Schild „Historische Rentmeisterei“ als Information für Bürgerschaft und Touristen

Bad König im Odenwald.  Noch vor Jahresschluss 2022 konnte ein neues Schild „Museumsstraße Odenwald-Bergstraße“-Historische Rentmeisterei Bad König“ (Foto: R.Veit) in wie immer eingeforderter textkomprimierter Form angebracht werden, was nicht immer leicht ist und vom HGV vorbereitet wurde. Der Dank für diese zügige Umsetzung/Anbringung geht an Bürgermeister Axel Muhn und den Magistrat sowie an die Herren Tilly (Bauhofleiter) und Körner vom städtischen Bauhof. Der HGV würde weiterhin hier gerne Unterstützung geben, auch für historisch erhaltenswerte Objekte in den Stadtteilen. Voraussetzung: Die Daten müssen jedoch abgesichert sein. Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Spätherbstliches Stimmungsbild: Historische Rentmeisterei am Schlossplatz Bad König im Odenwald (Fotos: Reinhold Veit)

 

 

 

 

 

 

(27.11.2022-rn-hgv-badkoenig e.v.)

Mittlerweile ein Freund der Stadt Bad König – Besuch von David Hales- seit 2009 hier auf Visite im Odenwald und Dürnbach

 

Lage des Britischen Soldatenfriedhofes bei Dürnbach/Karten-Ausschnitt/Map from David Hales

 

 

 

Frinton-on-Sea/Bad König/Dürnbach. Am Mittwochmorgen (23.11.2022) kehrte David Hales- mittlerweile schon längst seit 2009 ein Besucher der Kurstadt- welcher der Neffe einer der hier an der Leuersruhe von Erbacher Nationalsozialisten am 21.11.1944 ermordeten beiden britischen Flieger (Richard Benjamin Hales und Alec Peter Bloomfield, beide Geburtsjahrgang 1924) ist, wieder nach England zurück. David Hales, längst ein Freund unseres Städtchens, suchte- nach zwei Jahren „Corona-Pause“- auch wieder „dazwischen“ den britischen Soldaten-Friedhof Dürnbach unweit von Bad Wiessee/Tegernsee auf, wo die beiden Flieger ihre letzte Ruhe fanden, wo just ein dichter Schneesaum sich über dem gesamten Friedhof ausbreitete. Unser Foto zeigt die „Memorial-Tafel“, die im November 2015 – zusammen mit den Verlegungen von einer Tranche von Stolpersteinen- damals im Innenhof des Museums-, Schloss- und Kirchentraktes angebracht wurde. David Hales lässt auf diese Weise alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Bürgermeister Muhn-Magistrat, Stadtverordnetenvorsteher Hofferbert, alle Stadtverordnete, Verwaltungsmitarbeiterin Frau Anja Bundschuh, Herrn Kurt Ziegler, Herrn Thomas Seifert u.a. recht herzlich grüßen. Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

21. November 2022- Gedenken in Bad König im Odenwald

 

 

(23.11.2022-rn-hgv bad koenig e.v.)

 

Bad Königs einstige „Polizei-Wache“ in der Friedrichstraße

Bad König im Odenwald. In den 1950er zu den 1960er Jahren gab es im noch jungen Bad König- 1948 wurde erst der Titel „Bad“ erworben- etwas, was heute schon längst nicht mehr vorhanden ist.

