(Historische Postkarte v. Dr. med. Ulrich Herrmann/Scan: Reinhold Veit, beide Bad König)

 

Bad König im Odenwald. Unsere historische Karte gewährt einen Einblick in eine längst vergangene Zeit der damaligen Gemeinde Bad König im Odenwald, und zwar zeigt diese die naturreiche,so von Gebäuden unterbrochene Ansicht „rund um die obere Waldstraße“, wo die weitere Route rechter Hand nach Momart führt. Der fotografische Blick geht von einer saftigen Wiese aus, auf der Kühe sich an frischem Gras erfreuen und baumkronengepflegte Obstbäume sommerlichen Schatten spenden, während andere Gebäudebereiche- wie das Haus Bodmann (rechts)- architektonische Gestaltungskräfte- darbieten. Machen Sie heute enmal einen Spaziergang dorhin, so werden Sie die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte spüren, was in unserem Menschsein- wie bei allem Tun der verschiedenen Generationen- begründet ist. Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

HGV Bad König e.V. – 02.04.2022)

 

 

 

 

Café und Konditorei Grasmück an der Schnittstelle von der Friedrichstraße zur Bahnhofstraße im historischen König im Odenwald- eine Rarität des Aufnahmemomentes

 

Postkarte aus den 1920ern (Vorder- und Rückseite) Scan: R.Veit:  Café/Conditorei Grasmück im einstigen König im Odenwald

Ecke Friedrichstr./Bahnhofstraße im Februar 2022 (Foto:HGV)

 

Cailler Milch-Chocolade „beim Grasmück“ als  spezielle Offerte

Zwischen dem ersten Stock und dem Gabenfenster des Hauses ist ein Werbeschild mit einem besonderen Hinweis angebracht: Cailler Milch- Chocolade …

Interessant ist hier auch, dass man in (Bad) König Schweizer Chocolade (in flüssiger Form) vor 100 Jahren- neben guten Weinen und vermutlich besonderen Kuchen- und Torten-Spezialitäten anbot, wohl auch um den ersten Kurenden im Ort etwas Besonderes zu offerieren.

 

Auch heute existiert noch diese Schokoladen-Manufaktur „Cailler“aus Schweizer Produktion:

„Entdecken Sie das Cailler Sortiment und wählen Sie aus unserer Kollektion authentischer Schweizer Schokoladenkreationen. Unsere Cailler Klassiker, neue Gourmet-Kreationen oder unsere personalisierbaren Geschenkideen machen immer Freude.“  (Zitat: Aus einem Werbespruch dieser Cailler Schokoladenhersteller)

Cailler

Seit 1819 versteht sich das Haus Cailler auf die Kunst der Schokoladenherstellung. Es ist damit die älteste Chocolaterie in der Schweiz. Cailler kreiert seit Generationen innovative und unwiderstehliche Schokoladenprodukte, die den guten Ruf von Schweizer Schokolade entscheidend geprägt haben. Der Erfolg zeigt sich nicht zuletzt in der eindrucksvollen Serie von Produkten, die bereits zu Klassikern geworden sind: Ambassador- und Fémina-Pralinen, die legendären Branches, die zarte Frigor, die luftig-leichte Rayon oder die wellenförmige Sublim: Sie alle tragen seit ihrer Eroberung der Geschmackssinne maßgeblich zum guten Ruf der Schweizer Schokolade bei.  (Quelle/Internet/Zitat: WorldofSweets.de)

 

 

 

 

 

Diese Rückseite der Postkarte mit dem fotografischen Außenporträt vom damaligen Café/Conditorei Grasmück verrät, dass der Karten-Gruß in den 1920er Jahren verschickt wurde. Das Haus befand sich damals an der Ecke Bahnhofstraße/Friedrichstraße. Das Postamt König befand sich damals gleich links daneben. (Vergleichen Sie bitte auf dem historischen Foto noch die auch heute noch so vorhandene höhere Außenwand des noch existierenden (ehemaligen postalischen) Nachbargebäudes. So hatten  die Versenderinnen sozusagen nur paar Schritte weit entfernt zu laufen, um die Grußkarte am benachbarten „Post-Haus“ in den Briefkasten zu werfen oder dort im Amt frankiert abzugeben.

