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Historie Bad König Kaserme-das einstige Armenhaus der Gemeinde König

Sämtliche Fotos: Reinhold Veit, HGV Bad König e.V.

 

 

 

Zeitdokument: „Kaserme“ in der damaligen Gemeinde (Bad) König im Odenwald

Notiert von unserem HGV-Mitglied Werner Geidel nach den Erinnerungen seines Vaters, Herrn Georg Geidel (Jahrgang 1925)

 

Laut Georg Geidel ergeben sich die  folgenden tragfähigen heimatgeschichtlichen Momente, dass das Fachwerkgebäude in der damaligen Sackgasse 6 (heute- nach früherem Abriss- Teil eines städtischen Parkplatzes) ein Quartier bzw. eine Unterkunft für Soldaten bzw. Personal des früheren Grafenhauses Erbach-Schönberg gewesen sein kann.

 

Mögliche Verifizierung: Grundbücher

a) Das Gebäude gehörte zuletzt der Gemeinde Bad König, dürfte von dieser aber nicht erbaut worden und könnte ebenso wie das Schloss von der Gemeinde übernommen worden sein.

(Die Frage stellt sich gleichfalls: Von wem hat die Gemeinde Bad König das Haos übernommen bzw. welche Vorbesitzer gab es noch?)

b) In der Nachbarschaft- der Bleichstraße- lebte einst eine Familie (vielleicht im Haus Horn, letztes an der kleinen Straße linker Hand vor der Brücke), von denen ein Mitglied anlässlich eines höheren Dienstjubiläums (50 Jahre?)vom Grafenhaus eine goldene Anstecknadel erhalten haben soll. Daneben ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Gebäude bzw. Grundstücke dereinst zum Grafenhaus gehörten.

In der Königer Kaserme wohnten drei Familien, nämlich die Familien

  1. Knust
  2. Weyrauch
  3. Schneller

Georg Geidel erinnert sich dazu mit einigen biografischen Daten:

Zu 1: Da  habe ich  noch drei von vier Kindern gekannt: Christian nicht (Jahrgang 1924), Gerhard (lebte später in der Dekan-Groh-Straße), Jakob („Bruchmühle“ an der Mümling vor Etzen-Gesäß ? Jakob lebt  noch.) und Tochter Anni (verheiratet dann mit dem Schausteller Scholz, später dann wohnhaft in Fürstengrund schräg gegenüber dem Gasthof „Zum Hirsch“/“Hirschwirt“).

Zu 3.: Der Sohn Fritz gehört dem gleichen Jahrgang wie Georg Geidel an, nämlich Jahrgang 1925.

 

Zum Haus Horn:

Das Haus nach dem noch bestehenden Tagelöhnerhaus, wo sehr wahrscheinlich bis in die 1970er Jahre der Schuster (und „Kurbock“) „s`Hadsche“ (Leonhard Trumpfheller) gewohnt und gearbeitet hat. In Georg Geidels Jugendzeit (bis zum Umzug in die Bergartenstraße im Jahre 1964) wohnte dort der Kaspers Peter, und ein Enkel davon war Weißbinder beim Kresse Wilhelm (Familie Schäfer/Am Roten Rain), der im Alter von Ende 30 verstarb.

 

(Bad König, im Februar 2018)

 

 

 

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Bad König: Historische Kapelle aus der Karolinger Zeit im Winterkostüm

Im winterlichen Gewande präsentiert sich Bad Königs ältestes Bauwerk – die historische Friedhofskapelle- am würdevollsten.

 

 

Zur Geschichte und zum näheren Kennenlernen der im Ursprung aus der karolingischen Epoche stammenden Kapelle gibt der HGV Bad König e.V. die  folgenden einführenden Lektürehinweise:

 

Margit Krenn: Heilsgeschichtliche Narration und Repräsentation- Die spätmittelalterliche Chorraumausmalung in der Alten Friedhofskapelle in Bad König als Zeuge der böhmischen Kunst in Südhessen, S. 7-20, in: Hessisches Landesmuseum Darmstadt (Hrsg.), Kunst in Hessen und am Mittelrhein/NF 7 (ISSN 0452-8514), Darmstadt 2012

 

