Was ein historisches Foto so alles auszusagen vermag …

 


 

(Foto: Katharina Haase/HGV Bad König e.V.- Transfer: Markus Schäfer, Bad König)

 

 

Ein  Foto aus dem Jahre 1974 verrät so Interessantes über Bad König im Odenwald

Bad König im Odenwald. Die Stadtrechte an die damalige Gemeinde mit noch hohem Kur- und Fremdenverkehr-Anteil werden erst sechs Jahre später (1980) verliehen. Das einzigartige Foto (anteilig Horst Friedrich +, Katharina Haase, Markus Schäfer; Scan-Text: R. Veit- R. Nisch) kann so viel aussagen: Wir erkennen dort drei Personen, und zwar den Malermeister Wilhelm Schäfer (links), der wohl mit Renovierungsmaßnahmen an der ehemaligen, nun schon erweiterten und aufgestockten selbstständigen Volksbank Bad König e.G. an der oberen Bahnhofstraße (die auch immer eine Arzt- oder Zahnarzt-Praxis in einem Geschoss dabei hatte) beschäftigt ist, was das Gerüstmaterial im Hintergrund des Zwischenhofes beweist und den ehemaligen Zimmermann Adam Rebscher (rechts), den Vater der Söhne Karl (der das Textilhaus Rebscher zwei Häuser nördlich betrieb) und von Philipp Rebscher, der einen Friseursalon mit Toto- Lotto- Annahmestelle sein eigen nannte. Im Teilbereich des Schaufensters dieses Friseurgeschäftes hängt auch noch ein Plakat mit den Veranstaltungshinweisen vom Tanzcafé Birkenhöhe, was auch- zusammen mit weiteren Lokalitäten und der Diversifikation der Geschäfte – auf ein reges Tanzgeschehen bzw. Betriebsamkeit in der Gemeinde als Magnet für Kur, Fremdenverkehr und die Region hinweist. Von Adam Rebscher ist noch zu berichten, dass er Mitglied in jungen Jahren der kaiserlichen Tsingtau-Soldaten in China war. Und Wilhelm Schäfer in der Gegenwart der 1970er auch der Passion als Jäger nachging und sehr gut den Heimatmaler Georg Vetter kannte. Und wer war die Dame, dem Fotografen rückwärtsgewandt auf dem Bild? Es war eine auf Besuch weilende Nachfahrin des früheren Bad Königer Bürgers jüdischen Glaubens Ludwig Marx aus Amerika, hier 1974- dem Jahr, als Deutschland Fußball-Weltmeister mit Gerd Müllers * “goldenem Schuss” in München wurde- auf Besuch weilend.

Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

* “Das Bumm verklingt- Er prägte den deutschen Fußball wie kaum ein Anderer. Jetzt ist Gerd Müller mit 75 Jahren gestorben”/Ein Nachruf von Günter Klein (Quelle:  Frankfurter Rundschau vom Montag, 16. August 2021/77. Jahrgang/Nr. 188/Rubrik Sport S3)

 

Pressehinweis:

“Bad König- Historie von 1974- Was ein historisches Foto so alles auszusagen vermag …”  (Quelle: “Bad Königer Stadtnachrichten-Aktuelles für Bürger und Gäste” vom Freitag, 20. August 2021/36. Jahrgang/Nr. 33, Titelseite)