 

Erweiterte Textversion:

Bad König. Diese fotografische Rarität in Form einer verschickten Postkarte stammt aus den 1920er Jahren- ist also gut 100 Jahre alt, ist jetzt „zurückgekehrt“, konnte nunmehr in der Hauptstadt Berlin ausfindig gemacht werden. Das „Café Grasmück“ mit eingebundener Conditorei und gepflegten Weinen wie Bieren befand sich exakt an der Ecke Friedrichstraße/Bahnhofstraße: Das König damals hatte auch Kurbetrieb, Sommerfrischler, aber auch Gäste zu anderen Jahreszeiten aufzuweisen. Markant ist auch, dass unter dem Gaubenvorsprung ein Werbe-Schild mit „Cailler Milch-Schokolade“ bei lupenhafter Betrachtung hervorsticht.(Information: Die Cailler Schokoladenmanufaktur zählt seit 1819 als die älteste der Schweiz/Ortschaft Vevey!) Wie dem auch sei: „Das Grasmück“ bot seinen Gästen dadurch etwas ganz Exklusives. Die „versendenden“ Damen dieser beschrifteten Postkarte brauchten zudem überhaupt nicht weit, um ihren Kartengruß frankiert abzugeben bzw. nebenan in den Briefkasten einzuwerfen. Denn links vom Gebäude befand sich zu jener Zeit das Postamt König, und die hohe Außenmauer auf dieser Fotografie linker Hand (Scan-Text: R. Veit/R. Nisch) ragt auch heute noch so empor, „als wäre die Zeit stehen geblieben“. Ergänzendes dazu erfahren Sie bitte auf www.hgv-badkoenig.de  Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

Weitere Cafés dort in Bad König im Odenwald am gleichen Standort-

An dieser Stelle (allerdings baulich verändert) gab es dann Mitte des 20. Jahrhunderts dort das Café Walter, später ein weiteres Cafe, das Cafè Parusel. Dort wurden in einem überschaubaren Saal-proppevoll gefüllt- und mit Schwarz-Weiß-TV-Gerät die Rosenmontags-Züge (z.B. „Mainz, wie es singt und lacht“) übertragen-auch im Beisein der Einheimischen , denn die überwiegende Mehrheit der bundesrepublikanischen Bevölkerung besaß überhaupt noch in den 1950ern kein TV-Gerät daheim.

Der Odenwälder Kreppel zur Faschingszeit (foto-hgv)

 

 

 

Presse:

„Foto-Historie Bad König im Odenwald- Bildrarität aus den 1920ern- Café/Conditorei Grasmück“ (Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 4. März 2022/37. Jahrgang/Nr. 9/S.17)

 

 

 

(HGV Bad König e.V.-22. Februar 2022)

 

 

 

 

König im Odenwald. Es waren vermutlich die bevorstehenden Weihnachtstage des Jahres 1929, als Bad Königs großer Heimatmaler Georg Vetter (1891-1969) dieses Weihnachtsmotiv in einem Postkarten-Format entwarf, dies neben einigen anderen wunderschönen Motiven (Karte hier: Dr.med.Ulrich Herrmann): Zwei Kinder blicken erwartungsvoll durch die einen schmalen Türspalt geöffnete höhere Tür mit einem Kätzchen als Begleitung zusätzlich aufmerksam dreinblickend, wobei die Andeutung des mit Kugeln geschmückten Tannenbaums im beleuchteten Zimmer zu erkennen ist: „Was wird das Christkind wohl bringen?“ Im geschichtlichen Hintergrund der Endphase der Weimarer Republik fiel höchstwahrscheinlich Vieles nicht so üppig aus in jenen umwälzenden Zeiten. Und das diesjährige Weihnachten 2021: Vielleicht sollten gerade die kommenden Feiertage auch Besinnen und Nachdenken neben dem Schenken dabei haben! (Anmerkung: Bei weiteren Vetter`schen Karten-Motiven- auch postalisch zum Versenden- fragen Sie bitte bei Frau Traudel Urich,Georg-Vetter-Museum/ Vetter-Freunde Bad König bzw. bei der hiesigen Literaturhandlung Paperback nach.)

