Bad König. Die Werbeanzeige von 1913 stellt das im damaligen sprachlichen Zeitgeist „Stahlbad“ in König im Odenwald mit dem Fafnirbrunnen (Frankfurter Straße Richtung hin zum Großen Brunnen) in den Werbezenit. Möglich war dies nur durch die Entdeckung zuvor von eisen- und manganhaltigen Quellbereichen gleichbedeutend zweier Männer, den Kurpionieren Ludwig Schnauber und Karl Buchhold, deren Grabstätten sich auf dem Friedhof Bad König befinden (Scan: R. Veit).   Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Sehen Sie bitte weitere historische Seiten zu Kur, Fremdenverkehr, Gastronomie etc. auf dieser Homepage.

(Hinweis: Diese Seite befindet sich noch im Aufbau.)

 

Längst Geschichte: Feinkost-Tröster im früheren Bad König im Odenwald 


 

(Scan: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V./Das Dokument wurde vom Ehepaar Seitger, Literaturhandlung paperback Bad König, dem HGV zur Archivierung freundlicherweise geschenkt.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. – 14.04.2021)

 

Kunstwerk aus Stein

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(Foto: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Wundersam schaut das besondere Kunstwerk aus der Künstler-Werkstatt Wagner  (auf dem wunderschönen Spielplatz an der Magdeburger Straße mit zusätzlich implantierten Bäumen) in Richtung Nord-Westen quasi aus Bad König heraus und zuvor an den Spielgeräten vorbei!

Interpretieren Sie bitte das Werk bei einem Besuch dort individuell selbst! Es ist  wie in der Literatur: Kunstschaffende haben eine Idee, inspirieren sich selbst, aber die jeweilige Betrachtung durch andere bringt neue kreative Gedanken hervor, wobei ein jeder Mensch eigene hat!  Ist das nicht wunderbar!!!

Weitere Skulpturen der Künstlerschaft sind an den beiden Großen Seen (großer Kurpark und im Lustgarten  sowie an der Freiluft-Werkstatt gegenüber dem Sportgelände Bad König „neu“ zu entdecken.

 

(Anmerkung: Der Spielplatz selbst übrigens kam auch mit viel Unterstützung und Ideenreichtum der Bad Königer Spielplatz-Initiative mit Sponsoren-Kraft u.a. zustande. Herzlichen Dank dafür.)

 

 

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(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V./ 14. April 2021)

 

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Blühender Frühlings-Raps bei Bad König im Odenwald

 

 

 

Bad König im Odenwald. In vielen Fachgeschäften/Sämereien gibt es schon Tütchen mit der Aufschrift „Bienennahrung, Wildblumensamen, Wildbienen-Weide, Bienen Happy Mix , Schmetterlings-Mix etc.“ für einen geringen Preis zu erwerben… (Zwischenanmerkung: So kann man auch hier etwas bescheiden helfen, denn was wäre die Welt, die Nahrungskette ohne Bestäubung? Es wären fatale  Aussichten für die kommenden Generationen der Enkel und Urenkel. Und der Klimawandel ist schon längst da.) … Bitte aber auch immer auf die Zusammensetzung des Saatgutes schauen, damit „zielgenau“ ausgesät werden kann. Auf 1 bis 2 Quadratmetern Fläche (Kreis, Geometrie- Formen Dreieck, Quadrat, Trapez, Raute, Rechteck etc.) ausgebracht, gewähren deren Inhalte zudem eine herrliche Optik für das Auge auf ausgesuchtem Gartenareal, und es ergibt eine wertvolle wie insektennahrungsreiche Blühfläche. Sie werden staunen und Sie machen sich selbst ein optisch farbenfrohes Geschenk bis in den Spätsommer, oft Frühherbst hinein. So etwas Schönes ist natürlich auch in den Vorgärten als Visitenkarte zum jeweiligen Haupteingang möglich; hier kann man zusätzlich noch einen starken Lavendel-Stock einpflanzen, der zudem jahrelang duftend und -je nach Intensität der Blüten- auch seine Bewohner wie Besucher garantiert erfreut. Die Imker-Vereinigungen, Obst- und Gartenbauvereine sowie nicht zuletzt die hiesigen Fachgeschäfte stehen Ihnen gewiss mit  kompetenten Experten- Rat und weiteren ideenreichen Vorschlägen zur Seite. Der HGV Bad König e.V. hat auf seiner Homepage „www.hgv-badkoenig.de“ eine spezielle umfangreiche Seite eingerichtet. Dort erfahren Sie auch, was es mit „Napoleons und Childerichs historischen Bienen“ auf sich hat, zumal sich dort noch Literatur- und Kinderbuchliteratur- Hinweise zu den verschiedenen Themenbereichen aus Flora, Fauna  u.a. finden neben Fachartikelhinweisen auch aus der Presse für den Bereich Odenwald befinden:  „Honig-Bienen und vom Honig-Gold der Bad Königer und Odenwälder Imker-Bienen neben den Wildbienen  und vielen anderen Nützlingen sowie Pflanzen“.

