Vor 140 Jahren- 

Carl Weyprecht stirbt in Michelstadt im Odenwald, Carl Weyprecht wird in Bad König im Odenwald bestattet

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Carl Weyprecht (1838-1881)

(Scan: R.Veit/Blatt:Privatbesitz)

Beeindruckende Trauerfeierlichkeiten am 31. März 1881 für den großen Polarforscher Carl Weyprecht auf dem Friedhof Bad König im Odenwald

Frau Katharina Haase (Bad König) nahm im Jahre 2017 eigeninitiativ die Transkription (aus alter Schrift in die moderne „Übersetzung“) zum Forschungsgegenstand „Trauerfeierlichkeiten zur Beerdigung Weyprecht- Polarforscher“-wie es in Kirchenbuch-Originalen und der Darmstädter Zeitung (Nr.91 vom 2. April 1881) festgehalten wird – vor. Dabei wurde von Frau Haase auch ermittelt, dass ein anderes Pathos der damaligen Zeit im noch jungen Deutschen Kaiserreich vorhanden war- und gleichfalls andere Bestattungsgepflogenheiten (Teilnahme der Kriegervereine und Schuljugend in Michelstadt wie im damaligen König), wo der schwerkranke Carl Weyprecht-heimgeholt vom Arzt-Bruder Robert (in Michelstadt wohnend) unter Bereitstellung eines Salonwagens durch den Habsburger Kaiser für die letzte große Reise von Wien in den Odenwald antrat, in Michelstadt verstarb, in König unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im vorgesehenen Elterngrab (heute Eltern-Sohn-Grabstätte) zur letzten Ruhe auf dem Friedhof Bad König fand, wobei die Grabstätte – auch der ganze Friedhof heutzutage unter Ensembleschutz (Denkmaltopografie) stehen.

Auch viele oberste Prominenz war damals gekommen –neben Weyprechts Angehörigen – hier in der Region die Adeligen Grafen Erbach-Erbach und Erbach-Schönberg mit Begleitung, Vertreter wissenschaftlicher Vereinigungen, sogar aus Hamburg angereist, Deputierte des österreichischen Marineministerium sowie auch neben Turn- und Gesangvereinen die „endlose Reihe von Leidtragenden aus allen Gegenden und aus allen Schichten der Bevölkerung“.

Der Michelstädter Pfarrer Marguth- es ist stark zu vermuten, das Weyprechts Bruder Robert das „vor Ort“ in Absprache mit der Mutter so organisiert hatte, hielt die zutiefst ergreifende Grabrede auf der Basis des Textes: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn, darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“

Herr Oberpfarrer Wagner, gleichfalls Michelstadt, zelebrierte nach der Grabrede“ die Einsegnung der Leiche“. Es würde hier zu weit führen, den vollständigen Ablauf der Trauerfeierlichkeiten minutiös wegen der intensiven Programmdichte für Carl Weyprecht dieserorts anzuführen, was alles Katharina Haase historisch ergebnisorientiert vortrug.

Auch Dekan Johann Adam Groh, Pfarrer von (Bad) König, entwickelte  eine Ansprache an die Trauerversammlung: „Bevor wir scheiden von diesem Grabe, sei es auch mir vergönnt, im Namen der hiesigen Gemeinde ,, in welcher unser Verstorbener seine Kinder- und ersten Jugendjahre verlebte, den Gefühlen der Trauer und Erhebung zugleich kurz Ausdruck zu verleihen. Als der nun Verstorbene in seinem 18.Lebensjahr aus der hiesigen Gemeinde hinwegging, um sich dem erhabenen Berufe zu widmen, den er auserwählt hatte, da begleiteten ihn unsere besten Segenswünsche hinaus in die Ferne, und als er nach einer Reihe von Jahren von den eisigen Regionen des Nordens, reich mit Ehren bedacht wieder zurückkehrte, freuten wir uns mit den Seinigen und werder er, noch wir haben damals gedacht, dass er so früh nach Gottes Ratschluss, und dass er hier in unserer Mitte seine irdische Ruhe finden sollte…“ Und Dekan Johann Adam Groh- ein weiterer Großer auf anderem Gebiete (Förderer der Bauern in der Region und Mitbegründer der Volks- und Raiffeisenbanken in deutschen Landen), der selbst-paar Monate darauf- im Oktober des gleichen Jahres 1881 sterben sollte und dessen Ruhestätte (mit seiner Gattin) paar Schritte weiter westlich zu finden ist, prägte weitere Worte bei den Trauerfeierlichkeiten für Carl Weyprecht- dem großen Sohn auch unserer Stadt: “Wer dem Besten seiner Zeit genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten!“ und so möge er dann ruhen in unserer Mitte, es möge ihm leicht sein die Erde hier an dieser geweihten Stätte. Uns aber soll sein Grab heilig und teuer sein, wir wollen es hüten, wir wollen es schützen und wahren als die Stätte, in welcher die irdische Hülle einer edlen, durch Christum erlösten Seele ruht zum ewigen Leben“.

