(Foto-Rechte: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

 

Kleine Geschichte der besonderen Kuchen-Backform aus Nieder-Kinzig/ A short story of a special cake-form from Nieder-Kinzig

Der Vater von “der Gustl” (diese betrieb eine frühere Gastwirtschaft im so genannten “Gaststätten-Dreieck” von Nieder-Kinzig) hat nach dem Absturz des britischen Flugzeuges (Typ Halifax MZ 806`S) vom November 1944 Metallteile des Propellers abmontiert, diese einschmelzen und daraus eine  im wahrsten Sinne des Wortes besondere Kuchen-Form (siehe Fotos v. Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.) anfertigen lassen. So weiß jedenfalls Heinz Haschert aus dem heutigen Bad Königer Stadtteil Nieder-Kinzig zu erzählen, der die Kuchen-Form jahrzehntelang verwahrte und aus aktuellem Anlass*  sich an diese Geschichte erinnerte. (Jüngste Berichterstattungen: Anlass war die Zurverfügungstellung eines einzigartigen Luftbildes vom 16. Februar 1945 durch den Bad Königer Karlheinz Schäfer, aufgenommen von einer zweisitzigen britischen R.A.F.-Maschine.)

 

Sehr gut recherchiert verfasster Artikel:

“Für Frieden in Form gebracht- Das Ergebnis einer Umwidmung kriegerischer in friedliche Zwecke hat sich in Bad König erhalten: Ein Bäcker hatte Metall eines Weltkriegs-Fliegers als Kuchenform verwendet” (Titelseite 1)/Kriegsflieger zu Kuchenformen- Bei Hascherts in Nieder-Kinzig ist ein Blech aus Metall einer abgeschossenen Halifax erhalten geblieben” (S. 9)  Von Gerhard Grünewald (mit zwei Fotos von Dirk Zengel/ ein Foto Halifax-Militärmaschine v. Stadtarchiv Worms/VRM-Repro)  Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 9. 6. 2020

 

*  Vergleichen Sie bitte hierzu auch die Berichterstattung in der Presse:

“Ein Fund, der es vielfach in sich hat- Bad König verdankt Kfz-Meister Karlheinz Schäfer ein in mehrfacher Hinsicht interessantes Luftbild von der Stadt” Von Gerhard Grünewald, dazu Kommentar “Wertvoll”, dito (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 29. Mai 2020 (Rubrik Odenwald, S. 9)

“Seltenes Luftbild- Britisches Aufklärungsflugzeug macht am 16. Februar 1945 ein Foto vom historischen König im Odenwald mit Bahnlinie nach Mümling-Grumbach” (Quelle: “Mümling-Bote”/Allgemeiner Anzeiger für Höchst im Odenwald und die Unterzent, Erbacher Str. 2, D-64739 Höchst i. Odw. – 15. Mai 2020, S. 5

 

Weitere Analysen, Hintergründe und Erklärungen geben zu diesem Themenbereich die weiteren Seiten auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de:

 

Bad König-Historie: Einmalige Luftaufnahme eines britischen Aufklärungsflugzeuges der RAF-544. SQDRN vom 16. Februar 1945 – einige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkrieges- vom historischen König im Odenwald

Eine Gedenktafel erinnert an die beiden britischen Flieger Alec Peter Bloomfield und Richard Benjamin Hales aus dem Jahr 1944

History 1944- Nieder-Kinzig/König in the earlier District Erbach/Odenwald/Germany: Terrible Retribution- Halifax MZ 806`S

Odenwald-Historie: Neues Jahrbuch des Odenwaldkreises “gelurt” 2020 erschien am 27. November 2019 mit vielen historischen Bad König-Themenbereichen

Ein Dreivierteljahrhundert her- 21. November 1944- 21. November 2019: Mahnung zum Frieden! – 75 Years ago- An Admonition for Peace!

Historie Bad König: Remembrance Day- Dürnbach, 11. November 2018 – die letzte Ruhestätte zweier britischer Flieger

 

 

 

 

 

 

 

(Foto-Rechte: Karlheinz Schäfer, HGV- Mitglied aus Bad König/fototechn. Aufbereitung: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Historie Bad König im Odenwald: Luftaufnahme von großer Rarität  und seltenes Luftbild- Britisches RAF-Aufklärungs-Flugzeug (“544. SQDRN”- 544. Squadron) macht am 16. Februar 1945 ein einzigartiges Bild vom historischen König im Odenwald knapp drei Monate vor Ende des Zweiten Weltkrieges

(History of Bad König/Germany: A photo above Bad König/Odenwald from 16. February 1945 made by an Royal Air Force Aircraft from the 544. Squadron – nearly three months before the ending of World War II)

 

(Tipp: Es empfiehlt sich, auch eine Lupe zur intensiveren detaillierten Erkennung eventuell zusätzlich heranzuziehen.)

 

Bad König im Odenwald. Es ist noch der Wintermonat 1945 im Odenwald. Am 16. Februar 1945– vor 75 Jahren- wird ein britisches Flugzeug im militärischen Aufklärungsauftrag Luftbilder über dem Odenwald, die Main-Gegend etc. machen. Der Zweite Weltkrieg wird erst am 8. Mai 1945 hier in Europa (an diesem westlichen Frontabschnitt) zu Ende gehen, während er an den asiatischen Kriegsschauplätzen erst im September des gleichen Jahres (Kapitulation Kaiserreich Japan: 2. September 1945) beendet sein wird.

