(Hinweis: Der Text dazu erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.)

 

 

(Scans: Reinhold Veit/Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

(Foto: Historische Ansichtskarte- von Frau Johanna Hess, Bad König, zur Verfügung gestellt/Repro: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Bad Königer Kur-Historie: Der Kurgarten in den 1950-ern aus der  “Vogelperspektive”

Bad König. In den 1950-er Jahren – vermutlich Mitte des Jahrzehnts- fliegt auch ein kleines Flugzeug über dem Odenwald, auch über das Bad König von damals. Die Maschine macht im Auftrag der Deutschen Luftbild K.G. (Hamburg-München-Freigabe-Nr. 403 254) eine Aufnahme auch über dem Areal des Kurgartens.

Das “Kurhotel Bad König – Bes. Roland Maier, Küchenchef – Tel. 238- Fach 23” – wie auf der Rückseite der historischen Ansichtskarte steht- hatte ein bestimmtes Kontingent dieser Karten zum Verkauf an Kurgäste und Einheimische im “internetfreien Zeitalter” im Angebot.

Noch ältere Bad Königer Bürgerinnen – wie das “lebende Lexikon Bad Königs” Katharina Haase- und Bürger können sich noch an das  große, der Frankfurter Straße westlich zugewandte Hotel (Küchenchef Roland Meier folgte erst danach)  als “Lothammers Kurhotel” (Historische Ansichtskarte vorne rechts) erinnern, das heute ja nicht mehr steht. Im hinteren, dem Kurgarten zugeneigten Flachdachtrakt befand sich eine hohe und mehrstufige (nach innen gebaute) Außentreppe, die multifunktionalen Nutzen hatte. In den besseren Jahreszeiten konnte hier die Freiluftbewirtung für Kurgäste und Tagesgäste mit Speis` und Trank vorgenommen werden, dem Kurorchester der  diagonal gegenüber liegenden Wandelhalle gelauscht werden oder bei einem Intermezzo per gläsernem Trinkbecher Bad Königs “Stahlwasser” genossen werden, wenn man nicht gerade promenierte.

Die Luftaufnahme zeigt das gesamte Areal des Kurgartens beidseitig des Kimbach, den man damals mittels zweier Brücken- die oberste Brücke existiert noch heute- überqueren konnte. Möglicherweise sind auch noch Ansätze der kleinen Minigolf-Anlage (links oben) zu erkennen- und später wird man auch dort eine floristische Sensation bestaunen können, die als Erstzüchtung  (ohne damalige Sommerzeit!) Furore machte: die sogenannte “Halb-acht-Uhr-Blume”, deren verschlossene kleingelbliche  Blüten sich für einen Sommerabend zusehends schnell öffneten. Diese hochstilige Blume gibt es heute noch, findet aber heutzutage nicht mehr (leider!) so die Aufmerksamkeit.

Vermutlich ist es hier beginnendes Frühjahr, wenn man auf dem Baumbestand und dem Stand der Sonnenstrahlen achtet, wobei auch (mit Hilfe der Lupenvergrößerung) die beiden nahe der Wandelhalle laufenden Personen noch “in wärmerer Kleidung” vorüber schreiten.

Und im östlichen, Kurgarten abgrenzenden Flachdach (“Eternit”) -Trakt wurden teils über die langen und schneereichen Wintermonate die vielen elfenbeinfarbenen Kurbänke gestapelt untergestellt und dort vereinzelt aber auch während der Kursaison für die Kurgäste zum Genießen des Kurkonzertes aufgestellt.

Bauhistorisch und infrastrukturell interessant ist auch im oberen Foto-Teil das hier fotografierte damalige Bad Königer Häuser-Ensemble- teilweise im Fachwerk-Stil, das heute so nicht mehr existiert.

(Stand: 22.November 2018)

 

 

 

 

Bad König. 2018 – vor 100 Jahren: In diesen Novembertagen im Jahre 1918 endete der Erste Weltkrieg (1914-1918). Eine fast unüberschaubare Anzahl von Printpublikationen, TV-Dokumentationen etc. beleuchten und analysieren in diesen Tagen und Wochen die epochalen Umbrüche, sichten und bewerten diese ergänzend, im quasi  ersten Jahrhundertdrittel des letzten 20. Jahrhunderts.
Dass das damals überschaubare König im Odenwald (im Kirchspiel schon damals vereint mit Fürstengrund: Dort gibt es aber ein eigenes Gefallenen-Denkmal auf dem dortigen Friedhof wie auch jeweils in den anderen heutigen Stadtteilen) einen hohen menschlichen Tribut entrichten musste, zeigt allein dieser Ausschnitt der Gefallenen/Vermissten an der Gedenktafel für beide Weltkriege in der Friedhofshalle Bad König.