Die Zeiten damals waren nicht so verkehrsintensiv, will heißen, dass längst nicht so viel Motorisiertes und Größeres an fahrbaren Untersätzen vorhanden war, obwohl in der Bahnhofstraße noch die B45 (!) hindurchführte, Kurbetrieb und Fremdenverkehr allmählich sehr intensiv „in die Gänge“ kamen, die einsetzenden Wintermonate sogar hier in den Straßen und Gassen üppig schneereich waren. Unterhalb dieses Gebäudes öffnete morgens um 10 Uhr ein nettes, mit hölzernen Stühlen und Tischen bestücktes Café mit kleiner Torten- und Kuchenauswahl, und an Rosenmontagen und Fußballweltmeisterschaften, eingeengt besetzt, schaute man den Schwarz-Weiß-TV-Übertragungen zu, da ja privat kaum dies mangels TV-Geräten in den Haushalten vorhanden war. Im Frühjahr zum Sommer hin kam in den 1950ern die Hula-Hoop- Welle auf. Versorgungsprobleme: Überhaupt nicht! Denn im zwei Häuser vom besagten Café entfernten Traditions- Kaufhaus -der Gebrüder Joseph- gab es die gewünschten Ringe in prächtiger Farbauswahl! Ganze „Kinder-Scharen“- nun eben als „Hula-Hoop-Kinder“ altbundesrepublikanisch im Wortgebrauch erkoren- bewegten bzw. schlängelten sich mit ihren Reifen auf dieser Straße- kaum befahren- die heute noch Friedrichstraße heißt. Vor dem Haus (oben geschindelt) befand sich im Erdgeschoss die „Polizeiwache“, besetzt mit zwei Polizeibeamten (hier noch grün uniformiert), und ein grüner „Polizei-VW-Käfer“ (im Jargon „Grüne Minna“ genannt) parkte vor dem für heutige Verhältnisse beschaulichen polizeilichen Dienstbüro: Diese Polizisten- der eine sehr hager, der andere mittelgroß (mit Rundbrille), dazu gesellte sich etwas später noch ein dritter Beamter- auch nicht so groß von Gestalt, waren nun da und „nachkriegspräsent“ im Bad König jener Zeit im Kreis Erbach. Aber sie alle taten gewissenhaft ihren jeweiligen Dienst- ohne High Tech, Internet etc. Die „Dienst-Maschine“ zum Notieren war die gute alte Olympia-Schreibmaschine, die-aus welchen Gründen auch immer-etwas später zur Markenbezeichnung „Monika“ mutierte. (Der Ohrwurm von Schlagersänger Peter Orloff „Monika“ kam auch paar Jährchen später „im Äther“ und in den Hitparaden groß heraus, wurde auch live von den Kapellen oder Einzelunterhaltern in den Tanzlokalen dargebracht oder in den Wirtshäusern durch eine Münze in den Musikboxen oft angewählt.)

Wie schon gesagt, der VW-Käfer in Grün parkte oft davor vor jenem schnuckeligen Haus, wenn Schreib-, Protokollarbeiten, Telefondienst und weitere dienstliche Arbeiten zu verrichten , keine Einsätze oder Streifenfahrten dienstgemäß zu absolvieren waren in diesen Wirtschafswunderjahren, wo der „Alte von Rhöndorf“ (Bundeskanzler Konrad Adenauer)- wir schreiben noch die alte Bundesrepublik Deutschland, die viel später nach der Deutschen Einheit 1990 erst „Bonner Republik“ von den Historikern genannt werden wird,  und „der Dicke“ (der populäre Wirtschaftsminister Prof. Ludwig Erhard, späterer intonierter Wahlkampfslogan „Lasst doch mal den Dicken ran, lasst ihn zeigen, was er kann“, was ihn dann auch etwas half- historisch stark verkürzt- auch Bundeskanzler zu werden- unser Leben begleiteten. Zurück zu unserer „Friedrichstraßen-Polizeiwache“ (wohlgemerkt, wir befinden uns nicht im damaligen West-Berlin, wo die dortige Friedrichstraße auch heute noch in vielen gedruckten Werken populärer ist, als es unsere kleine bescheidene „Kinnicher Friedrichstraße “  je sein wird. Aber sie wird  gleichfalls ihren unumstößlichen  Charakter mit unzähligen Biografien, Geschichten und Anekdoten haben: Wieder zurück zu unserer „Wache“. Man war auch oft- polizeilich betrachtet- per Pedes unterwegs. Viel, viel Weiteres würde es „von dieser Lebensecke“ noch zu erzählen geben…von der Arbeit in den umliegenden Geschäften, Fabriken, Manufakturen, aber auch viel Lustiges und Erfreuliches. Aber es war eine andere Zeit- längst verblichen, wie paar Sandkörner, die weggespült etwas weiterziehen, an manchen Uferbänken der nahen Mümling, wo nur noch in Erinnerungen der damals schon Lebenden etwas bleibt, eine Zeit, die immer wieder anders sein wird, auch dann später für die vielen, vielen  neuen Jahrgänge mit dann deren Rückerinnerungen, ob in einer Straße, auch  in einer Straßen-Triade zwischen Bahnhofstraße (deren Abzweiger Gartenweg alias „Babbagässje“), der mittig kleineren Friedrichstraße und der Jahnstraße in Bad König im Odenwald.

