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(Hinweis: Diese Themenseite ist noch in der Recherche, also in Bearbeitung.)

(Foto: Reinhold Veit, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

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Heimathistorie: Rosen für die Gräfin

Bad König. Im schönen Blüten-Kleid zeigt sich dieser Tage das historische Grab neben der Historischen Kapelle auf dem kernstädtischen Friedhof: “Rosen für die Gräfin”, so  könnte die Überschrift zum Foto (HGV) also lauten, denn hier wurde dereinst Auguste Caroline, Gräfin zu Erbach-Schönberg (1758-1815) geborene Gräfin zu Isenburg-Büdingen beigesetzt. Im Sterbejahr der Gräfin- also  1815- fand übrigens ein markanter historischer Epochenwechsel mit dem Wiener Kongress und der sich daraus ergebenden Neuordnung Europas statt. Beigesteuert wurde der Blumenschmuck durch den HGV Bad König e.V., Hermann Körner- unter Assistenz von Sohn Alexander- erneuerte farblich vor einiger Zeit die Schriftzüge und die Grabumrahmung. Sehr wahrscheinlich finden unter Wahrung der pandemischen Regelungen am Europäischen Denkmaltag im September dieses Jahres “rund um die Historische Kapelle” und an den historischen Grabstätten wieder Führungen statt, dies aber in der genauen Bekanntgabe zur gegebenen Zeit. Ihr  Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

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Die Romantik in der Kunst

Johann Rudolf Follenweiders Baum- und Natur-Studien – eine Auswahl zum besseren Verständnis des Schweizer Landschaftsmalers Johann Rudolf Follenweider (1774-1847)-

dem Maler von Bad Königs ältestem Gemälde

 

(Diese Seite ist noch im Aufbau, bedarf eines längeren Zeitraumes der Bearbeitung.)

 

 

Bad Königs ältestes Gemälde von Johann Rudolf Follenweider aus Basel

(Foto bzw. Scan: Reinhold Veit, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. – Daraus wurde vor paar Jahren eine Postkarte entwickelt. Zu Johann Rudolf Follenweider sehen Sie bitte auch die weiteren Themenseiten auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de)

 

 

 

 

 

 

 

 

Laubbaum mit drei Hauptästen und hoher Krone

Bleistift

Blatt: 34,4 x 21, 6 cm

Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett, Ankauf 1943

Inv. 1943.577

Blatt: 34.4 x 21.6 cm; Bleistift; Inv. 1943.577  Johann Rudolf Follenweider    Gemeinfrei – Quelle: Kunstmuseum Basel – Sammlung online 17.06.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Blatt: 21 x 34.2 cm; Bleistift; Inv. 1943.578  Johann Rudolf Follenweider    Gemeinfrei- Quelle: Kunstmuseum Basel- Sammlung online 17.06.2021

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

Bad Königs “Hotel Büchner” im Deutschen Kaiserreich

Bad König. Die wunderschön mit Ornamenten des nunmehr weltberühmten Jugendstiles (das Großherzogtum Darmstadt als großes Zentrum) verzierte Anzeigenwerbung zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt die Offerte für das “Hotel Büchner”, von Heinrich Treser als dem damaligen Besitzer geführt. Es wird mit hervorragender Küche, mundenden Weinen und Bieren geworben. Zu jener Zeit gab es dort den größten Saal am Platze, und das Hotel Büchner hatte damals 20 Fremdenzimmer vorzuweisen, zudem ein eigenes Fuhrwerk, auch um das Gepäck der Kurenden vom Bahnhof abzuholen. Es war zugleich Vereinslokal des Turn- Vereins von König im Odenwald. Im Laufe der Zeiten wurden großzügige Erweiterungen vorgenommen. Und in den vielen Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg könnte es vieles erzählen, z.B. welche Prominenz dort zu Gast war, welche künstlerischen Ausstellungen dort stattfanden, auch so Manches aus der Kommunalpolitik etc. Zum einstigen Lichtspieltheater im Hotel Büchner Sehen Sie bitte mehr auf unserer Homepage/Seite: “Zwei Kinos- auch Lichtspieltheater genannt- dereinst in der Kurmetropole des Odenwaldes”. (Scan-Text: R. Veit, R. Nisch) Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