Bleibt noch zu registrieren, dass die Habsburger Monarchie Carl Weyprecht allerhöchste Ehre erwies, indem der Wiener Hof Fregattencapitain von Gedik und Linienschiffsleutnant von Becker (beide Kaiserlich Königliches Österreichisches Marineministerium) entsandte. Dr. Jäger aus Frankfurt/Main- diese Mainmetropole hatte und hat schon immer vielfältige Bezüge zur Polarforschung gehabt – war ebenfalls als hoher Vertreter der dortigen Geologischen Gesellschaft zugegen, wobei sich am Schluss des großen Traueraktes „ein großes Meer von Kränzen“ an der Grabstätte ansammelte.

Nun sei hier noch die Ansprache  von Herrn Dr. Neumeyer, dem Direktor der Deutschen Seewarte Hamburg erwähnt, welche dieser allerdings vor Dekan Grohs Segen hielt: „In Trauer um den Entschlafenen Versammelte! Indem ich vom fernen Nordseestrande hierher geeilt, um die Kränze der Geographischen Gesellschaft in Hamburg und der Deutschen Seewarte hier niederzulegen, fühle ich das Bedürfnis Ihnen zu sagen, weshalb ich gewissermaßen eine Pflicht empfinde, an dieser Stätte zu sprechen. Als erster Präsident der Internationalen Polarcommission, in deren Namen ich auch hier spreche, hatte ich genugsam Gelegenheit, den Geist und die Kraft des nun Entschlafenen kennen zu lernen. Ich fühle auch vollauf- und mit mir jene Commission, die ja berufen ist, den großen Gedanken Weyprechts zur Tat werden zu lassen- in mir die Pflicht zu constatieren, mit welcher Treue und mit welch collegiallischer Güte er unserem Verein Freund und Genosse war. Es ist hier nicht die Stätte, zu sprechen von den Verdiensten des Seemannes, des wissenschaftlichen Mannes -nein, dazu werden andere berufen sein. Die wissenschaftlichen Verdienste Weyprechts, sie sind im Buche der Geschichte verzeichnet“.

Transkript: HGV-Mitglied Katharina Haase, Bad König im Odenwald- 22. März 2017 anlässlich des Jubiläumsjahres Bad Königs 1200 Jahre/817-2017

Dr. Neumeyer hätte ja kaum erahnen können, dass aus „dem Buch der Geschichte“ realiter viele Publikationen über Carl Weyprecht entstanden sind, sogar in den letzten Jahren des immer noch anfänglichen 21. Jahrhunderts. Die Forschungsintensität lässt auch vier Jahre später wohl nicht nach. Immer wieder versucht man neue Lücken zu schließen, was auch die frühen Jahre Weyprechts in (Bad) König betrifft -ebenso wie seine letzten Tage, wozu HGV-Mitglied Katharina Haase (2017) wertvolle Impulse mit fundierten Erkenntnissen präsentierte. Es wäre sinnvoll, wenn das wertvolle Resultat der Transkription Katharina Haases – im Sinne der erweiterten Weyprecht-Forschung (Kindheit/Jugend im König des mittleren 19. Jahrhunderts und Sterben-Tod/Beisetzung im Odenwald: Michelstadt und Bad König  noch erweitert dokumentiert werden könnte.

 

 

 

Ruhestätte Carl Weyprechts auf dem Friedhof Bad König im Odenwald  (Foto: R. Veit): Immer wieder möchten Besucher-Gruppen das Grabmal des großen Nordpolarforschers Carls Weyprecht in Bad König im Odenwald aufsuchen.