 

Presse:

„Vorfreude auf Weihnachten mit dem unvergessenen Georg Vetter“ (Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 17.12.2021, Seite 41)

 

 

 

Gedenkstein für die einstige Synagoge in Bad König im Odenwald

Foto: R. Veit

 

 

 

Foto: R. Veit

 


Sehen Sie bitte dazu auch auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de die Themenseite:

Historie Bad König und Odenwald: Bad Königer Stolpersteine als Symbole der Erinnerung/History Bad König im Odenwald/Germany- Bad Königer Stolpersteine as symbols for remembering (Zusatz mit umfangreichen Presse- und Literaturhinweisen)

 

 

 

(Flyer zum Werdegang der Stolpersteine-Verlegung in Bad König im Odenwald- Foto: HGV)

 

 

 

 


(HGV Bad König e.V. -02. Februar 2022)

 

 

Des Malers früher Blick auf den Gesundheitsbrunnen und den Weyprechts-Tempel

Bad König im Odenwald. In der vor einigen Dezennien herausgegebenen kleinen Publikation „Stahlbad König- eine heimatliche Abhandlung“ (o. J.) vom „Dichter-Pfarrer“ Fritz Schmidt-König (1906-1979) befindet sich auch eine Ablichtung des Kombi-Gemäldes des unvergessenen Heimatmalers Georg Vetter (1891-1969), und zwar im „zeichnerischen Dreiklang“ der damaligen Konstruktion des Gesundheitsbrunnens- dem Wappen der Gemeinde König, arrondiert mit einer Eichenlaub- Polsterung und dem Weyprechtstempel, am 21. August 1898 eingeweiht, errichtet von der „Sektion des Odenwald-Clubs und dem Verschönerungsverein König.“ Der kleine Georg war zu jener Zeit gerade sieben Jahre alt, mag sein, dass er dabei gewesen war.  (Scan-Text: R. Veit/R.Nisch). Für weitere Expertisen zu dem Bad Königer Maler Georg Vetter verweisen wir auf das Georg Vetter-Museum von Traudel Urich. Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

Pressehinweis:

„Heimat- Historie- der Heimatmaler Georg Vetter: Des Malers früher Blick auf den Gesundheitsbrunnen und den Weyprechtstempel“  (Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 5. November 2021- Nr. 44- 36. Jahrgang, S. 25)

 

 

(HGV Bad König e.V.- 14.11.2021)

 

Bad König. Gleichfalls in der schon längst vergriffenen Broschüre „Stahlbad König i.O.“ von Fritz Schmidt-König befindet sich eine weitere Ablichtung vom Bad Königer Heimatmaler Georg Vetter (1906-1979), der vermutlich in seinen jüngeren Jahren diese Perspektive aus südwestlichem Standort aus dem Tannenwald heraus nach saftigen Wiesen den „Blick auf die Mühlen“ künstlerisch freigibt, die von verschiedenen Laubbäumen eingebettet sind, während im Hintergrund eine damalige Kombination von Nadel- und Laubbäumen- also Mischwäldern- vorhanden zu sein scheint. (Scan-Text: R. Veit, R. Nisch) Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

(HGV Bad König e.V. – 14.11.2021)

 

 

Die breite Streuung des Angebotes vom „Körner-Geschäft“ in der zentralen Königer Alexanderstraße von 1913- Körner holt berühmte Cigaretten-Marken nach König und den Odenwald

Bad König im Odenwald. Auch in dieser Anzeige von 1913- eingerahmt durch wunderbare Ornamente des Jugendstiles- erkennt man das Waren- und Dienstleistungsangebot von „Wilh. Körner Ww „(=Witwe) aus der Alexanderstraße in all seiner Vielfalt: Kolonial-, Material- und Farbwaren. Dazu existierte noch eine Eisenhandlung. Und auch Zigaretten und Zigarren waren in der Offerte, letztere vermutlich aus örtlicher Produktion, da es ja hier einige „Cigarren-Manufakturen“ unterschiedlicher Größe gab. Auffällig ist auch wieder, dass einige Geschäfte (sehen Sie bitte in einer früheren Ausgabe dieser historischen Anzeigen-Serie dazu das Schuhlager von Adam Eckel in der Kimbacher Straße) auch Agenturen von Versicherungen (hier nun Feuer- und Lebensversicherungen) inne hatten, wobei man ergänzen kann, dass erst so richtig nach Gründung des Deutschen Kaiserreiches (1870/71) das Banken- und Versicherungswesen „an Fahrt aufnahm“. (Scan-Text: R.Veit- R.Nisch) Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

 

 

Weitere Hinweise zu dieser Anzeigen-Werbung von König im Odenwald von 1913: Mit „Niederlage“ ist wohl in heutigem Sinne „Niederlassung“ gemeint, wobei hier garantiert wird, dass an Wiederverkäufer zu Sonderkonditionen (zu Fabrikpreisen) ausgeliefert und verkauft wird: So wurden u.a. auch berühmte Produkte von Garbaty und Batschari angeboten.