Das “Schuhlager” von Adam Eckel im Jahre 1913 in Bad Königs Kimbacher Straße

 

Bad König im Odenwald. Im damaligen König im Odenwald- noch vor Beginn des Ersten Weltkrieges- befand sich wohl in der mittleren Kimbacher Straße im Jahre 1913 das “Schuhlager” von Adam Eckel, da auch mit Reparaturen und Anfertigungen nach Maß (Scan:R. Veit). Weiterhin gab es im Angebot auch Nähmaschinen- das Deutsche Kaiserreich war übrigens international damals führend in der Nähmaschinen-Produktion unterschiedlicher Hersteller (Singer, Pfaff, Gritzner u.a.) – und auch Fahrräder existierten bei Eckel im Verkaufssortiment. Weiterhin war Adam Eckel der Vertreter von Lebens-, Feuer- Unfall- und Haftpflichtversicherungen. Modern und volkswirtschaftlich gesprochen verstand er schon die Diversifaktionen (Streuung der Angebotspalette) zum Auskommen mit dem wohl vermutlich eher bescheidenen Einkommen zu jener Zeit. Es bleibt aber noch hinzuzufügen, dass es im damaligen König und in den umliegenden Ortschaften (so z.B.auch in Momart) noch weitere Schuster im “Einpersonenunternehmen” gab, die der Anfertigung von ledernen Schuhen, besohlt mit Holznägeln, nachgingen und auch zahlreiche Mädchen und Frauen vorhanden waren, die Arbeiten an Nähmaschinen verrichteten. Bewundernswert  ist auch die Jugendstil-Umrandung in dieser Anzeigenwerbung.    Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kirschbaum

Der Kirschbaum blüht, ich sitze da im Stillen,

Die Blüte sinkt und mag die Lippen füllen.

Auch sinkt der Mond schon in der Erde Schoß

Und schien so munter, schien so rot und groß;

Die Sterne blinken zweifelhaft im Blauen

Und leidens nicht, sie weiter anzuschauen-

Achim von Arnim (1781-1831)

 

Vertiefende Anmerkungen: Allerhöchst gigantisch große Literatur/Lyrik der deutschen (Heidelberger) Romantik, ganz damals in unserer Odenwald-Nähe und Ausstrahlung zu uns hinein: Die Arnims- und deren wunderhübsche Schwester Bettine (Man denke auch an “Goethes Briefwechsel mit einem Kinde” – sie war übrigens auf einem letzten 5 DM-Schein abgebildet) taten viel, auch über die Erkenntnise zur heutzutage mehr denn je zu beschützenden Natur nachzudenken, dies jetzt in einer Gegenwart, wo nunmehr über 8 Milliarden Menschen auf “Mutter Erde” derzeit weilen. Jetzt werden sogar (in Pandemie-Zeiten) Ringvorlesungen, wie an der Johann Wolfgang Goethe- Universität Frankfurt am Main im gegenwärtigen Sommersemester 2021 online angeboten, die auf “Ökologische Ursprünge in der Dichtkunst” des anfänglichen 19. Jahrhunderts hinweisen, so in der Zeit, wo ein bescheidener Baseler Maler namens Johann Rudolph Follenweider von der Schweiz aus aufbrechend im mitteleuropäischen Norden vorübergehend weilte, um zufällig (?) das älteste Gemälde des damaligen (Bad) König im Odenwald zu erschaffen und etwas später “Kinnicher Buben” starteten, um, wie Carl Weyprecht, jetzt als Kind zuvor hier in Königs Zentrum lebend und aufwachsend – die Nordpolar-Region entdeckend erforschte, dies mit bleibenden Nachwirkungen hin zur Gegenwart und ein Karl Bender/Charles Bendire zu einem der anerkannt größten Ornithologen Nordamerikas wurde und auf dem US-Nationalfriedhof Arlington/Washington begraben liegt, wo auch u.a. US- Präsident John F. Kennedy seine letzte Ruhestätte fand. Maler Georg Vetter und Dekan Groh blieben hier auf mitteleuropäischem Boden, gleichfalls aber an Nachruhm ungeschmälert: Aber sie verwirklichten, entwickelten ihre Begabungen/Talente hier im früheren (Bad) König sowie in der weiteren Umgebung! Was lernen wir daraus? Appell gerade an die junge Schüler*innen- Generation in Zeiten des turbulenten Umbruches, pandemisch begleitet. Ein jeder, aber wirklich ein jeder Mensch hat irgendwo in seinem “tiefen Inneren” eine starke Eigenschaft/Fähigkeit/Begabung! Hören Sie bitte in sich hinein! Nutzen Sie bitte diese Chance!

