Odenwald- Historie und Kunst: Das Heidelberger Maler- Genie erschuf auch Wertvolles dereinst im Odenwald-zum Beispiel „Das Reichenberg-Tor“- oberhalb von Reichelsheim im Odenwaldkreis

Odenwald-History: The most famous Heidelberg Painter Carl Philipp Fohr created a wonderful work in the german earlier romantic times in the beginning of 19. century : „The door of the Reichenberg with view to Rodenstein Ruin“/above the village of Reichelsheim- Odenwaldkreis/Germany

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Zu den bewunderswerten Zeichnungen des Künstler- Genies Carl Philipp Fohr zum „Reichenberg-Tor mit Durchblick“ /oberhalb von Reichelsheim im Odenwaldkreis  (siehe unten):

 

1 Carl Philipp Fohrs (Reichenberg-Rodenstein-im Odenwald -) Version I 

„Das Blatt `Blick durch ein Tor der Burg Reichenberg auf den Rodenstein` (Zitat/siehe Literaturhinweis unten: „Landesmuseum Mainz Graphische Sammlung 7 Carl Philipp Fohr“, S. 132f) ist das einzige des Mainzer Bestandes, das mit dem „Skizzenbuch der Neckargegend“ zusammenhängt und der Forschung daher bekannt war. 11) In ihm hat Fohr geradezu „idealtypisch“ romantische Motive vereint, worin es sich von anderen Blättern dieser Suite absetzt. Durch das äußere Tor der Burg, dessen Flügel geöffnet sind, geht der Blick auf den im hellen Sonnenlichtweit im Hintergrund liegenden, sagenumwobenen Rodenstein im Odenwald*. Unter dem seitlichen Fenster, dessen Maßwerk teilweise zerstört ist, sitzt schlafend ein Wächter mit Hellebarde und abgestellter Laterne. Keine der Landschaften des `Skizzenbuches,auch nicht die Rodenstein-Zeichnung, ruft derart nachdrücklich eine märchenhaft-mittel-alterliche Gestimmtheit hervor. Vielmehr scheint Fohr in der großformatigen Zeichnung Landschaft und Geschichte, die im Skizzenbuch bekanntlich im unregelmäßigen  Wechsel auf getrennten Blättern erscheinen, in einer Synthese wenigstens andeutend zusammengeführt zu haben. Eine Verbindung gehen auch romantisches Repertoire- der Wächter, der Blick aus der Toröffnung in die Ferne- und exakte Beobachtung ein, betrachtet man nur einmal das detailliert wiedergegebene Fachwerk des heute veränderten Torbaues (Vgl. Sie bitte die „Jetzt-Aufnahme“ des heutigen Torbaues auf dieser Seite.) mit seinen Hölzern und den alten Putzresten. Das gleiche gilt erneut für das Licht, das schräg in den beschatteten Hof hineinflutet, Schatten des archaischen Zaunes auf den Weg draußen wirft und die Landschaft in gleißendes Licht taucht. Die pointierten Kontraste sind es auch, die diese größere Fassung von der kleineren- Blatt sechs des Skizzenbuches- absetzen. 12) “

 

Carl Philipp Fohrs (Reichenberg-Rodenstein- im Odenwald-) Version II

„Sie (Anmerkung: die weitere Zeichnung Fohrs) zeigt dieselbe Situation (Anmerkung: Blick vom Tor auf dem Schloss Reichenberg oberhalb von Reichelsheim im heutigen Odenwaldkreis), jedoch ohne Figuren. Zudem erscheinen die Bergeshöhen im Hintergrund flacher. Das Sonnenlicht fällt noch von rechts ins Bild. An der Stirnseite der Torbaumauer lehnen lange Stöcke und ein Reisigbesen- insgesamt eine nüchterne Bestandsaufnahme in flüchtigem Duktus“ (dito S. 135)

 

Odenwaldkreis. Unsere Aufnahme (Reinhold Nisch/Reinhold Veit, beide HGV Bad König e.V.) zeigt eine aktuelles Foto des Herbstes 2018. Es ist der Zugang zum ehemaligen Schloss Reichenberg oberhalb von Reichelsheim im Odenwaldkreis

Die Silhouette ist in Kernbereichen noch in einigen Teilen erhalten geblieben, wie sie perspektivisch der junge Landschaftsmaler Carl Philipp Fohr zu Beginn des 19. Jahrhunderts (Foto: Reinhold Nisch anlässlich der Fohr-Ausstellung 2018 im Hessischen Landesmuseum Darmstadt/Fotografie-Erlaubnis) vorgefunden und gezeichnet hatte – mit Damals-Blick zur Burgruine Rodenstein in der Ferne.

 

 

 

 

Literatur:

Landesmuseum Mainz/Graphische Sammlung 7  Carl Philipp Fohr –Aquarelle und Zeichnungen aus eigenem Bestand (ISBN 3-9803605-5-5/Eggebrecht-Presse) Mainz 1995, S. 132 ff, hier: Blick durch ein Tor der Burg Reichenberg auf den Rodenstein/Ausstellungsverzeichnis 4: Diese Odenwald- Zeichnung Carl Philipp Fohrs Fohrs wird folgendermaßen kunst- und maltechnisch beschrieben: „Feder in Schwarz und Braun, Pinsel in Braun, Spuren von Bleistift, Einfassungslinie (Feder in Schwarz), Karton, 406 x 526/528 mm, unbez., Inv. Nr. GS O/68.“ (dito S. 154)

 

*Siehe auch neuerdings das Anliegen, im Rodensteiner Land und weit darüber hinaus gerade Jugend und Junggebliebene über die „Rodensteiner-Saga“ zu begeistern:

„Rodensteiner als Comic-Figur- Fränkisch-Crumbacher Museum legt Reihe über Rittergeschlecht auf/ „Das Turnier“ heißt der erste Teil“ (Von Jörg Schwinn), Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 15. März 2019- Rubrik Odenwald- S. 10

Zitat: „Bezugsquelle- Das erste Heft der Rodenstein-Comic-Reihe ist für 4,30 Euro erhältlich bei Karl-Heinz Mittenhuber (Tel. 06162-9437088/E-mail: karl-heinz-mittenhuber@t-online.de), außerdem bei weiteren Mitarbeitern des Rodenstein-Museums: Dr. Claus und Stephanie Fittschen (Tel. 06164-55257) und bei Ernst-Otto Nehrdich (Tel. 06164-4228). Darüber ist es im Buchhandel erhältlich.“ (dito S. 10)

Mittlerweile erschienen schon Fortsetzungs-Hefte.

 

Die Landschaft dieser Odenwald-Region (hier des gesamten Gersprenztales) wird auch schon 1843 markant beschrieben, in: II. Das Gebiet der Gersprenz „Der Rodenstein, Reichenberg, Lichtenberg, Otzberg.“ im Buch „Die malerischen und romantischen Stellen des Odenwaldes in ihrer Vorzeit und Gegenwart Von A.L. Grimm 1843″ (In einem Nachdruck der Ausgabe von 1842 im Selbstverlag Christa Kleipa/ Kelkheim/Ts. 1999 (Der Nachdruck basiert auf einem Exemplar der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt/Sigantur 57/4027)

 

 

 

Wissenswertes  zu Schloss Reichenberg im Odenwald:

 

Broschüre von www.schloss-reichenberg.de Sitz der Offensive junger Christen: Schloss Reichenberg- Neues Leben in alten Mauern, ohne Ort u. Jahr. Darin befindet sich in Kürze ein kleiner geschichtlicher Abriss (Teilauszug):

1776-  Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck wird auf Schloss Reichenberg geboren. Der Arzt, Zoologe, Botaniker und Naturphilosoph gilt als einer der herausragenden Naturforscher des 19. Jahrhunderts.

