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(Hinweis: Diese Themenseite ist noch in der Recherche, also in Bearbeitung.)

(Foto: Reinhold Veit, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.)

 

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Vor 140 Jahren- 

Carl Weyprecht stirbt in Michelstadt im Odenwald, Carl Weyprecht wird in Bad König im Odenwald bestattet

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Carl Weyprecht (1838-1881)

(Scan: R.Veit/Blatt:Privatbesitz)

Beeindruckende Trauerfeierlichkeiten am 31. März 1881 für den großen Polarforscher Carl Weyprecht auf dem Friedhof Bad König im Odenwald

Frau Katharina Haase (Bad König) nahm im Jahre 2017 eigeninitiativ die Transkription (aus alter Schrift in die moderne „Übersetzung“) zum Forschungsgegenstand „Trauerfeierlichkeiten zur Beerdigung Weyprecht- Polarforscher“-wie es in Kirchenbuch-Originalen und der Darmstädter Zeitung (Nr.91 vom 2. April 1881) festgehalten wird – vor. Dabei wurde von Frau Haase auch ermittelt, dass ein anderes Pathos der damaligen Zeit im noch jungen Deutschen Kaiserreich vorhanden war- und gleichfalls andere Bestattungsgepflogenheiten (Teilnahme der Kriegervereine und Schuljugend in Michelstadt wie im damaligen König), wo der schwerkranke Carl Weyprecht-heimgeholt vom Arzt-Bruder Robert (in Michelstadt wohnend) unter Bereitstellung eines Salonwagens durch den Habsburger Kaiser für die letzte große Reise von Wien in den Odenwald antrat, in Michelstadt verstarb, in König unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im vorgesehenen Elterngrab (heute Eltern-Sohn-Grabstätte) zur letzten Ruhe auf dem Friedhof Bad König fand, wobei die Grabstätte – auch der ganze Friedhof heutzutage unter Ensembleschutz (Denkmaltopografie) stehen.

Auch viele oberste Prominenz war damals gekommen –neben Weyprechts Angehörigen – hier in der Region die Adeligen Grafen Erbach-Erbach und Erbach-Schönberg mit Begleitung, Vertreter wissenschaftlicher Vereinigungen, sogar aus Hamburg angereist, Deputierte des österreichischen Marineministerium sowie auch neben Turn- und Gesangvereinen die „endlose Reihe von Leidtragenden aus allen Gegenden und aus allen Schichten der Bevölkerung“.

Der Michelstädter Pfarrer Marguth- es ist stark zu vermuten, das Weyprechts Bruder Robert das „vor Ort“ in Absprache mit der Mutter so organisiert hatte, hielt die zutiefst ergreifende Grabrede auf der Basis des Textes: „Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn, darum wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.“

Herr Oberpfarrer Wagner, gleichfalls Michelstadt, zelebrierte nach der Grabrede“ die Einsegnung der Leiche“. Es würde hier zu weit führen, den vollständigen Ablauf der Trauerfeierlichkeiten minutiös wegen der intensiven Programmdichte für Carl Weyprecht dieserorts anzuführen, was alles Katharina Haase historisch ergebnisorientiert vortrug.

Auch Dekan Johann Adam Groh, Pfarrer von (Bad) König, entwickelte  eine Ansprache an die Trauerversammlung: „Bevor wir scheiden von diesem Grabe, sei es auch mir vergönnt, im Namen der hiesigen Gemeinde ,, in welcher unser Verstorbener seine Kinder- und ersten Jugendjahre verlebte, den Gefühlen der Trauer und Erhebung zugleich kurz Ausdruck zu verleihen. Als der nun Verstorbene in seinem 18.Lebensjahr aus der hiesigen Gemeinde hinwegging, um sich dem erhabenen Berufe zu widmen, den er auserwählt hatte, da begleiteten ihn unsere besten Segenswünsche hinaus in die Ferne, und als er nach einer Reihe von Jahren von den eisigen Regionen des Nordens, reich mit Ehren bedacht wieder zurückkehrte, freuten wir uns mit den Seinigen und werder er, noch wir haben damals gedacht, dass er so früh nach Gottes Ratschluss, und dass er hier in unserer Mitte seine irdische Ruhe finden sollte…“ Und Dekan Johann Adam Groh- ein weiterer Großer auf anderem Gebiete (Förderer der Bauern in der Region und Mitbegründer der Volks- und Raiffeisenbanken in deutschen Landen), der selbst-paar Monate darauf- im Oktober des gleichen Jahres 1881 sterben sollte und dessen Ruhestätte (mit seiner Gattin) paar Schritte weiter westlich zu finden ist, prägte weitere Worte bei den Trauerfeierlichkeiten für Carl Weyprecht- dem großen Sohn auch unserer Stadt: “Wer dem Besten seiner Zeit genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten!“ und so möge er dann ruhen in unserer Mitte, es möge ihm leicht sein die Erde hier an dieser geweihten Stätte. Uns aber soll sein Grab heilig und teuer sein, wir wollen es hüten, wir wollen es schützen und wahren als die Stätte, in welcher die irdische Hülle einer edlen, durch Christum erlösten Seele ruht zum ewigen Leben“.