 

Presse:

“Die Heidelberger Frühromantik und ihre Ausstrahlung in die Unterzent des Odenwaldes hinein” (Quelle: Mümling-Bote/Allgemeiner Anzeiger für Höchst im Odenwald und die Unterzent/141. Jahrgang/64739 Höchst i.Odw./Erbacher Str. 2/Tel. (06163) 2264/04. Juni 2021/70 Cent/Nr. 22, S. 3)

 

(Stand: Juni 2021)

Das ist sie- die nach dem gebürtigen Bad Königer Karl E. Bender (Charles E. Bendire) Orntithologen entdeckte und benannte Vogeldrosselart, eben die Bendire`s Thrasher.

 

 

Bad Königs großer Ornithologe Karl Bender/Charles E. Bendire (1836- 1897)

Bad König im Odenwald/Deutschland/Germany: Dem großen und in den USA wie in der Fachwelt auch heute noch bedeutenden Ornithologen Charles E. Bendire, in damaligen König im Odenwald das Licht der Welt als Karl Emil Bender erblickend- wird auch heute noch viel Aufmerksamkeit zuteil. (Hier hat die Historische Gesellschaft von Oregon einen biografischen Abriss zu Bendires Lebensdaten -in englischer Sprache- gegeben), den wir hier mit Quellenangaben zeigen. Die vom Autor Gregory P. Shine zusammengestellten biografischen Daten geben weitere Lebenslinien Benders/Bendires preis.

Allerdings wird in  den meisten amerikanischen zugängigen Daten oft nur auf den regionalen Geburtsort (“Hesse-Darmstadt”) verwiesen, was sogar so auf Bendires/Benders Grabstätte in Arlington/Washington-U.S.A  vermerkt ist, nicht aber konkret der exakte Geburtsort König im Odenwald genannt wird.

(Bitte beachten Sie auch die weiteren Seiten zu/über Karl E. Bender/Charles E. Bendire auf dieser Homepage: www.hgv-badkoenig.de)

 

Karl Benders Kinder-Welt (Charles. E. Bendires World of Childhood) in König im Odenwald. So muss die narürliche Umgebung im damaligen König ungefähr ausgesehen haben, als der junge Karl Bender (Charles E. Bendire) hier aufwuchs. Im Hintergrund sind noch eines der Schlösser und die Rentmeisterei  zu erblicken. (Scan: R. Veit/HGV Bad König e.V.-Datenbank)

 

 