 

Dazwischen: Carl Philipp Fohr malt das hier beschriebene Tor-Motiv mit Blick auf  „den Rodenstein.“ Noch vage: Alles könnte um 1810 entstanden sein.

 

1825-  Das Amtshaus wird  in den Ort verlegt, das Schloss dient nur noch als Getreidelager oder Steinbruch. Die obere Burganlage verfällt.

 

 

 

Auswahlliteratur zu Carl Philipp Fohr

 

Peter Märker: Carl Philipp Fohr 1795-1818 Monographie und Werkverzeichnis, München (Verlag Hirmer) 2015

Dieses monumentale Buch von Peter Märker gilt weithin als d a s Standardwerk zum Lebens- und Schaffensprozess Carl Philipp Fohrs.

 

Carl Fohr 1795-1818 und die Maler um ihn   1. Juni- 1. Oktober 1925 (Bearbeitet von Karl Lohmeyer)/Kurpfälzisches Museum Heidelberg 1925 (Das Buch enthält auch ein Verzeichnis der im Kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg vom 1. Juni bis 1. Oktober 1925 ausgestellten Werke von „Carl Fohr 1795-1818 und den Malern um ihn“.)

Darin erweitern sich die malerisch-kunstvollen Konturen des Landschaftsmalens wie z. B. das hier im Anhang gezeigte Bild C. Ph. Fohrs von der „Burg Zwingenberg am Neckar“ oder „Der Dilsberg“ wie auch  „Aus dem Skizzenbuch der Neckargegend Blick auf Heidelberg.“

Jens Christian Jensen: Carl Philipp Fohr in Heidelberg und im Neckartal (Landschaften und Bildnisse),
G. Braunsche Hofbuchdruckerei und Verlag GmbH, Karlsruhe 1968
(Aus diesem schon gut fünfzig Jahre alten Werk entstammt auch das obere Selbstbildnis Carl Philipp Fohrs
Seite 93 /Nr. 35; Repro: Reinhold Veit/HGV Bad König)

Peter Märker: Die Hunde des Carl Philipp Fohr, Verlag Klinkhardt & Biermann /Passau 2016

Peter Märker/Wolfgang Glüber: Romantik-Landschaft und Historie,  Kehrer Verlag Heidelberg 1995

Georg Poensgen: C.PH. Fohr und das Café Greco/Die Künstlerbildnisse des Heidelberger Romantikers
im geschichtlichen Rahmen der berühmten Gaststätte an der Villa Condotti zu Rom, F. H. Kerle Verlag/Heidelberg
1957

Das hoffnungsvolle Talent: Karl Philipp Fohr (Heidelberg 1795- Rom 1818) , S, 250 ff. in: Frank Berger, Das Geld der Dichter in Goethezeit und Romantik- 71 biografische Skizzen über Einkommen und Auskommen (ISBN: 978-3-7374-0486-0/ Waldemar Kramer in der Verlagshaus Römerweg GmbH, Wiesbaden 2020

 

Das beigefügte Vorwort dazu stammt aus dem zuletzt genannten Band.
Nie könnte es man besser in Kürze formulieren:

„Fohr wurde nur 22 Jahre alt – und galt doch bereits
als eine der größten Begabungen seiner Zeit. Sein Talent wurde früh
entdeckt und gefördert. Von der Erb- und Großherzogin
Wilhelmine von Baden zum Beispiel, die dem jungen Künstler
ein jährliches Stipendium bezahlte und ihn auf die Münchner
Kunstakademie schickte. Von dort führte ihn sein Weg nach
Rom, wo er kurze Zeit lebte und in jungen Jahren beim Baden
im Tiber ertrank. Das umfangreiche Darmstädter Konvolut, das
nahezu die gesamten frühen Zeichnungen enthält, zeigt
eindrucksvoll, dass Fohr ein Romantiker von europäischem
Rang war. Der weitaus größte Teil des Bestandes besteht aus
Landschaften, Historienbildern, Genreszenen und Portraits.
“Carl Philipp Fohr. Romantik – Landschaft und Historie”
dokumentiert diese im Auftrag Wilhelmines entstandenen
Arbeiten, in deren Zentrum Ansichten des Rhein-Neckar-
Raumes und er Bergstraße (etwas auch des Odenwaldes*) stehen.
Der Band enthält eine neurecherchierte Fohr-Biographie und einen
Text von Jens Christian Jensen, der die Quellen zu Fohrs Leben
und Werk neu befragt.“

 

Weitere aufschlussreiche bzw. beeindruckende Literatur:

Carl Philipp Fohr, Skizzzenbuch- Bildniszeichnungen deutscher Künstler in Rom (Mit Einführung und Katalog
von Arthur von Schneider), Verlag Gebr. Mann/Berlin 1952

Der Kunstbrief -Das Antlitz eines Jugendbundes- Zeichnungen von Carl Philipp Fohr, Gebr. Mann Berlin o.J.

-Feuilleton-Text aus FAZ v. 12. Januar 1996, Nr. 10/Seite 13: „Empfindsamer Draufgänger- Der Romantiker
Carl Philipp Fohr: Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt zeigt und diskutiert seinen Bestand“

 

Presse:

Burgruine Rodenstein

„Diese Hochzeit zieht Blicke auf sich- Die Installation von Odenwälder Dienstleistern am Rodenstein blickt auf bessere Zeiten nach Corona voraus“ Von Dirk Zengel  (Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 28. April 2021, Rubrik Odenwald, S. 13)

 

 

 

(Fotos: Reinhold Veit/Text-Zusammenstellung: Reinhold Nisch, beide Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.-Stand: 28. 04. 2021)

(Fotorechte bzw. Scans: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

Foto-Serie von oben nach unten:

1 Das Foto zeigt den historischen Schlossplatz vom damaligen König im Odenwald: Es ist eine Kundgebung im Gefolge der „Machtergreifung“ vom  30.Januar 1933. Im Mittelpunkt sind zumindest Uniformierte in SA-Uniform zu erkennen, partiell auch mit Musikinstrumenten. Darum herum gruppiert sich eine größere Anzahl von Menschen, nicht nur erwachsene Männer, auch Frauen wie Kinder und Jugendliche sind dabei.

 

2 Das  Foto mit azurblauem Winterhimmel und Baumbestand (vom Februar 2019) zeigt den Platz, wo einst der „Adolf-Hitler-Turm“ stand, später „Siegfrieds-Anlage“ genannt. Aktuelle Standortbestimmung: direkt östlich neben der Buszufahrt zur Carl-Weyprecht-Schule Bad König.

3 In der Vortrags-Ankündigung zum Referat von Dr. Strohmenger sehen Sie ganz oben diesen „Adolf-Hitler-Turm“. Nicht feststellbar ist, wann dieser Turm in den 1930er Jahren errichtet worden ist.

 

 

  • Bad König. „Krach, Kur, König. Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 1930er Jahre. Ein Blick hinter die Fassade des Kurstädtchens in der Zeit des `Führerstaates`“, so hatte der fachkompetente Referent Dr. Dirk Strohmenger seinen Vortrag tituliert, den er am Mittwoch, 20. Februar 2019, ab 19 Uhr in Bad Königs Rentmeisterei im Rahmen der Vortragsreihe des Heimat- und Geschichtsvereins Bad König e.V. vor sehr großer und höchst interessierter Zuhörerschaft hielt.