Es ist zutiefst bemerkenswert, dass Frankreichs Staatspräsident Macron in dieser  Woche (5.-9. November 2018) die Schlachtfelder und Orte des Ersten Weltkrieges im Norden des Landes aufsucht, gleichzeitig aber für das kommende Wochenende die “Staatslenker”  auf der Basis des Kriegsendes vor 100 Jahren eingeladen hat, um dem gegenwärtigen Europa neue Impulse zu geben.

(HGV Bad König e.V./Fotos: Bilddatenbank/Stand: 06. November 2018)

 

Literaturhinweis /ausgezeichneter Schnellüberblick zum Übergang “Deutsches Kaiserreich – Geburt der Weimarer Republik”:

ZEIT Geschichte- Epochen, Menschen, Ideen   1918/19 Die deutsche Revolution Sturz der Monarchie- Geburt der Weimarer Republik  Nr. 6,  Preis: 7,50 Euro (ISBN 978-3-946456-45-2) 2018

Weiterer aktueller Artikel:

“Hundert Jahre und kein Vergessen” Von Rudolf Balmer aus Paris/Von Daniel Zylbersztajn aus London (Quelle: taz vom donnerstag, 8. November 2018/S. 11)- Fast 10 Millionen Soldaten starben im Ersten Weltkrieg 1914-1918, für die Siegernationen Frankreich und Großbritannien war es der blutigste Krieg ihrer Geschichte. Das Gedenken an die 1,4 Millionen französischen und 900 000 britischen Gefallenen prägt bis heute die Erinnerungskultur beider Länder. Am Sonntag (11.November 2018) begehen die Regierungen in Paris und London den 100. Jahrestag des Kriegsendes

 

Fakten zum Massensterben:

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg

Kapitulation- Nach über vier Jahren Krieg ging der Erste Weltkrieg am 11.11.1918 mit der Kapitulation des Deutschen Kaiserreiches zu Ende. Seine Verbündeten Österreich-Ungarn und Osmanisches Reich hatten schon die Waffen gestreckt und waren als Staaten zerfallen. Die alliierten Siegermächte um Frankreich, Großbritannien, die USA und Italien errichteten mit dem Versailler Vertrag und dem Völkerbund eine Nachkriegsordnung, die aber nicht lange Bestand hatte.

 

70 Millionen Soldaten kämpften weltweit, davon fielen 10 Millionen im Gefecht, 2 Millionen starben an Krankheiten und 6 Millionen wurden vermisst. Dazu kommen 8 Millionen tote Zivilisten, zumeist von Hunger und Seuchen.

(Quelle: dito, taz v. 8.11.2108, S. 11)

 

 

 

 

(Quelle: Stadtarchiv Michelstadt/Odenwaldkreis- Scan: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

Carl Weyprechts Sterbeurkunde vom 29. März 1881 (Abbildung, siehe oben)

 

 

Transkription der Carl Weyprecht- Sterbeurkunde durch das engagierte HGV-Mitglied  Frau Katharina Haase aus Bad König:

 

NR 22
Michelstadt am 29. März 1881
Vor dem unterzeichneten Standesbeamten erschien heute,
der Persönlichkeit nach bekannt, der practische Arzt Dr. Robert Weyprecht
wohnhaftt zu Michelstadt
und zeigte an, daß der kaiserlich östreichische Linienschiffsleutnant Karl Weyprecht
42 Jahre alt evangelischer Religion
Wohnhaft zu Wien
Geboren zu Darmstadt, ledigen Standes
Sohn des Gräflich Erbachschönbergischen Kammerdirectors Ludwig Weyprecht
Und dessen Ehefrau Marie geborene Hohenschild früher zu König,
zu Michelstadt in seiner Mutter Behausung
am neunundzwanzigsten März
des Jahres tausend acht hundert achtzig und eins
Vormittags um sieben ein halb Uhr
Verstorben sei. Der Anzeigende erklärt, daß er sich durch
Augenschein von dem eingetretenen Tode des Karl
Weyprecht überzeugt habe.
Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben
Dr. Robert Weyprecht

Der Standesbeamte
Kredel

 

Anmerkung: Katharina Haase nahm auch die Transkription der Trauerfeierlichkeiten für den großen Polarforscher Carl Weyprecht vor.