Charles Bendire (1836–1897)
By Gregory P. Shine
Charles Bendire was a U.S. Army officer and naturalist who brought the life histories of Oregon’s
birds to an international audience through his collections and writings. His work from Oregon
informed scientific understanding and helped establish his reputation as an oologist and
ornithologist, leading ultimately to his appointment as honorary curator of the Department of Oology
at the Smithsonian Institution’s U.S. National Museum (today’s National Museum of Natural History)
in 1884. There, he compiled two landmark volumes of Life Histories of American Birds, weaving into
their pages observations and specimens from his years in Oregon.
Karl Emil Bender was born in Hesse Darmstadt, Germany, on April 27, 1836. Following an
unrecorded indiscretion at a theological seminary near Paris, he and his brother traveled to New
York City, arriving in June 1853. After his brother’s departure for Germany, he enlisted in the U.S.
Army and anglicized his name to Charles Bendire [pronounced Ben-deer].
As an army dragoon private, Bendire traveled among remote posts in the American Southwest for
five years, fighting the Chiricahua Apache and other tribes as part of the United States’ broader
dispossession of Native peoples. Dr. B. J. D. Irwin, the assistant post surgeon to whom Bendire
was recommended for a hospital assistant position at Fort Buchanan in 1858, recalled him as “an
active efficient soldier, quiet and of modest, retiring disposition.” Like many army doctors of the
time, Irwin collected reptiles and other specimens of natural history for study, and Bendire began
collecting for him.
Bendire reenlisted in 1860 and fought in the Civil War, receiving a battlefield commission to the rank
of second lieutenant and commendation for gallantry and meritorious service at the Battle of
Trevilian Station, Virginia. After the war, Bendire returned to the West, serving in California at Drum
Barracks and Camp Independence. He led several surveys and explorations during his career,
including an early military exploring expedition through Death Valley in 1867 that identified water
sources and flora, noted the peaceful disposition of area Natives, and reported the lack of suitable
farmland.
While assigned to Fort Lapwai in Idaho Territory from 1868 to 1871, he began amassing what was
later described as the most extensive collection of bird eggs in North America. From his Arizona
post in 1872, he built networks of correspondence with leading ornithologists and oologists, who
published excerpts from his letters in The American Naturalist and Proceedings of the Boston
Society of Natural History. In 1873, he rose to the rank of cavalry captain.
Bendire arrived at Camp Harney in southeast Oregon in October 1874, where he served for four
years, with the exception of participating in campaigns against the Nez Perce in 1877 and the
Bannock and Paiute in 1878. In August 1875, Bendire took a visiting second lieutenant C. E. S.
Wood fishing, hunting and observing wildlife near Camp Harney. Wood later credited Bendire with
expanding and deepening his connection to the natural world, calling him “one of the world’s great
authorities on birds and bird life” who had the greatest private egg and bird skin collection in the
world.
Bendire observed, documented, and collected birds and eggs throughout the region and published
articles about his observations from southeast Oregon in sporting magazines such as The Rod and
the Gun and Forest and Stream and in scientific journals, including the Bulletin of the Nuttall
Ornithological Club and the Proceedings off the Boston Society of Natural History. His “Notes on
Seventy-nine Species of Birds Observed in the Neighborhood of Camp Harney,” published in the
Bulletin, was the first to increase scientific understanding of southeast Oregon’s birds. Bendire was
reassigned to Fort Walla Walla in Washington in late 1878 and returned to Oregon in 1880, where
he led an exploratory group through the John Day Basin that found plant, mammal, and fish fossils
that were donated to the Smithsonian Institution. From June 1882 to September 1883 he was
posted to Fort Klamath, where he expanded his bird and egg collections and continued to publish
his observations.
In 1884, Bendire became curator of the Smithsonian’s Department of Oology and helped found the
American Ornithologists’ Union. He donated his egg collection to the Smithsonian and retired from
army service in 1886. Once he had organized and reclassified the Smithsonian’s egg collection, he
sought to revive a stalled study of North American bird eggs. The project soon expanded to include
information from his notes and correspondence about breeding ranges and behaviors. The resulting
two volumes of Life Histories of North American Birds, published in 1892 and 1895, drew wide
praise, especially for Bendire’s recollections of army life. Each volume featured Oregon birds, and
color lithographs showcased egg type specimens collected in Oregon.
Bendire never married. Contemporaries described him as “a bumptious and captious German
soldier, who was a man to take strong likes and dislikes on very small provocation,” with a reserved
manner “which amounted at times almost to brusqueness, yet beneath the rough exterior was a
warm and sympathetic heart.” Suffering from Bright’s disease, he died on February 4, 1897.
Bendire is memorialized in Bendire Mountain, Bendire Creek, and Bendire Road in Malheur County.
Several species and subspecies have been named for him, including a mammal, a fish, three fossil
trees, and birds, including the Bendire’s thrasher and subspecies of the red crossbill, the western
merlin, and the western screech owl.