 

Die von Herrn Karlheinz Schäfer aus Bad König– zudem noch langjähriges HGV-Mitglied- dankenswerterweise zur Verfügung gestellte Aufnahme (mit fototechnischer Aufbereitung durch Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.) zeigt akribisch detailliert das damalige König in seiner Ausbreitung und Infrastruktur mit der Bahntrasse nach Mümling-Grumbach: Es ist erstaunlich, was man alles entdecken kann, angefangen von der Bahnlinie, den unbebauten landwirtschaftlichen Flächen und Wiesen in westliche Richtung (hin zum Eichels u.a.), das höhere zentrale Schlösser-Areal u.a., der noch kleinere Friedhof, gar das heute noch große Waldgebiet südlich Richtung Momart. Die älteren und neueren Baugebiete, die Bad König heute erweitert arrondieren- auch der große Kurpark mit den Seen- waren überhaupt noch nicht in Sichtweite. Aber es gab auch etwas weniger als drei Monate nach dieser “militärischen Momentaufnahme” alsbald wieder zögerlich Hoffnung für die damals Überlebenden im Odenwald. Eine Hoffnung, die wir heute auch wieder aus anderem Anlass haben müssen. Die britische RAF-Maschine gehörte der „544. SQDRN“- also 544. Squadron (deutsch: 544. Staffel)- an. Die 544. Squadron war eine Aufklärungseinheit der Royal Air Force  im Zweiten Weltkrieg.**

Mittlerweile steht fest, dass das britische Flugzeug eine Maschine vom Typus “de Havilland Mosquito” in diesem temporären Korridor (seit Oktober 1944- Fotoaufnahme über König im Odenwald v. 16.2.1945- max. bis Oktober 1945-Produktionszeitraum) gewesen ist, wobei es noch unklar ist, welcher Variant-Typus es war. Das Flugzeug galt als wahnsinnig schnell und wendig zum Ausweichen feindlicher Systeme- also für die fotografische Aufklärung bestens prädestiniert.

Wahrscheinlich wollte man hier auch ausspähen, inwieweit militärische Einrichtungen etc. insgesamt vorhanden waren. (Hinweis: Am 18. März 1945- gut einen Monat später- wird dann der Angriff der Amerikaner an der Nahe (US-General George S. Patton)* und in zehn Tagen später dann über Rheinhessen und Südhessen bis nach Gießen beginnen.

(Text: Reinhold Nisch, HGV Bad König e.V.)

 

Literatur/Anmerkungen:

*  Michael Bermeitinger, “75 Jahre Befreiung- Kriegsende in der Region/Am 18. März 1945 beginnt an der Nahe der Angriff der Amerikaner/In zehn Tagen über Rheinhessen und Südhessen bis nach Gießen” (Quelle:    Odenwälder Echo vom 18. März 2020 (Rubrik Hintergrund, S.4/5)

 

** Hier sind die Daten auf dem britischen Luftbild (siehe Aufnahme) “König im Odenwald”:

„544. SQDRN“ also 544. Squadron (deutsch: Staffel). Die 544. Squadron war eine Aufklärungseinheit der RAF im Zweiten Weltkrieg.

Weitere Informationen zur gesamten Staffel der Royal Air Force finden Sie unten stehend.

 

 

 

 

 

Weitere Quellenangaben/Dokumente zu dem britischen Flugzeug- Einordnung innerhalb der Scadron Royal Air Force Nr. 544-  welches das Luftbild über (Bad) König im Odenwald  am 16. Februar 2020 vornahm (Wikipedia):

Quelle I  (Wikipedia- Status: 8. Mai 2020):

 

 

No. 544 Squadron RAF

No. 544 Squadron RAF was a Royal Air Force Squadron formed as a photographic reconnaissance squadron in World War II.

No. 544 Squadron RAF
Active 19 October 1942 – 13 October 1945
Country United Kingdom United Kingdom
Branch Air Force Ensign of the United Kingdom.svg Royal Air Force
Motto(s) Latin: Quero (I seek)
Insignia
Squadron Badge A gannet with its head lowered

HistoryEdit

Formation in World War IIEdit

The squadron formed at RAF Benson on 19 October 1942 and was equipped with Ansons, a detachment then went to Gibraltar where it operated Wellingtons. It then operated Spitfires and Mosquitos on reconnaissance missions, including Aarhus five days before the air raid on 31 October 1944. It disbanded on 13 August 1945 after hostilities ceased.

Aircraft operatedEdit

Aircraft operated by no. 544 Squadron RAF
From To Aircraft Variant
Oct 1942 Mar 1943 Avro Anson I
Oct 1942 Mar 1943 Martin Maryland I
Oct 1942 Mar 1943 Vickers Wellington IV
Oct 1942 Oct 1943 Supermarine Spitfire IV
Mar 1943 Oct 1943 de Havilland Mosquito IV
Aug 1943 Oct 1943 Supermarine Spitfire XI
Aug 1943 Feb 1945 de Havilland Mosquito IX
Mar 1944 Apr 1945 de Havilland Mosquito XVI
Oct 1944 Oct 1945 de Havilland Mosquito XXXII
Apr 1945 Oct 1945 de Havilland Mosquito XXXIV

[1]

 

  1. C.G.Jefford (1988). RAF Squadrons. UK Airlife Publishing. ISBN 1-85310-053-6.

External linksEdit

 

 

 

 

 

 

Quelle II   (Wikipedia- Status: 11. Mai 2020):

 

De Havilland DH.98 Mosquito

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De Havilland DH.98 Mosquito
Mosquito 600pix.jpg
De Havilland Mosquito FB XVI
Typ: Jagdbomber
Entwurfsland:
Hersteller: de Havilland Aircraft Company
Erstflug: 25. November 1940
Indienststellung: 1941
Produktionszeit:

1940 bis 1950

Stückzahl: 7781

 

Die De Havilland DH.98 Mosquito war ein Mehrzweckflugzeug der Zeit des Zweiten Weltkrieges aus britischer Produktion. Die zweimotorige, zweisitzige Maschine wurde von der de Havilland Aircraft Company in Holzbauweise hergestellt und mit großem Erfolg im Krieg und danach eingesetzt. Zwischen 1940 und 1950 wurden über 7700 Mosquitos gebaut. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und guten Höhenflugeigenschaften war die Mosquito für die deutsche Luftverteidigung nahezu unangreifbar.[1] Die Maschine wurde außer von Großbritannien auch von den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien, der Republik China, Neuseeland, Südafrika, der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Israel verwendet.