 

Garbaty

Garbaty Zigarettenfabrik

1881 gründete Garbáty-Rosenthal die Zigarettenfabrik Garbaty in Berlin. Bekannte Marken waren Königin von Saba und Kurmark. 1929 übernahmen seine beiden Söhne Eugen und Moritz den Betrieb. Im selben Jahr erwarben Reemtsma und Haus Neuerburg den 50% Geschäftsanteil von Eugen Garbaty.
1938 wurde die Garbaty Zigarettenfabrik „arisiert“ und an eine Investorengruppe um Dr. Jakob Koerfer verkauft. Reemtsma übertrug daraufhin seine Anteile an die neuen Eigentümer.
Die Familie Garbaty konnte 1939 in die USA emigrieren.
Kurz nach der „Arisierung“ wurde auf der Zigarettenschachtel „Königin von Saba“ das Portrait Garbatys durch das Portrait eines Orientalen ersetzt.
Nach dem Krieg wurde die Garbaty Zigarettenfabrik verstaatlicht und als VEB Garbáty geführt und 1960 zusammen mit Josetti dem VEB Vereinigte Berliner Zigarettenfabriken zusammengeschlossen.
Die Rechte an der Marke Kurmark verkaufte Jakob Koerfer nach Kriegsende an die BAT, die daraufhin die Produktion der beliebten Vorkriegszigarette wieder aufnahm.

Zigarettenmarken:
Baccarat
Buschenschaftler
Corsini
Duke of Edinbourgh (1914 umbenannt in Flaggengala)
Duke of York (1914 umbenannt in Graf Yorck von Wartenburg ?)
Flaggengala (bis 1914 Duke of Edinbourgh)
Gold-Saba
Graf Yorck von Wartenburg (bis 1914 Duke of York)
Herzog Alfred
Königin von Saba
Kurmark
Landesflagge
Liebesmahl
Matos
Meine Passion
Partout
Passion
S.C.
Sonderklass

(Quellennachweis: cigabox.de/zigarettenfabriken/garbaty-zigarettenfabrik.de/Stand: 13.07.2021)

A. Batschari

Batschari-Zigarrenfabriken

August Batschari erhielt nach dem Besuch der Volksschule eine Stelle als Kaufmannsgehilfe bei dem Baden-Badener Zigarren- und Zigarettenhändler Heinrich Rheinboldt. Die Produkte, die in einer gemieteten „Boutique“ beim Baden-Badener „Conversationshaus“ verkauft wurden, stellte Rheinboldt in einer kleinen Tabakmanufaktur her. Da Zigaretten seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer beliebter wurden, widmete sich Batschari ganz der Zigarettenproduktion. Als er 1880 Rheinboldts Tochter Anna (1852–1922) heiratete, überließ sein Schwiegervater ihm die Zigarettenproduktion als Existenzgrundlage, während die Zigarrenherstellung später auf Rheinboldts Söhne überging. Batschari war erfolgreich, seine Produktion überschritt bald den „handwerklichen“ Maßstab einer Manufaktur und wurde zur Fabrik. Als er 1899 sein neu errichtetes Geschäftshaus Balzenbergstraße 64 bezog, stellte er bereits 110.000 Zigaretten pro Tag her. Auch dieser Betrieb wurde schon nach wenigen Jahren zu klein. In dem 1906–1907 errichteten Fabrikneubau zwischen der Balzenbergstraße und der Mozartstraße entstanden fertigten moderne Maschinen in den letzten Jahren vor dem Ersten Weltkrieg 1,5 Millionen Zigaretten täglich. Die Inbetriebnahme dieser Fabrik bedeutete für die Kurstadt den Beginn ihrer industriellen Phase. In allen bedeutenden europäischen Städten hatte Batschari Verkaufsstellen eingerichtet; sogar in New York, an der Ecke Madison Avenue / 46th Street, gab es eine Niederlassung. Zweigwerke entstanden u. a. in Bingen, Mainz und Worms (alle drei im damaligen Großherzogtum Hessen).