 

 

 

Von HGV-Mitglied Thomas Seifert- Zusammenfassung des HGV-Vortragsabends

Es wird den Lauf der Weltgeschichte nicht wesentlich beeinflusst haben, dass Adolf Hitler bereits bei den Reichspräsidentenwahlen des Jahres 1932 in König schon im ersten Wahlgang vor dem anderen aussichtsreichen Kandidaten Hindenburg lag und in der zweiten entscheidenden Runde sogar die absolute Mehrheit erringen konnte. Der Umstand gab Dr. Dirk Strohmenger aber die Gelegenheit, etwa aufkommende Spekulationen, der Odenwälder Kurort könnte  im Dritten Reich so etwas wie ein kleines gallisches Dorf voller widerständiger Zeitgenossen gewesen sein, schon von Anfang an das Wasser abzugraben. Der Referent des vom Bad Königer Heimat- und Geschichtsverein kürzlich ausgerichteten und unter das Motto „Krach, Kur, König – Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 30er Jahre“ gestellten Abends, der als Kenner der Materie durch seine vor wenigen Jahren erschienenen Publikation über den „Nationalsozialismus im Landkreis Erbach“ ausgewiesene Gymnasiallehrer, daneben auch als leitender Archivpädagoge am Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden tätig, hatte eine große Zahl interessierter Zuhörer den Weg in die Bad Königer Rentmeisterei finden lassen,  denen er einen Blick „hinter die Fassade des Kurstädtchens“ in den 30er und 40er Jahren des letzten 20. Jahrhunderts bot. In seinem Vortrag widmete er sich der Frage nach den Methoden, mit denen die örtlichen Nationalsozialisten es unternahmen, die nicht zum Nationalsozialismus Neigenden oder ihn gar Ablehnenden kalt zu stellen und einzuschüchtern.

Schon die Weigerung, den „Hitlergruß“ durch Erheben der rechten Hand zu zeigen, konnte Konsequenzen haben. Ein Königer aus der Mainstraße, von dem Dr. Strohmenger berichtete, hatte es gewagt, die am 30. Januar 1933 aus Anlass der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler übertragene Hitler-Rede  mit Zwischenrufen kritisch zu kommentieren; den „Hitlergruß“ wollte er nicht zeigen, und das trug dem KPD-Mitglied damals nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch eine Inhaftierung im KZ Osthofen ein. Andere, so ein nach dem Zweiten Weltkrieg als Bürgermeister von Bad König tätiger Sozialdemokrat, sahen sich wiederholten „Besuchen“ von SS-Männern ausgesetzt, die ihre „Belehrungen“ handgreiflich zu unterstreichen wussten. Kritische Bemerkungen, schnell als „Beleidigung der Reichsregierung“ gewertet, führten in diesem Falle zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen. Auch Einwohner, die es unterließen, die Hakenkreuzfahne aus dem Fenster zu hängen, hatten mit Repressalien zu rechnen, denn die angeordnete Beflaggung diente dazu, den Bestand einer hinter dem Regime stehenden „Volksgemeinschaft“ zu demonstrieren; nur Juden traf diese Verpflichtung nicht, denn sie zählten nach dem Verständnis der Nationalsozialisten gerade nicht zu dieser „Volksgemeinschaft“.

An die Grabenkämpfe in heute am rechten Rand des politischen Spektrums agierenden Parteien fühlten sich einige Zuhörer erinnert, als Dr. Strohmenger auf die Intrigenspiele innerhalb der nationalsozialistischen Organisationen einging. Selbst dem obersten Parteigericht der NSDAP erschienen die Vorwürfe nachgerade „gesucht“, die im Jahr 1935 zur Ablösung des bis dahin als Ortsgruppenleiter der Königer NSDAP amtierenden Mannes  führten. Ihm hatte man parteiintern vorgeworfen, im Stammtischkreis „Nacktbilder“ gezeigt und sich ein Fahrrad eines Juden ausgeliehen zu haben. Diese und weitere Vorwürfe erachteten die NS-Parteirichter nicht als geeignet, gegen den Ortsgruppenleiter eine Parteistrafe zu verhängen; sein Amt, das der Königer Lehrer Schäfer übernommen hatte, war er aber doch los.  Auch ein Kuraufenthalt von SA-Männern in König erregte in der Parteiorganisation Ärgernis: Der unmäßige Alkoholkonsum der braunen Kurgäste drohte das erhoffte Renommee der Nationalsozialisten anzugreifen, weshalb der örtliche SA-Obersturmführer die Königer Gastwirte aufforderte, den Gästen den Ausschank von Bier und von anderen Alkoholika abzuschlagen, hatten sie erst einmal einen Zustand erreicht, in dem sie den Königern nicht mehr als Vorbilder nationalsozialistischer Kultur dienen konnten.

Sozialer Druck, soziale Kontrolle, auch und vor allem gegenüber hartnäckigen Gegnern mit brachialen Methoden ausgeübt, damit versuchten die Nationalsozialisten auch auf der lokalen Ebene, ihre Gegner auszuschalten, den Eindruck einer hinter dem „Führer“ Adolf Hitler stehenden  „Volksgemeinschaft“ zu erwecken und den Eindruck zu vermitteln, den Gang der Dinge in die Hand zu haben. Dieses Resumee durften die Zuhörer am Ende eines interessanten Vortrags ziehen. Dass das nicht immer gelang, zeigte der Referent am Ende seiner Ausführungen auf, als er noch einmal kurz auf die Scheinerschießunegn von Juden im November 1938 einging, ein Ereignis, über das Dr. Strohmenger bereits im November des  vergangenen Jahres im Rahmen der Stadt Bad König, der hiesigen Kirchengemeinden und der „Stolperstein-Initiative“ referiert hatte. Als damals eine große Zahl (Bad) Königer Juden von Ortsinneren zum alten Königer Wasserwerk geführt wurden, sollen einige Umstehende den verängstigten Menschen zugeraunt haben, die für die vermeintlichen Erschießungen genutzte Waffe sei nur mit Platzpatronen geladen. Das Schicksal, dem  die jüdische Bevölkerung von König entgegensah, hat dieser vielleicht freundlich gemeinte Hinweis  freilich nicht entscheidend erleichtert.

(Stand: 26.02.2018)

 

Presse:

Wie die Kurstadt die NS-Zeit erlebte/Historiker Dirk Strohmenger blickt bei gut besuchtem Vortrag auf „Machtspiele und Intrigen im Stahlbad der 30er Jahre“ (Quelle: Odenwälder Echo/jös/ vom Freitag, 1. März 2019/Rubrik Odenwald, S. 10)

 

 

Grundlagenliteratur:

Mittlerweile als d a s Standardwerk für die Zeit von 1933 bis 1945 im früheren Landkreis Erbach im Odenwald (heute Odenwaldkreis) gilt das Buch:

Dirk Strohmenger: Nationalsozialismus im Erbacher Landkreis „dass überalls vollkommene Ruhe und Ordnung herrscht … (Herausgegeben vom Kreisarchiv des Odenwaldkreises/Redaktion und Bearbeitung: Anja Hering), Druck: M&K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH in Michelstadt /448 Seiten/ISBN: 978-3-9815625-4-5/Erbach 2016

 

Weiterhin zur politischen Situation im einstigen (Bad) König im Odenwald:

Wolfgang Stapp, Niemals wieder vergessen! Zum Gedenken Odenwälder Antifaschisten – Teil 5: Verfolgung und Widerstand in Bad König und Brombachtal, S.157-173, in: „gelurt“ -Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte 2012 (ISBN: 978-3-9805891-9-6) , Michelstadt (M& K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH, Michelstadt 2011

Ausführlich akribisch untersucht wird das jeweils biografische Schicksal von Peter Kunkelmann, Philipp Jakob Hofmann, Johann(es) Hofferberth, Karl Jörg, Hans Hofmann, Wilhelm Ehrhardt, Peter Rebscher, Johann Grasmück, Wilhelm Schäfer, Peter Schneider und  Jakob Eidenmüller.