 

 

 

Presse:

 

“Bad König gedenkt eines großen Sohns- 140. Todestag: Am 31. März  (Anmerkung: Beisetzung) wird auf dem Friedhof an den Polarforscher Carl Weyprecht erinnert”  Von Jörg Schwinn (mit Archivfoto von Manfred Giebenhain des eindrucksvollen Grabmals auf dem Bad Königer Friedhof); Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 26. März 2021, Rubrik Odenwald, S. 13

 

“Carl Weyprecht und Franz Josefs Land  (mit Foto-Scan von Reinhold Veit) – Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 26. März 2021-36. Jahrgang- Nr. 12, S. 19

“Gedenkfeier anlässlich des 140. Todestages von Carl Weyprecht auf dem Friedhof Bad König” (mit Abb. Holzschnitt “Carl Weyprecht” von 1877) – Bad Königer Stadtnachrichten, dito S. 8

 

 

Carl Weyprecht-

Gedenkstunde am 31. März 2021 pünktlich mit dem 11 Uhr- Glockenschlag

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(Sämtliche Fotos: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

Bad Königs Stadtoberhaupt anlässlich der Gedenk-Rede nach dem 11 Uhr-Glockenschlag am 31. März 2021: Bürgermeister Axel Muhn (rechts) lässt die verschiedenen Stationen des Lebens von Carl Weyprecht Revue passieren. Links daneben HGV-Vorstandsmitglied Heidi Hoffmann, Carl Weyprecht-Schule- Schulleiter Martin Burk, Carl Weyprechts Urgroßnichte Frau Dr. med. Heidi von Leszczynski, deren Tochter und weitere Nachfahren sowie ein Schüler der CWS Bad König, der mit zwei  anderen Schülern der Klasse 7a (Lehrerin Ines Wolf) aus Weyprechts Biografie gekonnt zitierte- und zudem wurde von einer weiteren Schülerin ein musikalischer Beitrag bravourös mit der Trompete  geleistet (Foto ganz unten).

 

Nachfahren von Carl Weyprecht- eigens aus der Main-Metropole Frankfurt am Main u.a. angereist-  anlässlich des Gedenkens an deren berühmten Vorfahren vor dem Grabmal auf dem kernstädtischen Friedhof Bad König im Odenwald: Weyprechts Urgroßnichte Dr. Heidi von Leszcynski (zweite von links) nach ihrer Ansprache, die herrliche Sonnenstrahlen begleiteten.

 

 

 

Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert (Dritter von re.) war auch zu der “140 Jahre-Zeremonie” gekommen. Carl Weyprecht verstarb dort in Michelstadt im Odenwald am 29. März 1881 im Hause Braunstraße 23 seines Bruders (nahe Lindenplatz), des Arztes Dr. med. Robert Weyprecht.

Weiter im Bild (von links), Lehrerin Ines Wolf von der Carl Weyprecht-Schule Bad König, Stadtverordnetenvorsteher Thomas Seifert (zugleich ausgewiesener Heimatforscher), Undine Hegny, Reinhold Nisch (Erster Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.), Katharina Haase (Transkript zu Carl Weyprechts Sterbefeierlichkeiten am 31.3.1881), daneben Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert, Ilse und Erich Süssner (engagierte Mitglieder des HGV Bad König e.V. und Kenner des historischen Bad König)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- 31.März 2021- R. Nisch)

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(HGV Bad König e.V.)

Das Nachleben von Carl Weyprecht auch in Form der “Restaurationen Franz Josef Land ” bei Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts

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(Beide Scans: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V. )

Beschreibung der Ansicht- laut Wilfried Melchior/Antiquariat & Verlag: Franz Josephsland bei Wien (Orignal-Holzstich nach Franz Kollarz, 23,7 x 23,1 cm), in Erinnerung an die Leistungen von Carl Weyprecht und Julius Payer für das polare Franz-Josephs-Land. Eine Schießstätte und drei Restaurationen auf einem Gelände jenseits der Reichsbrücke, auf einem Hausgiebel die Reklame für die Restaurationen…)

 

 

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Franz Josephsland bei Wien

Das Franz-Josephsland liegt bekanntlich im hohen oder vielmehr allerhöchsten Norden. Eine Anzahl wackerer Männer, welche sich entschlossen hatten, ihre Heimat für lange Jahre zu verlassen, hat es zuerst erblickt; der große Gelehrte und opferfreudige Patriot Weyprecht * hat es erforscht und in Besitz genommen, Julius Payer hat im Verein mit demselben der Küste den glorreichen Namen des höchsten und geliebtesten Herrschers aus dem  Habsburger Hause gegeben, den Namen dessen, dem sein Volk durch die wüstesten Stürme geführt mit dem echten Gottesgnadentum der Liebe für sein Reich ! – Und welcher andere hat ihm durch seinen eigenen großen Geist eine solche Geistesmacht verliehen? Das Franz Josephsland trägt also seinen Namen mit Recht.