Der gesellschaftlichen Erwartung an erfolgreiche Unternehmer entsprechend, unterstützte August Batschari aus seinem privaten Vermögen gemeinnützige, vor allem kulturelle Zwecke. Er beteiligte sich mit einer Spende an den Baukosten für die Kunsthalle Baden-Baden. 1911 ließ er das „Waldhaus Batschari“ bauen, eine steinerne Schutz- und Aussichtshütte beim Korbmattfelsen am heutigen Panoramaweg Baden-Baden, die er der Stadt Baden-Baden schenkte. Er stiftete den Batschari-Preis für das Iffezheimer Pferderennen in Höhe von 50.000 Mark. Im Gegenzug bekam er verschiedene öffentliche Auszeichnungen: Auf Grund der hohen Qualität seiner Produkte erhielt er den Titel eines großherzoglich badischen Hoflieferanten[1], und 1923 – kurz vor seinem Tod – ernannte ihn die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zum Ehrensenator. Begraben wurde er auf dem Hauptfriedhof Baden-Baden.

 

Unter A. Batschari bzw. Batschari oder auch ABC (für August Batschari Cigarettes) firmierte eine deutsche Zigarettenfabrik, die 1899 von August Batschari (1854–1923) in Baden-Baden gegründet wurde. Batschari zählt neben Garbáty und Manoli zu den Zigarettenfabriken, die im frühen 20. Jahrhundert auf ambitionierte Reklamekunst setzten und berühmte Grafikdesigner wie Hans Rudi Erdt, Ivo Puhonny, Lucian Bernhard und Ludwig Hohlwein beauftragten. Heute sind die alten Emailleschilder, Zigarettendosen, Plakate, Reklamemarken und Werbeinserate von Batschari gesuchte Sammlerstücke

 

(Quellennachweis: www.wikipedia.org/wiki/A._Batschari /Stand: 13.07.2021)

 

 

Nestor

Nestor Gianaclis Cigarettenfabrik

 

Die Nestor Gianaclis Cigaretten- und Tabakwarenfabrik war ein deutscher Tabakhersteller. Das Unternehmen wurde 1910 gegründet, brachte 1931 unter der Marke „Lord“ die erste nikotinarme Zigarette auf den Markt und ging 2002 im BAT-Konzern auf.

Geschichte

Nestor Gianaclis war ein griechischer Tabakfabrikant aus Kairo, dessen Familie 1910 in Frankfurt am Main die Nestor Gianaclis GmbH mit dem Zweck Zigaretten in Deutschland zu produzieren gründete. Als Werbegrafiker wurde in den 1920er Jahren Max Bittrof engagiert, der Anzeigen im Stil der neuen Sachlichkeit entwarf und den Orientalismus zugunsten des Bildes eines modernen Menschen aufgab.

1980 war Nestor Gianaclis der neuntgrößte von damals zwölf Zigarettenherstellern in Deutschland.[1]

Später lizenzierte Nestor Gianaclis die Marke „Lord“ an die Martin Brinkmann AG.

Die Nestor Gianaclis Cigarettenfabrik Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde 2002 nach mehreren Sitzverlegungen (zunächst nach Mainz, 1962 nach Wiesbaden, nach 1994 Bremen) auf die British American Tobacco Germany GmbH verschmolzen[2][3]

Ab 1993 bestand zudem als hundertprozentige Tochtergesellschaft die Nestor Gianaclis Cigaretten- und Tabakwarenfabrik GmbH mit Sitz in Hofheim am Taunus, wo bis zum Jahr 2000 Zigaretten produziert wurden. Noch im Gründungsjahr wurde diese Tochtergesellschaft an eine niederländische Holding verkauft, 2009 erfolgte ein Management-Buy-out.[4] 2010 wurde der Sitz nach Nordhorn verlegt,[5] dann nach Stralsund, wo die Gesellschaft schließlich 2014 nach Aufhebung des 2012 eröffneten Insolvenzverfahrens gelöscht wurde.[6]

 

(Quellennachweis: www.wikpedia.org/wiki/Nestor_Gianaclis_Cigarettenfabrik/ Stand: 13.07.2021)

 

 

Kleydorff

Menes Zigarettenfabriken Wiesbaden

Noch etwas vage, aber es ist zu vermuten, dass die (von) Kleydorff-Zigarette auch bei Menes Zigarettenfabriken Wiesbaden hergestellt wurde, im Ersten Weltkrieg machte aber deren Zigarettenmarke „Bulgaren-Held“ große Furore, deren äußerliche Bild-Exponate und sonstige Werbung kann man noch in Internet gerade im angelsächsichen Bereich sehen.