 

 

Quelle: Ausstellungskatalog des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt , Darmstadt (Roetherdruck) 1981

“Hessische Entdecker-

Forschungsreisen in fünf Erdteilen”

Abschnitt “Im arktischen Eis”, S.32ff. /mit Carl Weyprecht

 

 

 

(

 

(Scans: Reinhold Veit/Fotos: Reinhold Nisch)

 

Siehe auch: RHEIN-NECKAR-ZEITUNG vom 24. November 2017

Für Romantik-Liebhaber

“Bücher über den Heidelberger Künstler Carl Philipp Fohr” (Von Sigrun Pass)

 

Hinweis:

Das Kurpfälzische Museum der Stadt Heidelberg verfügt über einen bedeutenden Bestand an Arbeiten Carl Philipp Fohrs.  Dazu gehört z.B. auch ein 1814/1815 entstandenes Aquarell “Umgebung des Klosters Lichtenthal”.

 

 

Gemälde auf dieser Seite:

“Carl Philipp Fohr mit Barrette” : Bildnis Carl Philipp Fohrs, 1817- von dessen Freund Carl Barth geschaffen. Dieser versuchte noch, seinen Freund in Rom aus dem Tiber vor dem Ertrinken  zu retten: Vergeblich! Das wurde 1818 als Bild von Fohr aus dem Gedächtnis heraus von Samuel Amsler gestochen, der auch das Drama in Italien miterlebte.

 

Weitere Literatur- und Landschaftsgemäldehinweise:

Herausgeber: Landesmuseum Mainz-Graphische Sammlung 1995 (ISBN 3-9803605-5-5/Eggebrecht-PresseMainz) Carl Philipp Fohr- Aquarelle und Zeichnungen aus eigenem Bestand (Konzept und Bearbeitung Dr. Norbert Suhr) 

 

Siehe auch die nunmehr eingerichtete Homepage: www.das-alte-darmstadt.de Das ist die mobile Webseite, die zur Sonderausstellung “Das alte Darmstadt” entwickelt wurde, welche im Schlossmuseum  Darmstadt sich befindet. (Stand:30.Oktober 2018)

Dort heißt es (Zitat): An zwölf Standorten der Darmstädter Innenstadt können Sie sich Stadtansichten des Darmstädter Hofmalers E.A. Schnittspahn auf Ihrem SmartPhone anzeigen lassen. Vergleichen Sie die historische Ansicht des 19. Jahrhunderts mit der heutigen.”

Es lohnt sich- und ganz schnell tauchen wir ungefähr bei den historischen Ablichtungen der Gemälde Schnittspahns in etwa in die Zeiten Carl Philipp Fohrs, Georg Büchners, Carl Seegers, Carl Weyprechts ein, die ja auch temporär in Darmstadt zu jener Zeit unterschiedlich gelebt hatten bzw. tageweise präsent waren.

 

Adolf Müller: Aus Darmstadts Vergangenheit – Im Auftrage der Stadtverwaltung dargestellt von Dr. phil. Adolf Müller (Leiter des städtischen Archivs und Museums), Weidlich Reprints (ISBN 3 8035 1046 5)  Frankfurt/Main 1979 – Unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1930/Erschienen im Selbstverlag der Stadt Darmstadt

 

(Zusammenstellung : Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

 

 

Frank Berger-Enrico Mazzoli: Triest und der Nordpol /Scan: R. Veit

 

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e. V. teilt mit, dass im Heimatmuseum die Sonderausstellung „Vor 50 Jahren -das Schlüsseljahr 1968 im Spiegel der Geschichte“ am Sonntag (26. August 2018) zu Ende geht. Das Heimatmuseum ist sonntags jeweils von 10.30 bis 12 Uhr geöffnet.

 

Das Jahr 1968 (siehe mehr auf der Homepage www.hgv-badkoenig.de) war in mehrfacher Hinsicht ein bewegendes Jahr, welches von den Auswirkungen noch in die Gegenwart und weitere Zukunft „hineinstrahlt“.