 

Nun hat man aber in Oesterreich, in Wien, ein zweites Franz Josephsland geschaffen, das seinen Namen trägt wie lucus a non lucundo. Es ist dort weder kalt noch einsam, es liegt eben nur- am Ende von Wien. Es gibt dort keine Eisbären und es ist dort auch kein Ruhm zu holen, höchstens eine weinselige Stimmung. Die Bennenung ist also ein Volkswitz, aber ein Witz, der aus der Liebe des Volkes für seinen Herrscher, Franz Joseph den  Großen, entsprang.

Wenn man durch die prächtige, von Wagen und Leuten durchtoste Praterstraße geht, den Praterstern passirt, indem man den menschenwimmelnden Robel- und den musikdurchtönten Wurstelprater rechts liegen läßt, wenn man die Donau auf der Reichsbrücke überschreitet, dann gelangt man ins Franz Josephsland mit seiner Schießstätte und seinen drei Restaurationen, von denen die zweite, die vom “Magenschein”, die renommirteste ist. Daneben breitet sich eine Art Teich aus, ein Abfluß oder, besser gesagt, toter Seitenarm der Donau, auf welchem zahllose Rachen und Kähne und Segelschifflein kreuzen, die ganz Wien an schönen Tagen auch sehr gern benützt. In den Restaurationen bekommt man guten Wein, Fische und Krebs, im Sommer billige Backhühner und dergleichen Delikatessen mehr.

Da wimmelt`s denn auch von Wiener “Spießern”, Männlein und Weiblein, Ehegatten, Liebespaaren und Kindern, Beamten, Gewerbsleuten, Stutzern, lustigen Mädchen und Soldaten. Die besten wie die lautesten Kreis verkehren da, auch Mitglieder der Ruderklubs zeigen hier ihre gestreiften Tricots und ihre nautischen Künste. Man ißt , trinkt, liebelt und- rudert- rudert- rudert. Der alte Prater bedurfte schon längst eines frischen Ablegers und im Franz Josephsland hat er ihn gefunden. Die “neuen” Moden sind nach Paris nirgends so beliebt wie in Wien, und das Franz Josephsland ist die neuste Mode der Phäaken.

Und eine hübsche, malerische, fröhliche Mode ist`s. Man hat dort gute Kost, gute Luft und vor allem das Bewußtsein, daß man von keiner Etikette eingeschrnkt ist. Das alte, gemütliche Wienertum, das den Sperl, die Sophiensäle geschaffen, hat jetzt das Franz Josephsland geschaffen.

Und wenn einem jemals im Herzen das alte, frohe und stolze Liedchen ertönen kann: “`s  gibt nur a Kaiserstadt, `s gibt nur a Wien!”, dann ist`s hier. Und man stimmt an aus voller, fröhlicher, dankbarer Brust: “Es lebe Franz Joseph und sein Land!” Und Bacchus singt seine Refrain: “Evoe!”

E.M.Vacano

 

(Quelle:Ueber Land und Meer. Allgemeine Illustrirte Zeitung. -Hierzu das Bild S. 808/ Wien – Erschienen zu Beginn des 20. Jahrhunderts/Transkription: R. Nisch, HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

 

 

 

*Carl Weyprecht  (geb. am 8. September 1838 in Darmstadt – verstorben am 29. März 1881 in Michelstadt, beigesetzt am 31. März 1881 auf dem Friedhof Bad König im Odenwald unter einem großen Ehrengeleit.)

