Bad König. Auch im Bereich von Bad König gab es in der Zeit nach 1949 Sirenen, die übrigens im gesamten Gebiet der alten Bundesrepublik Deutschland während des „Kalten Krieges“ eingerichtet wurden- geschätzt ca. 80000 Stück- überwiegend auf öffentlichen Dächern installiert. Unser Foto (HGV) zeigt allerdings noch eine sichtbare Sirene hoch oben auf dem Dach des privaten Kaufhauses Schweitzer. Im Zuge der Deutschen Einheit wurden im Zeitraum bis 1995 aus Kostengründen mehr als 40000 der grauen, meist tellerförmigen Sirenen in den deutschen Städten und Gemeinden abgebaut. Auch die zehn Warnämter im Westen Deutschlands, die für die Auslösung der Sirenen verantwortlich waren, wurden aufgelöst.

So war es allgemein in früheren Zeiten üblich, dass an Samstagen um 12 Uhr der Sirenen-Probealarm erfolgte; später war es dann nur noch der erste Samstag im Monat. Trotz des High tech-Zeitalters  werden heutzutage wieder ernsthafte Überlegungen mit finanzieller Unterstützung von Bund/Ländern angestellt, vor dem Hintergrund von Naturkatastrophen (z.B. Hochwasserfluten im Ahrtal) und der Rückkehr des Krieges in Europa (Ukraine) das Sirenen-System modernisiert zu reaktivieren.         Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

Presse:

„Warnung wird verschoben- Test von Sirenen und Alarm SMS war für September geplant/Neuer Termin am 8. Dezember (2022)“ Von Maximilian  Brock (Quelle: Odenwälder Echo vom Donnerstag, 9. Juni 2022, Rubrik „Aus aller Welt“, S. 24)

 

 

 

 

(HGV Bad König e.V.: Stand 09. Juni 2022)

 

 

 

 

 

(Historische Postkarte v. Dr. med. Ulrich Herrmann/Scan: Reinhold Veit, beide Bad König)

 

Bad König im Odenwald. Unsere historische Karte gewährt einen Einblick in eine längst vergangene Zeit der damaligen Gemeinde Bad König im Odenwald, und zwar zeigt diese die naturreiche,so von Gebäuden unterbrochene Ansicht „rund um die obere Waldstraße“, wo die weitere Route rechter Hand nach Momart führt. Der fotografische Blick geht von einer saftigen Wiese aus, auf der Kühe sich an frischem Gras erfreuen und baumkronengepflegte Obstbäume sommerlichen Schatten spenden, während andere Gebäudebereiche- wie das Haus Bodmann (rechts)- architektonische Gestaltungskräfte- darbieten. Machen Sie heute enmal einen Spaziergang dorhin, so werden Sie die Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte spüren, was in unserem Menschsein- wie bei allem Tun der verschiedenen Generationen- begründet ist. Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

HGV Bad König e.V. – 02.04.2022)

 

 

Es war einmal: Streicholzschachteln als Eigenwerbung für Bad Königs bzw. Odenwälder Gaststätten

 

(Hinweis: Diese Seite befindet sich noch im weiteren Aufbau.)

 

 

 

(Historische Streichholzschachteln von Werner Geidel/Fotos v. Reinhold Veit, beide Bad König im Odenwald)

 

 

 

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- Stand: 16.03.2022)

 

 

 

 

 

 

Die Deutung einer historischen Postkarte offenbart …

 das große Netz der Sparkassen-Gebäude im früheren Landkreis Erbach im Odenwald in den 1950er Jahren

 

 

Bad König im Odenwald. Lang, lang her, vielleicht aber ein wenig interessant zu wissen. Eine doch seltene Postkarte aus den früheren 1950er Jahren zeigt das doch breit aufgestellte Netz der Sparkasse(n) des früheren Landkreises Erbach im Odenwald mit den Zweigstellen- neben dem Hauptsitz in der schon damaligen Kreisstadt Erbach mit den Zweigstellen Michelstadt, Höchst, Reichelsheim, Bad König, Kirch-Brombach,Beerfelden und Vielbrunn (von oben nach unten) – hergestellt von Werner Schükerk, Erbach (Odw.), Zentlinde- im HABRA-Kupfertiefdruck. Nun raten Sie bitte einmal selbst, in welchem Gebäude – heute kaum verändert- sich die Sparkassen-Zweigstelle in Bad König befand, geleitet von einem Herrn Schweitzer? Auflösung: Siehe unten.)  Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

 

 

 

Auflösung: Die Sparkasse-Zweigstelle in Bad König vor sieben Jahrzehnten befand sich in der unteren Bahnhofstraße Bad Königs, quasi gegenüber der traditionsreichen Gaststätte „Wacht am Rhein“/Einmündung Weyprechtstraße zur Bahnhofstraße im früheren landwirtschaftlichen Anwesen Fritz Zimmermann. Das Gebäude- wo über der Tür das Schild „Kreissparkasse“ angebracht war- ist heute kaum merklich verändert.

 


 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. -Scan-Text: R.Veit-R.Nisch/ Stand: 12.März 2022)

 

 

 

Die „Heiner-Ditsch- Allee“ erinnert an Bad Königs verdienstvollen Gemeinde- bzw. Stadtbaumeister, den Architekten Heiner Ditsch.


 

(Sämtliche Foto-Rechte auf dieser Seite: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

 

Die „Heiner-Ditsch-Allee“ im stimmungsvollen Herbst

(Foto: Reinhold Veit)

 

Herbsttag

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

 

Das von Rainer M. Rilke schon im Jahre 1902 verfasste Gedicht „Herbsttag“ gehört auch im 21. Jahrhundert zu den „unsterblichen“ Lyrik-Beiträgen deutscher Sprache. Dementsprechend: Auch heute passt … wandern, wenn die Blätter treiben“, „… in den Alleen hin und her…“ noch zu den gegenwärtigen Menschen“.  Wer ist nicht schon als Kind gerne spaßeshalber mit seinen Schuhchen durch den Blätterreigen herumgestapft, hat gelblich eingefärbte und zuvor herunter gefallene Blätter- ja, wenn er Glück hatte- sogar Alleen-Blattwerk- mit dem Schuhwerk herumgewirbelt. Auch noch als Erwachsener und dabei an die Kindheit und Jugendzeit gedacht.

Wie schön kann das sein!

Unsere Allee- die Heiner-Ditsch-Allee– kann dazu auch in der dritten Jahreszeit einladen- vorausgesetzt Fußgängerinnen und Fußgänger üben sich mit Radfahrenden in gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz, was wir hier als selbstverständlich voraussetzen.

 

Und wenn wir an das Jahr 1902 denken, erinnern wir uns an die einzigartige Epoche des hier in Darmstadt aufkommenden und bis nach Bad König hin ausstrahlenden Jugendstiles, der auch hier in Nähe dieser schönen Allee ein Bauwerk- fast zeitgleich wie Rilkes wunderbares Herbstgedicht-  erschuf, die Villa Tramontana.

 

Jugendstil-Villa „Tramontana“ in historischer Aufnahme (Scan: R. Veit): Heute befindet sich gegenüber der Beginn der „Heiner-Ditsch-Allee“.

 

 

Weitere Aufnahmen (Januar-Winter 2022)

(Foto: Reinhold Veit)

(Foto: Reinhold Veit)

 

 

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(Stand: 30.01.2022)