(Repros: R. Veit/HGV Bad König e.V.)– Quelle: Die „Stolpersteine“-Liste für Bad König befindet sich  (siehe unten auf dieser Seite) in: Heft „Nah dran!“ – Rahmenthema „Stolpern“, S. 18-23 (Herausgeberin: Evangelische Kirchengemeinde Bad König, Ausgabe Oktober/November 2018 20. Jahrgang Nr. 5) Bad König 2018

 

 

Die letzten Stolpersteine wurden in Bad König im Jahr 2019 verlegt

„In Bad König sind vier weitere Stolpersteine gesetzt“ (Redaktion/Foto: Dirk Zengel), Quelle: Odenwälder Echo vom 6. Mai 2019; S. 9: Zitat (dito): „Vier Stolpersteine erinnern nun am Bad Königer Schlossplatz an die ehemals dort an der Ecke zur Elisabethenstraße lebende Familie Bick. Während Jakob und Martha im KZ Theresienstadt ermordet wurden, entkamen Edith und Armin der Verfolgung durch die Nationalsozialisten in die USA und nach England. Schicksale wie diese werden in der Kurstadt durch inzwischen 37 solcher Metallplatten in den Blick gerückt. Und wenn auch die die Verlegeaktion nach aktuellem Kenntnisstand damit abgeschlossen ist, soll das Gedenken doch weiterhin wachgehalten werden. Zudem wollen Horst und Karin Friedrich, die sich intensiv mit der Geschichte der früheren jüdischen Gemeinde befassen, diese Forschungen fortführen. Verlegt wurden die Steine vom Bauhofmitarbeiter Peter Simon, für die Umrahmung sorgten Jugendliche der Carl-Weyprecht-Schule (Bad König) „.

 

So fing alles an- Flyer zum Werdegang der Stolpersteine in Bad König im Odenwald

 

 

 

Plakathinweis von 2018 zur Verlegung der Stolpersteine am 16. November  2018 und abendlichem Themenvortrag

 

 

Bad Königer Neujahrsempfang- Sonntag, 02. Februar 2020:

Presse:

„Mahnende Worte beim Neujahrsempfang- In Bad König schildert Daniel Neumann von der jüdischen Gemeinde Darmstadt, wie sich deren Alltag anfühlt“  Von Gabriele Lermann (Quelle: Odenwälder Echo vom Dienstag, 4. Februar 2020, Rubrik „Odenwald“, S. 11.

„Neujahrsempfang 2020 der Stadt Bad König- Rund 200 Gäste füllen die Wandelhalle beim Neujahrsempfang der Stadt Bad König mit Daniel Neumann und Irith Gabriely“ (Bericht/zahlreiche Fotos von R.Veit- Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten-aktuelles für Bürger und Gäste vom Freitag, 7. Februar 2020, S.4/5)

 

 

Weitere Literaturhinweise:

 

„Jeder Schlag eine Erinnerung- Friedrichs- Friedlaender fertigt jeden Monat fast 500 Stolpersteine“ (Von Thoralf Cleven)- mit Foto von Jaqueline Schulz , Quelle: Frankfurter Rundschau vom Samstag/Sonntag, 26./27. Januar /75 Jahrgang/Nr. 22 (Rubrik „Thema des Tages“), S. 4

 

Stolpersteine in nahen und etwas weiter entfernten Nachbarkommunen, hier: Michelstadt im Odenwald und Rödermark-Urberach wie Reichelsheim:

„Ich gebe ihnen einen Namen“ (Jes.56,5)- Stolpersteine in Michelstadt (Faltflyer, herausgegeben/erstellt von der „Stolpersteininitiative“ und von der Stadt Michelstadt sowie dem Gymnasium Michelstadt, Michelstadt Januar 2014 (4. Auflage)/Gestaltung: M. Schimpf

„Die Gräueltaten bleiben unvergessen- 83 Jahre nach der Reichspogromnacht gedenken bei einer Kundgebung in Michelstadt rund 200 Menschen der jüdischen Opfer des brutalen Angriffs“ Von Manfred Giebenhain (Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 10. Dezember 2021, Rubrik Odenwald, S. 11)

„Erinnerung und Mahnung an ein dunkles Kapitel- Georg-August-Zinn-Schule Reichelsheim gedenkt Pogromnacht von 1938“ (red) (Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 10. November 2021, Rubrik Odenwald, S.11)

(Foto:rn)

Gedenken am 9. November 2021 in Höchst im Odenwald (Montmelianer Platz); eine Gedenktafel erinnert dort an den Platz, wo einst die Synagoge der jüdischen Gemeinde Höchst stand.

 

 

 

„Synagoge Urberach 1882-1935“ (Herausgegeben von der Stadt Rödermark mit Bürgermeister Roland Kern , und der Initiative „Stolpersteine“ in Ober-Roden und Urberach), Redaktion Oliver Nedelmann -brosch., Rödermark 3. Oktober 2017  (Erhältlich über die dortige Stadtverwaltung.)

 

Mittlerweile als d a s Standardwerk für die Zeit von 1933 bis 1945 im früheren Landkreis Erbach im Odenwald gilt das umfassende Buch:

Dirk Strohmenger: Nationalsozialismus im Erbacher Landkreis „dass überalls vollkommene Ruhe und Ordnung herrscht … (Herausgegeben vom Kreisarchiv des Odenwaldkreises/Redaktion und Bearbeitung: Anja Hering), Druck: M&K Satz-, Druck- und Verlags-GmbH in Michelstadt /448 Seiten/ISBN: 978-3-9815625-4-5/Erbach 2016, hier insbesondere Kap. 7: Gewalt vor aller Augen: Exklusion der jüdischen Einwohnerschaft, S. 235- 281

Es ist doch auf Grund der weiteren Nachfrage sehr zu hoffen, dass eine zweite Auflage dieses einzigartigen wissenschaftlichen Werkes kommen sollte, da die erste Auflage fast vergriffen ist!

 

Die letzten überlebenden Zeitzeugen berichten im Odenwald:

 „Engagiert gegen das Vergessen- Jüdische NS- Überlebende berichten Schülern der Reichelsheimer Georg-August-Zinn-Schule von ihrem Schicksal“  (von Jörg Schwinn); Quelle: Odenwälder Echo vom Dienstag, 19. März 2019, Rubrik Odenwald, S. 12

 

„Vom Grauen der Vernichtungslager- ein Zeitzeuge berichtet in Höchst von seiner Deportation 1941 und dem Überleben in Auschwitz“ (Von Patricia Pitz); Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 23. März 2019, Rubrik Odenwald, S. 13

 

„Die letzten Zeugen- 19 Auschwitz-Überlebende berichten“ (Quelle: DER SPIEGEL Nr. 5/24.1.2015/ S. 50-52/Augenzeugenberichte S. 53-69)

 

 

Aus dem „Gedenken für die Courage der Bauersleute“ erschafft der Odenwälder Autor Dirk-Daniel Zucht ein Theaterstück Für den Theatersommer 2020:

„Die Courage der Bauersleute „- Das Ernsbacher Ehepaar List hat im nationalsozialistischen Odenwald den Juden Ferdinand Strauß gerettet und dafür teuer bezahlt. Nun bringt Theatermacher Dirk-Daniel Zucht seine Geschichte auf die Bühne des Erbach-Michelstädter Theatersommers“ (Titelseite)/„Starke Geschichte- Was Werner König über die Eheleute List recherchiert hat, die zur NS-Zeit den Juden Ferdinand Strauß retteten, bringt Dirk-Daniel Zucht auf die Bühne“  Von Gerhard Grünewald (Quelle: Odenwälder Echo- Am Wochenende/Samstag, 8. Februar 2020, Rubrik „Odenwald“, S. 13; dazu der Kommentar in der Reihe „Auf den Punkt“ von Gerhard Grünewald zum Theater „Der Gerechte“: Eine neue Qualität.