Peter W. Sattler: Die alte Kapelle in Bad König im Odenwald/Eigenkirche, Wallfahrtskapelle, Totenkirche-eine bau-, kunst- und kirchengeschichtliche Würdigung, S. 49-64, in: Bad König im Wandel der Zeiten-Festschrift aus Anlass der Ersterwähnung vor 1200 Jahren (Hrsg.: Magistrat der Stadt Bad König/Redaktion: Thomas Seifert), Bad König (ISBN 978-3-00-058240-0) 2017

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HGV-Historie Bad König: Kindertrachtengruppe von 1989

Bad König. Der HGV Bad König e.V. besaß auch unter der Leitung seines langjährigen Vorsitzenden Karl-Ludwig

Kraft  Trachtengruppen, die bei verschiedenen Anlässen – seien es Festivitäten in Form von Umzügen und

Tanzauftritten, Hessentagen etc. in historischen Trachten auftraten. Besonders hervorzuheben ist auch die damalige

Einrichtung -siehe unser historische Ansichtskarte aus dem Jahr 1989- einer vielköpfigen Kindertrachtengruppe.

Bleibt anzumerken, dass die Kinder von damals selbst heute “ in die mittleren Jahre gekommen“ sind, selbst oft

wieder Kinder haben und die Erwachsenen von damals Großeltern in heutiger Zeit geworden sind.

 

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Historie Bad König: Perspektive Mainstraße

Anmerkung: Der  Text kommt zu einem späteren Zeitpunkt.

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Bad König-Gemälde: Philipp Hotz kreiert künstlerisch den Schlossberg

Auch bei diesem Bad König-Aquarell – aus dem 20. Jahrhundert stammend (1944) – gibt es nur eine geringe

biografische Fußnote: Philipp Hotz lebte nach Recherchen des Leihgebers von 1884 bis 1975 in Fränkisch-

Crumbach, wo ihm im Jahre 2004 während des dortigen Weihnachtsmarktes eine Ausstellung gewidmet wurde.“

 

Quelle:

„Bad König-einst und jetzt/Gemalt und fotografiert von Odenwälder Künstlern/Ausstellung vom 7.November bis

31.Dezmber 2017 im Rathaus“, Faltblatt  S.4, Text: Thomas Seifert/Layout: Wolfgang Spannaus, Bad König 2017 )

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Bad König-Gemälde von Carl Keller- erstes Drittel des 20. Jahrhunderts

Bad König. Carl Keller malte dereinst dieses Ölgemälde (Foto: Reinhold Veit/HGV Bad König e.V.). Das

wunderschöne Gemälde offenbart die Sicht vom Waldesrande aus eher nordöstlicher Perspektive auf das

damalige König im Odenwald so um 1935, wie die Anmerkung am unteren rechten Bildrande verrät.

Dem Künstler Keller gelang es durch das Einsetzen eines zu Neige tendierenden Baumstammes (vorne

rechts) den Weg zur Freigabe auf das Zentrum der Odenwaldgemeinde zu zeigen, quasi den Mittelpunkt

zum Schlossbereich zu gestalten, während die Katholische Kirche (erst sieben Jahre zuvor errichtet) schon im

Hintergrund die Prolongation zur  westlichen Umgebungsseite anführt- umgeben vom satten Grün der umrandenden

Natur in Wald und Flur, wo vordergründig hangabwärts  einen dichter Kulturbaumbestand vorzeigbar ist.

Das großflächige Gemälde verschönt den Trausaal im weiträumigen Trakt des Altschlossbereiches. Unzählige

Brautpaare wurden hier und werden auch in diesem Jahr und zukünftig weiterhin in diesem exzellenten Ambiente

standesamtlich getraut.

 

Zu Carl Keller selbst wissen wir kaum Biografisches. Es hätte damals vor mehr als sechs, sieben Jahrzehnten

aufgezeichnet werden sollen.

Auch ist stark anzunehmen, dass der Fundus des malerischen Schaffens ein sehr großer gewesen sein mag, weitere

Gemälde sich irgendwo  in weiterem Privatbesitz befinden.