 

Und was war z.B. im August 1968 gewesen? Um nur ein markantes Beispiel zu nennen: Die Truppen des Warschauer Paktes (östliches Bündnissystem) besetzten unter Beteiligung von DDR-Truppen-Einheiten Prag und die damalige Tschechoslowakei und beendeten damit den Reformkurs von Alexander Dubcek (“Prager Frühling”, der mit seinen Getreuen „den Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ (Demokratie, Pressefreiheit etc.) wollte. Nur Rumänien und das blockfreie Jugoslawien wie das chinahörige Albanien weigerten sich, bei der Okkupation mitzumachen. Zeit des Kalten Krieges eben! Aber gleichzeitig auch ein strategisches Umdenken im Westen mit Hilfe einer neuen westdeutschen Ostpolitik ab 1969 (Brandt-Bahr-Scheel) auf dem Fundament der westlichen Verankerung, um den „Eisernen Vorhang“ zu überwinden. Heutzutage sind viele neue, andere Probleme entstanden: Passende Antworten werden noch gesucht.

Literatur-das Thema aktuell in der Presse: “Prag 68: Der Traum ist aus – Vor 50 Jahren marschierten Soldaten des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein und beendeten das Experiment eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz”, Quelle: die Tageszeitung/Berlin  vom 21. August 2018 (mit 6 Sonderzeiten zum Prager Frühling)

 

 

An Stelle der „1968-Ausstellung“ kommt Anfang September 2018 eine kleine Ausstellung zu Polarforscher Carl Weyprechts 180. Geburtstag, der am 8. September 2018 ist.

 

An diesem Kerbwochenende findet auch am Sonntag, 9. September 2018, der terminmäßig alljährlich feststehende Europäische Denkmaltag 2018 statt, wo der Heimat- und Geschichtsverein von 14 bis 18 Uhr traditionell Führungen „rund um die Historische Kapelle“ (1200 Jahre im Kernbereich alt) als historischen Beitrag Bad Königs zum Europäischen Denkmaltag veranstaltet.

Carl Weyprecht (1838-1881)

(Scans: R. Veit/HGV Bad König e.V.)

Am 8. September 2018 wird in Bad König Carl Weyprechts 180. Geburtstag gedacht. Zum 150. Geburtstag Weyprechts am  8. September 1988 ließ der damalige Sozialausschuss der noch jungen Stadt Bad König einen Prägestempel (über den einstigen Bürofachhandel Meiboom in der oberen Bahnhofstraße Bad Königs) für den damaligen postalischen Briefverkehr der Verwaltung anfertigen– zu einer Zeit, wo an die modernen Medien und das Internet noch nicht zu denken war. (Stempelabdruck oben im Bild mit folgendem Text/entwickelt vom damaligen Sozialausschussmitglied Reinhold Nisch: “Carl Weyprecht (1838-1881)- Nordpolarforscher, Mitglied `Isbjörn Expedition` (Barents-See), Entdeckung Kaiser-Franz-Joseph-Land mit Forschungsschiff “Tegetthoff”, Mission am Hofe Kaiser Maximilians von Mexiko” ) Der Stempel selbst ist leider nicht mehr auffindbar.

 

 

Carl Weyprecht (1838-1881)

Carl Weyprecht erblickte am 8. September 1838 in Darmstadt als dritter Sohn des Hofgerichtsadvokaten Ludwig Weyprecht und der Darmstädterin Maria Magdalena Sophie geborene Hohenschild das Licht der Welt.

 

 

 

Weyprechts Jahre in König im Odenwald

Mit der Ernennung des Vaters zum Kammerrat, später als Kammerdirektor der Grafen von Erbach-Schönberg erfolgt 1842  die Übersiedlung nach König im Odenwald; dort erfolgt auch Privatlehrer-Unterricht im Elternhaus.

……….

(In diesem Zeitraum der “j u n g e n Königer Jahre” Carl Weyprechts existiert noch eine Forschungslücke, wo die bisherige Weyprecht-Forschung und  auch Literatur zu/über Weyprecht “noch nicht so angekommen” ist.)

……….

 

1852 erfolgt die Rückkehr nach Darmstadt zum Besuch des dortigen Gymnasiums.

1853 in Darmstadt: Übergang auf die Höhere Gewerbeschule (heutige TU Darmstadt) wegen des dort besseren Lehrangebots in den für die avisierte Marinelaufbahn notwendigen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern.

(Vergleichen Sie auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig dazu den Artikel “Bad König-Historie: Aspekte der Carl Weyprecht- Forschung”– Artikel vom 11.04.2018: Hier sind die Zeugnisse Carl Weyprechts aufgelistet.)