(Nach einem Holzschnitt 1877- Blatt/Privatbesitz/Scan: R. Veit)

 

 

(Kleinformat)

 

 

 

 

 

(HGV Bad König e.V.- R. Nisch/Stand: 10. März 2021)

 

 

Bad König im Odenwald. Auch in diesem global außergewöhnlichen Jahr 2020 findet am Sonntag, 13. September 2020 der Europäische Denkmaltag /European Heritage Day statt. Dazu leistet Bad König mit Hilfe des hiesigen Heimat- und Geschichtsvereins Bad König e.V. wieder einen  Beitrag. Diesjährig gelten allerdings auch im Freien die besonderen Abstandsregelungen für die Besucherinnen und Besucher und gerade bei der Kapellen- Besichtigung im Innern die geringe gleichzeitige Besucherzahl.

Die verschiedenen HGV-Vorstandsmitglieder werden an diesem Sonntagnachmittag von 14 Uhr bis 18 Uhr den interessierten Besucherinnen und Besuchern aus der Nähe wie aus der ferneren Region zur Historischen Kapelle auf dem Friedhof Bad König (Kernstadt) sowie zu den historischen Grabstätten (Weyprecht, Groh, Vetter, Lien, den Kurpionieren etc.) Rede und Antwort stehen, Erklärungen dazu geben und- wenn gewünscht- auch darüber themenbezogen kurz referieren. An diesem Wochenende wäre auch die Kinnicher Kerwe gewesen. Dennoch können gerade auch “Denkmal-Besucher” davor oder danach doch in Bad König selbst (auch in den Stadtteilen wie Zell, Momart, Fürstengrund etc.) einkehren bzw. einen Gang duch das historische Zentrum mit den beiden Schlössern absolvieren oder einen Spaziergang um die Bad Königer Seen machen, wie es auch in den letzten Jahren bei sonnigem Spätsommerwetter stets schon traditionell war.

Heimat- und Geschichtverein Bad König e.V.

 

 

Bad König: Europäischer Denkmaltag am 13. September 2020 war unter den gegebenen Umständen  akzeptabel

Bad König. Der Europäische Denkmaltag- stets am zweiten Sonntag vom Monat September stattfindend- war auch auch dieses Mal trotz der besonderen Umstände (globale Pandemie durch Corona-Viren) im wahrstenn Sinne akzeptabel. So war doch noch im vergangenen Jahr 2019 ein regelrechter Besucheransturm zu konstatieren (Richtung 70 Personen unterschiedlicher Provenienz kamen herbei), fanden sich diesjährig sichtlich weniger Besucherinnen und Besucher ein, die aber von einer zugezogenen Neubürgerin und Gästen aus Hamburg eine interessante Herkunftsstruktur aufwies. Interessant waren für diese an diesem spätsommerlichen wie sonnigen Sonntagnachmittag die vielfältigen alten und neueren Erkenntnisse zur Historischen Kapelle, wobei die studierte Kunsthistorikern Heidi Hoffmann bei zeitgleich geringerem Einlass in die Historische Kapelle nach wie vor für die Region Einmaliges anhand der Passionszyklen u.a. erklärte, während Reinhold Veit und Reinhold Nisch die historischen Grabstätten, die Sanierungsmaßnahmen um das Jahr 2000 darstellten bzw. die Einordnung des Ensembleschutz-Teiles des Friedhofes Bad König und die globalhistorische Zuodnung vornahmen. Zugleich gaben Hans-Peter Geidel und Walter Hoffmann sowie Katharina Haase temporär weitere beratende Hinweise. Sämtliche Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln wurden beachtet.

Deutschlandweit/europaweit  fanden  “wegen Corona” lediglich in vielen historischen Denkmaleinrichtungen “virtuelle Rundgänge” statt, wobei diese Ankündigungen vom Bundesverband “Deutsche Denkmalpflege” abwartend ob der Situation relativ spät verkündet wurden und viele historische Stätten gar nicht heuer aufmachten. Kleinere (ehrenamtlich geführte Einrichtungen) hatten insgesamt das Nachsehen, weil sie anderenorts auch sonst früher Kaffee und Kuchen wie auch Exponate anboten, um die Vereinskassen etwas aufzustocken. Das fiel dort alles weg.

HGV Bad König e.V.

 

 

Historische Kapelle auf dem Friedhof Bad König i. O.  (Foto: R. Veit)

(Hinweis: Diese Seite befindet sich noch im weiteren Aufbau.)

 

 

“Goldenes Geburtstagskind” des Jahres 2020: Die heutige Carl-Weyprecht-Schule Bad König im Odenwald war vor 50 Jahren als neue Mittelpunkt-Schule “oben auf dem Berg” gestartet.