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Bad König-Gemälde vermutlich aus den 1950er/1960er Jahren

Bad König. Das hier gezeigte Gemälde über das historische Bad König befindet sich in Privatbesitz . Die

mehrfachfarbige Ansicht zeigt den Blick aus gut nördlichem Standort auf den gesamten Marktplatz mit dem

Schlosskomplex. Am rechten unteren Rand findet man in der akribischen Sicht den Vermerk „Nach H.F. 1889 von H.

Jantz“.  So ist davon auszugehen, dass ein Maler namens H.Jantz – vermutlich aus Frankfurt/Main- in den 1950er

bzw. 1960er Jahren die Vorlage von H.F. (Heinrich Fleckenstein) von 1889 inspirierend nutzte/ benutzte.

So liegt hier ein Vielfaches (noch) im Dunkeln- sowohl biografisch (H. Jantz) als auch das, was man als Werkgenese

bezeichnet. Vermutet wird sogar, dass noch weitere Porträts der prosperierenden damaligen Kurgemeinde

Auftragsvergaben- womöglich sogar mehrwöchig hier verweilende Kurgäste- vornahmen.

 

(Bilddatenbank HGV Bad König e.V.)
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Historie Bad König: Das frühere Forsthotel

(Foto: Bilddatenbank/Scan R. Veit, HGV Bad König e.V.)

 

Das Forsthotel außerhalb des kernstädtischen Bad König und unweit der „Drei Mühlen“ sowie der heutigen

renommierten Ballett-Schule Krings in Richtung des Stadtteils Kimbach gelegen- war zweifelsohne mit dem

insgesamt sehr großen Hotelkomplex, der sich harmonisch in den umgebenden Odenwald einfüg(t) e, das

Aushängeschild der Kurstadt.

 

(Das wird zukünftig textlich erweitert.)

 

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Historie Bad König: Die Nachkriegsjahre beginnen mit den ersten Fachgeschäften

 

 

 

Bad König – oder vielleicht erst nur König, denn der Bad-Titel wurde der Odenwaldgemeinde im Jahre 1948

verliehen. Aber was man sagen kann: Es sind die Nachkriegsjahre-auch später in den 1950er Jahren- im Nachhinein

„liebevoll und unkritisch“ als Wirtschaftswunderjahre bezeichnet.

Auf alle Fälle gab es hier im Odenwald und besonders in Bad König(wieder) die ersten Fachgeschäfte, die

Selbstbewusstsein ausstrahlen, obwohl das Artikelangebot bei weitem nicht so üppig ist, war wie  in unseren jetzigen

Jahren.

Unsere Aufnahme zeigt die „Storch-Drogerie“ in der mittleren Bahnhofstraße auf westlicher Seite.

(Foto: Bilddatenbank des HGV Bad König e.V.)

Zwei Damen und ein Herr stellen sich dem unbekannten  Photographen -wir schreiben es so, wie damals noch

rechtschreibkonform- und das doch fast „photogen“ gekonnt: Links daneben im Freien befindet sich eine Waage zum

Messen des körpereigenen Gewichtes- der „letzte Schrei“ damals. „10 Pfennige rein“ -und der Zeiger oben am

„Ableserund“ offenbart  das Kilogramm-Gewicht der betreffenden Person. Und nebenbei steht noch ein Werbeschild

für „Tempo“- dem (später weltweiten) Symbol und Synonym für „Schnupftücher“- und das in „Blütenweiß“, wie es

es uns die Schwarz-Weiß-Fernseh-Werbung  zumindest in den späten 1950er Jahren verkünden wird.

Eine Überraschung ist auch die „offene“ Werbung für  „Camelia“- Binden für die Frau der unmittelbaren

Nachkriegseineinhalbjahrzehnte (und auch bis heute)!

 

„Die Produkte von Camelia® setzen von Anfang an Maßstäbe. So produziert Camelia® bereits 1926 die erste Damenbinde der Welt und legt 1937 gleich mit einer praktischen Sportbinde nach. 1949 ist es dann soweit, die Camelia® Perfecta im Strickschlauch erobert den Markt und 1958 erscheint die Camelia® Record, bei dieser ersetzt ein intelligenter Vlieseinschlag den Mull.“ (Quelle: Camelia-Story/Internetauszug v. 04.01.2018)

 

Über der Schaufensterfront  befinden sich zusätzlich in rechteckiger Umrahmung die hauptsächlichen

Verkaufsofferten von „Photo-Berle“  im Quintett: Kaffee, Farben, Photo, Lacke, Tee.