 

„NS-Opfer sollen Stimme bekommen- Theatermacher Dirk Daniel Zucht plant in Bad König szenisches Spiel, dessen Grundlage „Stolpersteine“ bilden“ Von Jörg Schwinn  (Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 16. Januar 2021/Rubrik Odenwald, S. 12

 

„Stolpersteine als Theater-Aufführung- Dirk Daniel Zuchts Projekt „Ich gebe ihnen eine Stimme“ führt durch Bad Königs Altstadt und in die Vergangenheit“ Von Jörg Schwinn (Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 6. November 2021 ,Rubrik Odenwald, S.12)

 

 

„Stolpersteine-Szenen-Projekt“ 2021 vom Odenwälder Schriftsteller und Regisseur Dirk Daniel Zucht in Bad König im Odenwaldkreis

Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten Nr. 44 vom Freitag, 5. November 2021, S.6

„Schicksale werden lebendig- Mit einem Stationstheater erinnert Dirk Daniel Zucht an die Ereignisse in der Reichspogromnacht in Bad König“ Von Manfred Giebenhain (Quelle: Odenwälder Echo vom Donnerstag, 16. November 2021, Rubrik Odenwald, S. 10)

 

 

 

Weiteres zur Thematik:

„Schicksalhaftes an drei Stationen- Im August möchte Dirk Daniel Zucht in Erbach das Stück „Der Gerechte“ über Tapferkeit in der NS- Zeit aufführen“ Von Jörg Schwinn (Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 2. Januar 2021/ Rubrik Odenwald, S. 13

„Holocaust-Gedenktag- 76 Jahre Befreiung von Auschwitz: Die Erinnerung weist auch auf das heutige jüdische Leben in Deutschland“ (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Mittwoch, 27. Januar 2021 (Rubrik Thema des Tages, S. 2/3) – Wir sind mehr als die Shoah- Zwei Generationen trennen Charlotte Knobloch und Marina Weisband, aber kämpferische deutsche Jüdinnen sind sie beide. Am heutigen Holocaust-Gedenktag halten sie die Gastreden im Bundestag. Ein Gespräch über Heimat, Hass und den Erhalt der Demokratie. (dito)

„Sie haben Ihren Kampf vor 76 Jahren verloren- Bei der Gedenkstunde für die Opfer der Shoah im Bundestag halten zwei starke Frauen zwei starke Reden. Mit Marina Weisband ist erstmals eine junge Jüdin dabei“ (Quelle: taz vom donnerstag, 28. januar 2021, rubrik 06 inland)

„Bundesweite Beachtung  für „Der Gerechte“- Das Odenwälder Theaterprojekt ist Teil des Festprogramms zu 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“ (hi)  (Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 17. Februar 2021/Rubrik Odenwald, S. 9)

„Die Steine berichten von der Tradition- Gespräch mit der Historikerin Susanne Urban, die sich als Geschäftsführerin des Vereins `Schum Städte e.V. für das jüdische Erbe einsetzt“ Von Volker Milch  (Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 13. März 2021, Rubrik Kultur, S. 19)  Zu den Schum-Gemeinden: www.jg-wi.de/lehrhaus

„Jüdisches Leben in Groß-Umstadt- Ein imposantes Programm hat der Runde Tisch rund um den Jahrestag der Pogromnacht in diesem Jahr auf die Beine gestellt“ Von Dorothee Dorschel (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 5. November 2021, Rubrik Darmstadt-Dieburg, S. 14)

„Vom Schuldgefühl Überlebender- Historikerin Lilly Maier widmet sich in Erbach und Michelstadt den Kindertransporten der späten Dreißiger“ Von Bernhard Bergmann (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 12. November 2021, Rubrik Odenwald, S. 10)

 

Stolpersteine in Beerfelden im Odenwald:

„Gedenken an ermordete Juden- Im Gottesdienst erinnern Theresa Möke und Pfarrer Roland Bahre in Beerfelden an das Schicksal der Deportierten“ Von Thomas Wilken  (Quelle: Odnwälder Echo vom Donnerstag, 17. März 2022, Rubrik Odenwald)

 

Stolpersteine in Fränkisch- Crumbach im Odenwald:

„Stolpersteine für Fränkisch-Crumbach- Mit der Verlegung vor der ehemaligen Zigarrenfabrik soll an die Ermordung von Gustav und Ida Oppenheimer erinnert werden“ Von Kirsten Sundermann, mit Foto  (Quelle: Odenwälder Echo vom Dienstag, 8. Februar 2022, Rubrik Odenwald, S. 12)

„Gedenken an Oppenheimer-Familie- Auch in Fränkisch-Crumbach erinnern Stolpersteine an jüdische Mitbürger/Künstler übernimmt Verlegung“ Von Kirsten Sundermann, mit Fotos (Quelle: Odenwälder Echo vom Samstag, 12. Februar 2022, Rubrik Odenwald, S. 11)

 

Gedenken- (Stolpersteine)- in Breuberg im Odenwald:

-Mahnenden Worte in Breuberg- Veranstaltung der Bürgerstiftung zum Gedenken an Judendeportation. (Titelseite)- „Schicksale, die nie vergessen werden dürfen“- Veranstaltung der Breuberger Bürgerstiftung zum Gedenken an die Judendportation in Neustadt/ Schulklasse 10 G reinigt Stolpersteine“ Von Holger Wießmann (Quelle: Odenwälder Echo vom Montag, 21. März 2022, Rubrik Odenwald, S. 11)

 

Stolpersteine in Michelstadt im Odenwald:

„Weil Menschlichkeit Erinnerung braucht- Kirche und Bürger gedenken der im Hitler-Deutschland aus Michelstadt in Vernichtungslager verschleppten Juden“ (big) (Odenwälder Echo vom Mittwoch 30.03.2022, Rubrik Odenwald, S. 9)

Michelstadt:

„Aus Leid erwuchs ein Lebensauftrag- Zum Tod von Lothar Wassum, einem der letzten Betroffenen und Zeitzeugen der Nazi-Gewalt im Odenwald“ Von Ernst Schmerker (Odenwälder Echo vom Samstag, 11.Juni 2022, Rubrik Odenwald, S. 16)

Stolpersteine im Odenwaldkreis:

„Listen weisen Orte der Nazi-Verbrechen aus- Zum 80. Jahrestag der Deportationen von Juden, Sinti uns Roma erinnert die Kirche mit einer Gedenkreihe an das Geschehen“ Von Gerhard Grünewald (Odenwälder Echo vom Donnerstag, 17.3. 2022/Rubrik Odenwald)

 

Stolpersteine/Gedenken in Darmstadt:

„Direkt nach der Arbeit in den Viehwaggon- Gedenken an die deportierten Darmstädter Juden und Sinti beim Denkzeichen Güterbahnhof/Neue Erinnerungsformen im WEB: www.instagram.com/eva.stories  (Odenwälder Echo vom Montag, 21. März 2022, Rubrik Darmstadt, S. 15)

 

Aus anderen Gegenden Deutschlands:

„Jüdisches Leben beleuchten- Daniel Neumann, der Direktor des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen, wirbt vor dem 9. November für neue Formate im Holocaust-Gedenken“ Von Jens Joachim, siehe auch: www.100Tage1700Jahre.de (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Montag, 8. November 2021- Beilage „Rhein-Main“, D4)

„Dorf mit Erinnerung- Im schwäbischen Buttenhausen gibt es keine Juden mehr. Auch der Urgroßvater von Gal Berlinger-Keller hat die Shoah nicht überlebt. Trotzdem kommt sie gerne zu Besuch ins Dorf- dank eines engagierten Mannes“ Aus Buttenhausen Klaus Hillenbrand (Text) und Jan Zawadil (Fotos) (Quelle: taz vom dienstag, 9. November 2021- rubrik nahaufnahme 04-05)