 

Sources
Barrow, Mark V. A Passion for Birds: American Ornithology after Audubon. Princeton, N.J.:
Princeton U. Press, 2000.
Bendire, Charles E. “Notes on Seventy-nine Species of Birds Observed in the Neighborhood of
Camp Harney, Oregon, Compiled from the Correspondence of Capt. Charles Bendire, 1st Cavalry
U.S.A.” Proceedings of the Boston Society of Natural History 18 (October 1875): 153-168.
_____. “Notes on Some of the Birds Found in Southeastern Oregon, Particularly in the Vicinity of
Camp Harney, from November, 1874, to January, 1877. By Captain Ch. Bendire, U. S. Army.”
Proceedings of the Boston Society of Natural History 19 (March 21, 1877): 109-149.
_____. “Malheur Lake, Oregon.” Part 1. Ornithologist and Oologist 7, no. 17 (June 1882): 129-131.
_____. “Malheur Lake, Oregon.” Part 2. Ornithologist and Oologist 7, no. 18 (July 1882): 137-138.
_____. Life Histories of North American Birds, with Special Reference to their Breeding Habits and
Eggs. Washington, DC: Government Printing Office, 1892.
_____. Life Histories of North American Birds, from the Parrots to the Grackles, with Special
Reference to their Breeding Habits and Eggs. Washington, DC: Government Printing Office, 1895.
Bingham, Edward R. “Experiment in Launching a Biography: Three Vignettes of Charles Erskine
Scott Wood.” Huntington Library Quarterly 35.3 (May 1972): 227.
Hume, Edgar Erskine. Ornithologists of the United States Army Medical Corps. Baltimore, MD.:
Johns Hopkins U. Press, 1942.
Knowlton, F. H. “Major Charles E. Bendire,” The Osprey 1, no. 7 (March 1897), 88.
Lange, Erwin F. “Charles E. Bendire and the Birds of Oregon.” Oregon Historical Quarterly 66.3
(September 1965), 233.
Mearnes, Edgar A. and B. J. D. Irwin. “A Biographical and Autobiographical Record.” The Auk 19.1
(January 1902): 17.
Merrill, J. C. “In Memoriam: Charles Emil Bendire.” The Auk 15.1 (January 1898): 1.

Quellennachweis:  The Oregon Encyclopedia
https://www.oregonencyclopedia.org/articles/bendire-charles/

 

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V./Reinhold Nisch/05.05. 2021)

Bad König. Die Werbeanzeige von 1913 stellt das im damaligen sprachlichen Zeitgeist “Stahlbad” in König im Odenwald mit dem Fafnirbrunnen (Frankfurter Straße Richtung hin zum Großen Brunnen) in den Werbezenit. Möglich war dies nur durch die Entdeckung zuvor von eisen- und manganhaltigen Quellbereichen gleichbedeutend zweier Männer, den Kurpionieren Ludwig Schnauber und Karl Buchhold, deren Grabstätten sich auf dem Friedhof Bad König befinden (Scan: R. Veit).   Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Sehen Sie bitte weitere historische Seiten zu Kur, Fremdenverkehr, Gastronomie etc. auf dieser Homepage.

 

 

Kaufhaus Gebrüder Joseph in der Anzeigen-Werbung vom Jahr 1913

Bad König. Unsere Aufnahme (Scan: R. Veit) zeigt die doppelte Anzeigenwerbung aus dem Jahr 1913. Im damaligen König wird das beliebte “Kronenbräu” von W. Breimer II. aus Beerfelden angeboten (oben). Die weitere Anzeige gibt das umfangreiche Sortiment des heute noch bestehenden Traditions-Kaufhauses Gebrüder Joseph in der Bahnhofstraße preis, heute geführt von Siegfried Joseph und dessen Gattin. Man achte auch auf die Umrahmung beider Anzeigen in der “künstlerischen Handschrift” des  heute weltberühmten Jugendstiles.