Entwicklungsgeschichte

De Havilland DH.98 Mosquito, Prototyp, 1940

Cockpit

Bereits 1938 begann ein Team unter der Leitung von R. E. Bishop mit der Konstruktion des von Geoffrey de Havilland vorgeschlagenen Konzeptes unter der Spezifikationsbezeichnung B.I/40. Wegen der sehr hohen Geschwindigkeit, welche die beiden Rolls-Royce-Merlin-Motoren dem Flugzeug verliehen, wurde es zunächst als Schnellbomber ohne zusätzliche Bewaffnung geplant. In Voraussicht auf die kommende Kriegslage wurde Holz als Baumaterial ausgewählt, um andere kriegswichtige Ressourcen einzusparen. Das britische Air Ministry stand dem Projekt wegen ebendieser Holzbauweise und des Fehlens einer Abwehrbewaffnung sehr kritisch gegenüber – bis auf Air Marshal Sir Wilfrid R. Freeman, der den Entwurf genehmigte und damit seinen Ruf aufs Spiel setzte. Einer der Spitznamen für die Mosquito war demnach auch „Freeman’s Folly“.

Bei Kriegsbeginn zeigte sich jedoch schnell der Vorteil dieser Konstruktion. Am 1. März 1940 wurde ein erster Serienauftrag für 50 Maschinen erteilt. Im Juni 1940 fiel die Mosquito jedoch aufgrund der Kriegsentwicklung aus der priorisierten Produktion, welche sich auf die absolut wichtigsten Typen beschränkte. Drei Prototypen wurden gebaut, darunter der erste (W4050) als Bomber und der zweite (W4051) als Fotoaufklärer. Der Erstflug des Piloten Geoffrey de Havilland Jr. erfolgte erst am 25. November 1940. Die ersten Flugtests übertrafen mit einer Geschwindigkeit von über 630 km/h sogar die Erwartungen des Herstellers und konnten nun auch die Vertreter des Air Ministry völlig von der Leistungsfähigkeit des Flugzeuges überzeugen. Zunächst wurden drei Varianten in Auftrag gegeben: die PR Mk.I als unbewaffneter Aufklärer (PR = Photo Reconnaissance), ein Bomber unter der Bezeichnung B Mk.IV (B = Bomber) und ein Nachtjäger mit der Bezeichnung NF Mk.II (NF = Night Fighter).

Schon der erste operative Einsatz der PR Mk.I am 14. Juli 1941[2] bestätigte die Einschätzung, dass eine Abwehrbewaffnung für den Aufklärer nicht notwendig war – das Flugzeug entkam drei Messerschmitt Bf 109, die es verfolgten, indem es einfach mit Höchstgeschwindigkeit geradeaus flog, bis die Deutschen die Verfolgung abbrechen mussten.

Am 15. November 1941 wurde die erste B Mk.IV an die 105. Squadron ausgeliefert, die bis dahin Bristol Blenheim-Bomber einsetzte. Im Mai 1942 kam die B Mk.IV bei der Squadron 105 in den Kampfeinsatz. Dabei erwies sich neben dem Vorteil der hohen Geschwindigkeit auch die Robustheit der hölzernen Konstruktion als vorteilhaft. Einer der ersten Einsätze war der Angriff von vier Flugzeugen der 105. Squadron auf das Gestapohauptquartier in Oslo am 25. September 1942.[3] Schon bald sprach man in Deutschland von der „Mosquito-Plage“.

In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember 1941 kam auch die NF Mk.II zu ihrem ersten Einsatz. Sie löste damit bald ihren Vorgänger Bristol Beaufighter ab, dessen Geschwindigkeit sie um fast 80 km/h überbot. Später wurden auch V1 von Mosquitos nachts angegriffen; aufgrund der Lage ihrer Basis RAF Ford, etwa 3 Kilometer südwestlich von Arundel (West Sussex), trug die No. 96 Squadron RAF eine Hauptlast und schoss 180 der “Doodlebugs” ab.[4] Innerhalb der ersten neun Wochen wurden 620 der fliegenden Bomben abgeschossen.

Zahlreiche weitere Varianten folgten, unter anderem der ab Februar 1943 mit Kanonen und Maschinengewehren ausgerüstete Jagdbomber FB Mk.VI (FB = Fighter Bomber), der auch acht Raketen unter den Tragflächen mitführen konnte. Diese Variante war mit 2718 Stück auch die meistgebaute. Mk.IX war ein Höhenbomber und Aufklärer, Mk.XVI die meistgebaute Bombervariante mit über 400 Exemplaren. Die Mosquito-Bomber hatten die niedrigste Verlustrate aller RAF-Bomber im Zweiten Weltkrieg. 18 Mk.VI wurden zur FB Mk.XVIII „Tsetse“ aufgerüstet, die unter anderem mit einer Molins-57-mm-Kanone besonders gegen Schiffe eingesetzt wurde. Die FB Mk.26 und FB Mk.40 wurden auf Basis der Mk.VI in Kanada bzw. Australien gebaut und mit Packard-Merlin-Triebwerken (in Lizenz von Packard in den Vereinigten Staaten gebaute Merlin-Motoren) ausgerüstet.