„Ich darf nicht verzeihen“- Georg Stefan Troller hat in seinem Werk die Möglichkeiten des Menschen ausgelotet. Nun ist er hundert (am 11. Dezember 2021) geworden. Interview: Hanno Rehlinger (Quelle: taz medien 23, in taz vom sonnabend/sonntag, 11./12. dezember 2021- taz am wochenende)  „Georg Stefan Troller flüchtete als Jugendlicher vor den Nazis aus Wien. Mit der US-Armee kehrte er nach Europa zurück. In den 1960er Jahren faszinerte er das deutsche Publikum mit seiner Serie „Pariser Journal“ im WDR. Ab 1971 schrieb er Filmgeschichte mit seinen dokumentarischen „Personenbeschreibungen“ für das ZDF. Trollers subjektive Berichterstattung sowie sowie seine Fähigkeit, mit seinen Interviews zum Kern der Menschen vorzudringen, wurde ein Vorbild für viele Journalist:innen. Vor zwei Jahren stand unser Autor schon einmal in Trollers Pariser Dachgeschosswohnung, musste aber, weil doppelt gebucht, unverrichtetet Dinge wieder abziehen. Am 1. Dezember dieses Jahres fand das Gepräch dann statt, bei Kaffee und Kuchen- und mit Trollers Kater Foxy auf dem Schoß.“ (Text-Kasten, dito)

„Trotz allem glücklich- Die Frankfurter Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn ist im Alter von 100 Jahren gestorben (Titelseite)- Ein glückliches Leben, trotz allem- Die Auschwitz-Überlebende Trude Simonsohn ist im Alter von 100 Jahren gestorben/Ein Nachruf  Von Hanning Voigts (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Freitag, 7. Januar 2022I 78. Jahrgang/Nr. 5/Beilage „Rhein-Main“/Hessen D4-D5)

Gestrandet im Niemandsland– Vor 80 Jahren führten die Nazis von Stuttgart aus die erste Massendeportation württembergischer Juden durch. Wenig bekannt ist, dass es drei Jahre zuvor eine Art Generalprobe gab, die „Polenaktion“. Danch mussten Tausende Juden im deutsch-polnischen Grenzgebiet umherirren- ähnlich wie heute Geflüchtete zwischen Polen und Belarus, Von Oliver Stenzel (Quelle: KONTEXT:Wochenzeitung- Das Onlinemagazin aus Stuttgart Ausgabe 561- Silvester 2021 (www.kontextzeitung.de)

Vom Überleben- Eva Szepesi brauchte 70 Jahre, um über den Tod ihrer Familie in Auschwitz weinen zu können. Heute erzählt sie Jugendlichen davon- und berührt sie mit ihrer Geschichte“ Von Kathrin Rosendorff  (Titelseite und Seiten D2/D3 in Frankfurter Rundschau vom Donnerstag, 27. Januar 2022)

„Die nächste Generation“ (Quelle: taz vom  Donnerstag, 27. Januar 2022, Seite 04/05)- Je weniger Zeitzeugen noch leben, desto mehr rückt die zweite Generation in den Mittelpunkt. Der Holocaust-Überlebende Tswi Herschel, seine Tochter Natali und Enkelin Jessica bewegen sich zwischen Gegenwart und Zukunft des Erinnerns.  Aus Berlin, Diepenheim und Westerbork Tobias Müller (Text) und Ruben Gischler (Fotos)

„Wir sind alle Juden!“ – Rund zwei Drittel der Mitglieder der Jüdischeb Gemeinde von Dresden stammen ursprünglich aus der Ukraine, ein Drittel aus Russland. Warum der (Ukraine-) Krieg die Gemeinschaft dennoch nicht entweit. Von Michael Bartsch  (taz vom montag, 21. März 2022/Rubrik „04 u. 05 krieg in der ukraine)

 

Frankfurt am Main:

Ein Reisender zwischen den Heimaten- Abe Frajndlich fotografierte in New York für „Vogue“ und „Vanity Fair“. Als Kind jüdischer Überlebender treibt es ihn aber immer wieder zurück zu seinen Frankfurter Wurzeln. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt von Sebastian Moll  (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Montag, 31. Januar 2022/78. Jahrgng/Nr. 25/Magazin, S. 16/17)

„Sie ging immer voller Stolz“ – Vor 30 Jahren wurde die Auschwitz- Überlebende Blanka Zmigrod in Frankfurt ermordet. Ihr Neffe Leon Sztabelski hat mit der FR über seine Erinnerungen gesprochen. Von Hanning Voigts (Quelle: Frankfuret Rundschau vom Montag, 21. Februar 2022/78. Jahrgang/Nr. 43- Beilage Rhein-Main/Hessen, Seite D8 )   Gedenken: Am Dienstag, 22. Februar 2022, wird an der Kreuzung des Kettenhofweges zur Straße Niedenau in Frankfurt am Main eine Gedenkplakette enthüllt.

„Mahnwache für Zwangsarbeiter- Tausende gedenken am Samstag der Gefangenen im Frankfurter KZ Katzbach“ Von Stefan Behr (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Montag, 21. März 2022/ Beilage „Rhein Main, S. 1)

 

 

Homepage www.stolpersteine-badkoenig.de –

 „als Hilfestellung für Familien- und Geschichtsforscher in aller Welt“ (Jörg Schwinn) steht bereit!

Schauen Sie bitte deshalb auch auf die eigens für Bad Königs Stolpersteine eingerichtete Homepage www.stolpersteine-badkoenig.de

 

Stolpersteine in Bad König (Frankfurter Straße)

 

 

 

Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 4. November 2022 (Titelseite)

 

Quelle: Mümling-Bote für die Unterzent vom 4.11. 2022)

(Quelle: Mümling-Bote/Zeitung für die Unterzent vom 18.11.2022)

 

 

 

 

 

Geteilte Geschichte:

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland mit Objekten erzählt

Homepage: www.bpb.de/geteiltegeschichte

LB   LEO BAECK INSTITUTE- NEW YORK I BERLIN for the study of German- Jewish History and Culture                 Shared-   I–Iistory      Project—

 

 

 

Literaturhinweise:

ZEITGESCHICHTE Epochen. Menschen. Ideen- 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland- Zwischen Selbstbehauptung und Verfolgung Nr. 6/2021- Deutschland 8,50 Euro

 

Weitere Literatur-Tipps/Quellen entnommen aus:

ZEITGESCHICHTE Epochen. Menschen. Ideen- 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland- Zwischen Selbstbehauptung und Verfolgung Nr. 6/2021- Deutschland 8,50 Euro, hier: Seiten 120 u. 121

Weitere aktuelle Literatur:

Takis Würger: „Noah. Von einem, der überlebte.“ Penguin Verlag 2021, 188 Seiten, 20 Euro

Gerhard Haase-Hindenberg: „Ich bin noch nie einem Juden begegnet …“- Lebensgeschichten aus Deutschland, Edition Körber (www.edition-koerber.de), 384 Seiten, 2021, 22,00 Euro – In einem außergewöhnlichen Stil erzählt der Publizist Gerhard Haase-Hindenberg ganz unterschiedliche Lebensgeschichten jüdischer Menschen in Deutschland und führt zugleich durch 1700 Jahre jüdisch-deutscher Geschichte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Verlegung von Stolper-Steinen in Bad König im Odenwald am 17. Oktober 2015- Further Bringung Down from „Stolper-Steinen“ in Bad König im Odenwald/Germany (Photo: RN/HGV Bad König e.V.)

Die Stolpersteine wurden alle von Gunter Demnig * verlegt (mit Vorbereitung durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes).

*Gunter Demnig (geb. 27.10.1947) ist ein deutscher Künstler mit Ausbildungsorten Universität der Künste in Berlin, Kunshochschule Kassel, Universität Kassel. Weltweit bekannt wurde Gunter Demnig durch die Stolpersteine, die er seit dem Jahr 1996 zur Erinnerung an die Opfer aus der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945) verlegt. Es gibt dazu auch einen Film mit dem Titel „Stolperstein“.