 

 

 

 

Die weitere biografische Synopse von Carl Weyprecht bis zu dessen Ruhm ergibt hier die weitere Literatursammlung auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de “: “Historie Bad König- Literatur zum Polarforscher Carl Weyprecht- eine Auswahl” – Artikel vom 11.04.2018

 

 

 

 

Das “Schließen des biografischen Kreises” im Odenwald:

 

Tod in Michelstadt im Odenwald am 29. März 1881

Beisetzung in König im Odenwald (Ehrengrab) – Friedhof Bad König

Bitte beachten Sie auf dieser Homepage dazu: “Katharina Haase schließt erkennbar eine Forschungslücke zu Carl Weyprecht”- Artikel vom 29.03.2017/ Unser HGV-Mitglied Katharina Haase, Bad König, nimmt auf der Basis der Darmstädter Zeitung Nr. 91/2.4.1881 und mittels Kirchenbuch-Originalen (Evangelische Kirchengemeinde Bad König) die Transkription in die deutsche Gegenwartsschrift vor- und damit können verbesserte Erkenntnisse über das Prozedere der Bestattungsfeierlichkeiten für Carl Weyprecht gewonnen werden.

 

 

 

 

 

 

(Scan: Reinhold Veit)

Julius Payer-Carl Weyprecht

(Alle Scans: Reinhold Veit)

 

 

 

Große Carl Weyprecht- Buchvorstellung in Bad König im Jahre 2018:

Enrico Mazzoli: CARL WEYPRECHT Darmstadt-König-Triest/Lebensstationen eines Polarforschers (Deutsch von Annette Budzinski), Historische Kommission Darmstadt (hkd)/ISBN 978-3-88443-415-4/Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission -Neue Folge Band 38/351 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und umfassender Literaturliste, Darmstadt 2018

 

Dieses Weyprecht-Buch (mit ergänzendem Bildmaterial) kann ab sofort z.B. in der Buchhandlung Paperback, Bad König,  selbstverständlich im weiteren Buchhandel zum Preis von 40 Euro erworben werden.

 

 

Das Buch wird in Bad König am Samstag, 21. Juli 2018, 19.30 Uhr, in der Historischen Rentmeisterei/Schlossplatz von Dr. Enrico Mazzoli (Triest) vorgestellt. Das Werk liegt nun in der deutschen Übersetzung vor. Es ist davon auszugehen, dass der Autor Dr. Mazzoli und die  Übersetzerin Annette Budzinski  auch zugegen sein werden.  (Stand: Mai 2018)

 

Der Eintritt beträgt 5,00 Euro, Karten können schon jetzt bei der Literaturhandlung Paperback ( D-64732 Bad König, Bahnhofstraße 43) vorbestellt werden (Telefon: 06063-4115 oder www.literaturhandlung-paperback.de).

Reihe: Autoren in der Rentmeisterei – Eine Initiative der Stadt Bad König, der Kurgesellschaft und der Literaturhandlung Paperback.

 

(Der HGV Bad König e.V. empfiehlt den Besuch der Buchpräsentation über den städtischen Sohn Carl Weyprecht.

Gleichwohl ist man hier in Bad König sehr darüber erfreut, dass schon beim Buchtitel (siehe Bildcover oben)  auch die Carl WeyprechtLebensstation “König” (im Odenwald) neben den Lebensstationen “Darmstadt” und “Triest”  erstmals lobend erwähnt wird. Diese Triade war eindeutig prägend für Carl Weyprechts Determination der Biografie gewesen- und (Bad) König setzt mit der Beisetzung in einem Ehrengrab eines ganz großen Entdeckers und Forschers auf dem Friedhof den irdischen Finalpunkt eines intensiv ruhmreichen Lebens wie auch die Anfänge der Kindheit und frühen Jugend , was insgesamt noch sehr lange nachwirken wird.

Berichterstattung zum Abend ” Vorstellung der Weyprecht-Biografie” vom 21. Juli in der Bad Königer Rentmeisterei:

Michael Lang: Ein Polarforscher, der Spuren hinterlässt/Carl Weyprecht -Autor Enrico Mazzoli und Annette Budzinski stellen Lebensstationen des im Odenwald aufgewachsenen Wissenschaftlers vor. Quelle: “Odenwälder Echo” vom 24. Juli 2018, S.11

 

 

Zu dem Carl Weprecht-Buchautor Dr. Enrico Mazzoli siehe auch auf dieser Homepage die folgenden Berichte:

“Historie Bad König-Literatur zum Polarforscher Carl Weyprecht ” (26.02.2018)

“Heimatmuseum am Nikolausmarkt: HGV zeigt großes Weyprecht-Poster” (05.12.2016)

 

 

Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 in Österreich auf einer Homepage:

www.oesterreich100.at : Mit dieser Homepage hat man in Österreich auf viel Ereignisse im “Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018″ aufmerksam gemacht, die für das Land historische Schlüsselereignisse beinhalten.