 

 

 

(Sämtliche Aktuell-Fotos/historische Artikel-Scans auf dieser Themen-Seite: Reinhold Veit, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V)

 

Die jetzige Carl-Weyprecht-Schule Bad König ging aus der neuen Mittelpunkt-Schule des Jahres 1970 hervor. Das aktuelle Foto (R. Veit) zeigt den gesamten Gebäudetrakt mit der modernen, ganz zuletzt errichteten CWS-Arena (ganz links) und dem gesamten großzügigen Areal sowie  den weiteren (auch sportlichen) Außen-Anlagen im Hintergrund.

 

 

 

 

 

 

 

Historische Zeitungs-Artikel von vor 50 Jahren: Das “Archiv Georg Blumenschein” gibt viel Wissenswertes vom Start der neuen Mittelpunktschule in Bad König im Odenwald preis!

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptportal mit breitem Treppenaufgang zum Areal der Carl-Weyprecht-Schule Bad König mit Seitentreppe zur Schulverwaltung/Schulsekretariat etc.

 

 

Großer CWS-Gebäudetrakt mit vielen modernen Klassensälen (Ostseite), dort auch die Zufahrt zum großen Busbahnhof (An- und Abfahrt der Schulbusse)

 

 

Homepages aller Schulen in Bad König im Odenwald:

www.carl-weyprecht-schule.de

www.georg-vetter-schule.de

www.grundschulebadkoenig.de

www.waldbachschule-zell.de

(Alles ohne Gewähr- Stand: 16.07.2020)

 

Zur  historischen Persönlichkeit von Carl Weyprecht, aber auch zum Odenwälder Heimatmaler Georg Vetter verweisen wir auf die diversen Themenseiten dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de  Beide haben ihre letzten Ruhestätten auf dem kernstädtischen Friedhof (Ensembleschutz-Areal) gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

Schauen Sie sich bitte auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de weitere Themenseiten “rund um Schule in Bad König” an, so zum Beispiel:

 

Pressehinweise/Presseberichte zur Carl-Weyprecht-Schule Bad König/Odenwaldkreis:

“Vor 50 Jahren: Von der `neuen Mittelpunktschule` Bad König zur Carl Weyprecht-Schule als Integrierte Gesamtschule” (Quelle: “Mümling-Bote” für die Unterzent vom 21. August 2020, S.4)

“Schulen öffnen im Odenwald- Wie an der Bad Königer Carl-Weyprecht-Schule sind im ganzen Kreisgebiet die jüngeren Jahrgänge an die Bildungsstätten zurückgekehrt, nachdem das neue Modell des Landes für die Stufen eins bis sechs Präsenzunterricht im Wechsel vorsieht”.  (Titelseite) Tageweise ein bisschen Normalität- Wie die Bad Königer Carl-Weyprecht-Schule den nun in Hessen geltenden Wechselunterricht organisiert” Von Jörg Schwinn  (Quelle: Odenwälder Echo vom Dienstag, 23. Februar 2021, Rubrik Odenwald, S. 9:; dort auch der Kommentar “Lokal stark- Jörg Schwinn zum Beginn des Wechselunterrichtes”)

 

 

 

 

Weitere Artikel auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de:

Historisches Bildungswesen (Bad) König im Odenwald: Schülerin Anna Krämer in der Fortbildungs-Schule zu König im Odenwald während der Weimarer Republik

Historisches Bildungswesen Bad König im Odenwald: Lehrerinnen und Lehrer-Foto anno dazumal

 

 

 

(Zusammenstellung: Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- Stand:17.03.2021)

(Foto: Mairie d`Argentat-sur-Dordogne)

 

Argentat sur Dordogne-Bad König im Odenwald. Am verlängerten Wochenende Mitte Juni 2019 weilte das Bad Königer Ehepaar in Argentat sur Dordogne. Dort wurde es auch von Argentats Maire Jean-Claude Leygnac sowie der dortigen Parnterschaftskomitee-Vorsitzenden Nicole Farges begrüßt und herzlich willkommen geheißen. Das Foto zeigt im geschmackvoll eingerichteten Amtszimmer der “Mairie d`Argentat” Heidi und Walter Hoffmann mit Bürgermeister Leygnac- Bildmitte- (zusammen mit dem von Künstlerin Heidi Hoffmann geschaffenen markanten “Bad König-Kunstwerk” (Stadtwappen/Carl Weyprecht und Georg Vetter sowie den Bad König prägenden geschichtlichen Bauwerken).