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

Frühlingsblüher wie Krokusse und Schneeglöckchen sind bei Sonnenschein und etwas höheren Temperaturen schon erste Attraktionen für unsere fliegenden Nützlinge.

 

Erster Januar-Krokus 2022- einer der ersten in Bad König …

 

 

 

Der „Sonnenhut“ (hier im Gelbton) und in vielen Farbnuancen ist ist als Staudengewächs langlebig, pflegeleicht und ist im Sommer bis zum Frühherbst eine „Kraftquelle“ für die „fliegenden Freunde“ und schön anzusehen.

 

Hinweise: „Paradies für Bienen schaffen- Wie können Garten und Balkon freundlich für die kleinen Honigproduzenten gestaltet werden?“ Von Isabelle Modler (Quelle: Odenwälder Echo vom Freitag, 28.Mai 2021, Rubrik Ratgeber, S. 19)

„Im eigenen Garten Oasen für Insekten schaffen- Bereits kleine Wildblumenwiesen ziehen Bienen, Hummeln und Wespen an, wie eine Studie aus England zeigt“ dpa (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Dienstag, 22. März 2022/Rubrik „Wissen“, S. 17)

 

 

Der Odenwald kann wunderschön sein: Weges-Rain bei Bad König im Odenwald

 

 

 

 

 

 

Die „Frühjahrs-Initiative“- Aussaat ab März/April eines jeden Jahres

für „Bienen-, Hummel-, Schmetterlings-Glück“u.a.

 

Der Inhalt aller hier abgebildeten fünf Packungen Sämereien kann eine Blühflache von zusammen 20- 25 Quadratmetern bedienen.

Gutes tun für die Natur- denn wir brauchen sie notwendiger denn je- auch bei uns im Odenwald und in der Welt!

 

 

 

 

Und das wird aus wenig Samen auf kleiner Fläche entstehen!

Ein Augenschmaus für alle!

 

 

 

Pressehinweise/Tipps in Bad König im Odenwald:

„Naturnahes Gärtnern“ -Vorgärten beleben statt mit Steinen verwüsten“ Naturzentrum Odenwald (Georg Raitz-Zentrum)  Im Kimbachtal 22, 64732 Bad König/Odenwaldkreis

(https://odenwald.bund.net)

-Vortrag dort zur Thematik am Montag, 04. April 2022 ab 19 Uhr

„Zurück zur Natur- Bundesumweltministerin Steffi Lemke will mit 4 Milliarden Euro Deutschlands Auen, Böden, Moore, Wälder und Parks sanieren. Wen sie aber dafür aber noch gewinnen muss: Landbesitzer“ Von Hanna Gersmann  (Quelle: taz vom mittwoch, 30. März 2022/Rubrik wirtschaft + umwelt 08)

„Milliarden für Wälder, Moore und Auen-Bundesumweltministerin legt Eckpunkte für natürlichen Klimaschutz vor“  Von Fatima Abbas   (Quelle: Odenwälder Echo vom Mittwoch, 30.März 2022, Rubrik Politik, S. 4)

 

 

Bienen, Schmetterlinge … in der Literatur:

„Von Bienen, Hummeln und Menschen- Gedichte“ , Reclam Universal-Bibliothek Best.-Nr. 14360, Stuttgart 2024

 

„Mit einem zarten Flügelschlage“-Schmetterlinge in Bild und Gedicht, Hardcover Best.-Nr. 11407, Reclam Verlag Stuttgart 2024

 

 

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.-09.07.2024)

 

 

 

 

 

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Hessen-Plaketten symbolisieren/verdeutlichen auch den historischen Charakter von privaten Denkmalen

Bad König im Odenwald. Auf der HV-Versammlung des letzten Jahres (2020) hatte Matthias Schmitt (Technikmuseum Bad König/www.tecmumas.de) angeregt, dass man auch bei Bau-, Boden- und Gartendenkmalen oder an konstituierenden Bestandteilen von Denkmalbereichen – auch das gerade bei Privatbesitz- die Hessen-Denkmal-Plakette anbringen kann. Das Kennzeichen hat- wie das Landesamt für Denkmalpflege Hessen schreibt-„das Format einer Hausnummer. Es hat die Maße 120 x 120 mm mit vier messingverösten Befestigungslöchern, grundmedailliert (lange Haltbarkeit ist garantiert), Vorderseite grundweiß, Aufdruck gelb, rot, blau und schwarz einschließlich Befestigungsmaterial bestehend aus Kunststoffdübeln und Edelstahlschrauben.“ Die Plaketten werden zum Kostenpreis von 20 Euro abgegeben (inklusive Porto- und Versandkosten), sind direkt zu bestellen bei: Landesamt für Denkmalpflege Hessen- Frau Clara Jung, Schloss Biebrich, 65203 Wiesbaden (Fax: 0611-6906-140/Email: Clara.Jung@lfd-hessen.de). Wie eine solche Denkmal-Plakette „in Natur“ aussieht, können Sie bitte am Eingang zum Technikmuseum Bad König , Kimbacher Str. 79, sehen. Das historische Gebäude beherbergte schon im 19. Jahrhundert dort eine größere Zigarren-Manufaktur. (Titelfoto-Scan: R. Veit/Text: R. Nisch)

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Presse:

„Plaketten für private Denkmal-Eigentümer- Eine Empfehlung aus Bad König“  (Quelle: Bad Königer Stadtnachrichten vom Freitag, 16. April 2021- 36. Jahrgang- Nr. 15, Seite 17)

 

 

 

Kaufhaus Gebrüder Joseph in der Anzeigen-Werbung vom Jahr 1913

Bad König. Unsere Aufnahme (Scan: R. Veit) zeigt die doppelte Anzeigenwerbung aus dem Jahr 1913. Im damaligen König wird das beliebte „Kronenbräu“ von W. Breimer II. aus Beerfelden angeboten (oben). Die weitere Anzeige gibt das umfangreiche Sortiment des heute noch bestehenden Traditions-Kaufhauses Gebrüder Joseph in der Bahnhofstraße preis, heute geführt von Siegfried Joseph und dessen Gattin. Man achte auch auf die Umrahmung beider Anzeigen in der „künstlerischen Handschrift“ des  heute weltberühmten Jugendstiles.

 

(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- 14.04.2021)

Altehrwürdiges Gasthaus „Deutscher Hof“ in Bad König im Odenwald

Anzeigenwerbung aus der Zeit des Jugendstiles (Man beachte die kunstvolle Umrahmung der Anzeige zu Beginn des 20. Jahrhunderts)

Bad König. Unsere Aufnahme (Scan: R. Veit) zeigt eine Anzeigenwerbung des Traditions-Gasthauses „Deutscher Hof“ aus dem Jahr 1913, also ein Jahr vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Karl Koch I. ist der Besitzer des nahe des Bahnhofs nach wie vor gelegenen Gasthauses mit Gartenwirtschaft. Es herrscht da schon- wie in König insgesamt- „reger Fremdenverkehr“. Kein Wunder, da auch hier die Bahnlinie auch Kurgäste aus dem Frankfurter Raum bzw. der weiteren Region und auch aus dem Neckarbereich bzw. Rheinhessischen (hier über die Südschiene) bringen kann, denn die private Morotorisierungsquote auf den Straßen war noch sehr gering. Im Ausschank gab es schon zu dieser Zeit ein Bier trotz der nicht einfachen Logistikprobleme aus der Main-Metropole.             Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(HGV Bad König e.V./ 14.04.2021)

 

 

 


 

Bad Königs Historische Kapelle … jetzt in neuem Ambiente davor!