Bleibt noch zu registrieren, dass die Habsburger Monarchie Carl Weyprecht allerhöchste Ehre erwies, indem der Wiener Hof Fregattencapitain von Gedik und Linienschiffsleutnant von Becker (beide Kaiserlich Königliches Österreichisches Marineministerium) entsandte. Dr. Jäger aus Frankfurt/Main- diese Mainmetropole hatte und hat schon immer vielfältige Bezüge zur Polarforschung gehabt – war ebenfalls als hoher Vertreter der dortigen Geologischen Gesellschaft zugegen, wobei sich am Schluss des großen Traueraktes „ein großes Meer von Kränzen“ an der Grabstätte ansammelte.

Nun sei hier noch die Ansprache  von Herrn Dr. Neumeyer, dem Direktor der Deutschen Seewarte Hamburg erwähnt, welche dieser allerdings vor Dekan Grohs Segen hielt: „In Trauer um den Entschlafenen Versammelte! Indem ich vom fernen Nordseestrande hierher geeilt, um die Kränze der Geographischen Gesellschaft in Hamburg und der Deutschen Seewarte hier niederzulegen, fühle ich das Bedürfnis Ihnen zu sagen, weshalb ich gewissermaßen eine Pflicht empfinde, an dieser Stätte zu sprechen. Als erster Präsident der Internationalen Polarcommission, in deren Namen ich auch hier spreche, hatte ich genugsam Gelegenheit, den Geist und die Kraft des nun Entschlafenen kennen zu lernen. Ich fühle auch vollauf- und mit mir jene Commission, die ja berufen ist, den großen Gedanken Weyprechts zur Tat werden zu lassen- in mir die Pflicht zu constatieren, mit welcher Treue und mit welch collegiallischer Güte er unserem Verein Freund und Genosse war. Es ist hier nicht die Stätte, zu sprechen von den Verdiensten des Seemannes, des wissenschaftlichen Mannes -nein, dazu werden andere berufen sein. Die wissenschaftlichen Verdienste Weyprechts, sie sind im Buche der Geschichte verzeichnet“.

Transkript: HGV-Mitglied Katharina Haase, Bad König im Odenwald- 22. März 2017 anlässlich des Jubiläumsjahres Bad Königs 1200 Jahre/817-2017

Dr. Neumeyer hätte ja kaum erahnen können, dass aus „dem Buch der Geschichte“ realiter viele Publikationen über Carl Weyprecht entstanden sind, sogar in den letzten Jahren des immer noch anfänglichen 21. Jahrhunderts. Die Forschungsintensität lässt auch vier Jahre später wohl nicht nach. Immer wieder versucht man neue Lücken zu schließen, was auch die frühen Jahre Weyprechts in (Bad) König betrifft -ebenso wie seine letzten Tage, wozu HGV-Mitglied Katharina Haase (2017) wertvolle Impulse mit fundierten Erkenntnissen präsentierte. Es wäre sinnvoll, wenn das wertvolle Resultat der Transkription Katharina Haases – im Sinne der erweiterten Weyprecht-Forschung (Kindheit/Jugend im König des mittleren 19. Jahrhunderts und Sterben-Tod/Beisetzung im Odenwald: Michelstadt und Bad König  noch erweitert dokumentiert werden könnte.