Bad König. In der gut besuchten Mitgliederversammlung setzte der städtische Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. im abgelaufenen Berichtsjahr kardinale Akzente, waren doch für den an Mitgliedern („Einpendeln“ so meist um die 125) relativ kleinen Verein wichtige Veranstaltungen und sonstige begleitende Maßnahmen wie auch die permanente Betreuung des Heimatmuseums und der Historischen Friedhofskapelle zu bewerkstelligen.

Nach anfänglicher Begrüßung und dem Gedenken für die verstorbenen Mitglieder sowie aller in der überschaubaren Kleinstadt Verstorbenen („Sie alle haben im Leben der Stadt Spuren hinterlassen- und auf einmal sind sie nicht mehr da, nur noch in der Erinnerung!“) wurden wichtige Punkte angeführt: Jahreseröffnung mit einer großen, drei Monate andauernden Kunst-Vernissage. Hier konnten die von dem Vorstandsmitglied Renate März betreuten renommierten Odenwälder Künstlerinnen Heidi Hoffmann und Corinna Panayi-Konrad ihre jeweils ganzen und kreativen Schaffenskräfte mit eigens geschaffenen Kunstwerken zu Bad König- Motiven (baugegenständlich wie zu namhaften historischen Personen) eigenmotiviert einbringen. (Berichte dazu unter: www.hgv-badkoenig.de).

Der HGV gestaltete auch die historischen Jubiläumsveranstaltung in Eigenregie, und zwar die gut bis sehr gut besuchten Vortragsabende („ Polarforscher Carl Weyprecht aus Bad König und sein Weg nach Österreich“ und „Die alte Kapelle in Bad König im Odenwald“) von Dr. Peter W. Sattler. Vorstandsmitglied Reinhold Veit gab hier durch zahlreiches neues Fotomaterial begleitende Unterstützung; dies übrigens partiell auch bei dem von der Stadt gestalteten Zentralvortrag von Dr. Uli Steiger in der Großen Turnhalle. Die wissenschaftlichen Aufsätze der Referenten erschienen dann auch zu Jahresende 2017 in der Festschrift „Bad König im Wandel der Zeiten…“ (Herausgeber ist der Magistrat der Stadt Bad König). Zu erwähnen ist hierbei noch, dass HGV-Mitglied Thomas Seifert im Buch selbst drei wertvolle historische Bad König-Abhandlungen beisteuerte. (Eine kleine Auflistung des Buches, welches man auch an diversen Verkaufsstellen nach wie erwerben kann, ist auch unter www.hgv-badkoenig.de einzusehen.)

Besondere, ja nicht mehr wiederkehrende wie unvergessliche Jubiläumsabende waren „Wie es damals war…- Königer erzählen von einst –aus den ersten Nachkriegsjahrzehnten“ (mit Walter Arndt, Traudel Urich, Katharina Haase, Ilse und Erich Süßner, Reinhold Nisch u.a.) und auch „Die filmische Dokumentation aus dem großen Festzelt- Bad König wird Stadt aus dem Jahr 1980“ mit Ilse und Erich Süßner. Diese Dokumentation wurde auch mittlerweile für die Nachwelt und Forschungen an wesentliche Archive und Bibliotheken gegeben, dort eingestellt und katalogisiert. So hat es der Verein auch weiter gehalten mit bestimmten Doku-Foto-CDs (v. Reinhold Veit) für deutsche Archive oder dem Nationalarchiv in Österreich wie den Universitätsbibliotheken in Wien und Graz mit historischem Bad König-Bezug (z.B. Carl Weyprecht u.a.)

Das Heimatmuseum insgesamt verzeichnete im letzten Jahr (an den Sonntagsöffnungen) 1197 Besucherinnen und Besucher, auch zu einem Teil von weither kommend. Es waren auch Feriengäste dabei, welche angetan sind von der Beschaulichkeit Bad Königs, des historischen Stadtkernes und gerade den Exponaten des Heimatmuseums, die auch hier unter den regionalen Museen eine gewisse Sonderstellung, sogar Alleinstellungsmerkmale (Zigarrenmacherwerkstatt, Pfeifenabteilung etc.) ausmachen, ganz zu schweigen von dem historischen Ambiente des großen und des kleinen Ausstellungsraumes (Carl Weyprecht/Franz-Josefs-Land-Steine-Exponate/J.R. Follenweider-König-Gemälde etc.) und die- man kann es so nennen- schon sehenswerte, überregional einzigartige Mausefallen-Ausstellung.

Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr 2017 (1200 Jahre Bad König) war innermuseal die bemerkenswerte Sonderausstellung „Johann Rudolf Follenweider- Carl Seeger- Carl Philipp Fohr- Bad König-Odenwald- Neckartal- und Heidelbergmaler ( beginnend von der Frühromantik bis ca. 1843) gewesen. Gerade mittels kunstmusealer Kataloge wurden diese Künstler, teilweise Genies der Landschaftsmalerei des späten 18. bzw. frühen bis mittleren 19. Jahrhunderts den Besuchern nahe gebracht. (Siehe Titelbild-Foto: R. Veit.)
(Anmerkung: Es wird in diesem Zusammenhang auch erwähnt, dass diesjährig ab dem 29. Juni 2018 –dem 200. Todestag Carl Philipp Fohrs- dass Hessische Landesmuseum Darmstadt eine einzigartige Werkausstellung startet.)

Der stetige Dank für die ehrenamtlichen Betreuungszeiten zu Gunsten des Heimatmuseums geht auch an Alexander Körner, Reinhold Veit, Walter Löb (Besonders auch hier: Wartung des Kaffee-Automaten).
Ein ebensolcher Dank gilt auch Reinhold Ehrhardt, der stets die Schriftführung auch bei den Vorstandssitzungen übernimmt, die Korrespondenzen und den postalischen Schriftverkehr übermittelt sowie Kontakte für Besuchergruppen entgegennimmt.
Die Öffnung des Heimatmuseums mit besonderen Aktionen an den Tagen des schon traditionellen Bad Königer Nikolausmarktes wurde auch wieder gewährleistet.
Dies war auch gleichzeitig der Auftakt einer neuen Karte mit Briefumschlag mit dem Motiv „Historische Kapelle“ (des jungen Künstlers Max Lutz), nachdem die wunderschöne Ansichtskarte „Historische Kapelle Bad König“ (von Reinhold Veit) in ihrer limitierten Gesamtauflage allmählich zu Ende geht.

Auf Wunsch gab/gibt es auch Gesamt- oder Spezialführungen durch das Heimatmuseum: So war u.a. der Odenwaldklub Höchst auf Besuch, angetan und kehrte anschließend auch in hiesiger Lokalität ein. Der HGV Lützelbach e.V. stattete im Sommer der Historischen Kapelle einen Besuch ab, wobei auch immer wieder beachtenswerte Besucherfrequenzen gerade am Denkmaltag dort – feststehend immer am zweiten Sonntag im September (gleichzeitig auch Kerwesonntag in der Kernstadt Bad Königs) zu verzeichnen sind.
Auf Kosten des HGV wurde auch von Vorstand Alexander Körner „außerdienstlich“ das neben der Historischen Kapelle befindliche „Gräfinnen-Grab“ neu bepflanzt. Der HGV übernimmt zudem Säuberungsmaßnahmen (z.B. Auskehren innerhalb/Säubern direkt um das historische Bauwerk) und hat auch die Kletterrosen-Bepflanzung links zum Eingang Heimatmuseum finanziert sowie die letzte Herbst-Winterbepflanzung  (an den beiden Trögen) übernommen.

Eine Kinder- bzw. Jugendgruppe (Federführung: Kinder- und Jugendförderung des Odenwaldkreises) wurde auch an einem ganzen Tag von Alexander Körner in Bad König betreut, wobei auch ein Besuch des Museums der Jugend neue Erkenntnisse spielerisch vermittelte.
Reinhold Veit war zudem im Kinder- und Jugendbereich im Einsatz, als im Rahmen der Kinder- und frühen Jugend-Uni Bad König (von Frau Kissinger) Museums-Exponate gedeutet und in ihrer Geschichte erklärt wurden.
Der HGV Bad König freut sich immer wieder- und das Angebot steht nach wie vor- wenn es bei den ehrenamtlich arbeitenden HGV-Mitgliedern zeitlich möglich, Schulklassen aus dem Stadtgebiet (Grundschulbereich, aber auch Kindergärten) und von der CWS (Carl-Weyprecht-Schule) Bad König begrüßen zu können, sei es bei Projektwochen oder bei Besichtigungen insgesamt.