                                                                         

(Sämtliche Fotos: Fotos: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.)

Am 16. März 2021 wurde der neue, sich historisch wie denkmalgemäß angleichende Handlauf linker Hand zum Aufgang zur Historischen Kapelle auf dem Friedhof Bad König installiert. Das neue Geländer fügt sich passend- in Schwarzton gehalten- sowohl in die Struktur des ganzen Ensembles, also  des sogenannten Gräfinnen-Grabes wie auch in die weitere Geländer- und Handlauf bzw. Zaun- wie Torstrukturen im gesamten Ensembleschutz-Bereich dieses ältesten Friedhofareales ein.

Zudem wurde der Aufgang einige Wochen zuvor auch neu hergestellt, weil der alte Zustand durch starkes Absenken und mehrfach wellenförmige schwerliche Begehbarkeit nicht mehr tragbar war, nicht zuletzt aus Gründen der Sicherheit.

Somit können Einzelbesucherinnen und -besucher wie ganze Gruppen auch bei künftigen Führungen wieder gut  „Bad Königs historischen Urkern“ erreichen. Auch Angehörige etc. bei Trauerfeiern- die zunehmend in kleinerem Rahmen- auch dieserorts in den letzten Jahren schon erfolgten- bekommen hier wieder eine erfahrbar bessere Zugangsmöglichkeit.

(Die fachkompetenten Bad Königer Firmen/Handwerksbetriebe Schwinn-Gross und Heinrich Koch und Sohn („Koch-Schmied“) hatten die gut ausgeführten Arbeiten geleistet.)

 

 

Der besondere Hinweis zu den Maßnahmen.

Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. – ein Verein innerhalb Bad Königs, gegründet im Jahr 1980 (ca. 125 Mitglieder/ Jahresbeitrag 7,00 Euro) mussten diese finanziellen Mittel ganz allein stemmen.

Sie werden bestimmt verstehen, dass dieser HGV Bad König e.V., dass wir jede Unterstützung gebrauchen können, sei es durch eine Mitgliedschaft oder durch eine Spende. Eine noch so kleiner Obolus zählt wirklich.  Für all dies sind,wären wir sehr dankbar. Auch ein ehrenamtliches Engagement würden wir sehr begrüßen.

Herzlichst mit freundlichen Grüßen

Ihr Heimat- und Geschichtsverin Bad König e.V.

 

 

Bankverbindungen:

Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Sparkasse Odenwaldkreis

IBAN DE72 5085 1952 0060 0020 52

BIC    HELADEF1ERB

 

Volksbank Odenwald

IBAN  DE69 5086 3513  0002 2491 70

BIC    GENODE51MIC

 

 

 

 

 


 

 

 

 

Wie finde ich ganz schnell weitere Informationen, Fotos, Literatur, Forschungshinweise etc. zur Historischen Kapelle Bad König  (Themenseiten) auf dieser Homepage?

Weitere Erklärungen, Deutungen und Bilder „rund um dieses historische Kleinod“ können Sie auf weiteren Themenseiten dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de rasch einsehen; ganz schnell geht es, wenn Sie bei Suchmaschinen (wie z.B. google) gleichzeitig die Stichworte „HGV Bad Koenig“ und „Historische Kapelle Bad König“ eingeben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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(Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.- RN/01.04.2021)

Die „Luftbild-Interpretation“ Walter Hoffmanns

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Hinweise und Einführung zur Luftbildinterpretation „Bad König Februar 1945“

Das vorliegende Luftbild, aufgenommen von der Royal Air Force am 16. Februar 1945 im Rahmen britischer Aufklärungsflüge über Südhessen, also kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, fiel mir im Rahmen eines Zeitungsartikels des Odenwälder Echos vom 29.5.2020 in die Hände.

