(Foto: Bilddatenbank- Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

Nieder-Kinzig von einst- ein beschauliches Dörfchen mitten im Odenwald

Bad König-Stadtteil Nieder-Kinzig. Unser historisches Foto des auch heute noch idyllisch gelegenen Nieder-Kinzig zeigt offensichtlich die damalige Sicht auf die kleine und damals selbstständige Gemeinde. Das kleine “implantierte” Foto gibt die Sicht auf die frühere “Wirtschaft Adam Hofferberth” preis- lange her! Vor einigen Wochen in diesem Jahr 2018 schloss die auf dem größeren Areal befindliche Traditions-Gaststätte, die die “Nieder-Kinziger” und viele Besucher der nahen und fernen Umgebung liebten, als sie sagten, dass sie einmal “zum Roland” einkehren wollten. Alles hat  seine Zeit- leider! Und es bleiben nur noch die Erinnerungen und die überwiegend schönen Erlebnisse, die damit verbunden waren.  (Text: Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

(Fotorechte: David John Hales, England- Repros vom Flyer: Reinhold Veit, Bad König)

 

Die textlichen Ausführungen beanspruchen einen längeren Zeitraum und werden deswegen zu einem späteren Zeitpunkt eingestellt.

 

 

Auch auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de

“Eine Gedenktafel erinnert an die beiden britischen Flieger Alec Richard Bloomfield und Richard Benjamin Hales aus dem Jahr 1944” (Artikel vom 08.11.2017)

Karolinengrün

Der damalige Heimatforscher Otto Pichl *schrieb im Jahre 1980: Unweit der Tempelanlage befindet sich eine in eine Mauer eingelassene Tafel mit folgender Aufschrift:

Zur dankbaren Erinnerung der freundlichen Aufnahme meiner Gattin

  Caroline

                  in den Tagen des April und May 1837

                                              im 

                                     Moemlingtale

                                         gewidmet

                 von Ludwig Graf zu Erbach-Schönberg

 

*  Quelle:   “Bad König in alten Ansichten” (Herausgegeben von Bürgermeister Hermann Krönung-    Zusammenstellung und Texte: Otto Pichl) Europäische Bibliothek- Zaltbommel/Niederlande MCMLXXX, Bild/Text Nr. 48

 

So mancher Wanderer, Einheimische, Kurgast, manche Schulklasse konnte hier eine Rast in all den Jahrzehnten der Existenz von “Karolinengrün” einlegen und für Momente verweilen.

 

 

 

 

(Historisch Ansichtskarte vom “Karolinengrün” auf Grund einer Originalzeichnung- Bleistift- des unvergessenen Bad Königer Heimatmalers Georg Vetter; Repro: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

Der Text erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

 

(Historische Karte auf der Basis einer Zeichnung-Repro: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

 

(Historische Ansichtskarte- Repro: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

(Historische Karten/Repros: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Der Text hierzu erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

(Foto: Historische Ansichtskarte- von Frau Johanna Hess, Bad König, zur Verfügung gestellt/Repro: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Bad Königer Kur-Historie: Der Kurgarten in den 1950-ern aus der  “Vogelperspektive”

Bad König. In den 1950-er Jahren – vermutlich Mitte des Jahrzehnts- fliegt auch ein kleines Flugzeug über dem Odenwald, auch über das Bad König von damals. Die Maschine macht im Auftrag der Deutschen Luftbild K.G. (Hamburg-München-Freigabe-Nr. 403 254) eine Aufnahme auch über dem Areal des Kurgartens.

Das “Kurhotel Bad König – Bes. Roland Maier, Küchenchef – Tel. 238- Fach 23” – wie auf der Rückseite der historischen Ansichtskarte steht- hatte ein bestimmtes Kontingent dieser Karten zum Verkauf an Kurgäste und Einheimische im “internetfreien Zeitalter” im Angebot.

Noch ältere Bad Königer Bürgerinnen – wie das “lebende Lexikon Bad Königs” Katharina Haase- und Bürger können sich noch an das  große, der Frankfurter Straße westlich zugewandte Hotel (Küchenchef Roland Meier folgte erst danach)  als “Lothammers Kurhotel” (Historische Ansichtskarte vorne rechts) erinnern, das heute ja nicht mehr steht. Im hinteren, dem Kurgarten zugeneigten Flachdachtrakt befand sich eine hohe und mehrstufige (nach innen gebaute) Außentreppe, die multifunktionalen Nutzen hatte. In den besseren Jahreszeiten konnte hier die Freiluftbewirtung für Kurgäste und Tagesgäste mit Speis` und Trank vorgenommen werden, dem Kurorchester der  diagonal gegenüber liegenden Wandelhalle gelauscht werden oder bei einem Intermezzo per gläsernem Trinkbecher Bad Königs “Stahlwasser” genossen werden, wenn man nicht gerade promenierte.

Die Luftaufnahme zeigt das gesamte Areal des Kurgartens beidseitig des Kimbach, den man damals mittels zweier Brücken- die oberste Brücke existiert noch heute- überqueren konnte. Möglicherweise sind auch noch Ansätze der kleinen Minigolf-Anlage (links oben) zu erkennen- und später wird man auch dort eine floristische Sensation bestaunen können, die als Erstzüchtung  (ohne damalige Sommerzeit!) Furore machte: die sogenannte “Halb-acht-Uhr-Blume”, deren verschlossene kleingelbliche  Blüten sich für einen Sommerabend zusehends schnell öffneten. Diese hochstilige Blume gibt es heute noch, findet aber heutzutage nicht mehr (leider!) so die Aufmerksamkeit.