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- 14.04.2021)

 


 

Vor 140 Jahren- 

Carl Weyprecht stirbt in Michelstadt im Odenwald, Carl Weyprecht wird in Bad König im Odenwald bestattet

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Carl Weyprecht (1838-1881)

(Scan: R.Veit/Blatt:Privatbesitz)

Beeindruckende Trauerfeierlichkeiten am 31. März 1881 für den großen Polarforscher Carl Weyprecht auf dem Friedhof Bad König im Odenwald

Frau Katharina Haase (Bad König) nahm im Jahre 2017 eigeninitiativ die Transkription (aus alter Schrift in die moderne „Übersetzung“) zum Forschungsgegenstand „Trauerfeierlichkeiten zur Beerdigung Weyprecht- Polarforscher“-wie es in Kirchenbuch-Originalen und der Darmstädter Zeitung (Nr.91 vom 2. April 1881) festgehalten wird – vor. Dabei wurde von Frau Haase auch ermittelt, dass ein anderes Pathos der damaligen Zeit im noch jungen Deutschen Kaiserreich vorhanden war- und gleichfalls andere Bestattungsgepflogenheiten (Teilnahme der Kriegervereine und Schuljugend in Michelstadt wie im damaligen König), wo der schwerkranke Carl Weyprecht-heimgeholt vom Arzt-Bruder Robert (in Michelstadt wohnend) unter Bereitstellung eines Salonwagens durch den Habsburger Kaiser für die letzte große Reise von Wien in den Odenwald antrat, in Michelstadt verstarb, in König unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im vorgesehenen Elterngrab (heute Eltern-Sohn-Grabstätte) zur letzten Ruhe auf dem Friedhof Bad König fand, wobei die Grabstätte – auch der ganze Friedhof heutzutage unter Ensembleschutz (Denkmaltopografie) stehen.

Auch viele oberste Prominenz war damals gekommen –neben Weyprechts Angehörigen – hier in der Region die Adeligen Grafen Erbach-Erbach und Erbach-Schönberg mit Begleitung, Vertreter wissenschaftlicher Vereinigungen, sogar aus Hamburg angereist, Deputierte des österreichischen Marineministerium sowie auch neben Turn- und Gesangvereinen die „endlose Reihe von Leidtragenden aus allen Gegenden und aus allen Schichten der Bevölkerung“.

Der Michelstädter Pfarrer Marguth- es ist stark zu vermuten, das Weyprechts Bruder Robert das „vor Ort“ in Absprache mit der Mutter so organisiert hatte, hielt die zutiefst ergreifende Grabrede auf der Basis des Textes: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn, darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“

Herr Oberpfarrer Wagner, gleichfalls Michelstadt, zelebrierte nach der Grabrede“ die Einsegnung der Leiche“. Es würde hier zu weit führen, den vollständigen Ablauf der Trauerfeierlichkeiten minutiös wegen der intensiven Programmdichte für Carl Weyprecht dieserorts anzuführen, was alles Katharina Haase historisch ergebnisorientiert vortrug.

