Die einstige Zigarrenmanufaktur – als “Hamburger Zigarrenfabrik” bezeichnet (Foto: Matthias Schmitt) – in der Kimbacher Straße beherbergt heute ein werdendes Technikmuseum, geleitet von den jetzigen Eigentümern, dem Ehepaar Schmitt.

Schauen Sie bitte auch dort einmal vorbei, besonders am kommenden Wochenende (Sonntag, 9. September 2018), wo der Europäische  Denkmaltag 2018 stattfindet. Auch am Samstag zuvor hat dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude- welches in seinem Innern das  Technik-Museum aufweist- geöffnet. Es ist immer einen Besuch wert.  Ihr HGV Bad König

 

Kulturdenkmal Hamburger Zigarrenfabrik

Das Haus wurde 1894 als langgestreckter Backsteinbau auf einem Sandsteingeschoss erbaut und bot aufgrund des großen Saals 120 Mitarbeitern Platz. Die Fabrik war der größte Arbeitgeber am Ort und bestand bis 1936. Danach wurde das Gebäude vielfältig genutzt. Aktuell entsteht dort das Technikmuseum TECMUMAS, die Eröffnung ist für 2019 geplant. Details zum Haus, zu Sonderveranstaltungen und zur zukünftigen Nutzung als Technikmuseum finden Sie auf der Homepage www.tecmumas.de. (Text: Matthias Schmitt)

 

 

 

 

 

 

 

 

(Fotos: Reinhold Veit/Spender für das Heimatmuseum Bad König: Herr Bernd Gottschalk)

 

Zur Geschichte der “Zigarrenindustrie” im damaligen König von einst (beginnend im 19. Jahrhundert) verfolgen Sie bitte auch die Artikelseiten auf dieser Homepage (www.hgv-badkoenig.de)  “Historie Bad König: Boom der Zigarrenmanufakturen” vom 10.11.2017 und “Historie Bad König: Auch Zigarrenverkauf im einstigen König im Odenwald” vom 14.12.2012

Der hier abgebildete “Druckstein” zeigt in der oberen Hälfte  der damaligen “CIGARREN- und TABAK-FABRIK JOH. MICH.  HOFMANN (JOHANN MICHAEL HOFMANN) KOENIG im Odenwald” mit dem Porträt der Firmenanlage und rauchenden Schloten der Kamine.

In verdichteter Bilderabfolge des Vordergrundes erkennt man die von Menschen und einem Fuhrwerk belebte Straße; davor gesellt sich noch die mit Kohle betriebene Lokomotive mit zwei Personenwagen und das Winden der Mümling in den Auen durch das Tal in westlicher Richtung. Alles in allem soll ein Bild ökonomischer Prosperität “werbemäßig ” dem Betrachter in den konsumtiven Städten des Deutschen Kaiserreiches vermittelt werden, wo die Zielgruppen der bürgerlichen Käuferschichten primär von “hervorragenden König-Zigarren” vorhanden waren, während adelige Konsumenten ja auf Grund von Besitztümern auch in der Fläche (Schlösser, Landsitze, Burgen etc.) den hier vermittelten positiven Eindruck “Genuss und Produktion, umgeben von Natur” schon verinnerlicht hatten.