Eine Mosquito B.IV der 105. Staffel beim Angriff auf das AW Trier, 1. April 1943 (mittig am oberen Bildrand)

97 NF Mk.II wurden mit einem AI-Mk.VIIIRadar zur NF Mk.XII aufgerüstet. Zusätzlich wurden 270 NF Mk.XIII mit der gleichen Ausrüstung neu gebaut. Weitere Nachtjäger trugen die Bezeichnung Mk.XV, Mk.XVII (aus umgebauten Mk.II), Mk.XIX und Mk.30. Letztere trug das US-amerikanische AI-Mk.X-Radar. Die NF Mk.36 mit Merlin-113-Motoren und die NF Mk.38 mit dem britischen AI-Mk.IX-Radar wurden erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gebaut. Im Deutschen Reich wurde der Naxos-ZR-Radardetektor eingesetzt, um die mit „H2S“-Zentimeterwellen-Radargeräten ausgerüsteten Mosquito-Nachtjäger zu melden. Die Briten wiederum verwendeten Systeme mit den Namen Serrate bzw. Perfectos, um deutsche Nachtjäger zu orten.

Wegen der hohen Geschwindigkeit brauchten die Besatzungen eine Weile, um sich an die Maschine zu gewöhnen. Deshalb wurde eine Trainingsvariante des Flugzeuges gebaut, die T Mk.III. Die australische Variante dieses Typs trug die Bezeichnung T Mk.43.

Es wurden auch 50 TR Mk.33 für den Einsatz auf Flugzeugträgern gebaut. Diese hatten nach oben wegklappbare Tragflächen, ein Radom und Halterungen für Torpedos. Bei der originalen Mosquito hingegen war die ganze Flügelspannweite zur Gewichtsersparnis und Vereinfachung der Konstruktion in einem Stück gebaut worden.

Weitere Einsatzarten waren unter anderem die eines Schnellbombers, Begleitjägers, Schlachtflugzeugs, Transportflugzeugs, Minenlegers und Zielschleppers. Die Royal AF setzte diese Zielschlepper bis Ende der 1940er-Jahre auch auf ihrem Stützpunkt im Norden der Insel Sylt ein.

Die hölzerne Bauweise erwies sich in tropischen Regionen als problematisch, da der Tragflächenholm unter diesen Bedingungen mitunter nachgab und trotz hoher Tragfähigkeit brach. Bei Überführungsflügen von Kanada nach Europa gab es ebenfalls unerwartete Probleme – einige Flugzeuge explodierten aus bis heute ungeklärten Gründen mitten über dem Atlantik.

Die letzte Mosquito – eine NF Mk.38 – wurde 1950 in Chester gebaut. Einige „Mossies“ blieben noch nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz. In Großbritannien wurden die letzten Aufklärer 1961 außer Betrieb genommen.

Während des Krieges wurden 6710 Flugzeuge gebaut. Insgesamt wurden 7781 Flugzeuge gebaut, davon 1134 in Kanada und 212 in Australien.

Konstruktionsmerkmale

Schema des Aufbaus der Mosquito-Schale

Das Flugzeug bestand im Wesentlichen aus Sperrholz, Fichtenholz und Birkenholz mit einer Zwischenschicht aus Balsaholz, was ihm auch den Spitznamen “Wooden Wonder” (deutsch: „Hölzernes Wunder“) einbrachte. Der Rumpf der De Havilland Mosquito wurde als Monocoque in zwei Halbschalen hergestellt, die mit wenigen Längsaussteifungen auskamen. Zur Herstellung der Schalen war weder Druck noch Wärmezufuhr notwendig. Die zwei etwa 12 Meter langen Positivformen bestanden entweder aus Mahagoni-Holz, zum Teil wurden aber, beispielsweise bei der kanadischen Produktion, auch Formen aus Beton eingesetzt.[5] Bei der ersten Baustufe wurden die Rumpfspanten und andere interne Elemente in Schlitze der Form eingebaut. In der zweiten Stufe folgte die Verlegung der inneren Rumpfhaut und der Einbau der strukturellen Bauteile zwischen der inneren und äußeren Sperrholzschicht. Beim hinteren Rumpfteil wurden die Sperrholzstreifen schräg verklebt, um die aus der Torsionsbelastung durch das Leitwerk auftretenden Kräfte besser aufnehmen zu können. Die Maserungen der innen und der äußeren Streifen liefen dabei quer zueinander.

Die Maschine wurde von zwei Rolls-Royce-Merlin-Motoren mit Propellern in gleicher Drehrichtung angetrieben. In den Flügelvorderkanten zwischen den Motorgondeln und dem Rumpf befanden sich die Kühler. Bei Bombern war die Rumpfspitze verglast. Bei einigen Varianten wurde eine „Radarnase“ angesetzt.

Produktionszahlen

Die Mosquito wurde in Großbritannien bei De Havilland in Hatfield und Watford, bei Standard Motors, Airspeed und Percival gebaut. In Kanada und Australien erfolgte der Bau bei den jeweiligen De-Havilland-Töchtern.

 

 

 

Eine größere Version des Luftbildes vom 16. Februar 1945 über König im Odenwald- A greater version from photo with König im Odenwald from 16. February 1945

 

 

Inzwischen wurde diese Luftbild siedlungsgeographisch durch Studiendirektor i. R. Walter Hoffmann (Bad König) expertenhaft unter dem Titel untersucht:

“Siedlungsgeographische Aspekte zur Luftaufnahme Bad König vom 16. Februar 1945” *

Der Geograph Walter Hoffmann stellt das einzigartige Luftfoto vom historischen König im Odenwald analytisch zu festzustellenden Mustern der Siedlungsgeographie in Relation, erkennt die Vielfalt der “gewachsenen” Strukturen, dies erstmals unseres Wissens für die Historie Königs.