Auch Dekan Johann Adam Groh, Pfarrer von (Bad) König, entwickelte  eine Ansprache an die Trauerversammlung: „Bevor wir scheiden von diesem Grabe, sei es auch mir vergönnt, im Namen der hiesigen Gemeinde ,, in welcher unser Verstorbener seine Kinder- und ersten Jugendjahre verlebte, den Gefühlen der Trauer und Erhebung zugleich kurz Ausdruck zu verleihen. Als der nun Verstorbene in seinem 18.Lebensjahr aus der hiesigen Gemeinde hinwegging, um sich dem erhabenen Berufe zu widmen, den er auserwählt hatte, da begleiteten ihn unsere besten Segenswünsche hinaus in die Ferne, und als er nach einer Reihe von Jahren von den eisigen Regionen des Nordens, reich mit Ehren bedacht wieder zurückkehrte, freuten wir uns mit den Seinigen und werder er, noch wir haben damals gedacht, dass er so früh nach Gottes Ratschluss, und dass er hier in unserer Mitte seine irdische Ruhe finden sollte…“ Und Dekan Johann Adam Groh- ein weiterer Großer auf anderem Gebiete (Förderer der Bauern in der Region und Mitbegründer der Volks- und Raiffeisenbanken in deutschen Landen), der selbst-paar Monate darauf- im Oktober des gleichen Jahres 1881 sterben sollte und dessen Ruhestätte (mit seiner Gattin) paar Schritte weiter westlich zu finden ist, prägte weitere Worte bei den Trauerfeierlichkeiten für Carl Weyprecht- dem großen Sohn auch unserer Stadt: “Wer dem Besten seiner Zeit genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten!“ und so möge er dann ruhen in unserer Mitte, es möge ihm leicht sein die Erde hier an dieser geweihten Stätte. Uns aber soll sein Grab heilig und teuer sein, wir wollen es hüten, wir wollen es schützen und wahren als die Stätte, in welcher die irdische Hülle einer edlen, durch Christum erlösten Seele ruht zum ewigen Leben“.

Bleibt noch zu registrieren, dass die Habsburger Monarchie Carl Weyprecht allerhöchste Ehre erwies, indem der Wiener Hof Fregattencapitain von Gedik und Linienschiffsleutnant von Becker (beide Kaiserlich Königliches Österreichisches Marineministerium) entsandte. Dr. Jäger aus Frankfurt/Main- diese Mainmetropole hatte und hat schon immer vielfältige Bezüge zur Polarforschung gehabt – war ebenfalls als hoher Vertreter der dortigen Geologischen Gesellschaft zugegen, wobei sich am Schluss des großen Traueraktes „ein großes Meer von Kränzen“ an der Grabstätte ansammelte.

Nun sei hier noch die Ansprache  von Herrn Dr. Neumeyer, dem Direktor der Deutschen Seewarte Hamburg erwähnt, welche dieser allerdings vor Dekan Grohs Segen hielt: „In Trauer um den Entschlafenen Versammelte! Indem ich vom fernen Nordseestrande hierher geeilt, um die Kränze der Geographischen Gesellschaft in Hamburg und der Deutschen Seewarte hier niederzulegen, fühle ich das Bedürfnis Ihnen zu sagen, weshalb ich gewissermaßen eine Pflicht empfinde, an dieser Stätte zu sprechen. Als erster Präsident der Internationalen Polarcommission, in deren Namen ich auch hier spreche, hatte ich genugsam Gelegenheit, den Geist und die Kraft des nun Entschlafenen kennen zu lernen. Ich fühle auch vollauf- und mit mir jene Commission, die ja berufen ist, den großen Gedanken Weyprechts zur Tat werden zu lassen- in mir die Pflicht zu constatieren, mit welcher Treue und mit welch collegiallischer Güte er unserem Verein Freund und Genosse war. Es ist hier nicht die Stätte, zu sprechen von den Verdiensten des Seemannes, des wissenschaftlichen Mannes -nein, dazu werden andere berufen sein. Die wissenschaftlichen Verdienste Weyprechts, sie sind im Buche der Geschichte verzeichnet“.

Transkript: HGV-Mitglied Katharina Haase, Bad König im Odenwald- 22. März 2017 anlässlich des Jubiläumsjahres Bad Königs 1200 Jahre/817-2017

Dr. Neumeyer hätte ja kaum erahnen können, dass aus „dem Buch der Geschichte“ realiter viele Publikationen über Carl Weyprecht entstanden sind, sogar in den letzten Jahren des immer noch anfänglichen 21. Jahrhunderts. Die Forschungsintensität lässt auch vier Jahre später wohl nicht nach. Immer wieder versucht man neue Lücken zu schließen, was auch die frühen Jahre Weyprechts in (Bad) König betrifft -ebenso wie seine letzten Tage, wozu HGV-Mitglied Katharina Haase (2017) wertvolle Impulse mit fundierten Erkenntnissen präsentierte. Es wäre sinnvoll, wenn das wertvolle Resultat der Transkription Katharina Haases – im Sinne der erweiterten Weyprecht-Forschung (Kindheit/Jugend im König des mittleren 19. Jahrhunderts und Sterben-Tod/Beisetzung im Odenwald: Michelstadt und Bad König  noch erweitert dokumentiert werden könnte.