In diesem Artikel erfuhr ich, dass die Originalaufnahme sich in Händen des Bad Königer Kraftfahrzeugmeisters Karlheinz Schäfer befindet, der sie auf Grund seines großen Interesses an Lokal- und Heimatgeschichte und als Mitglied des Heimat- und Geschichtsvereins über ein auf solche Aufnahmen spezialisiertes Internet – Portal erworben hatte.

Sicherlich ist die vorliegende Aufnahme ein historisches Dokument im Kontext weltbewegender Ereignisse, für mich als Geographen spiegelt sie aber auch den konkreten siedlungs- und wirtschaftsgeographischen Zustand einer kleinen südhessischen Landgemeinde, eingebettet in einen Ausschnitt der Odenwälder  Wald – Mittelgebirgs- bzw. Berglandschaft.

Für den Betrachter sind relativ schnell einige wesentliche hervorstechende Unterschiede zur heutigen Situation der Kommune erkennbar:

  • das Fehlen der heutigen Umgehungsstraße am Westrand der Aufnahme,
  • das Fehlen des großen Kurparks mit den beiden Seen in der Mümlingtalaue,
  • die noch sehr geringe Besiedlung am heutigen Südring unterhalb des Momarter Waldes,
  • die fast vollständige intensive landwirtschaftliche Nutzung des heutigen Neubaugebietes Bad König – Nord,
  • das Fehlen der Carl – Weyprecht – Schule als zentraler Mittelpunktschule am Nordrand.

Der Zustand der heutigen kleinen Kurstadt präsentiert sich siedlungsgeographisch im Februar 1945 noch weitgehend als der eines Dorfes im ländlichen Raum, trotz der bereits seit einigen Jahrzehnten vorhandenen Funktionen eines Kurortes.

Für mich als Geograph war die Aufnahme trotz ihrer vielfältigen diffusen Grautöne sofort auch ein typisches Beispiel der Abbildung einer über Jahrhunderte gewachsenen mitteleuropäischen Kulturlandschaft eines Berglandes bzw. Mittelgebirges, in dem sich Wald, Siedlungs- und Wirtschaftsflächen häufig abwechseln. Damit ist das Luftbild also nicht nur eine historische  Momentaufnahme, sondern spiegelt dem Auge eines geübten Interpreten exemplarisch auch historische, siedlungsgeographische und wirtschaftliche Prozesse, also das menschliche Wirken und die Landschaftsgestaltung im ländlichen Raum.

Ich beschloss daher, mir bei Herrn Schäfer die Original – Aufnahme zu besorgen, an dieser Stelle sei ihm ausdrücklich für die unkomplizierte und hilfsbereite Kooperation gedankt, um mir für eine an den in der Geographie gängigen Ansätzen und Methoden orientierte Luftbildinterpretation bessere originalgroße Kopien anfertigen zu können.

Meine Motivation für die vorliegende Auswertung des Luftbildes gründet neben dem eigenen fachlichen Interesse vor allem in dem Anliegen, dem interessierten Betrachter und Leser einen kurzen exemplarischen Einblick in das Entstehen und Wachsen einer alten Kulturlandschaft zu liefern. Darüber hinaus ist mir durchaus auch an der Vermittlung heimatkundlicher historischer Zusammenhänge, vor allem für jüngere Menschen, gelegen; von daher habe ich bewusst ein System der Bearbeitung gewählt, in dem sich die Aufnahme in der Mitte des Blattes befindet und die textlichen Informationen um diese herum gruppiert und mit Pfeilen dem jeweiligen Objekt direkt zugeordnet sind, damit zu den theoretischen Fakten sofort ein konkretes Bild und damit eine Vorstellung entsteht.

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(Alleinige Foto-Rechte: Karlheinz Schäfer Bad König/ Scan: R. Veit) )

 

 

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Siedlungs- und wirtschaftgeographische Aspekte zur Luftaufnahme Bad König vom Febr. 1945

kleinparzellierte

Flurstruktur (Real-

erbteilung) (s. u.)