 

*Urheberrechte/ 31. Mai 2020: Walter Hoffmann, Bad König

 

 

 

Presse:

“Ein Fund, der es vielfach in sich hat- Bad König verdankt Kfz-Meister Karlheinz Schäfer ein in mehrfacher Hinsicht interessantes Luftbild von der Stadt” Von Gerhard Grünewald, dazu Kommentar “Wertvoll”, dito (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 29. Mai 2020 (Rubrik Odenwald, S. 9)

 

“Seltenes Luftbild-Britisches Aufklärungsflugzeug macht am 16. Februar 1945 ein Foto vom historischen König im Odenwald mit Bahnlinie nach Mümling-Grumbach” (Quelle: “Mümling-Bote”/Allgemeiner Anzeiger für Höchst im Odenwald und die Unterzent, Erbacher Str. 2, D-64739 Höchst i. Odw. – 15. Mai 2020, S. 5

 

 

 

 

Im Zusammenhang mit den obigen Artikeln:

“Für Frieden in Form gebracht- Das Ergebnis einer Umwidmung kriegerischer in friedliche Zwecke hat sich in Bad König erhalten: Ein Bäcker hatte Metall eines Weltkriegs-Fliegers als Kuchenform verwendet” (Titelseite 1)/Kriegsflieger zu Kuchenformen- Bei Hascherts in Nieder-Kinzig ist ein Blech aus Metall einer abgeschossenen Halifax erhalten geblieben” (S. 9)  Von Gerhard Grünewald (mit zwei Fotos von Dirk Zengel/ ein Foto Halifax-Militärmaschine v. Stadtarchiv Worms/VRM-Repro)  Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 9. 6. 2020

 

 

 

(Zusammenstellung insgesamt: Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einmaliges Luftbild “König im Odenwald” vom 16. Februar 1945

(Foto zur Verfügung gestellt: Karlheinz Schäfer, Bad König/Scan: Reinhold Veit, Bad König)

(Fotorechte bzw. Scans: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

Foto-Serie von oben nach unten:

1 Das Foto zeigt den historischen Schlossplatz vom damaligen König im Odenwald: Es ist eine Kundgebung im Gefolge der “Machtergreifung” vom  30.Januar 1933. Im Mittelpunkt sind zumindest Uniformierte in SA-Uniform zu erkennen, partiell auch mit Musikinstrumenten. Darum herum gruppiert sich eine größere Anzahl von Menschen, nicht nur erwachsene Männer, auch Frauen wie Kinder und Jugendliche sind dabei.

 

2 Das  Foto mit azurblauem Winterhimmel und Baumbestand (vom Februar 2019) zeigt den Platz, wo einst der “Adolf-Hitler-Turm” stand, später “Siegfrieds-Anlage” genannt. Aktuelle Standortbestimmung: direkt östlich neben der Buszufahrt zur Carl-Weyprecht-Schule Bad König.

3 In der Vortrags-Ankündigung zum Referat von Dr. Strohmenger sehen Sie ganz oben diesen “Adolf-Hitler-Turm”. Nicht feststellbar ist, wann dieser Turm in den 1930er Jahren errichtet worden ist.

 

 

  • Bad König. „Krach, Kur, König. Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 1930er Jahre. Ein Blick hinter die Fassade des Kurstädtchens in der Zeit des `Führerstaates`”, so hatte der fachkompetente Referent Dr. Dirk Strohmenger seinen Vortrag tituliert, den er am Mittwoch, 20. Februar 2019, ab 19 Uhr in Bad Königs Rentmeisterei im Rahmen der Vortragsreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Bad König e.V. vor sehr großer und höchst interessierter Zuhörerschaft hielt.

 

 

 

Von HGV-Mitglied Thomas Seifert- Zusammenfassung des HGV-Vortragsabends

Es wird den Lauf der Weltgeschichte nicht wesentlich beeinflusst haben, dass Adolf Hitler bereits bei den Reichspräsidentenwahlen des Jahres 1932 in König schon im ersten Wahlgang vor dem anderen aussichtsreichen Kandidaten Hindenburg lag und in der zweiten entscheidenden Runde sogar die absolute Mehrheit erringen konnte. Der Umstand gab Dr. Dirk Strohmenger aber die Gelegenheit, etwa aufkommende Spekulationen, der Odenwälder Kurort könnte  im Dritten Reich so etwas wie ein kleines gallisches Dorf voller widerständiger Zeitgenossen gewesen sein, schon von Anfang an das Wasser abzugraben. Der Referent des vom Bad Königer Heimat- und Geschichtsverein kürzlich ausgerichteten und unter das Motto „Krach, Kur, König – Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 30er Jahre“ gestellten Abends, der als Kenner der Materie durch seine vor wenigen Jahren erschienenen Publikation über den „Nationalsozialismus im Landkreis Erbach“ ausgewiesene Gymnasiallehrer, daneben auch als leitender Archivpädagoge am Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden tätig, hatte eine große Zahl interessierter Zuhörer den Weg in die Bad Königer Rentmeisterei finden lassen,  denen er einen Blick „hinter die Fassade des Kurstädtchens“ in den 30er und 40er Jahren des letzten 20. Jahrhunderts bot. In seinem Vortrag widmete er sich der Frage nach den Methoden, mit denen die örtlichen Nationalsozialisten es unternahmen, die nicht zum Nationalsozialismus Neigenden oder ihn gar Ablehnenden kalt zu stellen und einzuschüchtern.

Schon die Weigerung, den „Hitlergruß“ durch Erheben der rechten Hand zu zeigen, konnte Konsequenzen haben. Ein Königer aus der Mainstraße, von dem Dr. Strohmenger berichtete, hatte es gewagt, die am 30. Januar 1933 aus Anlass der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler übertragene Hitler-Rede  mit Zwischenrufen kritisch zu kommentieren; den „Hitlergruß“ wollte er nicht zeigen, und das trug dem KPD-Mitglied damals nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch eine Inhaftierung im KZ Osthofen ein. Andere, so ein nach dem Zweiten Weltkrieg als Bürgermeister von Bad König tätiger Sozialdemokrat, sahen sich wiederholten „Besuchen“ von SS-Männern ausgesetzt, die ihre „Belehrungen“ handgreiflich zu unterstreichen wussten. Kritische Bemerkungen, schnell als „Beleidigung der Reichsregierung“ gewertet, führten in diesem Falle zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen. Auch Einwohner, die es unterließen, die Hakenkreuzfahne aus dem Fenster zu hängen, hatten mit Repressalien zu rechnen, denn die angeordnete Beflaggung diente dazu, den Bestand einer hinter dem Regime stehenden „Volksgemeinschaft“ zu demonstrieren; nur Juden traf diese Verpflichtung nicht, denn sie zählten nach dem Verständnis der Nationalsozialisten gerade nicht zu dieser „Volksgemeinschaft“.