Textverantwortlich: Reinhold Nisch

Anmerkung: Diese Story ist noch im Aufbau, ist zu überarbeiten.

 

Das Gebäude, in dem es im „jungen“ Bad König die Polizei-Wache (im Erdgeschoss und Wohnung im ersten Stock) gab.

 

 

 

 

 

 

HGV Bad König e.V.-30.11.2022

 

 

 

 

Bad König/Lützelbach im Odenwaldkreis. Die ausgewiesene Heimatkundlerin Heidi Banse vom benachbarten HGV Lützelbach e.V. setzt ihre Publikationsreihe- begonnen wohl 1914 (2014) in der neuesten Schrift fort: Das bewegende Jahr 2022 zeigt mittels der Berichterstattungen vom damaligen „Centralanzeiger für den Odenwald/Erbacher Kreisblatt“ das damalige Leben der Menschen im Odenwald mit ihren Sorgen und Nöten, ihren Entbehrungen, aber auch ihren Hoffnungen auf. In jeder Odenwälder Buchhandlung ist dieses Buch zum Preis von 6,00 Euro zu bekommen (Foto: screenshot-rn-hgv-bad könig) Ihr HGV Bad König e.V.

 

 

 

(20.11.2022- HGV Bad König e.V.)

 

 

 

 

 

 

 

Vortrag über Jan Mayen und das Nordmeer im Weyprecht-Jahr: „Die Reise nach Jan Mayen“

Bad König: Am Mittwoch, 9. November 2022, findet ab 19 Uhr in der Historischen Rentmeisterei (am Schlossplatz) ein Vortrag von Professor Dr. Stephan Weinbruch (TU Darmstadt/Institut für Angewandte Geowissenschaften) zum Thema: „Eine Reise nach Jan Mayen im Arktischen Ozean“ statt. Professor Weinbruch, der schon einige moderne Expeditionsreisen unternahm- gerade auch mit skandinavischen Wissenschaftlern- ist auf dem neuesten Stand der Forschung dieses Atlantik-Gebietes. Der Vortrag erfolgt im Rahmen des Carl Weyprecht-Jahres, als Weyprecht und Payer mit ihrer Mannschaft zur Nordpolar-Expedition aufbrachen, dies im Juni 1872. Der Eintritt ist frei!

Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

Odenwälder Lokalblick vom 9.11.2022

 

 

 

 

 

 

Buchauswahl über „Jan Mayen“ (von Prof. Weinbruch anlässlich seines Vortrages am 9.11.2022 in Bad König mitgebracht)

 

 

Professor Dr. Stephan Weinbruch beeindruckt mit einem imposanten Vortrag zu Jan Mayen in Bad König im Odenwald

 

 

Bad König/Darmstadt. Im sehr gut besuchten großen Saal der historischen Renmeisterei am Schlossplatz in Bad König referierte am 9.11.2022 Prof. Dr. Stephan Weinbruch in Anwesenheit von Bürgermeister Axel Muhn und Weyprecht-Nachfahrin Dr. Heidi von Leszczynski sowie weiteren Verwandten des Polarforschers Carl Weyprecht zur Thematik „Eine Reise nach Jan Mayen“, die als integratives DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)- Projekt im Sommer 2021 geplant war und durchgeführt wurde.Die Hinreise ging von der Anfangsstation (zuerst Oslo) aus über eine weitere norwegische Zwischenstation zu Land, dann seewärts mit einem relativ kleinen Schiff (und vielen Schwankungen durch die hohe See einhergehend) bis zum norwegischen Jan Mayen (während die spätere Rückreise mit einem Flug der norwegischen Luftwaffe für die Vierpersonen-Crew absolviert wurde. Die Forschungsreise wurde innerhalb des wissenschaftlichen Projektes „… Modelle für Mineralstaubquellen in hohen Breiten- ein kombinierter experimenteller Ansatz von Staubemissions- und Staubtransportprozessen“ absolviert. Jan Mayen selbst- das wurde eindrucksvoll visuell deutlich- ist eine 373 Quadratkilometer große Insel an der Grenze zwischen der Grönlandsee und dem Europäischen Nordmeer. Bekannt ist diese auch nach dem niederländischen Walfang-Kapitän Jan Jakobs May van Schellinkhout. Etwa ein Drittel der Insel ist vergletschert (ca.114 Quadratkilometer der Inselfläche). Hierbei handelt es sich um die Eiskappe des 2277 m hohen Beerenbergs, welcher von dem Weinbruch-Team gleichfalls erkundet wurde (mit Entnahmen von „Staub-Proben etc. mittels umfangreichen Laboratorien/Ausrüstungsmaterialien). Aus dem Hauptkrater- der letzte Vulkanausbruch war in den 1980ern- führt der Weyprecht-Gletscher (benannt nach dem Nordpolarforscher Carl Weyprecht und Entdecker des Franz-Joseph-Landes) bis an die Nordküste der Insel. Alles in allem war es an diesem Mittwochabend ein hochinteressanter Vortrag von Prof. Weinbruch (Institut für Geowissenschaften/Abteilung Mineralogie der TU Darmstadt), dem sich noch äußerst interessante Fragen aus dem Auditorium und deren Beantwortung durch den Wissenschaftler anschlossen. (Foto: Reinhold Veit).  Ihr Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V.