 

 

 

Ruhestätte Carl Weyprechts auf dem Friedhof Bad König im Odenwald  (Foto: R. Veit): Immer wieder möchten Besucher-Gruppen das Grabmal des großen Nordpolarforschers Carls Weyprecht in Bad König im Odenwald aufsuchen.

 

 

 

Presse:

 

“Bad König gedenkt eines großen Sohns- 140. Todestag: Am 31. März  (Anmerkung: Beisetzung) wird auf dem Friedhof an den Polarforscher Carl Weyprecht erinnert”  Von Jörg Schwinn (mit Archivfoto von Manfred Giebenhain des eindrucksvollen Grabmals auf dem Bad Königer Friedhof); Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 26. März 2021, Rubrik Odenwald, S. 13

 

“Carl Weyprecht und Franz Josefs Land  (mit Foto-Scan von Reinhold Veit) – Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 26. März 2021-36. Jahrgang- Nr. 12, S. 19

“Gedenkfeier anlässlich des 140. Todestages von Carl Weyprecht auf dem Friedhof Bad König” (mit Abb. Holzschnitt “Carl Weyprecht” von 1877) – Bad Königer Stadtnachrichten, dito S. 8

 

 

Carl Weyprecht-

Gedenkstunde am 31. März 2021 pünktlich mit dem 11 Uhr- Glockenschlag

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(Sämtliche Fotos: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

Bad Königs Stadtoberhaupt anlässlich der Gedenk-Rede nach dem 11 Uhr-Glockenschlag am 31. März 2021: Bürgermeister Axel Muhn (rechts) lässt die verschiedenen Stationen des Lebens von Carl Weyprecht Revue passieren. Links daneben HGV-Vorstandsmitglied Heidi Hoffmann, Carl Weyprecht-Schule- Schulleiter Martin Burk, Carl Weyprechts Urgroßnichte Frau Dr. med. Heidi von Leszczynski, deren Tochter und weitere Nachfahren sowie ein Schüler der CWS Bad König, der mit zwei  anderen Schülern der Klasse 7a (Lehrerin Ines Wolf) aus Weyprechts Biografie gekonnt zitierte- und zudem wurde von einer weiteren Schülerin ein musikalischer Beitrag bravourös mit der Trompete  geleistet (Foto ganz unten).

 

Nachfahren von Carl Weyprecht- eigens aus der Main-Metropole Frankfurt am Main u.a. angereist-  anlässlich des Gedenkens an deren berühmten Vorfahren vor dem Grabmal auf dem kernstädtischen Friedhof Bad König im Odenwald: Weyprechts Urgroßnichte Dr. Heidi von Leszcynski (zweite von links) nach ihrer Ansprache, die herrliche Sonnenstrahlen begleiteten.

 

 

 

Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert (Dritter von re.) war auch zu der “140 Jahre-Zeremonie” gekommen. Carl Weyprecht verstarb dort in Michelstadt im Odenwald am 29. März 1881 im Hause Braunstraße 23 seines Bruders (nahe Lindenplatz), des Arztes Dr. med. Robert Weyprecht.

Weiter im Bild (von links), Lehrerin Ines Wolf von der Carl Weyprecht-Schule Bad König, Stadtverordnetenvorsteher Thomas Seifert (zugleich ausgewiesener Heimatforscher), Undine Hegny, Reinhold Nisch (Erster Vorsitzender Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.), Katharina Haase (Transkript zu Carl Weyprechts Sterbefeierlichkeiten am 31.3.1881), daneben Michelstadts Bürgermeister Stephan Kelbert, Ilse und Erich Süssner (engagierte Mitglieder des HGV Bad König e.V. und Kenner des historischen Bad König)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- 31.März 2021- R. Nisch)

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(HGV Bad König e.V.)