Wie zu erfahren war, wurde auch noch an diesem Juni-Samstag (15. Juni 2019) die Umgestaltung mancher Teile des historischen Kerns Argentats offiziell eröffnet und gefeiert.

Es ist zu erwarten, dass unsere beiden HGV-Mitglieder viele Inspirationen und Eindrücke für ihr weiteres künstlerisches Schaffen aus dem französischen Südwesten mitnehmen konnten.

 

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

(Foto: Heidi Hoffmann)

Bad König. Es ist nun schon fast zwei Jahre her, als die Stadt Bad König im Odenwald ihr großes städtisches Jubiläum (1200 Jahre/817-2019) feierte: Nun liegt auch eine neue “Kombi-P0stkarte”- gestaltet von der Bad Königer Künstlerin Heidi Hoffmann- zugleich HGV-Vorstandsmitglied- vor. Diese zeigt die “beiden Großen” des Kurstädtchens, und zwar den Polarforscher Carl Weyprecht (links unten) und den bescheidenen Heimatmaler Georg Vetter, die übrigens nicht weit entfernt auf dem kernstädtischen Friedhof ihre jeweils letzte Ruhestätte fanden. In der Mitte des Kunstwerkes befindet sich das städtische Wappen.

Die Postkarte ist erhältlich unter Telefonnummer: 0151 – 10 23 09 91/ E-Mail: lu56@hotmail.de      (“Hoffmann`sche Galerie” am Schlossplatz)

 

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

Kleinere Kapitel “Weyprecht”/”Weyprecht-Schule”, S. 134-136,  auch “Vetter, Georg”, S. 126f., im Bad König-Buch von

Vito von Eichborn: “Fast alles über Bad König- Geschichte und Geschichten: Ein charmantes Sammelsurium” Verlag Vitolibro (ISBN 9-783-86940-004-4), Bad Malente 2019

Sehen Sie sich bitte die diversen Themenseiten zu Carl Weyprecht auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de an.

 

 

 

 

 

(Quelle: Stadtarchiv Michelstadt/Odenwaldkreis- Scan: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

Carl Weyprechts Sterbeurkunde vom 29. März 1881 (Abbildung, siehe oben)

 

 

Transkription der Carl Weyprecht- Sterbeurkunde durch das engagierte HGV-Mitglied  Frau Katharina Haase aus Bad König:

 

NR 22
Michelstadt am 29. März 1881
Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute,
der Persönlichkeit nach bekannt, der practische Arzt Dr. Robert Weyprecht
wohnhaftt zu Michelstadt
und zeigte an, daß der kaiserlich östreichische Linienschiffsleutnant Karl Weyprecht
42 Jahre alt evangelischer Religion
Wohnhaft zu Wien
Geboren zu Darmstadt, ledigen Standes
Sohn des Gräflich Erbachschönbergischen Kammerdirectors Ludwig Weyprecht
Und dessen Ehefrau Marie geborene Hohenschild früher zu König,
zu Michelstadt in seiner Mutter Behausung
am neunundzwanzigsten März
des Jahres tausend acht hundert achtzig und eins
Vormittags um sieben ein halb Uhr
Verstorben sei. Der Anzeigende erklärt, daß er sich durch
Augenschein von dem eingetretenen Tode des Karl
Weyprecht überzeugt habe.
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
Dr. Robert Weyprecht

Der Standesbeamte
Kredel

 

Anmerkung: Katharina Haase nahm auch die Transkription der Trauerfeierlichkeiten für den großen Polarforscher Carl Weyprecht vor.

Bad König. Im Rahmen der Gedenkfeierlichkeiten zu Carl Weyprechts 180. Geburtstag (8. September 2018) am Ehrengrab des großen Polarforschers, der auf dem Friedhof Bad König seine letzte Ruhe fand, begeisterte der erst 15 Jahre alte Schüler Mica Wagenknecht, Schüler der hiesigen Carl-Weyprecht-Schule, in Anwesenheit von CWS-Schulleiter Martin Burk die Versammelten. Die fotografische Aufnahme (Foto: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.) zeigt Mica, wie er wunderbar gekonnt und faszinierend “Moonlight Menschen” von Myuu auf dem Piano präsentiert.