 

 

(Foto: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V. )

 

 

 

 

Literaturhinweise/ Quelle entnommen: Jan Mayen Wikipedia- 06.11.2022:

  • Geir Wing Gabrielsen, Bente Brekke, Inger Greve Alsos, John Richard Hansen: Natur- og kulturmiljøet på Jan Mayen: med en vurdering av verneverdier, kunnskapsbehov og forvaltning. Norsk Polarinstitutt, Oslo 1997 (= Meddelelser Nr. 144). ISBN 82-7666-126-2 (PDF; 10,5 MB, norwegisch).
  • Rolf Stange: Jan Mayen. Natur und Geschichte des Außenpostens im Nordatlantik. Eigenverlag Rolf Stange, ISBN 3-937903-04-6.
  • Andreas Umbreit: Spitzbergen mit Franz-Joseph-Land und Jan Mayen. Conrad Stein Verlag, 7. Auflage 2004, ISBN 3-89392-282-2.
  • John Green, Thomas Astley: Beschreibung der Insel Jean Mayen oder Dreyeinigkeits-Insel (mit einer Karte). In: Allgemeine Historie der Reisen zu Wasser und zu Lande oder Sammlung aller Reisebeschreibungen … Band 19. Verlag Arkstee und Merkus, Leipzig 1769, S. 64–65. Digitalisat
  • Josef Chavanne: Jan Mayen und die österreichische arktische Beobachtungsstation: Geschichte und vorläufige Ergebnisse derselben. Nach den Aufzeichnungen und Berichten des Leiters Linienschiffslieutenant E. von Wohlgemuth. 66 S. Mit 6 Illustr. und einer Karte. A. Hartleben, Wien 1884.
  • Die internationale Polarforschung 1882–1883: Die österreichische Polarstation Jan Mayen ausgerüstet durch seine Excellenz Graf Hanns Wilczek geleitet vom K. K. Corvetten-Capitän Emil Edlen von Wohlgemuth. Beobachtungs-Ergebnisse herausgegeben von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Karl Gerold’s Sohn, Wien 1886, I. Bd., II. Bd., I. Abt., II. Bd., II. Abt., III. Bd.

 

Professor Weinbruch nach dem Jan Mayen-Vortrag mit zusätzlichen Erläuterungen auf Grund der Frage-Runde aus dem Auditorium

 

 

 

 

 

Politische Weltkarte mit Jan Mayen  im Nordmeer

(Quelle: Unsere Welt -Mensch und Raum, Cornelsen-Verlag 1994)

(screenshot: rn-hgv bad könig e.v. )

 

Am Ende des Vortrages vom Mittwoch, 09.11.2022: HGV-Vorsitzender Reinhold Nisch (re.) überreicht ein Präsent an Prof. Dr. Weinbruch.

 

 

 

 

 

 

 

Literaturhinweis zur „Antarktis“ (Südpolar-Region):

„Die große Schmelze- Durch wärmere Strömungen schwindet das Eis der Antarktis viel schneller als bisher angenommen. Zusätzliche Gefahr für den siebten Kontinent birgt die weltweite Gefahr nach Bodenschätzen (S.2/3) – „Antarktis in Gefahr- Der siebte Kontinent muss sich der Jagd nach Ressourcen wie des Klimawandels erwehren“ (Quelle: Frankfurter Rundschau vom Mittwoch, 5. Oktober 2022/78. Jahrgang/ Nr. 231)

 

 

 

(20.11.2022-rn-hgv bad könig e.v.)