 

 

Carl Weyprecht (1838-1881)

 

 

 

Carl Weyprecht im Österreichischen Biographischen Lexikon 2020

 

“Vorabdruck” (Auszug) des in Bälde in der Republik Österreich (Österreichisches Biographisches Lexikon) erscheinenden Sonderdruckes, hier: Weyprecht-Forschung

 

Weyprecht Carl, Marineoffizier und Polarforscher. Geb. Darmstadt, Großhg.tum Hessen-Darmstadt (D), 8. 9. 1838; gest. Michelstadt, Großhg.tum Hessen-Darmstadt (D), 29. 3. 1881 (Ehrengrab: Bad König, D). – Sohn des Kammerdir. des Erbach-Schönberg. Fürsten Ludwig W. und der Marie Magdalene Sophie W., geb. Hohenschild, Bruder des Mediziners Robert W. – Seine Kindheit verbrachte W. ab 1842 in König im Odenwald, wo er zunächst Privatunterricht erhielt. Nach Besuch des Humanist. Gymn. (1852) in Darmstadt wechselte er 1853 ebd. an die Höhere Gewerbeschule. Ab 1856 diente er in der österr. Kriegsmarine, zunächst als Kadett und ab 1861 als Linienschiffsfähnrich auf der Fregatte „Radetzky“, deren Kmdt. →Wilhelm v. Tegetthoff W.s naturwiss. Neigungen förderte. 1862–65 wirkte er als Instruktionsoff. auf dem Schulschiff „Huszár“. W., der bereits am Krieg von 1859 teilgenommen und sich 1866 als Navigationsoff. bes. in der Seeschlacht von Lissa ausgez. hatte, war danach an Bord des Raddampfers „Elisabeth“ zur Unterstützung K. Maximilian I. (Erzhg. →Ferdinand Maximilian) in Mexiko. Nach der Beförderung zum Linienschiffslt. wurde er 1869–70 zu Aufnahmen der adriat. Küste herangezogen. 1870 begleitete W. österr. Astronomen zur Beobachtung einer totalen Sonnenfinsternis nach Tunis. Ein Jahr später nahm er zusammen mit →Julius v. Payer erstmals an einer Expedition in die Arktis teil, die nach Nowaja Semlja führte. 1872–74 war W. einer der Leiter der großen österr.-ung. Nordpolarexpedition (Payer-W.-Expedition), bei der 1873 Franz-Josef-Land entdeckt wurde. Auf dieser Reise führte er astronom., meteorolog., ozeanograph., geolog., erdmagnet., aber auch zoolog. Forschungen sowie Polarlichtbeobachtungen durch. Gem. mit Payer betrat er erstmals das Kap Fligely, den nördlichsten Punkt Eurasiens, und konnte die Theorie vom eisfreien Nordpolarmeer widerlegen. Literar. wurde die Expedition in Christoph Ransmayrs Roman „Die Schrecken des Eises und der Finsternis“ (1984) verarbeitet. Nach seiner Rückkehr bemühte sich W. um die Errichtung polarer Forschungsstationen und galt als der „Vater des Internationalen Polarjahres“ 1882/83. Seine wiss. Abhh. befassten sich ebenfalls mit der Arktis, so das Werk „Die Nordpol-Expeditionen der Zukunft …“, 1876 (Neuaufl. ab 2010), in dem er die Erfahrungen und Ergebnisse der Arktisforschungen 1872–74 präsentierte. W. war Mitgl. der Società Adriatica di Scienze Naturali, Ehrenmitgl. des Ver. für Geographie und Statistik zu Frankfurt am Main, ab 1874 der geograph. Ges. in Wien, weiters der geograph. Ges. in Hamburg und München, der Ges. für Erdkde. zu Berlin, der Société de Climatol. Algérienne, des naut. Ver. Hamburg sowie des Freien Dt. Hochstifts in Frankfurt am Main. Er erhielt u. a. 1866 den Orden der Eisernen Krone III. Kl., 1874 das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, 1875 die Goldmedaille der Royal Geographical Society in London, 1876 den preuß. Roten Adler-Orden III. Kl. sowie das Off.kreuz des italien. Ordens der Hll. Mauritius und Lazarus. Seit 1967 vergibt die Dt. Ges. für Polarfoschung die W.-Medaille für wiss. Leistungen in Polargebieten. Einige Toponyme nehmen auf seinen Namen Bezug, darunter der W.-Gletscher auf der Insel Jan Mayen oder die W.-Berge im antarkt. Kgn.-Maud-Land.