 

Der allmähliche Strukturwandel im bundesdeutschen Nachkriegshandel setzte allmählich „Stück für Stück“ mit den  Gründungen von ersten Handelshöfen bzw. Supermärkten ein, die in Form teilweise von Ketten und heutzutage von einem flächendeckenden Netz von Handelsgiganten, daneben Drogeriediscountern und Baumärkten wie Möbelhäusern im heutigen Gesamtdeutschland infrastrukturell dominiert werden. Parallel dazu baut sich der Online-Handel verstärkt auf.

 

 

(Text: Reinhold Nisch/HGV Bad König e.V.)

 

 

 

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Heimatmuseum Bad König: Immer wieder Sonderausstellungen zu historischen und kulturellen Anlässen

Bad König. Der Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. veranstaltet immer wieder zu bestimmten historischen

und heimatgeschichtlichen Anlässen kleine, aber doch effiziente Austellungen. Diese finden meistens im zu betreuen-

den Heimatmuseum Bad König statt und werden auch immer in den lokalen und übergeordneten Presseorganen

angekündigt und begleitet.

Unser Bild (Foto:HGV) zeigt eine Teilansicht der Buch- und Dokumente-Ausstellung mit dem Themenkomplex

„Kriegsende Zweiter Weltkrieg am 8.Mai 1945 und die Zeit danach“, die im Jahre 2015 erfolgte. Wenn man so will: 70

Jahre später, auch für die für die jetzige Generation und als Mahnung zugleich gedacht.

 

 

Weitere Sonderausstellungen bisher waren:

 

–  „Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 vor 100 Jahren“ (Ausstellungsjahr 2014)

Hierzu hatte der HGV Bad König e.V. ergänzend auf das damalige (Bad) König bezogene Dokumente und Kriegspost-

karten dieser Jahre (ab 1914) eingestellt, die jedermann unter dem EU-Projekt www.europeana.de

einsehen kann. (Siehe dazu auch weiter Beiträge auf dieser Homepage.)

 

– “ Die Jahre des Wirtschaftwunders/Zeit der 1950er Jahre (Ausstellung 2015)

 

 

– Sonderausstellungen zu den Bad Königer Nikolausmärkten 2014/2015/2016:

„Weihnachten und Neujahr – anhand von Weihnachtsbüchern (auch Büchern zu Silvester/Neujahr) einst und jetzt“

 

 

– Sonderausstellung Oktober 2017- Dezember 2017:

„Johann Rudolf Follenweider-Carl Seeger- Carl Philipp Fohr – die Bad König-, Odenwald- , Heidelberg-

und Neckartalmaler (mittels der kunstmusealen Kataloge)“

 

Damit wurde arrondiert die von der Stadt Bad König (im 1200jährigen Jubiläumsjahr) initiierte einmalige

und dergestalt nicht mehr wiederkehrende Kunstausstellung „Bad König -einst und jetzt, gemalt und fotografiert von

Odenwälder Künstlern“, d.h. von 18 verstorbenen und lebenden Kunstschaffenden (Zeitraum vom 7.November 2017

bis 31.Dezember 2017/Rathausgalerie-Altes Schloss).

 

 

– Im Jubiläumsjahr 2017 selbst:

Zu Jahresbeginn im Januar 2017 war der Start mit einer Vernissage einer besonderen Kunstausstellung von Heidi

Hoffmann und Corinna Panayi-Konrad, die beide eigens zum Jubiläumsjahr Bad Königs neue Kunstwerke mit

wunderbaren Bad König-Motiven kreativ konzipierten, dies sehr zur Freude des Publikums, wobei die Resonanz auch

für den Erwerb sehr groß war.

Renate März vom HGV-Vorstand hatte dabei „durch das Jubiläumsjahr hindurch“ die organisatorische und auch

verwaltungsmäßige Betreuung in hervorragender Weise übernommen.

 

(Vergleichen Sie bitte zur Thematik auch die anderen Artikel auf dieser Homepage.)