 

 

 

Die Namens-Liste für die Stolper- Steine in Bad König im Odenwald- The List of Names for the Bad König- Stolpersteine

 

Quelle: Die  hier dargelegte „Stolpersteine“- Liste für Bad König  im Odenwald befindet sich in: Heft „Nah dran!“ Rahmenthema „Stolpern“, S. 18-23 (Herausgeberin: Evangelische Kirchengemeinde Bad König, Ausgabe Oktober/November 2018 20. Jahrgang Nr. 5) Bad König 2018- Repros: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.

 

Here is the list from in former König im Odenwald living Jewish Citizens and her fates – here are the names standing on the forty Bad König- Stolpersteine.

 

(HGV Bad König e.V.- Stand: 21.03. 2022)

Bad König. Im gut besuchten großen Saal der historischen Rentmeisterei Bad König und vor einem sehr interessierten Auditorium referierte am 23. Januar 2019 im Rahmen der  Vortragsreihe des Heimat-und Geschichtsvereins Bad König e.V. der ausgewiesene Experte Norbert Allmann (Vielbrunn) über die historische Entwicklung der Apotheken und Krankenhäuser im Odenwald. (Fotorechte: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.)

Das Krankenhauswesen entwickelte sich schon im frühen Mittelalter- also im 8./9. Jahrhundert- in den gastlichen Quartieren der Klöster gerade im mittleren Europa, wie der Referent akribisch detailliert vermitteln konnte, genauso in den Hospitälern und Spitälern. Auch für den Bereich unseres Odenwaldteiles wie beim Kloster Höchst und bei der Einhardsbasilika in Steinbach (heute Stadtteil von Michelstadt) sind solche Ursprünge von „Spitälern“ nachweislich belegt. Aus Siechenhäusern, Gutleuth- und Pesthäusern, die auch im Odenwaldbereich existierten, gingen die späteren Krankenhäuser hervor. Chronologisch über die Jahre, ja Jahrhunderte zeichnete Norbert Allmann das Krankenhauswesen z.B. mittels der Städte wie Gemeinden (Erbach, König, Kirch-Brombach u.a.) nach.

Dem gingen schon im ersten Teil des Abends- gleichsam bedeutsam- die lückenlosen Entstehungsbedingungen des Apothekenwesens voraus, welches eigentlich beim Edikt von Salerno des Jahres 1241 (mit dem für den europäischen Kontinent bahnbrechenden Gesetz) durch den universal gebildeten Staufer-Kaiser Friedrich II. (als „Stupor mundi“= „Staunen der Welt“ von seinen Zeitgenossen betrachtet) einsetzte, sich konkretisierte durch die Jahrhunderte später einsetzende Etablierung von Apothekern und Apotheken in Beerfelden, Erbach, Michelstadt, (Bad) König, Höchst und Neustadt u.a.- oft verbunden mit Zuzügen von Pharmazeuten aus anderen deutschen Gegenden- dieses alles anschaulich unterlegt mit historischen Aufnahmen, Quellen und statistischem Material, was ganz zuletzt in der Gegenwart des Odenwaldkreises endete, wobei konstatiert wurde, dass heutzutage im Odenwaldkreis z.B. die Ärztedichte (1 Arzt pro 480 Einwohner) deutlich besser sei als in früheren Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten, aber etwas mehr als doppelt so hoch wie in den Ballungszentren der größeren Städte.

Unter anhaltendem Beifall des Auditoriums für Herrn Allmann – der ein kardinales Stück Krankenhaus-, Medizin- und Apothekengeschichte unserer Odenwald-Region forschungsmäßig  erschloss- wurde das alles sehr komprimiert anschaulich an diesem Abend dargebracht, dies sogar unter Anwesenheit von Medizinern und Pharmazeuten.

 

 

 

 

Hinweis: In Bälde erfolgt ein Bericht dazu.

Odenwaldkreis. Einen wahren Fundus an historischen Begebenheiten zeigt auch der neue Band der odenwaldhistorisch kompetenten Expertin Heidi Banse (Michelstadt) auf. Gerade in diesem Werk finden sich auch die „Übergänge“ an Hand von historischen Zeitungsquellen, Anzeigen und Bildern wieder, die in diesem Jahr 1918 die Kriegsmonate hin zum Kriegsende symbolisieren. Das Werk setzt Banses chronologische Reihe „vor hundert Jahren“ systematisch fort, ist auch über den hiesigen Buchhandel zu beziehen.

 

Vorankündigung:

Heidi Banse hält auch beim benachbarten HGV-Lützelbach/Odenwaldkreis diesbezüglich einen Vortrag zur Thematik „1918 im Odenwald- Die Ereignisse überstürzen sich- und dann war der Weltkrieg zu Ende“

Das Referat findet im Rahmen des dortigen Odenwald-Forums am Donnerstag, 7. Februar 12019, ab 19 Uhr im Gasthaus „Odenwald“ in Höchst- Hummetroth statt.

 

 

(Karten-Rechte: Leo Feja, HGV Bad König e.V.-Mitglied- Historien-Repro und aktuelles Bild: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

König im Odenwald. Die Aufnahme aus früheren Zeiten wurde innerhalb des Innenhofes des Alten Schlosses beim Treppenaufgang auch zur evangelischen Kirche gemacht, denn rechts am Fotorand ist ein Stück des Glockenturms (einstiger Wehrturm) zu sehen, der dann den  Haupteingang zur Kirche bildet.

Im Mittelpunkt des Geschehens stehen acht Damen unterschiedlichen Alters, die mehrheitlich als Bedienstete blütenweiße Schürzen tragen und mit dem Bügeln bzw. Zurechtlegen von Wäsche oder Bezügen (?) befasst sind.

Eine Datierung auf dem Original-Bild ist leider nicht vorhanden: Es könnte aber vermutet werden, dass die Aufnahme schon mindestens einige Jahrzehnte alt ist.

Dieser auch zeitlichen Tendenz in der Zuordnung ist auch das kompetente HGV-Mitglied  Katharina Haase (Bad König); Frau Haase spricht davon, dass das Foto eher von Bediensteten (deren „Dienstkleidung“ weist auch darauf hin) handelt, die in „herrschaftlichen Dienstverhältnissen“ standen.

Auch die äußere Lichtquelle über der Tür kann noch nicht exakt weiterhelfen. König im Odenwald hatte zudem schon sehr früh eine öffentliche Beleuchtung in den Straßen und Gassen gehabt. Das ist abgesichert. Mehr aber auch nicht.

Zum Vergleich sehen Sie den gleichen Standort in einem aktuellen Foto von Reinhold Veit.

 

 

Spekulativ:

Version a) Die Damen waren Bedienstete für die Schlossherrschaften-Version b)  und/oder sie waren Arbeitspersonal für Lazarett oder Krankenhaus.

 

Zu den „Dienstmädchen“ im 19. Jahrhundert gibt es eine umfangreiche Studie an wertvollen Erkenntnissen:

Gunilla-Friederike Budde: Das Dienstmädchen, S.148-175, in: Ute Frevert/Heinz-Gerhard Haupt (Hg.): Der Mensch des 19.Jahrhunderts, Campus Verlag  (ISBN 3-593-36024-1) Frankfurt am Main/New York 1999

 

Neupublikation von Prof. Dr. Heinrich Dingeldein (emerit. Ordinarius der Philipps-Universität Marburg/Lahn):

Heinrich Dingeldein: Gräflich-Erbacher Familienzweige „zur linken Hand“. Illegitime Kinder und morganatische Ehen im Grafenhaus Erbach bis zum Ende der Monarchie. Gendi-Verlag- Otzberg 2020, 163 Seiten (ISBN 978-3-946295-19-8), Preis 18,90 Euro

Besprechung:

„Wenn`s Blaues Blut zum roten zieht- Wissenschaftler Heinrich Dingeldein hat die einst als unstandesgemäß geltenden Verhältniss der Erbacher Grafen untersucht“ Von Peter W. Sattler (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 21. August 2020, Rubrik Odenwald/S. 11)

 

 

Bad König im Odenwald. Gleich zum Jahresstart 2019 erschien die wunderschöne Johann Rudolf Follenweider- Karte.  Sie zeigt das herrliche Motiv vom einstigen König im Odenwald aus der infrastrukturellen Perspektive vermutlich um die drittletzte Jahrhundertwende (um 1800). Der Baseler Künstler aus der renommierten Kunstschule von Peter Birmann entwickelte dieses filigrane Gemälde aus östlicher Perspektive auf das historische König im Mittelpunkt- umgeben von purer Natur ringsum – Wiesen, Büschen, Einzelbäumen oder von  Bäumen im Ensemble auftauchend,Wäldern, geschlängeltem Verlauf des Mühlbächleins, kleinem Weg-  unterbrochen von einem bäuerlichen Eingriff durch Feldarbeit  im künstlerisch gestalteten Vordergrund nahe des 1771 eröffneten Friedhofes im Standort-Hintergrund.

