand aus der Bürgerschaft (aus dem weiteren Odenwaldgebiet oder woanders wohnend) noch irgendein Foto, ein Bild, einen Zeitungsartikel, gar ein Filmchen über den einen oder anderen Bundeskanzler (oder Altkanzler)- Besuch in Bad König?

 

 

 

Das “Bundeskanzler-Quiz” zur “Bundeskanzler-Ausstellung” in Bad König (Heimatmuseum Bad König im Odenwald)

Bad König. Am kommenden Sonntagnachmittag (16.Dezember 2018) -also während des Nikolausmarktes (ab 15 Uhr)- hat das Heimatmuseum Bad König anlässlich der am letzten Wochenende eröffneten Sonderausstellung “Die deutschen Bundeskanzler von 1949 bis heute “

-an Hand von Büchern und Zeitschriftendokumenten ein erstes Ouiz mit einem Preis ausgelobt. Anlass zu dieser Ausstellung ist der 70. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland im neuen Jahr 2019. Sie können Ihre Lösung- mit einem Zettel, Name, Anschrift, Telefonnummer etc. deutlich versehen- im Heimatmuseum abgeben bzw. in die Box einwerfen. Ein Preis wird ausgelobt, bei mehreren richtigen Lösungen entscheidet das Ziehungsverfahren. Die Frage lautet: “Welcher der bundesdeutschen Kanzler erfand eine Wurst, hielt zusammen mit zwei Bäckern ein Patent auf ein Brot?” (Selbstverständlich können Lösungen auch schon am Sonntagvormittag während der normalen Öffnung des Heimatmuseums von 10.30 bis 12 Uhr abgegeben werden.)

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotonachweis auf dieser Seite:

Das Bild (vom Starfotografen Werner Bartsch gemacht) zeigt die Zigarettenschatulle (“Zeit” Editionsprint 2018 Nr. 719/1500) -Beigelegt dem Begleitband DIE ZEIT HELMUT SCHMIDT  BEI DER ZEIT -Fotografien von Werner Bartsch mit Texten von Kollegen und Wegbegleitern,  Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co KG (ISBN : 978-3-944227-99-3), Helmut-Schmidt-Haus, Buceriusstraße/Eingang Speersort 1, D-20095 Hamburg

Das Werk wurde herausgegeben aus Anlass des 100. Geburtstages von Helmut Schmidt.

 

 

Die deutschen Bundeskanzler- Literarische Auswahlliste:  (Diese ist noch im Aufbau.)

 

Konrad Adenauer:

Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (Hg.) KONRAD ADENAUER Der Kanzler aus Rhöndorf, wbg Theiss (ISBN 978-3-8062-3788-7), Darmstadt 2018

 

 

Ludwig Erhard:

 

 

 

Kurt Georg Kiesinger:

 

 

 

 

Willy Brandt:

 

 

 

 

Helmut Schmidt:

meik woyke: “Helmut Schmidt. 100 Seiten” (Erschienen zum 100. Geburtstag von Helmut Schmidt am 23.Dezember 2018), Philipp Reclam  jun. GmbH & Co.KG (ISBN 978-3-15-020522-8), Stuttgart 2018

 

 

 

 

Helmut Kohl:

 

 

 

 

 

Gerhard Schröder:

 

 

 

 

 

 

Angela Merkel:

 

 

 

 

 

 

 

-Zeit Punkte: Kanzler, Krisen, Kontroversen – Die Bundesrepublik wird 50-eine positive Bilanz /Quelle: Die Zeit/ZEITmagazin(ISSN 0946-2198) Nr.1/1999       (Die Bundesrepublik Deutschland wird mittels der Kanzlerschaften von 1949 bis 1999 in einem zügigen Überblick gezeigt.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Fotorechte: Monika Fäth, Bad König, und deren Bruder/Scans: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Historie des jungen Bad König- die Windhunde als Kaleidoskop für die 1950-er Jahre in der Odenwälder Gemeinde der “Wirtschaftswunderjahre”

 

Bad König. Unsere Windhunde-Fotos zeigen (von oben nach unten auf dieser Seite):

Bild 1: Zwei Kurdamen aus Wuppertal im Jahre 1959

Bild 2: Frau  aus der Pfalz im Jahre 1958

Bild 3: Kurleute- zwei Damen und ein Herr- im Jahre 1958

Bild 4: Mädchen mit zwei Windhunden im Jahre 1958

Bild 5: Frau Schnitzspahn aus Frankfurt am Main im Jahr 1954, gleichzeitig auch Titelfoto

 

Alle Fotos wurden jeweils an einem Sonntagmorgen im Kurgarten aufgenommen. Die Aufzeichnungen verraten uns, dass ein breites Spektrum an Kurgästen in Bad König zur Kur hier im Odenwald weilte, praktisch aus allen Regionen der noch jungen  Bundesrepublik Deutschland.