 

Zeller Straße

(alte Überland-

straße)

Mühlbach für die

ehemalige Stadtmühle

im Ortskern (östl. Rand

des Oberdorfs)

 

Bahntrasse

 

 

Schreinerei Kling

 

Gräben und Hohlwege

(z. T. Baum- und

Strauchbewuchs)

 

Momarter Wald  *

(Durch die Nordexposition

kommt hier am Schatten-

hang der Wald weiter talwärts

als auf dem gegenüber lie-

genden südexponierten Hang.)

 

Schwimmbad

 

neuer Friedhof (2. Hälfte

18.Jh.) mit jüdischem Teil

u. karolingischer Kapelle,

die eindeutig auf fränkische

Landnahme u. Besiedlung

hinweist (vgl. Ortskern)

 

jüngere Wohnge-

biete (überwiegend

ab 19. Jh.)

 

mäandrierende Mümling, z.T. mit Ansatz zu Altarmschlingenbildung.

Im nördl. Teil scheint bereits eine Begradigung (Erhöhung der Fließ-

Geschwindigkeit) erfolgt zu sein.

* Hinweis: Nach dem Schattenwurf der Bäume muss die Aufnahme um die Mittagszeit entstanden sein.

 

Grundstück der

Villa Lien mit Villa

im Stil des Histo-

rismus  als Beispiel

der gründerzeit-

lichen Industriali-

sierung zum Ende

des 19. Jh`s (1898)

 

 

 

Schlossareal mit

Schlossplatz, den

beiden Schlössern,

der Kirche und

der Rentmeisterei

als Zentrum des

Ortskernes

Schlossareal mit dem

Schlossplatz, den beiden

Schlössern, der ev. Kirche

und der Rentmeisterei als

Zentrum des Ortskerns

Ackerland u. Gartenland

auf fruchtbareren, nicht

unter Staunässe leiden-

den Aueböden oder auf

in Mulden abgelagertem

periglazialem Lößlehm

 

Streuobstwiesen u.

Weiden auf weniger

fruchtbaren sandigen

Böden des anstehen-

den Buntsandsteins

(nördl. d. Mainstraße)

Drainagebächlein in den Feucht-wiesen der Auenzone des Vor-fluters Mümling

 

Text: Walter Hoffmann  © (31.5.2020)

 

Presse:

Ein Luftbild erzählt Geschichte- Was eine Aufnahme von Bad König aus dem Jahr 1945 erzählt (Titelseite)- Ein Luftbild erzählt Bad Königs Geschichte- Der Geograf Walter Hoffmann zeigt anhand einer Aufnahme aus dem Jahr 1945, was Oberflächenstruktur und Siedlungskörper einer Landschaft uns verraten können. Von Walter Hoffmann (Quelle: Odenwälder Echo vom Donnerstag, 8. April 2021, Rubrik Odenwald, S. 11)

 

 

 

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Besondere Hinweise: Sämtliche Urheberrechte bezüglich der Text-Analysen auf dieser Themenseite gehören ausschließlich Walter Hoffmann, Bad König.

Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

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Karnevalsverein Bad König im Odenwald richtet große Prunksitzung in den 1950ern aus

 

 


„Jupp“ Margraf und Adam Müller gestalten mit anderen engagierten Jecken den Bad Königer Karneval im Jahr 1954

(Foto-Rechte: Horst Müller, Bad König/Scan: Reinhold Veit): Unsere historische Fotografie zeigt die großen Bad Königer Karnevalisten Franz- Josef („Jupp“) Margraf (links) und Adam Müller (Petten) beim großen Faschings-Einsatz im Kronensaal. Die beiden Bad Königer traten dort meisterlich und sprachlich gekonnt als Eugen und Vinzens (das ist Adam Müller) auf. 

 

Frankfurts Opernsänger Werner Braun singt aus dem  „Zigeunerbaron“- weitere Auftretende aus der Main-Metropole, Weiterstadt, Wiebelsbach und dem benachbarten Vielbrunn im Odenwald- Jean Trumpheller skizziert Bad Königs Gemeindeleben und Walter Pröhl zum Bürgermeister wie Kurdirektor gerade erneut gewählt

(Sehen Sie bitte unten den Zeitungsartikel dazu.)