An die Grabenkämpfe in heute am rechten Rand des politischen Spektrums agierenden Parteien fühlten sich einige Zuhörer erinnert, als Dr. Strohmenger auf die Intrigenspiele innerhalb der nationalsozialistischen Organisationen einging. Selbst dem obersten Parteigericht der NSDAP erschienen die Vorwürfe nachgerade „gesucht“, die im Jahr 1935 zur Ablösung des bis dahin als Ortsgruppenleiter der Königer NSDAP amtierenden Mannes  führten. Ihm hatte man parteiintern vorgeworfen, im Stammtischkreis „Nacktbilder“ gezeigt und sich ein Fahrrad eines Juden ausgeliehen zu haben. Diese und weitere Vorwürfe erachteten die NS-Parteirichter nicht als geeignet, gegen den Ortsgruppenleiter eine Parteistrafe zu verhängen; sein Amt, das der Königer Lehrer Schäfer übernommen hatte, war er aber doch los.  Auch ein Kuraufenthalt von SA-Männern in König erregte in der Parteiorganisation Ärgernis: Der unmäßige Alkoholkonsum der braunen Kurgäste drohte das erhoffte Renommee der Nationalsozialisten anzugreifen, weshalb der örtliche SA-Obersturmführer die Königer Gastwirte aufforderte, den Gästen den Ausschank von Bier und von anderen Alkoholika abzuschlagen, hatten sie erst einmal einen Zustand erreicht, in dem sie den Königern nicht mehr als Vorbilder nationalsozialistischer Kultur dienen konnten.

Sozialer Druck, soziale Kontrolle, auch und vor allem gegenüber hartnäckigen Gegnern mit brachialen Methoden ausgeübt, damit versuchten die Nationalsozialisten auch auf der lokalen Ebene, ihre Gegner auszuschalten, den Eindruck einer hinter dem „Führer“ Adolf Hitler stehenden  „Volksgemeinschaft“ zu erwecken und den Eindruck zu vermitteln, den Gang der Dinge in die Hand zu haben. Dieses Resumee durften die Zuhörer am Ende eines interessanten Vortrags ziehen. Dass das nicht immer gelang, zeigte der Referent am Ende seiner Ausführungen auf, als er noch einmal kurz auf die Scheinerschießunegn von Juden im November 1938 einging, ein Ereignis, über das Dr. Strohmenger bereits im November des  vergangenen Jahres im Rahmen der Stadt Bad König, der hiesigen Kirchengemeinden und der “Stolperstein-Initiative” referiert hatte. Als damals eine große Zahl (Bad) Königer Juden von Ortsinneren zum alten Königer Wasserwerk geführt wurden, sollen einige Umstehende den verängstigten Menschen zugeraunt haben, die für die vermeintlichen Erschießungen genutzte Waffe sei nur mit Platzpatronen geladen. Das Schicksal, dem  die jüdische Bevölkerung von König entgegensah, hat dieser vielleicht freundlich gemeinte Hinweis  freilich nicht entscheidend erleichtert.

(Stand: 26.02.2018)

 

Presse:

Wie die Kurstadt die NS-Zeit erlebte/Historiker Dirk Strohmenger blickt bei gut besuchtem Vortrag auf “Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 30er Jahre” (Quelle: Odenwälder Echo/jös/ vom Freitag, 1. März 2019/Rubrik Odenwald, S. 10)

 

 

Grundlagenliteratur:

Mittlerweile als d a s Standardwerk für die Zeit von 1933 bis 1945 im früheren Landkreis Erbach im Odenwald (heute Odenwaldkreis) gilt das Buch:

Dirk Strohmenger: Nationalsozialismus im Erbacher Landkreis “dass überalls vollkommene Ruhe und Ordnung herrscht … (Herausgegeben vom Kreisarchiv des Odenwaldkreises/Redaktion und Bearbeitung: Anja Hering), Druck: M&K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH in Michelstadt /448 Seiten/ISBN: 978-3-9815625-4-5/Erbach 2016

 

Weiterhin zur politischen Situation im einstigen (Bad) König im Odenwald:

Wolfgang Stapp, Niemals wieder vergessen! Zum Gedenken Odenwälder Antifaschisten – Teil 5: Verfolgung und Widerstand in Bad König und Brombachtal, S.157-173, in: “gelurt” -Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2012 (ISBN: 978-3-9805891-9-6) , Michelstadt (M& K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH, Michelstadt 2011

Ausführlich akribisch untersucht wird das jeweils biografische Schicksal von Peter Kunkelmann, Philipp Jakob Hofmann, Johann(es) Hofferberth, Karl Jörg, Hans Hofmann, Wilhelm Ehrhardt, Peter Rebscher, Johann Grasmück, Wilhelm Schäfer, Peter Schneider und  Jakob Eidenmüller.

Argentat sur Dordogne- Bad König im Odenwald. Beim Gang über dem Friedhof in Argentat sur Dordogne fand anlässlich der Jumelage in diesem Sommer 2018 ein dortiges Grab mit folgender Inschrift Beachtung: “Fischer Franz, verstorben den 7. April 1961”. Es ist die Ruhestätte eines ehemaligen deutschen Soldaten, der nach Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1945 nicht mehr in seine deutsche Heimat zurückkehrte. Er blieb hier in Bad Königs dann späterer französischer Partnerschaftsstadt, arbeitete längere Zeit in einem dortigen Geschäft, wie Nicole Farges– die dortige Partnerschaftskomitee-Vorsitzende- die sich um dieses “deutsche Grab” seit einigen Jahren kümmert, vor Ort erzählte.