Vermutlich ist es hier beginnendes Frühjahr, wenn man auf dem Baumbestand und dem Stand der Sonnenstrahlen achtet, wobei auch (mit Hilfe der Lupenvergrößerung) die beiden nahe der Wandelhalle laufenden Personen noch “in wärmerer Kleidung” vorüber schreiten.

Und im östlichen, Kurgarten abgrenzenden Flachdach (“Eternit”) -Trakt wurden teils über die langen und schneereichen Wintermonate die vielen elfenbeinfarbenen Kurbänke gestapelt untergestellt und dort vereinzelt aber auch während der Kursaison für die Kurgäste zum Genießen des Kurkonzertes aufgestellt.

Bauhistorisch und infrastrukturell interessant ist auch im oberen Foto-Teil das hier fotografierte damalige Bad Königer Häuser-Ensemble- teilweise im Fachwerk-Stil, das heute so nicht mehr existiert.

(Stand: 22.November 2018)

 

 

 

 

Diese historische Ansichtskarte vermittelt halbseitig rechter Hand einen Blick auf einen Teil der damaligen Gemeinde Bad König (rechts) mit dem Fokus zur evangelischen Kirche und dem Schlösser-Ensemble- ein realer Bildteil. Ein gewaltiger Baumriese bietet in der Mitte einem ländlichen Paar, vielleicht sogar ein Liebespaar, gekleidet in Tracht, einen gewissen Schutz vor der Sonne, während rückwärts gewandt auf der linken Bildhälfte die “gemalte” und unberührte Natur im Hintergrund zum Vorschein kommt.

Das hier angeführte,  in der gesamten Region des Odenwaldes und weit über diese hinaus bekannte Lied “Es steht ein Baum im Odenwald”– früher konnte es (fast) jedes Kind auswendig vorsagen- wird sowohl der “Momarter Eiche” als auch der “Kimbacher Eiche” zugeordnet. Wie dem auch sei: Beide Odenwald-Grazien ereilte Schicksalhaftes.

Die Eiche von Momart zerbrach dieses Frühjahr 2018- nachdem sie einige Jahrhunderte miterlebte, in der Kimbacher Eiche schlug vor einigen Jahren schon zermürbend der Blitz ein, wobei diese sich nicht mehr so recht erholte.

 

Vergleichen Sie bitte auch auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de die Artikel:

“Momarter Eiche”  (02.05.2018)

“Momarter Eiche: Auch Odenwaldmaler Georg Vetter malte sie früher”  (17.05.2018)

 

(Text: Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

 

(Historische Ansichtskarte Bad Königs/Scan: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

(Fotorechte auf dieser Seite: Cornelia und Kurt Koch, Bad König/Scans: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Peter Berles “Windhunde-Motive” mit weiteren Bürgerinnen aus längst vergangenen Zeiten

Bad König. Auf dieser Seite sehen Sie weitere schöne Bilder des Drogisten und Fotografen Peter Berle, die von dem Bad Königer Ehepaar Kurt und Cornelia Koch freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden sind.

Die beiden ersten Bilder  zeigen hier die kleine Cornelia mit den beiden Windhunden gleichfalls auf dem breiten Flanierweg vor der damals neuen Wandelhalle – nicht sichtbar- im Kurgarten, während Ilse Koch- die Mutter von Kurt Koch- einen Berle-Hund “fotografisch ausführt”.

Dieses Foto – auch als Beitragsbild verwendet- bringt aber auch erstmals etwas dokumentarisch Neues zum Vorschein: Im Hintergrund ist ein relativ hoher Baumwuchs schattig wohltuend erkennbar, der den Kurgarten mit dem Laubgrün zur Frankfurter Straße abgrenzt, obwohl der Autoverkehr zahlenmäßig kaum nennenswert gewesen war. Zudem sehen wir auch einen Teilbereich eines Gebäudes, das nicht die schon erwähnte Wandelhalle darstellt, sondern früher eine Bewirtungsmöglichkeit (“Lothammers Restaurant”) aufweist. Die hohe Treppe, die vom Teiltrakt des Gebäudes quasi ummantelt wird, war die Verbindung von dort zum Kurgarten – und eine Bedienungsmöglichkeit war daher im Freien zu temperaturmäßig besseren Jahreszeiten stets möglich (Beginn der Gartengarnitur-en/rechts im Bild).

Eine genauere Datierung der Bilder selbst war aber leider nicht möglich, vielleicht eher eingrenzend, wenn man z.B. Bautypus/Baureihe/Baujahr (Mercedes/Opel oder ?) bestimmen könnte.

 

(HGV Bad König e.V./ Text: Reinhold Nisch /Stand: 08. November 2018)

 

(Fotorechte: Monika Fäth, Bad König, und deren Bruder/Scans: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Historie des jungen Bad König- die Windhunde als Kaleidoskop für die 1950-er Jahre in der Odenwälder Gemeinde der “Wirtschaftswunderjahre”

 

Bad König. Unsere Windhunde-Fotos zeigen (von oben nach unten auf dieser Seite):

Bild 1: Zwei Kurdamen aus Wuppertal im Jahre 1959

Bild 2: Frau  aus der Pfalz im Jahre 1958

Bild 3: Kurleute- zwei Damen und ein Herr- im Jahre 1958

Bild 4: Mädchen mit zwei Windhunden im Jahre 1958

Bild 5: Frau Schnitzspahn aus Frankfurt am Main im Jahr 1954, gleichzeitig auch Titelfoto

 

Alle Fotos wurden jeweils an einem Sonntagmorgen im Kurgarten aufgenommen. Die Aufzeichnungen verraten uns, dass ein breites Spektrum an Kurgästen in Bad König zur Kur hier im Odenwald weilte, praktisch aus allen Regionen der noch jungen  Bundesrepublik Deutschland.