 

 

 

Auftakt mit dem Hofballett in Bad König im Odenwald

(Quelle: Zeitungsarchiv Horst Müller- Darmstädter Echo v. 24. Februar 1954/bk- Scan: R. Veit)

 

Bad König. Es ist der Februar 1954, dem Jahr, in dessen Verlauf Deutschland mit dem „Wunder von Bern“ Fußball-Weltmeister, und wie manche Historiker meinen, die Bundesrepublik Deutschland (einhergend mit dem ökonomischen Boom) „zum zweiten Mal gegründet“ werden wird. Zur Faschingszeit jedoch zuvor vollzieht sich in Bad König in den „tollen Tagen“ ein wenig das Feiern. Unsere zeithistorische Aufnahme (Foto-Rechte: Horst Müller/Scan-Text: Reinhold Veit) zeigt die einstigen großen „Kinnicher Karnevalisten“ Franz-Josef („Jupp“) Margraf aus dem „Babbagässje“, links) und Adam Müller („Petten“ Horst Müllers) beim größeren Faschings-Einsatz im „Kronen-Saal“, wobei die beiden Akteure meisterlich und sprachlich gekonnt als Eugen und Vinzens (das ist Adam Müller) auftraten. Was gab es noch im Programm? Man staune:

Frankfurts Opernsänger Werner Braun sang Stücke aus den „Zigeunerbaron“, weitere Auftretende aus der Main-Metropole gesellten sich neben anderen aus Weiterstadt, Wiebelsbach und dem benachbarten Vielbrunn hinzu, und Jean Trumpheller skizzierte humorös Bad Königs Gemeindeleben- die Gemeinde besaß erst seit knapp sechs Jahren den „Bad“-Titel. Und Walter Pröhl wurde gerade erneut zum Bürgermeister wie Kurdirektor gewählt, Kur und Fremdenverkehr noch im stetigen Aufstieg.

 

 

 

 

Frostige Faschings-Nächte oft in der Karnevalszeit in Bad König

Überwiegend schneebedeckt- verbunden mit sehr frostigen Nächten- war das Bad König im Odenwald gerade auch in der Karnevals- und Faschingszeit in den frühen 1950er Jahren (Foto: HGV Bad König e.V. – Bilddatenbank). Da musste auch an den Veranstaltungsorten und in den Häusern gut geheizt werden ( und zwar mit Holz, Kohle-Briketts oder Eier-Briketts). Die Heizungen mit Öl (Ölöfen) oder dann die Heizungen auf Öl-Basis kamen sukzessive hinzu, Jahre später auch Gas-Heizungen, deutlich stärker in den ländlichen Gebieten der alten Bundesrepublik Deutschland vermehrt in den 1960ern/1970ern, während die größeren Kommunen schon das sogenannte „Stadt-Gas“ infrastrukturell besaßen.

Zu den 1950er Jahren in Bad König und Odenwald beachten Sie bitte die weiteren diversen Themenseiten auf dieser Homepage www.hgv-badkoenig.de

 

 

 

Zeitgleich zu dem Tag der Punksitzung in Bad König im Odenwald:

 

 

Karneval- Fasching- Granatsplitter heutzutage aus Bad König

    und auch Kreppel/Kräppel (beide Schreibweisen sind zulässig), gebacken wie anno dazumal (von Katharina Haase, Bad König)

  … wie auch Berliner aus der Odenwälder Café-Bäckerei …       (fotos-hgv)

 

 

 

 

Pressehinweise Fasching- aktuell im Odenwald:

„Von allem Ebbes- Kräppelnachmittag beim Dorftreff Olfen (mit Landrat a.D. Horst Schnur und den Fastnachtern Ilse und Erich Süßner aus Bad König im Odenwald)   (Quelle: SüdhessenWoche vom 27. Februar 2020)

 

 

 

 

 

 

 

(Heimat- unfd Geschichtsverein Bad König e.V.- 24.02.2022)

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