Gut zwei Jahre später nach Franz Fischers Tod werden Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer am 22. Januar 1963 in Paris den deutsch-französischen Vertrag, der auch als Freundschaftsvertrag gilt, feierlich unterzeichnen, der die beiden großen europäischen Nationen eng verbindet.

 

 

Scan: Reinhold Veit/Foto und Text: Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

 

 

 

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. veranstaltet immer wieder zu bestimmten historischen

und heimatgeschichtlichen Anlässen kleine, aber doch effiziente Austellungen. Diese finden meistens im zu betreuen-

den Heimatmuseum Bad König statt und werden auch immer in den lokalen und übergeordneten Presseorganen

angekündigt und begleitet.

Unser Bild (Foto:HGV) zeigt eine Teilansicht der Buch- und Dokumente-Ausstellung mit dem Themenkomplex

“Kriegsende Zweiter Weltkrieg am 8.Mai 1945 und die Zeit danach”, die im Jahre 2015 erfolgte. Wenn man so will: 70

Jahre später, auch für die für die jetzige Generation und als Mahnung zugleich gedacht.

 

 

Weitere Sonderausstellungen bisher waren:

 

–  “Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 vor 100 Jahren” (Ausstellungsjahr 2014)

Hierzu hatte der HGV Bad König e.V. ergänzend auf das damalige (Bad) König bezogene Dokumente und Kriegspost-

karten dieser Jahre (ab 1914) eingestellt, die jedermann unter dem EU-Projekt www.europeana.de

einsehen kann. (Siehe dazu auch weiter Beiträge auf dieser Homepage.)

 

– ” Die Jahre des Wirtschaftwunders/Zeit der 1950er Jahre (Ausstellung 2015)

 

 

– Sonderausstellungen zu den Bad Königer Nikolausmärkten 2014/2015/2016:

“Weihnachten und Neujahr – anhand von Weihnachtsbüchern (auch Büchern zu Silvester/Neujahr) einst und jetzt”

 

 

– Sonderausstellung Oktober 2017- Dezember 2017:

“Johann Rudolf Follenweider-Carl Seeger- Carl Philipp Fohr – die Bad König-, Odenwald- , Heidelberg-

und Neckartalmaler (mittels der kunstmusealen Kataloge)”

 

Damit wurde arrondiert die von der Stadt Bad König (im 1200jährigen Jubiläumsjahr) initiierte einmalige

und dergestalt nicht mehr wiederkehrende Kunstausstellung “Bad König -einst und jetzt, gemalt und fotografiert von

Odenwälder Künstlern”, d.h. von 18 verstorbenen und lebenden Kunstschaffenden (Zeitraum vom 7.November 2017

bis 31.Dezember 2017/Rathausgalerie-Altes Schloss).

 

 

– Im Jubiläumsjahr 2017 selbst:

Zu Jahresbeginn im Januar 2017 war der Start mit einer Vernissage einer besonderen Kunstausstellung von Heidi

Hoffmann und Corinna Panayi-Konrad, die beide eigens zum Jubiläumsjahr Bad Königs neue Kunstwerke mit

wunderbaren Bad König-Motiven kreativ konzipierten, dies sehr zur Freude des Publikums, wobei die Resonanz auch

für den Erwerb sehr groß war.

Renate März vom HGV-Vorstand hatte dabei “durch das Jubiläumsjahr hindurch” die organisatorische und auch

verwaltungsmäßige Betreuung in hervorragender Weise übernommen.

 

(Vergleichen Sie bitte zur Thematik auch die anderen Artikel auf dieser Homepage.)

 

(Foto-Rechte : David John Hales, United Kingdom)  Das jetzt erst – August 2019- in England von einer älteren Tante des Hales-Neffen David J. Hales entdeckte Foto zeigt Sgt. Richard Benjamin Hales vermutlich im Jahre 1944. Die Aufnahme wurde vermutlich in Foulsham/Norfolk gemacht.

Bad König. Am 9. November 2016 wurde von der Stadt Bad König und der “Stolperstein-Initiative Bad König” im
Beisein von vielen Bad Königer Bürgerinnen und Bürgern die feierliche Enthüllung der Bronzetafel im Gedenken an die am 21.November 1944 beiden ermordeten britischen Flieger Alec Peter Bloomfield und Richard Benjamin Hales vorgenommen.
Unser Bild zeigt die Gedenktafel im Innenhof zwischen evangelischer Kirche und dem Alten Schloss, angebracht
rechter Hand neben des Einganges zum Heimatmuseum Bad König (auf Empfehlung der Landesdenkmalpflege Hessen in Wiesbaden).
Unsere Aufnahmen zeigen den Neffen eines der ermordeten beiden britischen Flieger, Herrn David Hales aus Großbritannien, der der Zeremonie beiwohnte.
Herr David John Hales war auch am 9. November 2017 wieder in Bad König anwesend, legte an diesem Donnerstagmorgen
an der Gedenktafel zwei von ihm selbst angefertigte kleine Memorialkreuze nieder. Das tat Herr Hales auch wieder im Folgejahr 2018.

(Das große Foto gibt die Memorial-Plakette mit Inschrift deutlich sichtbar preis.)

 

Auch am diesjährigen 9. November 2017 fand in Bad König eine frühabendliche Veranstaltung zum Gedenken an die
jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger der damaligen Gemeinde König statt, dieses Mal am Gedenkstein an der Alexanderstraße, wo einst sich die Synagoge befand. David Hales war auch hier eigens aus dem Vereinigten Königreich gekommen.