Auf der Rückseite der „weiß eingerahmten“ Follenweider- Karte findet sich folgende Kurzbeschreibung:

Ältestes Gemälde von Bad König im Odenwald (um 1800)
Johann Rudolf Follenweider aus Basel (1774-1947)
Foto: R. Veit, Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Bitte beachten Sie auch weitere Artikel, Interpretationen und Besprechungen zu Johann Rudolf Follenweider auf dieser Homepage  www.hgv-badkoenig.de – soweit es der gegenwärtige Forschungsstand zulässt.

(Die neue Karte wurde nach einem Foto von Reinhold Veit entwickelt.)

 

Die Karte des Baseler Künstlers Johann Rudolf Follenweider kostet selbst kostet 50 Cent/ 0,50 Euro das Stück.

 

Angebots- bzw. Verkaufsstellen:

Heimatmuseum Bad König im Odenwaldkreis, Schlossplatz/Haupteingang im Innenhof gegenüber der evangelischen Kirche: Öffnungszeiten jeweils an den Sonntagen von 10.30 bis 12 Uhr.

 

Literaturhandlung Paperback: Bahnhofstraße 43, D-64732 Bad König (zu den Öffnungszeiten, auch Tel. 06063- 4115/www.literaturhandlung-paperback.de)

 „Koch-Schmied“ Schulartikel/Schulbedarf etc. – Heinrich Koch und Familie, Alexanderstraße 14, D-64732 Bad König/Odenwaldkreis (zu den Öffnungszeiten)

Postfiliale Bad König, Am Schlossplatz, D-64732 Bad König/Odenwaldkreis (zu den Öffnungszeiten)

 

Im Stadtteil Zell:

„Zeller Lädchen“ , Königer Str. 13, D-64732 Bad König-Zell (zu den Öffnungszeiten, auch www.zeller-laedchen.de)

 

In Michelstadt:

Buchhandlung Schindelhauer, Bahnhofstraße 13, D- 64720 Michelstadt (zu den Öffnungszeiten, auch www. schindelhauer- online.de )

 

 

 

Die Karte selbst kostet 0,50 Euro/50 Cent pro Stück.

 

 

Pressehinweise:

Odenwälder Echo vom Freitag, 11. Januar 2019/Titelseite-Hinweis S.10 : Heimatverein stellt älteste Ansicht der Stadt auf Postkarte vor- Der bildnerische Beginn Bad Königs- Heimatverein stellt älteste Darstellung der Stadt auf Ansichtskarte vor/Entstehungsdatum erst um 1800 (Von Gerhard Grünewald), Rubrik Odenwald, S. 10

 

Heimat- und Geschichtsverein Bad König stellt neue Karte vor, Quelle: Mümling-Bote- Allgemeiner Anzeiger für Höchst im Odenwald und die Unterzent- vom 11. Januar 2019, S.5

 

 

(Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

 

(Foto- Rechte auf diese Briefmarken und Repro: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

 

Neue Sonderbriefmarken des Heimat- und Geschichtsvereins Bad König e.V. mit besonderen Motiven sind erschienen!

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. hat erstmals zum Bad Königer Nikolausmarkt 2018 herstellen lassen und im Heimatmuseum Bad König zum Verkauf angeboten. Diese Briefmarken individuell mit besonderen Bad König-Motiven sind in überschaubarer Anzahl vorhanden, haben gerade für Heimatverbundene einen ideellen Wert und werden nur an Privatpersonen abgegeben. Diese drei wunderschönen Aufnahmen sind vom Fotografen Reinhold Veit gemacht worden und dienten als Basis für diese Briefmarken.

Schauen Sie doch bitte einmal im Heimatmuseum Bad König im Odenwald vorbei- generell an den Sonntagen zu den Öffnungszeiten von 10.30 bis 12 Uhr. Diese Öffnungszeiten gelten auch für das Jahr 2019.

 

 

 

 

 

Argentat sur Dordogne-Bad König im Odenwald. Ein Hauch von leichtem Schnee überzieht einen Teil der Silhouette einschließlich der Kirche „Saint Pierre“ (mit neugotischen Holzarbeiten und liturgischen Möbeln aus dem 17. Jahrhundert im Innern) von Bad Königs Partnerschaftsstädtchen Argentat an der Dordogne. Ob es hier im Odenwald wie auch dort zum „weißen“ Weihnachtsfest kommen wird, ist überhaupt noch nicht sicher. Absolut gewiss wird aber sein, dass die Glocken der Kirchen hier wie dort am 24. Dezember 2018 diese besondere „Heilige Nacht“ einläuten werden. (Repro: R. Veit/nach einem Künstler-Motiv) 

 

Frohe Weihnachten und alles erdenklich Gute im neuen Jahr 2019  …

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

Unsere zeithistorischen Bilder (HGV Bad König e.V./Bilddatenbank) zeigen den Blick auf die idyllisch gelegene Kurgemeinde Bad König der 1970-er Jahre. Hier gibt es noch- zumindest in großen Abschnitten dieses Jahrzehntes- große Kurgäste- und Übernachtungszahlen, ehe das „Kostendämpfungs-Gesetz“ erste Einschnitte erkennen lässt. Auch die Abende des Sommers wurden sehr genossen- in Tanzlokalen, Biergärten, Kneipen und Gaststätten, bei den abendlichen Spaziergängen…

 

Kaum zu glauben, dass da im Odenwaldkreis etwas weiter südlich in der Region Michelstadt (Flugplatz „Waldhorn“) – Erbach und Sensbachtal etc.  „Spuren der RAF im Odenwald“ – wie Autor Thomas Seifert seinen Titel der Untersuchung* nennt- zu konstatieren sind.

 

Odenwaldkreis. Jetzt ist endlich wieder eine zeithistorische Lücke -was die Forschung betrifft-geschlossen worden: Thomas Seifert, seines Zeichens Oberstaatsanwalt i.R., ist es zu verdanken, dass die „Spuren  der RAF im Odenwald“ nun auch wissenschaftlich erschlossen worden sind; zwar ist der Untersuchungsgegenstand einige Jahrzehnte her, ist er aber doch sehr relevant für diesen Part historischer Odenwald-Forschung.

 

*Quelle(n):

„Odenwald-Heimat“/Monatliche Beilage des Odenwälder Echo Nr. 10/2018 Aus Natur und Geschichte 93. Jahrgang“ (Teil I), in : Odenwälder Echo vom Wochenende 15./16. Dezember 2018

„Odenwald-Heimat“/Monatliche Beilage des Odenwälder Echo Nr. 11/2018 Aus Natur und Geschichte 93. Jahrgang (Teil II/Schluss), in: Odenwälder Echo vom 04. Januar 2018

 

(Es ist  davon auszugehen, dass die Abhandlung auch im kommenden Dezember 2019 im neuen „gelurt“- dem Jahrbuch des Odenwaldkreises-  für das Jahr 2020 erscheinen wird.)

 

(Stand: 04. Januar 2019)