 

 

 

Ruhestätte Carl Weyprechts auf dem Friedhof Bad König im Odenwald  (Foto: R. Veit): Immer wieder möchten Besucher-Gruppen das Grabmal des großen Nordpolarforschers Carls Weyprecht in Bad König im Odenwald aufsuchen.

 

 

 

Presse:

 

“Bad König gedenkt eines großen Sohns- 140. Todestag: Am 31. März  (Anmerkung: Beisetzung) wird auf dem Friedhof an den Polarforscher Carl Weyprecht erinnert”  Von Jörg Schwinn (mit Archivfoto von Manfred Giebenhain des eindrucksvollen Grabmals auf dem Bad Königer Friedhof); Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 26. März 2021, Rubrik Odenwald, S. 13

 

“Carl Weyprecht und Franz Josefs Land  (mit Foto-Scan von Reinhold Veit) – Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 26. März 2021-36. Jahrgang- Nr. 12, S. 19

“Gedenkfeier anlässlich des 140. Todestages von Carl Weyprecht auf dem Friedhof Bad König” (mit Abb. Holzschnitt “Carl Weyprecht” von 1877) – Bad Königer Stadtnachrichten, dito S. 8

 

 

Carl Weyprecht-

Gedenkstunde am 31. März 2021 pünktlich mit dem 11 Uhr- Glockenschlag

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(Sämtliche Fotos: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

Bad Königs Stadtoberhaupt anlässlich der Gedenk-Rede nach dem 11 Uhr-Glockenschlag am 31. März 2021: Bürgermeister Axel Muhn (rechts) lässt die verschiedenen Stationen des Lebens von Carl Weyprecht Revue passieren. Links daneben HGV-Vorstandsmitglied Heidi Hoffmann, Carl Weyprecht-Schule- Schulleiter Martin Burk, Carl Weyprechts Urgroßnichte Frau Dr. med. Heidi von Leszczynski, deren Tochter und weitere Nachfahren sowie ein Schüler der CWS Bad König, der mit zwei  anderen Schülern der Klasse 7a (Lehrerin Ines Wolf) aus Weyprechts Biografie gekonnt zitierte- und zudem wurde von einer weiteren Schülerin ein musikalischer Beitrag bravourös mit der Trompete  geleistet (Foto ganz unten).

 

Nachfahren von Carl Weyprecht- eigens aus der Main-Metropole Frankfurt am Main u.a. angereist-  anlässlich des Gedenkens an deren berühmten Vorfahren vor dem Grabmal auf dem kernstädtischen Friedhof Bad König im Odenwald: Weyprechts Urgroßnichte Dr. Heidi von Leszcynski (zweite von links) nach ihrer Ansprache, die herrliche Sonnenstrahlen begleiteten.

 

 

 

Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert (Dritter von re.) war auch zu der “140 Jahre-Zeremonie” gekommen. Carl Weyprecht verstarb dort in Michelstadt im Odenwald am 29. März 1881 im Hause Braunstraße 23 seines Bruders (nahe Lindenplatz), des Arztes Dr. med. Robert Weyprecht.

Weiter im Bild (von links), Lehrerin Ines Wolf von der Carl Weyprecht-Schule Bad König, Stadtverordnetenvorsteher Thomas Seifert (zugleich ausgewiesener Heimatforscher), Undine Hegny, Reinhold Nisch (Erster Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.), Katharina Haase (Transkript zu Carl Weyprechts Sterbefeierlichkeiten am 31.3.1881), daneben Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert, Ilse und Erich Süssner (engagierte Mitglieder des HGV Bad König e.V. und Kenner des historischen Bad König)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- 31.März 2021- R. Nisch)

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(HGV Bad König e.V.)