Sonderführungen, aufgeteilt in Gruppen, wurden auch an einem Sonntag im Heimatmuseum vorgenommen, wo auf Vermittlung der hiesigen AWO-Jugendpflege ca. 40 Flüchtlinge das Heimatmuseum besichtigten (Erwachsene, Kinder, Jugendliche etc.), auch eine Erfahrung mehr, als die Führungen in englischer Sprache gehalten wurden und die unterschiedlichen Voraussetzungen anderer Kulturkreise berücksichtigt werden mussten. Auch Hochzeitsgesellschaften nahmen manches Mal das Museum wahr, damit der Fotograf mit den z.B. standesamtlich frisch Vermählten ein „Foto-Shooting“ fasziniert machen konnte- ein Trend, der gerade dem Zeitgeist verpflichtet ist.
Die Wertschätzung gegenüber dem Heimatmuseum und dem betreuenden Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. kam überraschend am Jahresende 2017 zum Tragen, als aus der Hessischen Staatskanzlei Wiesbaden und paar Tage später aus dem Hessischen Wissenschaftsministerium zwei finanzielle und einmalige Zuwendungen kamen, wobei man den total veralteten Computer-/Rechner-/Druckerbestand durch einen neuen zeitgemäßen austauschen konnte. Damit ist jetzt ein moderneres Arbeiten möglich, und Alexander Körner kann jetzt historische Daten- von den Herren Schnellbächer und Jakob Koch mühsam aus Kirchenbüchern einst ermittelt- auf Anfragen hin, die übers Jahr immer wieder kommen, den dankbaren Nachkommen aus Gründen der eigenen Familienforschung zur Verfügung stellen.

Renate März ist ein dickes Lob zu zollen, weil sie immer wieder an die HGV-Wanderhütte (Weinert) denkt, wo im vorletzten Jahr mit einem neuen Farbanstrich begonnen wurde und das aus Witterungsgründen im letzten Frühjahr fortgesetzt wurde, wobei auch Ihr Gatte Klaus März immer wieder betreuende Maßnahmen dort durchführt.
Der Kassenbericht von Rechnerin Renate März wurde gutgeheißen, und Renate wurde durch die Revisoren Heide Hix und Hans-Peter Geidel eine einwandfreie und solide Kassenführung bescheinigt.

Deshalb konnte anschließend eine Entlastung des Gesamtvorstandes vorgenommen werden. Die Wahlen zum neuen Vorstand erbrachten nach Leitung der Wahlen durch Walter Hoffmann die obige folgende Neubesetzung (Siehe den Text auf dieser Homepage mit dem neu gewählten HGV-Vorstand auf dieser Homepage: “Jahreshauptversammlung vom 11.8.2018-Neuer Vorstand des Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.”)

Die intensive Aussprache erbrachte auch durchaus neue Aspekte insofern, wie es möglich sei, noch mehr Interessierte für den Verein gewinnen zu können. Eine Möglichkeit sei, dass man auch vielleicht Vorträge zu gewissen Themen einbauen könne. Auch meinte das anwesende HGV-Mitglied Prinz Maynolf zu Erbach-Schönberg, ob es möglich wäre, Kindertrachtengruppen-wie in früheren Zeiten geschehen- wieder ins Leben zu rufen oder die beiden Ahnen-Porträts seiner Vorfahren vielleicht wieder im eigentlichen Schlosstrakt zu positionieren. Hier gab es diverse Auffassungen.

Dass man durchaus historisches Verständnis bei jungen Leuten bekommen kann, teilten Katharina Haase und Ilse wie Erich Süßner mit. Sie hatten an unterschiedlichen Vormittagen quasi als Zeitzeugen „die unmittelbaren Nachkriegszeiten“ Schülerinnen und Schülern einer Jahrgangsstufe 9 auf Einladung einer Gesellschaftslehre-Lehrkraft an der hiesigen Carl-Weyprecht-Schule Bad König auf Grund ihrer Lebenserfahrungen vermitteln können und waren selbst erstaunt, dass die heutige Jugend trotz des Smartphone-Zeitalters da aufmerksam interessiert ist.
Das traditionelle Gulaschsuppen-Essen mit kleinem Umtrunk mundete allen Teilnehmern der Jahreshauptversammlung, während das bei den Vorbereitungen eingeplante Referat von Ilse Süßner zum „Königer/Odenwälder Töpferwesen“ aus Gründen der fortgeschrittenen Zeit zunächst einmal entfallen musste.