Aktuelle bzw. zeithistorische Entwicklung in der Nordpolarregion:

“Hitze in Europa durch Eismangel am Nordpol- Nur noch 4,35 Millionen Quadratkilometer sind in der Arktis mit Eis bedeckt. Das ist nicht nur ein Problem für Eisbären, sondern für das ganze Ökosystem- und auch für unser Wetter”  (Von Nick Reimer), Quelle: taz vom 24. September 2018 (Rubrik 08 wirtschaft + umwelt)

“Der arktische Friede schmilzt dahin- Die Region um den Nordpol ist reich an Rohstoffen. Je weiter das Eis zurückgeht, desto schärfer werden die Konflikte um Bodenschätze”, Quelle: Frankfurter Rundschau vom Montag, 9. September 2019/ S. 2/3; dort sind folgende Einzelartikel zu finden: “Schatzsuche am Nordpol- In der Arktis ballen sich ökonomische und geostrategische Interessen. Das schwächt die bewährte Zusammenarbeit der Anrainer” Von Gerd Braune-  “Der wahre Norden” Kanada arbeitet an einem neuen Arktis-Plan Von Gerd Braune- “Russische Machtdemonstration- Moskau investiert in großem Stil in die Suche nach Rohstoffen” Von Stefan Scholl- “Hotspot Grönland- Außer den USA verfolgt auch China strategische Interessen/Dazwischen sucht das kleine Dänemark seine Rolle” Von Thomas Borchert

Die große SchmelzeKlima … Nirgends erwärmt sich die Erde so schnell wie im hohen Norden, rasant schwindet das Eis der Arktis. Nun brechen Forscher zur größten Polarexpedition aller Zeiten auf- sie wollen klären, wie das Drama am Pol den Planeten verändert.” Von Johann Grolle  (Quelle: DER SPIEGEL Nr. 38/14.9.2019/4 190700 705308 38/ S. 96 – 100 (Video:spiegel.de/sp382019polarstern: Wie sich die Crew auf die Mission vorbereitet)

Am Freitag, 20. September 2019, fand der bisher global größte Klimastreik statt, initiiert durch die “Fridays- for- Future”- Bewegung junger Menschen. Die Frankfurter Rundschau- Sonderausgaben können zum Download eingesehen werden: fr.de/meinklimastreik fr.de/fridays

 

Weitere Literatur:

Marzio G. Mian: Die neue Arktis. Der Kampf um den Norden. Folio, 180 Seiten/22,- Euro/2019 (“Die Arktis geht uns alle an.- Arktis: Marzio G. Mian hat ein packendes Buch über die Klimakrisenregion im Norden geschrieben. Marzio G. Mian: “Noch immer nehmen wir die Ereignisse in der Arktis wahr, als handele es sich um Probleme von einem anderen Stern.” (Besprechung in: Falter Nr. 41a/19 Bücher-Herbst 2019- 87 Bücher auf 56 Seiten, Österreichische Post AG, WZ 02Z033405 W, Falter Zeitschriften Gmbh, Marc-Aurel-Straße 9, A-1011 Wien, S. 48 (Sachbuch).

 

Lediglich kleines Kapitel “Weyprecht”/”Weyprecht-Schule”, S. 134-136, im Bad König-Buch von

Vito von Eichborn: “Fast alles über Bad König- Geschichte und Geschichten: Ein charmantes Sammelsurium” Verlag Vitolibro (ISBN 9-783-86940-004-4), Bad Malente 2019

Sehen Sie sich bitte die diversen Themenseiten zu Carl Weyprecht auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de an.

 

“Wir haben dem Eis beim Sterben zugeschaut”- Die “Polarstern” driftete in der Arktis mit einer großen Eisscholle mit. Nach mehr als einem Jahr wird der Eisbrecher heute in Bremerhaven erwartet. An Bord: viele wertvolle Daten- und Erinnerungen an ein Abenteuer” (Frankfurter Rundschau vom Montag, 12. Oktober 2020/76. Jahrgang/Nr. 237, S. 14)

 

 

 

(Literatur-Recherchen: Reinhold Nisch, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

 

Weiter

 

 

 

Quelle: Ausstellungskatalog des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt , Darmstadt (Roetherdruck) 1981

“Hessische Entdecker-

Forschungsreisen in fünf Erdteilen”

Abschnitt “Im arktischen Eis”, S.32ff. /mit Carl Weyprecht