 

Dabei stattete Herr David Hales im November 2017 auch einen Besuch in der Gaststätte “Bäcker-Adam” im Bad Königer Stadtteil Nieder-Kinzig ab, wo dereinst das Schicksal der beiden britischen Flieger- darunter Hales Onkel- Richard Benjamin Hales seinen Lauf nahm.

Siehe auch: Elmar Streun, “Bäcker- Adam schließt/Gastgewerbe-Wirt gibt aus  gesundheitlichen Gründen Traditionsgeschäft der Familie in Nieder-Kinzig auf”, Quelle: Odenwälder Echo vom 17. August 2018 (Rubrik Odenwald), S.10:

Textauszug: “Zwischen 1923 und 1945 lenkte der Großvater des heutigen Wirts als Bürgermeister auch die Geschicke des Dorfes. Als im November 1944 zwei englische Flieger (eben Richard Benjamin Hales und Alec Peter Bloomfield, Anmerkung) nach dem Abschuss ihres Flugzeugs in der Nähe des Dorfes mit einem Fallschirm absprangen und festgenommen wurden, führte die Dorfbevölkerung die Gefangenen deshalb ins Haus von Adam Hofferberth, dessen Frau Katharina den verletzten Männern erste Hilfe leistete”.

Im eingerahmten Kasten zum Text heißt es:

Spuren des Krieges

” Im vergangenen Jahr kam ein Neffe (d.h. David John Hales) eines der am Tag nach der Festnahme an der Leuersruh in (Bad) König von einigen Nationalsozialisten (d.h. aus der Kreisstadt Erbach im Odenwald) gelynchten Soldaten auch nach Nieder-Kinzig. Er tat dies, um den Spuren seines getöteten Onkels bis ins Gasthaus `Bäcker-Adam` zu folgen.”

 

Beim Neffen David Hales stand aber von Anfang an der Versöhnungs-Gedanke nach all den vielen Jahrzehnten primär im Vordergrund.

 

Dabei wurde im Beisein der HGV-Mitglieder Thomas Seifert und Reinhold Nisch am frühen Freitagabend des 10. November 2017 Herrn Hales durch den Gastwirt Roland Weigl die bauliche Struktur des Gasthauses mit dem großen Saal und auch die Umbaumaßnahmen auch unter Vorlage von alten Bauplänen erklärt, wie alles zurzeit des Großvaters und Zimmermannes Adam Hofferberth ausgesehen haben mag, als die beiden Flieger dort eintrafen, gut behandelt wurden, ehe der Marsch nach König kam …

 

(Eine historische Dokumentation dazu ist im Werden und wird voraussichtlich noch zum Jahresende 2019 im kommenden Jahrbuch des Odenwaldkreises 2020 “gelurt” erscheinen.)

 

Siehe auch:

“Versöhnung nach 74 Jahren- Sohn des Piloten, dessen Maschine beim Absturz 1944 zehn Menschen getötet hat, kommt nach Falken-Gesäß”  (Von Thomas Wilken), Quelle: Odenwälder Echo vom Donnerstag, 27. September 2018 (Rubrik Odenwald), S. 9; dort auch der Kommentar “Gegengewicht” von Gerhard Grünewald zur Erinnerung von Falken-Gesäß.

 

 

Auch auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de:

“Historie Bad König: Remembrance Day- Durnbach, 11. November 2018- die letzte Ruhestätte zweier britischer Flieger” (Artikel vom 23.11.2018)

Siehe auch Michelstadt/Odenwaldkreis:

“Schreckensnacht bewegt noch heute/Auf dem Michelstädter Friedhof gedenken polnischer Generalkonsul und Offiziere der toten Soldaten (Von Ernst Schmerker), Quelle: Odenwälder Echo /Am Wochenende/Samstag, 27. April 2019, S.12 (Artikelkasten/Zitat-dito:” VERBUNDENHEIT Bürgermeister Stephan Kelbert stelte in einer kurzen Ansprache die Notwendigkeit der Gedenkveranstaltung heraus. Man müsse Völkerfreundschaften pflegen und mit Leben erfüllen. doch in dieser Stunde sei man in Trauer mit allen Kriegstoten vereint. Generalkonsul Jakub Warwrzyniak erinnerte an den Beitritt Polens zur EU vor kanpp 15 Jahren und die damit bekundete Hinwendung zu westlichen Werten. Dies sei ein verpflichtendes Ziel, insbesondere auch, weil Deutschland und Polen praktisch “Tür an Tür” wohnten.”

 

 

Neuere Forschungsliteratur:

Literatur in Großbritannien:

In englischer Sprache ist dazu- mit zahlreichen historischen Fotos und auch dokumenatarisch versehen- der Report, an dem Mister David John Hales maßgeblich auf Grund seiner eigenen Forschungsergebnisse beteiligt war:

“World War II TERRIBLE RETRIBUTION – A night- fighter put paid to a spootingHalifax high over Frankfurt. Alan F. Crouchman describes the fates that befell its crew , pages 22 ff.  (Quelle: “FlyPast” – Issue October 2011, ISSN 0262-6950 (Distributed By: Seymour Distribution Limited, 2 Poultry Avenue, London, EC1A 9PP, Tel: 020 7429 4000 Fax: 020 7429 4001 PRINTED BY: Warners (Midland) plc, Bourne, Lincs)  – Printed in England

 

Neuerscheinung in Deutschland, November 2019:

Thomas Seifert: Recht in Trümmern- Die Zerstörung des Rechtsstaates in der Zeit des Nationalspozialismus, dargestellt an zwei Beispielen aus dem Odenwald. S.9-38 (Quelle: “gelurt” Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2020 – Herausgegeben vom Kreisarchiv des Odenwaldkreises, ISBN: 978-3-9815625-9-0/ ISSN: 0947-4870 – Verkaufspreis 18,00 Euro- Druck: M&K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH Michelstadt, Erbach im Odenwaldkreis- 27. November 2019 )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das  Foto zeigt Herrn David Hales, England, an der Gedenktafel.