 

 

 


(Bearbeitung/Stand: 14. Juli 2021)

 

 

Bad Königs Zigarren gehen sogar 1913 in Deutschlands größere Städte und in den Export

Bad König im Odenwald. Eine wunderschöne Anzeige- mit Elementen des Jugendstiles ergänzt und dabei die „Tabakpflanzen“ oberhalb der Umrahmung eindrucksvoll dabei- stellt die Werbung der Cigarren-Fabrik von Johann Michael Hofmann dar, die fast nur von den einheimischen Königerinnen und Königern des Jahres 1913 als „Hofmann` sche Fabrik“ bezeichnet wurde und als eine der größten im Ort galt, wobei man noch feststellen kann, dass im Mümlingtal- bzw. Odenwaldstrang diese Zigarren-Herstellung im damaligern König im Odenwald Alleinstellungsmerkmal vorweisen konnte. Johann M. Hofmann ließ hier „Sumatra-Fabrikate vom Feinsten“ herstellen- und es kann als gesichert gelten, dass ein Teil der Produktion in viele Fachgeschäfte der größeren Städte ging, natürlich auch in den Export, war doch auch die Odenwald-Bahn das erste Mittel zumTransport in weitere Regionen. (Scan-Text: R.Veit,R.Nisch) Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

(Stand: 16.Juli 2021)

 

 

 

 

 

Bad Königs „Hotel Büchner“ im Deutschen Kaiserreich

Bad König. Die wunderschön mit Ornamenten des nunmehr weltberühmten Jugendstiles (das Großherzogtum Darmstadt als großes Zentrum) verzierte Anzeigenwerbung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt die Offerte für das „Hotel Büchner“, von Heinrich Treser als dem damaligen Besitzer geführt. Es wird mit hervorragender Küche, mundenden Weinen und Bieren geworben. Zu jener Zeit gab es dort den größten Saal am Platze, und das Hotel Büchner hatte damals 20 Fremdenzimmer vorzuweisen, zudem ein eigenes Fuhrwerk, auch um das Gepäck der Kurenden vom Bahnhof abzuholen. Es war zugleich Vereinslokal des Turn- Vereins von König im Odenwald. Im Laufe der Zeiten wurden großzügige Erweiterungen vorgenommen. Und in den vielen Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg könnte es vieles erzählen, z.B. welche Prominenz dort zu Gast war, welche künstlerischen Ausstellungen dort stattfanden, auch so Manches aus der Kommunalpolitik etc. Zum einstigen Lichtspieltheater im Hotel Büchner Sehen Sie bitte mehr auf unserer Homepage/Seite: „Zwei Kinos- auch Lichtspieltheater genannt- dereinst in der Kurmetropole des Odenwaldes“. (Scan-Text: R. Veit, R. Nisch) Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

Das „Schuhlager“ von Adam Eckel im Jahre 1913 in Bad Königs Kimbacher Straße

 

Bad König im Odenwald. Im damaligen König im Odenwald- noch vor Beginn des Ersten Weltkrieges- befand sich wohl in der mittleren Kimbacher Straße im Jahre 1913 das „Schuhlager“ von Adam Eckel, da auch mit Reparaturen und Anfertigungen nach Maß (Scan:R. Veit). Weiterhin gab es im Angebot auch Nähmaschinen- das Deutsche Kaiserreich war übrigens international damals führend in der Nähmaschinen-Produktion unterschiedlicher Hersteller (Singer, Pfaff, Gritzner u.a.) – und auch Fahrräder existierten bei Eckel im Verkaufssortiment. Weiterhin war Adam Eckel der Vertreter von Lebens-, Feuer- Unfall- und Haftpflichtversicherungen. Modern und volkswirtschaftlich gesprochen verstand er schon die Diversifaktionen (Streuung der Angebotspalette) zum Auskommen mit dem wohl vermutlich eher bescheidenen Einkommen zu jener Zeit. Es bleibt aber noch hinzuzufügen, dass es im damaligen König und in den umliegenden Ortschaften (so z.B.auch in Momart) noch weitere Schuster im „Einpersonenunternehmen“ gab, die der Anfertigung von ledernen Schuhen, besohlt mit Holznägeln, nachgingen und auch zahlreiche Mädchen und Frauen vorhanden waren, die Arbeiten an Nähmaschinen verrichteten. Bewundernswert  ist auch die Jugendstil-Umrandung in dieser Anzeigenwerbung.    Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.