Weitere W.: s. Tiggesbäumker; Berger u. a.

L.: NFP, 29. (Abendbl.), WZ, 30., Prager Tagbl., 31. 3. 1881; ADB; Wurzbach; Erlebnisse der österr. Nordpolfahrer unter der Führung von W. und Payer, ed. J. Neidl, 1874; Militär-Ztg. 34, 1881, S. 204; H. v. Littrow, C. W. … Erinnerungen und Briefe, 1881; H. Tollner, in: Österreichische Naturforscher und Techniker, 1950, S. 23ff. (m. B.); G. Tiggesbäumker, in: Polarforschung 51, 1981, S. 213ff. (m. B. u. W.); J.-J. Langendorf, Die große Fahrt, 1996, s. Reg.; H. Egghardt, Österreicher entdecken die Welt, 2000, s. Reg.; Enc. of the Artic, ed. M. Nuttall, 2005; F. Berger u. a., C. W. (1838–81), 2008 (m. B. u. W.); J. Schimanski – U. Spring, Passagiere des Eises, 2015, s. Reg. (m. B.); E. Mazzoli, C. W. and the International Polar Years, 2016 (m. B.); Mitt. Reinhold Nisch, Bad König, D.

(P. Svatek)

 

 

 

 

Freundlicherweise zugesandt von Frau Mag. Dr. Daniela Angetter-Pfeiffer (Redakteurin Österreichisches Biographisches Lexikon) an den Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

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Als weiteren Einstieg in die Polar-Mission von Carl Weyprecht und der weiteren Akteure ist zu empfehlen, und im Anhang dazu gibt es auch eine umfangreiche Sekundärliteratur-Liste:

Lars Schmitz-Eggen:” Verschollen im Packeis- 1869 startet die große deutsche Expedition zum Nordpol- ein monatelanger Überlebenskampf für die Wissenschaftler und Besatzungen.”

(Herausgegeben von Bad Königs Erstem Stadtschreiber Vito von Eichborn), Books on Demand (ISBN- 978- 3- 8334- 6877-3),  Norderstedt 2008

 

Weitere Literatur zu/über den im damaligen (Bad) König im Odenwald aufgewachsenen und hier auch bestatteten Carl Weyprecht findet sich auf den weiteren “Carl Weyprecht-Seiten” dieser

HGV-Homepage www.hgv-badkoenig.de

 

 

 

 

(Reinhold Nisch/22.02.2021)

 

 

 

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Polar-Forschung/Alpine Forschung gut 150 Jahre nach Carl Weyprecht/Julius Payer im 21. Jahrhundert

Pressehinweise:

“Kühldecke- Ein Schweizer Forscher will weltweit Gletscher retten, indem er Schmelzwasser in Kunstschnee verwandelt” (Titelseite1) – “Schnee für morgen- Der Schweizer Glaziologe Felix Keller hat eine verblüffend einfache Methode entwickelt, mit der das weltweite Abschmelzen der Gletscher zumindest aufgehalten werden könnte”  Von Joachim Wille (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Donnerstag, 18. Februar 2021 / Rubrik Magazin, S. 18f.)

 

” Starkregen und Dürre im Wechsel- Zweieinhalb Monate rechnete ein Supercomputer ein Klimamodell für die Alpen durch. Jetzt haben Orte im Hochgebirge genauere Starkregenprognosen an der Hand.” Von Verena Kern (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Montag, 22. Februar 2021/ Rubrik Wissen, S. 9/ dazu der Kommentar vom Joachim Wille “Ökologisch- Das Wasser steigt” (dito)

 

“Gigantische Schneeschmelze- Grönland, Antarktis und die Gletscher im Hochgebirge: Zum ersten Mal haben britische Forscher eine umfassende Bilanz zum schwindenden Eis vorgelegt” Von Nick Reimer (Quelle: taz montag, 8. februar 2021/taz klima 09)

 

“Wirbel mitten im Lockdown- Der Klimawandel beschert Deutschland einen plötzlichen Wintereinbruch. Der einzige Vorteil: Viele Menschen bleiben in der Selbstisolation, auch S. 11,30 (Quelle: FR vom Montag, 8. Februar 2021)